Wie fokussiert man sich bei allem
Trubel auf das Wesentliche?

Antworten für Hessens Lehrkräfte

dlh-newsletter Schule und Corona vom 15.04.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Das Thema „Selbsttestungen“ von Schülerinnen und Schülern wird ab Montag für viele akut werden. Da mich einige Anfragen dazu erreicht haben, möchte ich es heute gleich zu Anfang umfassend behandeln.
Schwerpunktthema: „Selbsttestungen von Schülerinnen und Schülern“
Zwar ist es positiv zu sehen, dass Selbsttests von Schülerinnen und Schülern ab dem kommenden Montag zweimal pro Woche verpflichtend sein werden, doch über die Bewertung der Durchführung und der Rolle der Lehrkräfte dabei gibt es unterschiedliche Meinungen. Die Haltung des dlh dazu, wie sie aus der am Dienstag verschickten Pressemitteilung hervorgeht, wurde inzwischen zusammen mit denen der anderen Verbände und Gewerkschaften in der FAZ abgedruckt.
Kritik kommt auch vom VDL-Vorsitzenden Jörg Leinberger, der in zwei Pressemitteilungen die Schwachpunkte und Unklarheiten des aktuellen Konzepts thematisiert. Die Corona-Einrichtungsschutzverordnung in der Fassung vom 19.04.2021, auf die er dabei Bezug nimmt, habe ich ebenfalls angehängt.
Zudem habe ich die wichtigsten rechtlichen Bestimmungen zur Rolle von Lehrkräften bei den Testungen, wie sie aus dem Schreiben des HKM vom 30.03.2021 an die Schulen hervorgehen, einmal auf einer Seite zusammengestellt.
Wer zum äußersten Mitte greifen und remonstrieren möchte, für den findet sich eine entsprechende Vorlage ebenfalls im Anhang.
Maskenpflicht bei den schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen
Eine echte Überraschung auf der Pressekonferenz der Landesregierung am Montag war die Aussage, dass negativ getestete Schülerinnen und Schüler ihre Abiturklausuren ohne Maske schreiben dürfen. Das hat zu einem Sturm der Entrüstung bei Schulleitungen, Kollegien und auch den Verbänden geführt. Im Anhang finden sich kritische Pressemitteilungen des hphv-Landesvorsitzenden Reinhard Schwab und von mir als dlh-Kreisvorsitzenden Kassel.
Impfungen von Lehrkräften
Auch Sachsen und Thüringen ziehen nun bei den Impfungen der Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen nach:
Maskenpflicht im Unterricht
Gerichte in Weimar und im oberbayerischen Weilheim haben gegen die Maskenpflicht im Unterricht geurteilt und damit einen als sicher empfundenen Konsens bei diesem Thema aufgehoben. Der SPIEGEL und news4teachers berichten ausführlich darüber:
Die so genannte „Bundes-Notbremse“ wird in der Öffentlichkeit, Fachwissenschaft und auch in der Lehrerschaft kritisch diskutiert:

Unser Service für hessische Lehrkräfte: Vorlage für ein Remonstrationsschreiben gegen die Anweisung, Schülerinnen und Schüler bei der Durchführung von Covid-19 Selbsttests zu beaufsichtigen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Schulstart am 19. April 2021 rückt in greifbare Nähe und somit auch der Beginn der Selbsttests von Schülerinnen und Schülern, bei denen wir als Lehrkräfte die Aufsicht führen und ggf. auch Hilfestellung leisten sollen.

Nachfolgend haben wir Ihnen ein Muster für ein Remonstrationsschreiben gegen die Anweisung, Schülerinnen und Schüler bei der Durchführung von Covid-19 Selbsttests zu beaufsichtigen, angefügt, welches Sie als Grundlage für Ihr eigenes Schreiben verwenden können.

Außerdem haben wir Ihnen ein paar rechtliche Hinweise zur den Selbsttests zusammengestellt und ebenfalls beigefügt.

Formular-Remonstration_14-04-2021

Rechtliche Hinweise zu Selbsttests

dlh-newsletter Schule und Corona vom 13.04.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Mit großer Spannung haben die meisten von uns gestern Abend wahrscheinlich die Pressekonferenz der Landesregierung zum weiteren Vorgehen an den Schulen nach den Osterferien verfolgt. Die Ergebnisse bilden das Schwerpunktthema dieser Rundmail.
Schwerpunktthema: Wie wird es weitergehen an Hessens Schulen nach den Osterferien?
Die Ausführungen von Kultusminister Alexander Lorz von gestern finden sich heute in zwei Briefen an die Schulen und die Eltern, die ich beide angehängt habe, und in Kurzform auf der Seite des HKM:
Druckfrische Pressemitteilungen des dlh und des VDL, die die geplanten Maßnahmen analysieren und bewerten, habe ebenfalls ich angehängt.
Aerosole
Führende Aerosolforscher aus Deutschland fordern von der Politik einen Kurswechsel bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Coronaseuche:
Selbsttests
Die Ergebnisse der Umfrage aus dem Newsletter von letzter Woche zu den Selbsttests von Schülerinnen und Schülern finden sich im Anhang. Die Entscheidungen von gestern kommen also vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern entgegen.
Zur Rolle von Lehrkräften bei den Selbsttests hat sich die dlh-Fraktion beim GesamtPR Bergstraße-Odenwald geäußert:
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Verpflichtung zu Selbsttests für den Schulbesuch noch einmal bestätigt:
Lernförderkonzept des DL zur Aufarbeitung von Lernrückständen durch die Corona-Pandemie
Die Vorschläge des Deutschen Lehrerverbandes samt dazugehöriger Pressemitteilung habe
angehängt.
Auch news4teachers berichtet darüber:
Änderung des Bundesinfektionsschutzgesetzes („Bundes-Notbremse“)
Die Änderung des Gesetzes hat gerade das Bundeskabinett passiert. Davor gab es von vielen Seiten Kritik daran, im Schulbereich z.B. am Inzidenzwert 200, ab dem erst Schulschließungen stattfinden sollen. Dies kritisiert etwa der VDR-Vorsitzende Jürgen Böhm.

Pressemitteilung des dlh vom 13.04.2021 zur Testpflicht an hessischen Schulen

Praktikable Entscheidungen und Planungssicherheit für die Schulen

Der Deutsche Lehrerverband Hessen äußert sich überwiegend positiv zu den Ankündigungen von Kultusminister Alexander Lorz, wie es nach den Osterferien an den hessischen Schulen weitergehen soll. Die dlh-Landesvorsitzende Annabel Fee lobt: „Man merkt der Landesregierung den Willen an, praktikable Beschlüsse für die Rückkehr in eine geordnete Normalität fassen zu wollen. So bedauerlich es auch ist, dass viele Schülerinnen und Schüler weiterhin im Distanzunterricht bleiben müssen: etwas anderes ist beim aktuellen Infektionsgeschehen derzeit leider nicht möglich.“

Positiv bewertet der dlh vor allem, dass alle Personen, die am Präsenzunterricht teilnehmen, zweimal pro Woche obligatorisch getestet werden müssen. Damit werde eine lang gehegte Forderung des Verbandes erfüllt. Die Möglichkeit, dafür einen Bürgertest in einem Testzentrum durchführen zu lassen, biete allen Eltern, die ihre Kinder nicht in der Schule testen lassen wollen, eine gute Alternative. Das entlaste auch die Schulen. Da die Tests dort ausdrücklich vor dem Unterricht außerhalb des Klassenraums stattfinden sollen, gehe zudem keine wertvolle Zeit im Präsenzunterricht verloren. Auch dies habe der dlh immer wieder gefordert. So können infizierte Kinder und Jugendliche nicht den Rest der Klasse bei der Durchführung des Selbsttests im Klassenraum anstecken und positiv Getestete nicht von ihren Mitschülerinnen und -schülern stigmatisiert würden. Hier besteht aus Sicht des dlh aber auch noch Klärungsbedarf. dlh-Pressesprecher Boris Krüger erläutert: „Wir fordern eine verbindliche Regelung seitens des HKM, wie die Tests vor dem Unterricht ablaufen sollen. Zudem müssen die Lehrkräfte in dieser Frage vor willkürlichen Anordnungen der Schulleitungen geschützt sein, die ihre Arbeitszeit, Haftungspflicht und Gesundheit beinträchtigen. Die Durchführung der Tests durch medizinisches Personal ist deswegen sehr wünschenswert.“

Ambivalent sieht der dlh die nun bekannt gewordenen Regelungen zu den schriftlichen Abiturprüfungen ab dem 21. April. So dürfen negativ getestete Schülerinnen und Schüler am Platz ohne Maske schreiben. Das Aufheben der Maskenpflicht könnte bei falsch negativ getesteten Prüflingen zu einer Weiterverbreitung des Virus führen. Andererseits würden durch die Abwesenheit der Klassen 7 bis 10 sowie der Einführungsphase ausreichend viele Räume in den Schulen zur Verfügung stehen, um mit genügend Abstand die Klausuren schreiben zu können. Diese Maßnahme macht in Verbindung mit den bisherigen Beschlüssen die Durchführung der Prüfungen noch sicherer.

Schließlich begrüßt der dlh auch die Planungssicherheit, die mit den Ankündigungen für die Schulen geschaffen werde.  Annabel Fee erläutert: „Die Schulleitungen haben nun genügend Zeit, ihre Planungen anzupassen. Dass diese dann für mindestens drei Wochen bis zum 9. Mai gelten würden, schafft Ruhe und Verlässlichkeit für den Schulbetrieb.“

2021-04-13 PM des dlh zur Testpflicht an Hessens Schulen

Der dlh begrüßt die Entscheidung des Corona-Kabinetts, eine Testpflicht für den Schulbesuch einzuführen

 

Kultusminister Prof. Lorz hat in der Pressekonferenz um 18 Uhr verkündet, dass unsere Forderung ab dem 19.04.2021 erfüllt wird:

Ab der nächsten Woche dürfen Schülerinnen und Schüler nur noch dann am Unterricht teilnehmen, wenn sie einen gültigen, negativen Corona-Test vorweisen können.

Dieser kann wahlweise in einem Bürgertest-Zentrum abgenommen werden oder aber in Form von „2 Selbsttests pro Woche an der Schule“.

❗️❗️ Hier schließt sich aber eine weitere Forderung an:

Wir fordern, dass eine verbindliche Regelung für die Installation einer Teststraße VOR dem Schulgebäude getroffen wird, damit infizierte Personen gar nicht erst die Räumlichkeiten betreten❗️❗️

Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Gesamtpersonalrat Marburg-Biedenkopf stellen sich vor

Liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem Schulamtsbezirk Marburg-Biedenkopf,

die Personalratswahlen 2021 nähern sich mit großen Schritten und der dlh-Kreisverband Marburg-Biedenkopf hat seine Wahlvorschläge hierfür fristgerecht eingereicht.

Nachfolgend stellen sich Ihnen drei Kandidatinnen und Kandidaten kurz vor, damit Sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von ihnen machen können.

dlh-newsletter Schule und Corona vom 09.04.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wie angekündigt melde ich mich wegen der Ergebnisse der gestrigen KMK-Sitzung auch in den Ferien kurz bei Ihnen und Euch.
KMK-Sitzung
Die Ergebnisse sind mit Ausnahme der Festlegung, dass die Abiturprüfungen und alle anderen zentralen Abschlussprüfungen bundesweit stattfinden sollen, so im Ungefähren geblieben, dass ich nur auf den Beschlusstext selbst sowie die Berichte von SPIEGEL und news4teachers dazu verweisen möchte:
Mit den Impfungen von Lehrkräften der weiterführenden Schulen in Hessen geht es in den Ferien schneller als gedacht voran. Denn derzeit werden wöchentlich 5000 Impfdosen aus der landeseigenen Reserve an Lehrerinnen und Lehrer verimpft, so dass das Impftempo deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Mir sind inzwischen ein Dutzend Personen bekannt, die ihren ersten Termin noch in den Ferien bekommen haben.
Vor der KMK-Sitzung gestern hatte auch noch einmal dbb gefordert, dass alle Lehrkräfte geimpft werden sollen, bevor sie nach den Osterferien in den Unterricht zurückkehren:
Selbsttests
Die Schulen in Hessen bereiten sich auf die Selbstests ihrer Schülerinnen und Schüler nach den Ferien vor. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) steht einer möglichen Testpflicht skeptisch gegenüber. Dies würde bedeuten, Kinder die sich nicht testen ließen, vom Präsenzunterricht auszuschließen. „Deswegen ist das für mich auch ein Mittel, zu dem ich sehr ungern und nur unter Schmerzen greife. Aber wenn es erforderlich ist, um unsere Schulen sicher zu machen, dann bleibt uns nichts anderes übrig“, sagt Lorz im Gespräch mit dem hr. Zuvor hatten die stellvertretende VDL-Landesvorsitzende Tina Horneff in einer Pressemitteilung und in der HNA von gestern (s. beide im Anhang) und DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger eine solche Testpflicht gefordert:
Außer in Hessen gibt es aktuell nur in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Thüringen noch keine Testpflicht. Umfassend behandelt ntv die Thematik:
Der dlh wird sich auf jeden Fall zur Obligatorik und Durchführung der Tests in der nächsten Woche äußern.Dazu möchten wir ein Meinungsbild zu diesem Thema bei den Leserinnen und Lesern des dlh-newsletters einholen. Bitte nehmen Sie sich bis zum 18. April eine Minute Zeit und klicken Sie diesen Link an:
Die Veröffentlichung der Ergebnisse wird hier zu Beginn der ersten Woche nach den Osterferien erfolgen.
Abitur
Eines der wenigen konkreten Ergebnisse der KMK-Sitzung gestern war die Durchführung des Abiturs und der zentralen Abschlussprüfungen in den nächsten Monaten. Die von der GEW am Ostermontag entfachte Debatte, die Prüfungen in diesem Jahr angesichts steigender Inzidenzwerte ausfallen zu lassen, kam damit schnell zu einem Ende. Ich hatte mich dazu seitens des Kasseler hphv im angehängten Ausschnitt aus der gestrigen HNA kurz geäußert.
Kritische Stimmen zum GEW-Vorstoß bringt auch die FAZ von gestern, die sich ebenfalls im Anhang befindet. Der hphv-Landesvorsitzende Reinhard Schwab konnte seine Position etwas breiter in der Fuldaer Zeitung ausführen:
Länder
In Hessen sind zwar noch 10 Tage Ferien, aber der Blick in andere Bundesländer, die am Montag wieder mit dem Unterricht starten werden, zeigen Möglichkeiten auf, wie es auch bei uns ab dem 19. April weitergehen könnte.
Eine gute allgemeine Übersicht, was gerade wo gilt, liefert das Redaktionsnetzwerk Deutschland:
– Nordrhein-Westfalen:
– Berlin:
– Baden-Württemberg:
Ich wünsche Ihnen und Euch eine erholsame 2. Ferienhälfte. Sobald sich Neuigkeiten ergeben, wie es an den hessischen Schulen nach den Osterferien weitergehen wird, melde ich mich wieder kurz.
Mit den besten Grüßen,
Boris Krüger

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Hauptpersonalrat stellen sich vor – Heute: Nadja Heuser und Björn E. Bock

Liebe Kolleginnen und Kollegen der dlh-Verbände, liebe hessische Lehrkräfte,

die Personalratswahlen 2021 finden am 4./5. Mai 2021 endlich statt. Unsere Kandidatinnen und Kandidaten der dlh-Listen nutzen daher die Gelegenheit, sich Ihnen vorzustellen, damit Sie sich – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Bild von ihnen machen können.

Heute geht es weiter mit:

Nadja Heuser

Nadja Heuser ist 49 Jahre alt, VDL-Mitglied und Haupt- und Realschullehrerin an der Eichendorffschule Wetzlar.
Sie unterrichtet die Fächer Deutsch und Biologie.
Nadja Heuser hat 8 Jahre Erfahrung aus der Arbeit im ÖPR, die sie nun auch im Hauptpersonalrat einbringen möchte.
Besonders am Herzen liegen ihr Themen wie „Wiedereingliederung“, „Schwerbehinderung“, „Umgang mit Langzeiterkrankung“ und „Nachteilsausgleich“.

Björn E. Bock

Björn E. Bock ist 33 Jahre alt, hphv-Mitglied und Gymnasiallehrer an der Schillerschule Frankfurt.
Seine Fäche sind Mathematik und Musik.
Bislang hat er noch keine Erfahrungen in der Personalvertretung sammeln können, möchte das aber gerne ändern.
Ganz unerfahren ist Björn E. Bock aber nicht in der Gremienarbeit, denn er ist ein aktives Mitglied des Pädagogischen Ausschusses des hphv.

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Hauptpersonalrat stellen sich vor – Heute: Anna Nüchter und Lutz Vollbracht

Liebe Kolleginnen und Kollegen der dlh-Verbände, liebe hessische Lehrkräfte,

die Personalratswahlen 2021 finden am 4./5. Mai 2021 endlich statt. Unsere Kandidatinnen und Kandidaten der dlh-Listen nutzen daher die Gelegenheit, sich Ihnen vorzustellen, damit Sie sich – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Bild von ihnen machen können.

Heute geht es weiter mit:

Anna Nüchter

Anna Nüchter ist 32 Jahre alt, Mitglied im hphv und Gymnasiallehrerin an der Gesamtschule Niederaula (Gesamtschule ohne Oberstufe).
Sie unterrichtet Englisch, Biologie und katholische Religion.
Als Gewerkschaftsbeauftragte im GPRLL Bebra (Hersfeld-Rotenburg) hat Anna Nüchter bereits Erfahrungen in der Personalratsarbeit sammeln können.

Lutz Volbracht

Lutz Volbracht ist 46 Jahre alt, glb-Mitglied und Berufsschullehrer an der Friedrich-List-Schule Wiesbaden.
Er unterrichtet Politik und Wirtschaft, Wirtschaftslehre und Rechnungswesen.
Erfahrungen in der Personalratsarbeit hat Lutz Volbracht seit 2013 im ÖPR und GPRLL sammeln können.
Für den glb ist Kreisvorsitzender des Kreisverbands Rheingau-Taunus / Wiesbaden.
Für diesen Bezirk ist er auch dlh-Kreisvorsitzender.
Lutz Volbracht ist besonders firm in den Themen „Besoldung“ und „Versorgung“.

dlh-newsletter Schule und Corona vom 02.04.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Da sich gestern zu zwei wichtigen Themenbereichen Neuigkeiten ergeben haben, melde ich mich ein weiteres Mal bei Ihnen und Euch.
Schnelltests
Der dlh-Landesveband hat wie angekündigt mit einer kritischen Pressemitteilung, die ich angehängt habe, auf die gestrigen Anweisungen des HKM zu den Selbsttests von Schülerinnen und Schülern nach den Osterferien reagiert.
Niedersachsen handelt im Sinne des dlh und führt verbindliche Selbsttestungen der Kinder und Jugendlichen ein, die zuhause durchgeführt werden sollen:
Digitalisierung
Die Pressemitteilung des dlh-Landesverbandes von egstern zu den digitalen Endgeräten für hessische Lehrkräfte hat es heute zu news4teachers geschafft:
Microsoft Teams, das von vielen hesssichen Schulen seit dem 1. Lockdown verwendet wird, wird wird vom HKM ab 1. August 2021 nicht mehr geduldet werden:
Trotz dieser letzten, für manche sehr unerfreulichen Nachricht wünsche ich Ihnen und Euch nochmals erholsame Ferien und fröhliche Ostern.
Mit den besten Grüßen,
Boris Krüger

Pressemitteilung des Deutschen Lehrerverbandes Hessen vom 01.04.2021 zu den geplanten Selbsttests für Schülerinnen und Schüler

 Selbsttests an den Schulen:

Viel Arbeit, aber keine Sicherheit?

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) kritisiert die Planungen des Kultusministeriums für Selbsttests der Schülerinnen und Schüler nach den Osterferien.

Die dlh-Vorsitzende Annabel Fee erklärt: „Es ist es zwar positiv zu verbuchen, dass alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler zweimal pro Woche getestet werden. Aber in vielen anderen Vorgaben macht Hessen genau die gleichen Fehler wie in anderen Bundesländern, vor denen wir immer gewarnt haben.“

Hier setzt die Kritik des Verbandes ein: Es sei nicht akzeptabel, dass die Verantwortung für die Durchführung und Auswertung der Tests in den Händen der Lehrkräfte liegen soll und dass diese in den Klassenräumen stattfinden sollen. Zum einen komme es zu einer unnötigen gesundheitlichen Gefährdung, wenn Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht ihrer Lehrerinnen und Lehrer, die größtenteils immer noch nicht geimpft seien, im Klassenraum ohne Masken die Tests durchführen. Zum anderen sei es psychologisch hochproblematisch, dass vermeintlich positiv getestete Kinder und Jugendliche in ihren Lerngruppen stigmatisiert würden. Das gleiche gelte für diejenigen, die die Testung verweigern, weil sie selbst oder ihre Eltern sie nicht wollten. Außerdem seien rechtlich die Haftung von Lehrkräften im Falle einer Verletzung ungeklärt sowie die Frage, ob sie sich weigern können, in Testräumen tätig zu sein. Schließlich gehe aber vor allem durch die Testungen in den Klassen wertvolle Zeit im Präsenzunterricht verloren, dem Minister Lorz sonst immer die höchste Priorität zuweisen würde.

Der dlh-Pressesprecher Boris Krüger macht auf andere Probleme aufmerksam:  „Es stellt sich die Frage, warum die Selbsttests nicht zu Hause in einer geschützten Umgebung durchgeführt werden, so dass Schülerinnen und Schüler mit einem positiven Testergebnis erst gar nicht in der Schule erscheinen.“ Außerdem sei die Freiwilligkeit der Tests hochproblematisch. Denn sie führe dazu, dass auch weiterhin Infektionen von außen in die Schulen eingeschleppt werden können. Damit sei die viele Arbeit, die Schulleitungen und Kollegien in den Osterferien, ihrer eigentlich wohlverdienten Ruhezeit nach 2,5 Monaten Unterricht im Corona-Modus, in die Organisation der Testungen investieren würden, von Vornherein umsonst.

Annabel Fee appelliert abschließend: „Herr Lorz, denken Sie bitte noch einmal über Testungen zuhause und eine Testpflicht nach, so wie sie immer mehr Bundesländer einführen wollen. Nur wer ein negatives Testergebnis vorweisen kann, soll eine Schule betreten dürfen!“

2021-04-01 dlh-PM Selbsttests nach den Osterferien

Annabel Fee, dlh-Landesvorsitzende

Mobil: 0151-55242000             Mail:

Personalratswahlen 2012

Der dlh bedankt sich bei seinen Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen und verspricht sich auch weiterhin konsequent für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen einzusetzen.

Ergebnisse der Personalratswahlen 2012
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dlh Wahlplakat Motiv 1
dlh-Plakat
PDF-Dokument [145.7 KB]

dlh Wahlplakat Motiv 2
dlh-Plakat (Hessen)
PDF-Dokument [124.0 KB]

dlh Wahlflyer Motiv 1
dlh-Flyer
PDF-Dokument [80.1 KB]

dlh Wahlflyer Motiv 2
dlh-Flyer (Hessen)
PDF-Dokument [117.7 KB]

dlh Flugblatt
dlh-Flugblatt (Hessen)
PDF-Dokument [72.1 KB]

dlh-Kandidatenliste
dlh_Kandidatenliste
PDF-Dokument [57.9 KB]

Ergänzungen
dlh__Ergänzungen
PDF-Dokument [107.2 KB]

Vorabstimmung Muster
Vorabstimmung Muster
Microsoft Word-Dokument [24.0 KB]

dlh zu Wahlberechtigung und Wählbarkeit
DLH_zu_Wahlberechtigung_und_Wählbarkeit
PDF-Dokument [84.2 KB]

Bedeutung der PR-Wahlen
dlh_PR_Wahlen_Hinweise
PDF-Dokument [65.6 KB]

Hinweise zu den Personalratswahlen am 22. und 23. Mai 2012
Bedeutung_der_PR_Wahlen
PDF-Dokument [76.5 KB]

Das Wahlverfahren bei den Personalratswahlen am 22. und 23. Mai 2012
dlh_Wahlverfahren_Info
PDF-Dokument [135.7 KB]

Personalratswahlen 2016

Erste Ergebnisse der Personalratswahlen 2016

Zuerst dankt der dlh den Wählerinnen und Wählern, die ihn bei der diesjährigen Hauptpersonalratswahl unterstützt haben und den Kandidatinnen und Kandidaten auf der dlh-Liste für die Beamten und der dbb-Liste für die Arbeitnehmer ihr Vertrauen geschenkt haben. Wieder in den Hauptperso- nalrat gewählt wurden die seitherigen Mitglieder Edith Krippner-Grimme, Kerstin Jonas und Jürgen Hartmann. Für die Arbeitnehmer wird Roselinde Kodym von der gemeinsamen dbb-Angestelltenliste diese Wahlperiode im Hauptpersonalrat vertreten sein.

Bei dieser Personalratswahl hat sich gezeigt, dass der dlh trotz Verlusten seine Sitzzahl halten konnte. In einigen Gesamtpersonalräten konnten mit gemeinsamen Listen (GLB-HPhV-VDL und teils auch dem VBE) Arbeitnehmerplätze zurückgewonnen bzw. gewonnen werden. Im Gesamtper- sonalrat Fulda gelang es sogar, zusammen mit dem VBE die Mehrheit und damit den Vorsitz in diesem Gesamtpersonalrat zu stellen. Wir gratulieren dem neuen Vorsitzenden Reinhard Schwab an dieser Stelle herzlich und wünschen eine glückliche Hand.

Die GEW erlitt ebenfalls Verluste, während der VBE und vor allen Dingen die Unabhängige Liste Stimmenzuwächse verzeichneten. Hierbei sind die Zugewinne der Unabhängigen Liste für den dlh vor dem Hintergrund gewerkschaftlicher Arbeit schwer erklärbar.

dlh-Leitfaden PR-Wahlen 2016

HPVG

WO zum HPVG

Verordnung Freistellung von Personalräten

Pressemitteilung des Deutschen Lehrerverbandes Hessen vom 31.03.2021 zu den digitalen Endgeräten für Lehrkräfte

Digitale Endgeräte für Lehrkräfte: Eine hessische Tragödie

Angesichts der Übergabe der ersten 1000 dienstlichen Endgeräte an Lehrkräfte in Darmstadt, hat sich der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) ambivalent zu dieser Maßnahme des Landes geäußert. Die dlh-Landesvorsitzende Annabel Fee erläutert: „Einerseits begrüßen wir den Einsatz von 50 Mio. Euro aus dem Digitalpakt Schule, um die digitale Ausstattung der Lehrerinnen und Lehrer zu verbessern. Andererseits sehen wir die Genese der Beschaffung, die Qualität der Geräte und die Folgen aus beiden für die Schulen in Hessen kritisch.“

Der dlh hat die Entwicklung genau verfolgt und moniert nun konkret folgende Punkte:

  1. Jedwede Möglichkeit der Mitbestimmung von Personalräten bei der Auswahl der Geräte wurde durch Verweis auf die Zuständigkeit der Schulträger ausgehebelt.
  2. Die in Aussicht gestellten Dienstgeräte entsprechen nicht dem heutigen Stand der Technik. Es handelt sich um ein völlig veralteten Fujitsu Lifebook und ein mittelklassiges Apple iPad.
  3. Der nun beschrittene Weg geht völlig an den individuellen Bedarfen der Lehrkräfte vorbei: Wer sich bereits privat ein digitales Endgerät beschafft hat, erhält nun möglicherweise ein schlechteres oder verzichtet gar ganz. Denn eine Budgetlösung, bei der Gelder für ein unter bestimmten technischen Vorgaben angeschafftes Geräts gezahlt werden, steht nicht zur Auswahl.
  4. Die wichtigen Fragen nach dem Anwendersupport, der Pflege der Geräte und der softwaretechnischen Ersteinrichtung sind durch das Land Hessen nicht geklärt.
  5. Es ist nicht absehbar, ob und wie lange die Bediensteten Zugriff auf die zur Verfügung gestellten Endgeräte haben werden. Es handelt sich um „Leihgeräte zur Bewältigung des Distanzunterrichts während der Pandemie“ (O-Ton des HKM). Was geschieht mit ihnen nach dem Ende der Pandemie?

Außerdem ist nun ein großer Flickenteppich bei der digitalen Ausstattung entstanden. dlh-Pressesprecher Boris Krüger konstatiert: „Uns sind Schulträger bekannt, die aus eigenen Mitteln die Gelder aus dem Digitalpakt aufgestockt und  mit der Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) die Beschaffung besserer Geräte vereinbart haben. Andere fordern von den Schulen die Festlegung auf eines der beiden genannten Endgeräte, um jede Schule einheitlich mit einem Gerätetypen auszustatten. Der Landkreis Limburg-Weilburg verlangt sogar von den Lehrkräften ohne Votum eine Verzichtserklärung, sodass nicht geklärt ist, ob ihr Anspruch auf dienstliche Leihgeräte damit dauerhaft erlischt.“ Die Erfahrungen des dlh zeigen aber auch, dass es durchaus möglich sei, mit der HZD Sondervereinbarungen zu treffen, sofern beim Schulträger die Bereitschaft dazu vorhanden sei.

Abschließend schlägt Annabel Fee einen Kompromiss vor, wie man in der gegebenen Situation im Sinne des dlh verfahren könnte: „Da die 73.000 Endgeräte ohnehin auf mehrere Chargen aufgeteilt eintreffen dürften, könnte das Vorgehen bis zum Eintreffen der letzten Charge durchaus noch seitens des Landes angepasst werden. Auch die von vielen Lehrkräften favorisierte Budgetlösung wäre damit noch nicht vom Tisch.“

2021-03-31 dlh-PM Digitale Endgeräte für Lehrkräfte

Annabel Fee, dlh-Landesvorsitzende    Mobil: 0151-55242000        Mail:

dlh-newsletter Schule und Corona vom 31.03.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
In das Thema „Impfmöglichkeiten für Lehrkräfte“ ist seit gestern viel Bewegung gekommen, weswegen ich es als zusätzlichen Schwerpunkt in die heutige Rundmail aufgenommen habe.
Schwerpunktthema I: Impfmöglichkeiten auch für die Lehrkräfte an weiterfühenden Schulen in Hessen
Ohne große offizielle Verlautbarung sind gestern in Hessen auch die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen in die Prioritätengruppe 2 aufgenommen worden. Damit wäre eine Voraussetzung für einen gefährdungsarmen Schulbetrieb, die der dlh und seine Partnerverbände immer wieder gefordert haben, endlich erfüllt worden. Ab sofort sollte ein Impftermin beantragt werden können unter:
Gerade eben hat mich aber nun diese Nachricht aus dem dlh-Landesvorstand unter Bezugnahme auf eine Aussage des Staatlichen Schulamtes Frankfurt erreicht:
Wir dürfen uns noch nicht impfen lassen, die Impfverordnung ist noch nicht geändert. Wir dürfen die Bescheinigungen auch noch nicht unterschreiben!
Was für ein Durcheinander!!! Ich werde Sie und Euch auf dem Laufenden halten, sobald sich etwas Neues und vor allem Klarheit in dieser Frage ergibt.
Im Saarland hatte das dortige Verwaltungsgericht am Montag zu den Impfungen entschieden:
Auf der anderen Seite ist eine Impfung mit Astrazeneca ab sofort für alle Menschen unter 60 Jahren nur noch auf freiwilliger Basis nach vorheriger Abklärung der gesundheitlichen Risiken möglich. Damit rücken Termine für viele Lehrkräfte wieder in weite Ferne:
Biontech hat jedoch gerade angekündigt, dass es seinen Ausstoß an Impdosen aus dem Werk Marburg kräftig erhöhen wird:
Schwerpunktthema II: Wie wird es weitergehen an den Schulen nach den Osterferien?
Nach internen Informationen aus dem HKM wird dort nicht vor dem 9. April entschieden werden, wie es nach den Osterferien an den Schulen weitergehen soll. Der dlh-Kreisverband Bergstraße/Odenwald stellt dazu Forderungen auf, mit denen er heute im Begsträßer Anzeiger zitiert wird (beides im Anhang).
Im Hinblick auf mögliche Szenarien für Hessen lohnt ein Blick in die Bundesländer, die jetzt schon intensiver planen, weil die Schule dort bereits am 12. April wieder losgeht. Hier reicht die Bandbreite von der Öffnung für alle Jahrgänge (Sachsen) bis zum weiteren Distanzunterricht für die Klassen 7 bis 11, soweit sie keine Abschlussklassen sind (Baden-Württemberg). Ausführlich berichten der SPIEGEL und news4teachers darüber:
Gesundheit
Bei den Selbsttests für Schülerinnen und Schüler gibt es eine nicht geringe Anzahl von Eltern, die diese ablehnen. Daher bringen Poiltitiker, zuletzt Armin Laschet gestern Abend im ZDF, eine Testpflicht ins Spiel, wie sie bereits in Sachsen besteht:
Für Hessen ist nun klar, wie die Selbsttests direkt nach den Osterferien stattfinden sollen. Zwei Dateien aus dem umfangreichen Dokumentenpaket (12 Anhänge!) des HKM habe ich angehängt. Es soll genau so verfahren werden, wie es der dlh gerade noch Anfang letzter Woche NICHT gefordert hatte: mit freiwilligen Tests in den Schulen unter der Aufsicht von Lehrkräften. Dazu wird sich der dlh zeitnah äußern.
In Schleswig-Holstein ist hingegen eine Testpflicht nach den Ferien geplant:
Wissenschaft
Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen unter Kindern und Jugendlichen steigen weiter drastisch. Wie der gestern Abend erschienene Lagebericht des Robert-Koch-Instituts ausweist, liegt die Inzidenz bei den Kita-Kindern bei mittlerweile 125:
Das Auftreten der Virusmutation B.1.1.7 hat für den Schulbetrieb womöglich drastische Konsequenzen: Selbst bei Wechselunterricht und Maskenpflicht – das zeigen aktuelle Berechnungen von Forschern der TU Berlin – können sich Schüler und Lehrer nicht länger als zwei Stunden in einem Klassenraum aufhalten, ohne dass die Ansteckungsgefahr unverantwortlich hoch wird:
Digitalisierung
Der thüringische Dateschutzbeauftragte verbietet die Nutzung von youtube-Videos im Unterricht:
Der dlh-Kreisverband Fulda kritisiert die Qualität der digitalen Endgeräte, die hessische Lehrkräfte nach den Osterferien erhalten sollen, und zeigt eine Alternative dazu auf. Auch der Landes-dlh hat sich dieses Themas angenommen. Die entspechenden Pressemitteilungen habe ich angehängt.
Bund
Es ist ein ungewöhnlicher Schritt: In einem gemeinsamen Brief an ihre 14 Ministerpräsidenten-Kolleginnen und -Kollegen fordern Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne) eine strikte Anti-Corona-Politik mit einer konsequenten Umsetzung der Notbremse in Hotspots, auch mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen. Zudem plädieren die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg für eine Corona-Testpflicht an den Schulen nach den Osterferien:
Länder
– Sachsen-Anhalt:
Hier gibt es die pdf zum Download:
Ich wünsche Ihnen und Euch schöne und erholsame Ferien und fröhliche Ostern. Sollten sich in den nächsten Tagen wichtige neue Informationen ergeben zu Impfungen, Selbsttests und der Frage, wie es an den Schulen ab dem 19. April weitergehen wird, werde ich mich kurz und zielgerichtet dazu melden.
Mit den besten Grüßen,
Boris Krüger

Pressemitteilung des dlh-Kreisverband Bergstraße-Odenwald vom 30.03.2021

„Nicht mit Unsicherheit nach den Osterferien in die Schulen zurück – Sicherheit, Verlässlichkeit, Realisierbarkeit jetzt!“

Schluss mit der Unsicherheit, mit der Schulen erneut in die Ferien gehen, fordert der Kreisverband Bergstraße/Odenwald im Deutschen Lehrerverband Hessen (DLH BOW). „Dass wie bereits vor Weihnachten erneut alle Lehrkräfte, Eltern, sowie Schülerinnen und Schüler diesmal in die Osterferien starten, ohne zu wissen wie es danach weitergeht, ist absolut inakzeptabel“, so Katrin Karnstedt, Mitglied des DLH im Gesamtpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer in Heppenheim. Dass manche Schülerinnen und Schüler seit nunmehr 3,5 Monaten nicht mehr in der Schule gewesen seien, müsse schleunigst ein Ende haben.
„Sicherheit, Verlässlichkeit, Realisierbarkeit – das muss jetzt mit Blick auf ein ordentliches Schuljahresende das Motto sein“, so Karnstedt weiter. Gefordert sei nach wie vor ein tragfähiges Modell, welches nicht nur für wenige Tage oder Wochen bis zum nächste Corona-Gipfel Bestand habe.

Geradezu fatal sei ein zeitgleiches Nebeneinanderher von Wechsel-, Distanz- und Präsenzunterricht in verschiedenen Jahrgangsstufen, was alle Betroffenen in den Schulen zermürbe. Dies sei auch nicht die ursprüngliche Idee hinter den verschiedenen Szenarien des Kultusministeriums gewesen. Zwar sei es sinnvoll, die Entwicklungen auch hinsichtlich der Mutationen fest im Blick zu haben. Ein einheitliches Modell, wie es noch vor den Weihnachtsferien gegolten habe, sei jedoch ein Muss. Mit Blick auf die Wahrung von Mindestabständen wäre das Wechselmodell mit kleineren Lerngruppen die sinnvollste Lösung. Diese und andere Fragen müsse man auch im Arbeitsschutzausschuss im Schulamt gemeinsam klären. Ein Verzicht auf die Einhaltung von Mindestabständen könne aus gewerkschaftlicher Sicht auf keinen Fall zugelassen werden.

Der DLH vertritt die Meinung, dass zudem folgende Voraussetzungen vorangetrieben werden sollten: Allen impfwilligen Lehrkräften sowie dem Schulpersonal müsse noch für den April ein Impfangebot gemacht werden. Bis dahin gebe es nur die Möglichkeit, mit Schnelltests zusätzlich die Schulöffnungen abzusichern. Dass dies nur außerhalb des Schulgeländes erfolgen könne, liege auf der Hand. Es sei einfach zu riskant, dass infizierte Menschen das Schulgelände betreten könnten, umfangreiche Quarantäne-Anordnungen würden ansonsten (weiterhin) folgen. Die Möglichkeiten von Testungen unter Aufsicht der Lehrkräfte in den Klassenräumen lehnt der DLH BOW jedoch kategorisch ab. Dies müsse medizinischem Fachpersonal überlassen werden; Lehrkräfte seien keine Ärzte.

DLH-Kreisverband Bergstraße/Odenwald, 30.03.2021

Pressemitteilung des dlh-Kreisverbands Fulda vom 30.03.2021 zu digitalen Endgeräten für Lehrkräfte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

lesen Sie nachfolgend die Pressemitteilung des dlh-Kreisverbands Fulda zu den digitalen Endgeräten für Lehrkräfte.

 

Digitale Endgeräte für Lehrkräfte: Eine hessische Tragödie

Die Beschaffung von digitalen Endgeräten für die Lehrkräfte in Hessen schlägt momentan hohe Wellen. 

Der dlh-Kreisverband Fulda sieht die Genese der Beschaffung mit großer Skepsis und stellt fest:

  1. Jedwede Möglichkeit der Mitbestimmung der Bediensteten wurde ausgehebelt. Reagiert wird stets mit dem Hauptargument der Zuständigkeiten.
  2. Die in Aussicht gestellten Dienstgeräte entsprechen nicht dem heutigen Stand der Technik und sind allenfalls als „untere Mittelklasse“ einzustufen.
  3. Der nun beschrittene Weg geht völlig an den sehr individuellen Bedarfen der Lehrkräfte vorbei: All jene, die sich bereits aus privaten Mitteln versorgt haben, erhalten unter Umständen ein schlechteres als das eigene Endgerät oder sie verzichten gar ganz.
  4. Die wichtigen Fragen nach dem Anwendersupport, der Pflege der Geräte und der softwaretechnischen Ersteinrichtung sind durch das Land Hessen nicht geklärt. Es wird auf die Zuständigkeit der Schulträger verwiesen, während die schulischen IT-Abteilungen bereits jetzt am Rande des Machbaren agieren.
  5. Trotz zentraler Beschaffung stellt der dlh-Kreisverband Fulda fest, dass keinesfalls von einer Gleichbehandlung der Landesbediensteten gesprochen werden kann. Vielmehr ist es von Schulträger zu Schulträger unterschiedlich, welche und wie viele Möglichkeiten der Endgerätewahl man hat und mit welchen technischen Voraussetzungen die Geräte in die Hände der Bediensteten übergeben werden.
  6. Es ist nicht absehbar, ob und wie lange die Bediensteten Zugriff auf die zur Verfügung gestellten Endgeräte haben werden. Es handelt sich um Leihgeräte zur „Durchführung des Distanzunterrichts“ (Zitat Staatliches Schulamt), sodass fraglich ist, was mit ihnen nach dem Ende der Pandemie geschehen soll.

Der dlh-Kreisverband Fulda stellt sich die Frage: Wie konnte es so weit kommen?

Am Anfang stand die Entscheidung des Landes Hessen, den Schulträgern Mittel in Höhe von 50 Mio. Euro aus dem Digitalpakt Schule zuzuweisen, um alle 73.000 Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten auszustatten. Damit wurde sich gleichzeitig dagegen entschieden, den Lehrkräften ein gewisses Budget zur selbstverantwortlichen Anschaffung entsprechender Hardware oder Software zur Verfügung zu stellen. Von dieser Entscheidung wissen wir seit etwa Mitte Februar 2021. Wer bereits hier genau liest, dem wird klar, warum die obigen Feststellungen so häufig in der Zuständigkeitsfrage münden: Die Schulträger erhalten Geld für digitale Endgeräte, das heißt die Finanzierung erfolgt aus deren Mitteln. Die Beschaffung der Endgeräte wiederum erfolgt durch die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) in Wiesbaden. Diese lässt die Wahl zwischen einem völlig veralteten Fujitsu Lifebook und einem Apple iPad.

Aufgrund dieser Gemengelage laufen alle Versuche der Einflussnahme und der Mitbestimmung der Einzelverbände des dlh (Gesamtverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen e.V. glb, Hessischer Philologenverband e.V. hphv und Verband der Lehrer Hessen VDL), egal ob auf Ebene der örtlichen Personalräte, der Gesamtpersonalräte oder des Hauptpersonalrats auf dieselbe Antwort der jeweiligen Amtsleitung hinaus: Zuständig ist der Schulträger. Bedauerlicherweise sind die Lehrerverbände kein Verhandlungspartner für die Schulträger.

Entstanden ist ein reiner Flickenteppich in Hessen

Der Landkreis Gießen teilt die Auffassung, die technischen Möglichkeiten der beiden oben genannten Geräte seien unzureichend und hat mit der HZD eine Vereinbarung über die Beschaffung besserer Geräte getroffen (es erfolgte eine Aufstockung der finanziellen Mittel aus der Tasche des Schulträgers).

In Stadt und Landkreis Kassel haben die Lehrkräfte freie Wahl. Berufliche Schulen in Kassel erhalten ebenfalls bessere Geräte, um spezielle Unterrichtssoftware zu installieren, die auf den durch die HZD gebotenen Geräten nicht laufen würde.

Der Landkreis Limburg-Weilburg fordert von den Lehrkräften ohne Votum gar eine unterschriebene Verzichtserklärung, sodass nicht geklärt ist, ob diese nach dem Ende der Pandemie mit dieser Verzichtserklärung jemals wieder ein Anrecht auf ein Dienstgerät haben.

Der Landkreis Fulda fordert von den Schulen eine Festlegung auf eines der genannten Endgeräte, um jede Schule einheitlich mit einem Gerätetypen auszustatten.

Wie sind die Aussichten?

Die hier geschilderten Umstände und Schlussfolgerungen sorgen wahrlich nicht für eine positiv-optimistische Stimmung. Der dlh-Kreisverband Fulda hofft jedoch, dass die hiesigen Schulträger den eingeschlagenen Kurs wieder verlassen und mit der HZD eine Sondervereinbarung treffen. Natürlich sofern bei den Schulträgern die Bereitschaft zur Aufstockung der Mittel gegeben ist.

Der dlh-Kreisverband macht sich zudem für einen Kompromissvorschlag stark, wie man in der gegebenen Situation noch das möglichst Beste für möglichst Viele erreichen könnte:

Da die 73.000 Endgeräte hessenweit ohnehin auf mehrere Chargen aufgeteilt eintreffen dürften, könnte das Vorgehen bis zum Eintreffen der letzten Charge durchaus noch angepasst werden. Damit wäre auch die von vielen Lehrkräften favorisierte Budgetlösung für die private Anschaffung eines digitalen Endgerätes noch nicht vom Tisch.

 

Für den dlh-Kreisverband Fulda und autorisiert durch die Kreisvorsitzenden:

Alexander Schmitt

2021-03-30 PM Digitale Endgeräte für Lehrkräfte

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Hauptpersonalrat stellen sich vor – Heute: Ute Molden und Peter Meiss

Liebe Kolleginnen und Kollegen der dlh-Verbände, liebe hessische Lehrkräfte,

die Personalratswahlen 2021 finden am 4./5. Mai 2021 endlich statt. Unsere Kandidatinnen und Kandidaten der dlh-Listen nutzen daher die Gelegenheit, sich Ihnen vorzustellen, damit Sie sich – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Bild von ihnen machen können.

Heute geht es weiter mit:

Ute Molden

Ute Molden ist 39 Jahre alt und Berufsschullehrerin an der Karl Kübel Schule in Bensheim. Sie ist Mitglied im glb und hat dort auch viele Jahre im Landesvorstand mitgearbeitet. Erfahrung im Hauptpersonalrat hat sie auch schon als Nachrückerin sammeln können.

Peter Meiss

Peter Meiss ist 41Jahre alt, hphv-Mitglied und Gymnasiallehrer an der Theo-Koch-Schule Grünberg (IGS mit gymnasialer Oberstufe). Seine Unterrichtsfächer sind Mathematik und Physik. Er konnte bisher keine direkte Erfahrung im Personalrat sammeln, möchte dies aber ändern, weil er Gremienarbeit schon seit seiner eigenen Schulzeit als äußerst wichtig erachtet. Im hphv hatte Peter Meiss früher den Vorsitz im Gesamtschulausschuss inne. Aktuell unterstützt er den hphv als Schulvertrauensperson.

dlh-newsletter Schule und Corona vom 29.03.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Gespannt warten wir in dieser Woche auf Informationen aus dem HKM, wie es an den Schulen in Hessen nach den Osterferien mit dem Wechselmodell, den Impfungen von Lehrkräften und den Selbsttests von Schülern weitergehen wird. Doch bis dahin dominieren andere Themen die Bildungspolitik.
Schwerpunktthema: Finanzielle Mittel für das Aufholen von Lernrückständen durch die Corona-Pandemie
Nach Schätzungen von Fachleuten, u.a. dem DL-Vorsitzenden Heinz-Peter Meidinger, wird das Aufholen der Lernrückstände durch die Corona-Pandemie zwischen 1,5 und 2 Millarden Euro kosten. Wie dieses Geld aufgebracht und eingesetzt werden soll, darüber beraten seit Wochen Bund und Länder:
Gesundheit
In Niedersachsen will man den Durchführungsmodus der Selbsttests von Schülerinnen und Schülern überdenken:
Umfassend zu diesem Thema äußert sich das Redaktionsnetzwerk Deutschland:
Susanne Lin-Klitzig, Vorsitzende des DPhV, fordert noch einmal nachdrücklich sofortige Impfangebote für die Lehrkräfte aller Schulformen:
Vom Brandbrief des BLLV, der diese Forderung mit der Rückkehr der bayerischen Lehrkräfte an die Schulen verknüpft hatte, distanzieren sich inzwischen andere Lehrerverbände im Freistaat:
Wissenschaft
Virologen beklagen: Die Politik hat sich mit dem Verzicht auf wirksame Schutzmaßnahmen für Kita-Kinder, Erzieher, Schüler und Lehrer von der Wissenschaft verabschiedet. Darüber berichten news4teachers und der SPIEGEL:
Der Bundesarbeitskreis Lehrerbildung schlägt Alarm, dass die Praxisanteile im Referendariat schwinden:
Länder
– Mecklenburg-Vorpommern:
– Nordrhein-Westfalen:
– Sachsen:
– Baden-Württemberg:
Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Start in die letzten Tage vor den Osterferien. Sobald ich neue Informationen über die weiteren Entwicklungen in Hessen habe, melde ich mich umgehend.
Mit den besten Grüßen,
Boris Krüger

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Hauptpersonalrat stellen sich vor: Dr. Marion Clausen und Benjamin Hagenauer

Liebe Kolleginnen und Kollegen der dlh-Verbände, liebe hessische Lehrkräfte,

die Personalratswahlen 2021 finden am 4./5. Mai 2021 endlich statt. Unsere Kandidatinnen und Kandidaten der dlh-Listen nutzen daher die Gelegenheit, sich Ihnen vorzustellen, damit Sie sich – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Bild von ihnen machen können.

Heute beginnen wir mit:

Dr. Marion Clausen

Dr. Marion Clausen ist 48 Jahre alt, hphv-Mitglied und Gymnasiallehrerin am Gymnasium Philippinum Marburg.

Sie unterrichtet an dem humanistischen Gymnasium die Fächer Latein, Griechisch und Englisch.

Erfahrungen in der Personalratsarbeit hat sie bereits im ÖPR und GPRLL gesammelt.

Im dlh-Kreisverband Marburg-Biedenkopf ist Frau Dr. Clausen zusammen mit Joachim Blaufuß vom glb dlh-Kreisvorsitzende.

 

Benjamin Hagenauer

Benjamin Hagenauer ist 36 Jahre alt, VDL-Mitglied und Grundschullehrer an der Ohetalschule Verna.

Er unterrichtet Sport, Mathematik und evangelische Religion.

Erfahrungen in der Personalratsarbeit hat er im ÖPR gesammelt und möchte dies nun auch auf GPRLL- und HPRLL-Ebene tun.

#dlh #deutscherlehrerverbandhessen #personalratswahlen2021hessen #glb #hphv #vdl_hessen #gemeinsam_differenziert_lösungsorientiert #team #teamwork #personalvertretung #lehrerverband #schule #hessen

 

dlh-newsletter Schule und Corona vom 26.03.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Es hat sich bildungspolitisch wenig Neues in den letzten beiden Tagen getan, so dass ich mich heute nur kurz melde, alleridngs gleich mit einem unerfreulichen Thema.
Schwerpunktthema: Lehrerschelte in der Öffentlichkeit
Nach der Forderung des BLLV, dass Lehrkräfte nach den Osterferien nur geimpft in die Schulen zurückkehren sollen, hat es massive Kritik der Medien und der Politik an dieser Forderung gegeben. Los ging es mit einem Kommentar aus der SZ, den weiteren Verlauf skizzieren das gleiche Blatt und news4teachers:
Verbände
Der hphv-Vorsitzende Reinhard Schwab äußert sich heute in der Frankfurter Rundschau zu des Vorstellungen des Verbandes für den Ablauf des Landesabiturs nach den Osterferien:
Der dbb Hessen hat eine neue Studie zu Gewalt gegen Angehörige des öffentlichen Dienstes erstellen lassen, in der es auch um die psychische und physische Bedrohung von Lehrkräften geht.
Gesundheit
Als 3. Bundesland lässt nun Sachsen-Anhalt alle seine Lehrkräfte impfen:
Die Selbsttests von Schülerinnen und Schülern haben an 21 Pilotschulen in Hessen probeweise begonnen. Leider wird vom HR nur die GEW zitiert und nicht der dlh, der schon Anfang dieser Woche Forderungen dazu aufgestellt hatte:
In Niedersachsen, wo die Selbsttests schon laufen, hat man derweil die Testkapzitäten erweitert:
Digitalisierung
News4teachers hat seine Leserinnen und Leser gefragt, was vom Distanzunterricht nach dem Ende der Corona-Pandemie bleiben wird, und ist dabei zu interessanten Ergebnissen gekommen:

Länder

– Hamburg:

Pressemitteilung des dlh vom 22.03.2021 zu den geplanten Selbsttest von Schülerinnen und Schülern

Pressemitteilung des dlh vom 22.03.2021

Ja zu Schüler-Selbsttests, aber nicht im Klassenraum!

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) begrüßt die Vorbereitungen des Kultusministeriums für Selbsttests von Schülerinnen und Schülern nach den Osterferien, regt jedoch zu einer Testung außerhalb der Schulgebäude an.

Die dlh-Vorsitzende Annabel Fee lobt: „Es ist gut, dass Hessen im Gegensatz zu anderen Bundesländern die Kinder und Jugendlichen an allen Schulformen testen und dafür insgesamt 14 Millionen Test-Kits bereitstellen will, davon 5 Millionen bis zum Ende der Osterferien.“ Auch sammle man durch die Probeläufe an einigen Pilotschulen vor den Osterferien schon vorab wertvolle praktische Erfahrungen.

Hier setzt jedoch die Kritik des Verbandes an den bisher bekannt gewordenen Plänen von Minister Lorz ein: Es sei nicht akzeptabel, dass die Verantwortung für die Durchführung und Auswertung der Tests in den Händen der Lehrkräfte liegen soll und dass diese in den Klassenräumen stattfinden sollen. Zum einen komme es zu einer unnötigen gesundheitlichen Gefährdung aller Anwesenden, wenn Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht ihrer Lehrkräfte, die wahrscheinlich größtenteils immer noch nicht geimpft sein werden, im Klassenraum ohne Masken die Tests durchführten. Zum anderen stigmatisiere man positiv getestete Kinder und Jugendliche innerhalb der Lerngruppe. Außerdem entstehe ein Problem mit der Aufsichtspflicht, wenn die Lehrkräfte ein positiv getestetes Kind aus der Klasse in einen separaten Raum begleiten müssen. Schließlich gehe auch durch die Testungen in den Klassen wertvolle Zeit im Präsenzunterricht verloren.

Der dlh fordert das Kultusministerium im Vorfeld weiterer Planungen dringend auf, Selbsttests im häuslichen Umfeld durchführen zu lassen, so dass Schülerinnen und Schüler mit einem positiven Testergebnis gar nicht erst in der Schule erscheinen.

Sollte das Kultusministerium jedoch an der Testung in den Schulen festhalten, so schlägt der dlh-Pressesprecher Boris Krüger folgende Alternative vor: „Die Anleitung der Schülerinnen und Schüler muss durch medizinisch geschultes Personal am Rande des Schulgeländes erfolgen, um Infizierte gar nicht erst in die schulischen Räumlichkeiten hereinzulassen. Alles andere würde dem Ziel der Testungen zuwiderlaufen.“

Annabel Fee abschließend: „Herr Lorz, sorgen Sie für tragfähige und funktionierende Testabläufe, die die Lehrkräfte nicht noch weiter von ihren eigentlichen pädagogischen Aufgaben abhalten und bei denen Gesundheitsschutz großgeschrieben wird.“

2021-03-22 dlh-PM Selbsttests an Schulen

Annabel Fee, dlh-Landesvorsitzende    Mobil: 0151-55242000  Mail:

Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Gesamtpersonalrat Fulda stellen sich vor

Liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem Schulamtsbezirk Fulda,

die Personalratswahlen 2021 nähern sich mit großen Schritten und der dlh-Kreisverband Fulda hat seine Wahlvorschläge hierfür fristgerecht eingereicht.

Nachfolgend wollen sich die Kandidatinnen und Kandidaten kurz vorstellen, damit Sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von ihnen machen können.

Für die Liste der Beamtinnen kandidieren:

Für die Liste der Beamten kandidieren:

 

 

Für die Liste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kandidieren:

 

Neues aus dem Hauptpersonalrat: Die dlh-Nachrichten II-2021 vom 19.03.2021

Inhalt der dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL)                                                                   

  

  • Corona – Sachstand und Ausblick

  • Landesweite Regelungen zum Landesabitur 2021

  • Dienstliche Endgeräte für Lehrkräfte

  • Hygieneplan 7.0

  • Gesetzentwurf zur Änderung des Schulgesetzes

  • Personalratswahlen am 4.-5. Mai 2021

  • Onlinefortbildungen

  • dlh-newsletter Schule und Corona

 

Corona – Sachstand und Ausblick

Beim Schreiben dieser Nachrichten überschlagen sich die Ereignisse über weitere Schulöffnungsschritte bis zu den Osterferien. Wie diese für die Klassenstufen 7 – E ab dem 22. März konkret aussehen, bleibt weitestgehend den Schulen überlassen. Diese Maßnahme steht unter dem Vorbehalt, dass eine Inzidenz von unter 100 gehalten wird. Dadurch kann eine weitere, teilweise Rückkehr in die Schule ermöglicht werden, wobei festzuhalten ist, dass, so die Auffassung des dlh, man sich noch weit entfernt von Normalität, Verlässlichkeit und Ruhe an den Schulen befindet.

Der dlh meint, dass hierbei unbedingt alle Gesundheitsschutzmaßnahmen für die Schulangehörigen, die möglich sind, auch umgesetzt werden müssen. Hierzu zählen auch die unter den Lehrkräften voranschreitenden Impfungen, zu denen im HPRLL viele Fragen aufgelaufen sind. Für Unruhe hat dabei gesorgt, dass zunächst nur die Gruppe der Grund- und Förderschullehrkräfte in die Impfgruppe zwei als prioritär aufgenommen wurde. Scheinbar ist nicht daran gedacht worden, dass seit den Weihnachtsferien auch alle Abschlussklassen in Präsenz unterrichtet werden und ab dem 22.2. auch die Jahrgangsstufen 5, 6 und Q2 hinzugekommen sind, so dass auch im Bereich der weiterführenden Schulen eine Vielzahl von Kontakten ohne entsprechenden Impfschutz auftreten. Insbesondere an Beruflichen Schulen sind damit eine hohe Anzahl von Klassen betroffen, bei denen es im fachpraktischen Bereich, Gesundheit und Ernährung zu sehr engen Kontakten mit Schülerinnen und Schülern kommt.

In den Verhandlungen mit dem Kultusministerium konnten Ängste genommen werden, dass durch entstandene Doppelbuchungen bei Impfterminen Nachteile entstünden oder gar dienstrechtliche Konsequenzen drohen.

Dass es in allen Kollegien ein großes Bedürfnis danach gibt, schnellstmöglich geimpft zu werden, ist für den Hauptpersonalrat und den dlh klar. Deshalb herrschte Unverständnis darüber, warum man in diesem Sachverhalt die Lehrerinnen und Lehrer unterschiedlich behandeln wollte.

Ebenfalls angesprochen wurde die Maßnahme der freiwilligen SARS-CoV-2-Tests, die seither wochenweise an den Schulen stattfinden. Durch die Erhöhung der Frequenz stehen den Lehrkräften nun mehr Möglichkeiten zur Testung zur Verfügung. Dies dient der Sicherheit an den Schulen und wurde fraktionsübergreifend im HPRLL begrüßt. Im Zusammenhang mit weiteren Gesundheitsschutzmaßnahmen, über die weiter unten im Abschnitt Hygieneplan 7.0 berichtet wird, lässt sich zusammenfassend aus Sicht des dlh sagen, dass im Bereich Gesundheitsschutz an Schulen nicht nachgelassen werden darf und mit allem Nachdruck alle Maßnahmen zum Schutz aller Beteiligter voranzubringen sind. Auch die zum 22. März durch den Minister kurzfristig erlassenen Lockerungen (Teilöffnung für die Jahrgangsstufen 7 – E-Phase) kritisiert der dlh, hängen sie doch maßgeblich von den Schutzmaßnahmen ab, die in den Schulen verfügbar sind. Es darf zu Recht bezweifelt werden, dass es gelingt, die Inzidenzzahlen stabil zu halten und nicht die Grenze von 100 zu überschreiten.

Weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit Corona sind das Betriebspraktikum und die Klassenfahrten, die im Rahmen der Erörterungen im HPRLL angesprochen wurden. Hier ist der HPRLL wie auch der dlh der Auffassung, dass eine von Anfang an klare Regelung zur Aussetzung besser gewesen wäre, als die seitherige Salamitaktik der immer weiteren Verschiebungen der Aussetzung. Dies hätte zu Erleichterungen geführt, da die entsprechenden Vorbereitungen durch die Schulen entfallen wären.

Nicht zuletzt käme man damit auch den Schülerinnen und Schülern entgegen, da weitere planbare Zeit zum Aufholen des verpassten Unterrichtsstoffes zur Verfügung gestanden hätte. Hierbei ist zum Betriebspraktikum zu erwähnen, dass selbstverständlich ein Betriebspraktikum im Einzelfall durchgeführt werden kann, wenn alle (Schüler, Schule, Betrieb) damit einverstanden sind. Dies ist zurzeit aber in den wenigsten Fällen so. Praktikumssimulierende Maßnahmen an den Schulen lehnt der dlh ab, da dies zusätzlichen und unnötigen Mehraufwand sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen bedeutet und ihnen die Zeit nimmt, die sie zum Erreichen der Unterrichtsziele brauchten. Dass zusätzlich noch der Girls‘ and Boys‘-Day beworben wird, dafür fehlt im dlh jegliches Verständnis.

Da absehbar ist, dass sich die Corona-Lage, was die Vorhersagbarkeit bis zum Sommer betrifft, kaum ändern wird, macht es aus Sicht des dlh auch wenig Sinn, vorbereitende Tätigkeiten für Klassenfahrten zu leisten. Da für alle Altverträge im letzten Jahr die Möglichkeit der Abwicklung bestand und hoffentlich auch genutzt wurde, war hier die Haltung des Ministeriums klar: Es sind zurzeit keine neuen Verträge mit Anzahlungen oder Stornokosten abzuschließen.

Es bleibt die Hoffnung, dass sich die Lage bis zum Sommer dahingehend verbessern wird, dass die Inzidenzzahlen zurückgehen und durch mehr und bessere Schutzmaßnahmen Vor- und Fürsorge getragen wird. Das Kultusministerium ist aufgefordert, für entsprechenden Gesundheitsschutz und Erleichterung bei der täglichen Arbeit zu sorgen. Nur so können Verlässlichkeit und Normalität wieder Einzug in Schule halten.

 

Landesweite Regelungen zum Landesabitur 2021

Wie in den letzten Nachrichten berichtet, stehen landesweite Regelungen zur Entlastung im Landesabitur an. Leider sind diese nach wie vor in schriftlicher Form noch nicht von Seiten des Ministeriums vorgelegt worden. Bis Redaktionsschluss hat man aus dem Ministerium vernommen, dass sich eine hausinterne Vorlage in Abstimmung befindet.

Da diese Vorlage für einen Erlass nicht Gegenstand der Beratungen war, kann an dieser Stelle auch nicht über diese berichtet werden. Inhaltlich werden nun schon seit längerem (das Warten zieht sich schon seit Mitte letzten Jahres!) Aussagen über den Umgang mit Korrekturtagen, klare landesweite Regelungen für Stattstunden, zur Verfügungstellung von finanziellen Ressourcen erwartet.

Es ist klar, dass die Schulen möglichst frühzeitig über die Regelungen informiert sein müssen, um entsprechend planen zu können. So wächst im Hauptpersonalrat die Ungeduld und es wird hinter diesem Verhalten eine Hinhaltetaktik vermutet. Dies konnte Anfang des Jahres noch beschwichtigt werden. Die zeitliche Problematik wird aktuell aber immer drängender, zumal auch ohne Pandemielage die sinnvolle Verlegung des schriftlichen Abiturs auf den Zeitraum nach den Osterferien mit der damit einhergehenden Arbeitszeitverdichtung einer Abmilderung bedurft hätte.

Da es bereits im letzten Herbst Zusagen des Ministers in finanzieller Hinsicht gegeben hat, ist im Hauptpersonalrat und dlh unverständlich, warum die Kolleginnen und Kollegen auf diese Art und Weise im Ungewissen gelassen werden.

Der dlh meint, dass ein weiteres Zögern nur unnötigen Druck auf Schulleitungen aufbaut, die letztendlich das Abitur mit ihren Kollegien umzusetzen haben.

Es ist aus Sicht des dlh davon auszugehen, dass das Landesabitur im geplanten Zeitraum nach den Osterferien stattfinden wird. Deshalb ist es dringend notwendig, die geplanten und geforderten Entlastungsmaßnahmen den Schulen zukommen zu lassen, um unnötigen Druck von ihnen zu nehmen.

Schließlich schreibt sich das Kultusministerium Qualität in Bezug auf das Abitur auf die Fahne.

 

Dienstliche Endgeräte für Lehrkräfte

Mittlerweile wurde bekannt, dass Schulträger bereits Abfragen zu den dienstlichen Endgeräten initiiert haben. Im Hauptpersonalrat wurde von der Abteilung im Kultusministerium dargelegt, wie sich die sog. Annexe der Verwaltungsvereinbarung Digitalpakt Schule 2019 bis 2024 in Hessen konkretisieren.

Dabei ist vermeldet worden, dass der sogenannte Annex I, in dem die Mittel für Schülerendgeräte enthalten sind, bereits zu ca. 95% verausgabt seien und ca. 85000 Endgeräte angeschafft wurden.

Im Annex II, der die Mittel für die dienstlichen Endgeräte der Lehrkräfte beinhaltet, gibt es von Seiten des Landes sehr konkrete Vorstellungen, welche Endgeräte verfügbar werden sollen.

Hierbei stehen zwei verschiedene Modelle zur Auswahl: Ein I-Pad und ein klassischer Laptop.

So könnte jede Lehrkraft in der Lage sein, wenigstens zwischen diesen beiden Modellen zu wählen. Dies wird aber landesweit nicht einheitlich durch die Schulträger umgesetzt. So gibt es zum einen in manchen Schulträgerbezirken noch Schulen, an denen die Kollegien gänzlich uninformiert über diese Wahlmöglichkeit sind, in anderen Schulträgerbezirken wiederum entscheidet der Schulleiter/die Schulleiterin für die Schule, welche Geräte angeschafft werden und in anderen kommt es auf die Medienabteilung des Schulträgers an, wie diese Entscheidung getroffen wird. Somit zeichnet sich ein sehr uneinheitliches Bild über die Verwendung dieser Mittel für dienstliche Endgeräte für die Lehrerschaft ab.

Im sogenannten Annex III sind dann Mittel für professionelle Wartung und Support vor Ort im Zuständigkeitsbereich der Schulträger vorgesehen.

Der dlh meint, dass dieses Themenfeld sich im steten Wandel befindet und auch die Erörterung im Hauptpersonalrat bis zum Sommer fortschreiten wird. Die schnelle Umsetzung, die durch die Aussage von Bundeskanzlerin Merkel einen enormen Schub erfahren hat, ist sehr zu begrüßen. Ob allerdings diese Art der Umsetzung über die Schulträger dazu führt, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen bis zum Sommer ein für sie passendes Gerät in Händen halten und einsetzen können, ist zweifelhaft.

Der dlh ist der Auffassung, dass man mit der dezentralen Bereitstellung von Einheitsendgeräten den Bedürfnissen der einzelnen Lehrkräfte kaum gerecht wird, zumal diese vielfach bereits auf eigene Kosten ihren Bedürfnissen entsprechende Endgeräte einsetzen. Es ist offensichtlich, dass eine Musiklehrkraft andere Ansprüche an ein Endgerät hat, als es eine Mathematik- oder Informatik- oder Kunstlehrkraft für den jeweiligen pädagogischen Einsatzzweck haben wird.

Der dlh spricht sich deshalb für ein personalisiertes Budget für Lehrkräfte aus, mit dem nicht nur dienstliche Endgeräte angeschafft, sondern auch andere Anschaffung im Rahmen von Digitalisierungsmaßnahmen für guten Unterricht getätigt werden könnten. Dies böte den besonderen Vorteil, dass zum einen die Gelder bedarfsgerecht und flexibel von der Lehrkraft eingesetzt werden könnten und somit den Aufholbedarf, den Schule im Allgemeinen im Rahmen der Digitalisierung hat, beschleunigen. Mit einem solchen Budget könnte auch über einen längeren Zeitraum von zwei bis drei Jahren angespart werden, so dass den individuellen Bedürfnissen und den Leistungsanforderungen entsprechende Geräte angeschafft werden könnten.

 

Hygieneplan 7.0

Im aktuellen Hygieneplan, der nun in der Version 7.0. vorliegt, sind viele Dinge enthalten, die, der Schnelligkeit des Zeitlaufes geschuldet, zum Zeitpunkt der Beratungen bereits überholt waren.

Diese werden in einer überarbeiteten Version wohl nach den Osterferien in Version 8.0 enthalten bzw. korrigiert sein. So ist im aktuellen Hygieneplan noch der Mindestabstand nicht zwingend einzuhalten, obwohl dies bereits nach den Winterferien gängige Praxis ist. Durch die Maßnahmen nach dem entsprechenden Stufenplan müssen so die Klassengrößen in Präsens so minimiert werden, dass der einzuhaltende Mindestabstand von 1,5 m gewährleistet ist.

Dies wird aus Sicht des dlh für die Schulleitungen ein immer größeres Problem darstellen, da mit zunehmenden Schülerzahlen nicht nur das Infektionsrisiko an den Schulen steigt, sondern auch die vorhandenen Raumkapazitäten begrenzt sind.

Auch wurde in den Erörterungen im HPRLL das Thema Entbindung von der Maskenpflicht durch den Schulleiter/die Schulleiterin angesprochen, die im Hygieneplan 7.0. enthalten ist.

Dies sollte zukünftig aus dem Plan gestrichen werden, da es aus Sicht des HPRLL eine Aufforderung zur Kompetenzüberschreitung ist.

Ebenso gab es Probleme bei den Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht. Zumindest war einhellige Auffassung, dass abseits davon Schwerbehinderte bzw. chronisch Kranke ihr Attest nicht alle drei Monate erneuern müssen.

In diesem Kontext wurde auch angesprochen, dass vorgesehene Beatmungshilfen leider an vielen Schulen in Hessen nicht vorhanden sind.

HPRLL wie dlh sind der Auffassung, dass diese Erste-Hilfe-Ausstattung im Falle eines Falles zur Verfügung stehen sollte und an den Stellen, an denen sie noch nicht vorhanden sind, nachgerüstet werden sollte. Diese können dann auch bei anderen gesundheitlichen Vorfällen, die im Präsenzunterricht auftreten, genutzt werden.

Weiterhin gab es bezüglich der Impfungen eine Eingabe der dlh-Fraktion, in der viele Fragen aufgelistet waren, die sich insbesondere auch auf die Reihenfolge und die Doppelanmeldungen im Impfprozess beziehen.

Zum großen aktuellen Thema Impfungen, das oben (Corona – Sachstand und Ausblick) teilweise schon ausgeführt wurde, hat man im Hauptpersonalrat die Überlegung angestellt, sich von Seiten des Kultusministeriums einen regelmäßigen Bericht vorlegen zu lassen, um landesweit den Überblick über die aktuelle Impfquote im Kultusbereich zu behalten. Dies ist im Sinne des Gesundheitsschutzes für die Einschätzung der aktuellen landesweiten Lage auch notwendig, um angemessen reagieren zu können.

Ebenso gab es im Bereich der Hauptschwerbehindertenvertretung viele Fragen, die im Rahmen der Verhandlungen eingebracht werden konnten.

Insgesamt waren, auch durch die aktuellen Ankündigungen der Lehrerimpfungen in den Medien, so viele Fragen aufgekommen, dass viele davon nicht geklärt werden konnten.

Es bleibt die Hoffnung, dass der aufgestaute Klärungsbedarf über die Osterferien abnehmen wird und zeitnah verbindliche Informationen aus dem Kultusministerium nachgereicht werden. Der dlh wird weiter in seinen Nachrichten berichten.

 

Gesetzentwurf zur Änderung des Schulgesetzes

Auch der Hauptpersonalrat hat in seinen Beratungen eine Stellungnahme zum im Landtag vorgelegten Gesetzentwurf von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zur Änderung des hessischen Schulgesetzes erarbeitet.

Im Artikelgesetz, in dem gleich mehrere Verordnungen mit angepasst werden, befinden sich teils heikle Punkte wie beispielsweise das Videostreaming aus dem Klassenraum. Dies bedeutet, sollte dies so beibehalten werden, keine Möglichkeit der Diskussion auf der Ebene des Verordnungsgebers (Kultusministerium). Damit wird der demokratische Weg der Ausfeilung der Vorschriften in den entsprechenden Verordnungen (und damit eine bessere Anpassung auf die Gegebenheiten) verlassen. Dies war in den Beratungen auch einer der großen Kritikpunkte, die in die Stellungnahmen eingeflossen sind.

Der dlh meint, dass hier ohne Not vom Gesetzgeber auf oberster Gesetzesebene Dinge geregelt werden sollen, die vermutlich an der Basis mehr Probleme aufwerfen als sie zurzeit überblickt werden und zum Teil überhaupt noch nicht bedacht wurden.

Zum Beispiel wird durch das vorgesehene Videostreaming, sogar ohne Zustimmung der Beteiligten, aus dem Klassenraum, dessen Schutzfunktion aufgehoben. So wird das Klassenzimmer dann zur Bühne für jegliche Art der Darbietung erhoben. Durch die „Sozialen Medien“ könnte dann jede unüberlegte Äußerung oder Handlung durch einen Mausklick weltweit einem großen Publikum zuteilwerden. Ob dies dann im Sinne des Gesetzgebers war, darf zu Recht bezweifelt werden.

Der dlh plädiert bzgl. des Videostreamings und der digitalen Konferenzen dafür, zunächst die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vor dem Hintergrund der Einführung von Livestreamunterricht in Schulen abzuwarten. (Pressemitteilung des VG Wiesbaden Nr. 03/2021 vom 27.01.2021), um dann passgenau die Verordnung durch das Kultusministerium zu erlassen. Insbesondere deshalb, weil an mehreren Stellen des Gesetzentwurfs behauptet wird, dass sich elektronische Konferenzen bewährt haben sollen. Dies stellt sich in der Praxis bei Gesamtkonferenzen mit mehr als 100 Teilnehmern, aber auch schon mit mehr als 30, völlig anders dar.

Weiterhin gibt es keine zeitliche Abgrenzung der einzelnen Maßnahmen, die eigentlich nur für die Pandemiezeit gelten sollten. So sinnvoll diese im Detail auch sein mögen, gehen sie teilweise weit über die Pandemiesituation hinaus, dabei war gerade sie der Anlass dieser Änderung des hessischen Schulgesetzes. Teilweise sind im Entwurf Regelungen bis 2028 vorgesehen. Der dlh bekommt dadurch den Eindruck, dass bestimmte Maßnahmen mal schnell im Vorbeigehen „durchgedrückt“ werden sollen, die sonst niemals (aus gutem Grund!) umsetzbar gewesen wären.

Für mehr Informationen sei an dieser Stelle auf die Stellungnahmen des dlh und seiner Gliedverbände verwiesen, die sich auf den Webseiten der Verbände befinden.

Stellungnahmen – Deutscher Lehrerverband Hessen (deutscher-lehrerverband-hessen.de)

Angemerkt sei am Rande noch, dass ein wesentlich schlankerer und übersichtlicherer Gesetzesentwurf von der FDP-Fraktion vorgelegt wurde, der sich an bekannten Stufen (1-4) in der Pandemie orientierte. Es bleibt zu hoffen, dass die Regierungsfraktionen mit den Kritikpunkten im Kulturpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtages entsprechend umgehen und die Anregungen im Gesetzentwurf aufnehmen.

 

Personalratswahlen am 4.-5. Mai 2021

Sie stehen – erneut – vor der Tür: die Personalratswahlen 2021 in Hessen. Unter dem Slogan „Antworten für Hessens Lehrkräfte“ hat der dlh markante Forderungen formuliert und sich schon Ende 2019 / Anfang 2020 mit frischen Plakaten, einer überarbeiteten Website, Social-Media-Accounts sowie einem neuen Logo präsentiert. Nicht besonders überraschend ist es, dass viele unserer Forderungen auch noch in 2021 Bestand haben.

Antworten blieb uns das Kultusministerium im vergangenen Jahr oft schuldig. Viel mehr produzierten die Entscheidungsträger einige Fragezeichen in den Köpfen der Lehrkräfte und deren Vertretungen in den Schul-, Gesamt- und Hauptpersonalratsgremien. Einige konnten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, und uns selbst beantworten, andere blieben ungelöst – vor allem die Fragen nach der Sinnhaftigkeit mancher Entscheidungen der übergeordneten Dienststelle.

Für den 04./05. Mai 2021 sind Sie dazu aufgerufen, Ihre Antwort zu finden, wem Sie die Vertretung Ihrer Interessen anvertrauen wollen.

Der dlh-express – der in Kürze in einer neuen, überarbeiteten Auflage erscheinen wird – soll Sie dabei unterstützen, denn er enthält unsere Grundpositionen und Sichtweisen. Sie erhalten einen Überblick über unsere Hauptthemen, aber auch über unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Hauptpersonalrat. Lesen könne Sie die Inhalte in aller Ruhe in den Osterferien auf unserer Website www.deutscher-lehrerverband-hessen.de oder aber nach den Ferien in Ihrer Schule.

Grundsätzlich lohnt sich immer ein Blick auf unsere eben genannte Online-Präsenz, denn dort finden Sie die neuesten Stellungnahmen, Pressemitteilungen und Berichte aus dem Hauptpersonalrat oder den Kreisverbänden.

Auch auf Facebook (@deutscherlehrerverbandhessen) und Instagram (@deutscher_lehrerverband_hessen) gibt es immer wieder tagesaktuelle News rund um den dlh und unsere Hauptthemen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Plakaten, Flyern, dem dlh-express, der Website und unseren Social-Media-Accounts die Entscheidung für Ihr Kreuzchen bei den Personalratswahlen am 04./05. Mai 2021 etwas leichter machen. Und ganz besonders hoffen wir darauf, dass Sie – trotz des anhaltenden Corona-Trubels – sich die Zeit dazu nehmen, von Ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.

Lesen Sie in den Wahlprogrammen der verschiedenen Verbände, prüfen Sie, was davon am besten zu Ihnen passt und wo Sie sich wiederfinden.

Denken Sie immer an die Worte unserer ehemaligen dlh-Landesvorsitzenden Edith Krippner-Grimme:

„Entscheiden Sie sich so, wie Sie sich z.B. beim Eintritt in einen Sportverein entscheiden würden: Sie treten ja auch keinem Fußballverein bei, wenn Sie schwimmen möchten.“

 

Am 18. März 2021 wurden die Listenplätze für die Personalratswahlen am 4./5. Mai 2021 ausgelost.

 „Wählen Sie Hessens (Listen-) Nummer 1 – den dlh!“

 

Onlinefortbildungen

Da die Corona-Pandemie noch immer unser dienstliches Leben und auch die Verbandsarbeit nachhaltig prägt, finden derzeit keine Präsenzveranstaltungen statt.

Um informiert zu bleiben über Fortbildungsangebote des dlh und seinen Gliedverbänden glb, hphv und VDL Hessen, behalten Sie am besten die Website www.deutscher-lehrerverband-hessen.de sowie unsere Social-Media-Accounts auf Facebook und Instagram im Auge.

 

dlh-newsletter Schule und Corona

Seit Januar 2021 versendet der neu benannte Pressesprecher des dlhin regelmäßigen Abständen den oben genannten Newsletter.

Sie erhalten den Newsletter noch nicht, möchten dies aber? Dann senden Sie eine Mail an oder und Sie werden in den Newsletter aufgenommen.

 

Gez. Jürgen Hartmann

2021-II_dlh-Nachrichten_final

Wir haben darum gekämpft, die Landkreise auch: Das Corona-Kabinett und das Ministerium haben gerade die Notbremse gezogen!

Nun ist es amtlich: Das Land Hessen und das Kultusministerium ziehen die Notbremse!

Die Hessenschau schreibt soeben (17:08 Uhr) in ihrem Newsticker:

„Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat am Donnerstag im Landtag erstmal keine Hoffnung auf weitere Lockerungen gemacht. „Wir haben eine dynamische Entwicklung und die dritte Welle ist da“, sagte Bouffier. „Es ist jetzt nicht die Zeit für weitere Öffnungsschritte.“ Der Einstieg in den Wechselunterricht für Jahrgangsstufen ab der 7. Klasse werden in der kommenden Woche nicht erfolgen.“

(Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/coronavirus-in-hessen-die-wichtigsten-nachrichten-im-ticker,corona-hessen-ticker-358.html)

#gesundheitgehtvor #gesundheitsschutz #schule #hessen #Wechselunterricht #Distanzunterricht #glb #hphv #vdl_hessen #gemeinsam_differenziert_lösungsorientiert #personalratswahlen2021hessen

Die Hessenschau vom 16.03.2021 – der dlh kam zu Wort

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

für alle, die den Beitrag des dlh in der Hessenschau vom 16.03.2021 nicht sehen konnten, haben wir hier den Link:

https://www.hessenschau.de/tv-sendung/hessenschau-vom-16032021,video-146218.html

Leider hat unser Landesvater Volker Bouffier offenbar nicht verstanden, dass wir Lehrkräfte uns nicht gegen Präsenzunterricht in Wechselform sträuben, sondern dass wir lediglich darauf aufmerksam machen, dass

  • uns ursprünglich versprochen wurde, dass der Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 erst nach den Osterferien beginnen soll,
  • und man uns vor allem ein zeitnahes Impfangebot in Aussicht stellte, damit der Gesundheitsschutz gewahrt bleibt.

Durch die Hintertür wurde dann urplötzlich der Start in den Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 ab dem 22. März 2021 verkündet, wenn auch nur „an mindestens einem Tag pro Woche“ und nur dann, wenn die hessenweite 7-Tage-Inzidenz unter 100 bleibt.

Bei steigenden Inzidenzwerten – teilweise liegen die Werte in den Landkreisen / Städten bereits weit darüber – und einem ausgesetzten Impfangebot mit AstraZeneca sollte dem Ministerpräsidenten klar sein, dass eine Ausweitung des Präsenzunterrichts noch vor Ostern auf wenig Begeisterung bei den Lehrkräften stößt.

Wir wollen Wechselunterricht, JA!

Aber wir wollen auch den Gesundheitsschutz für das Schulpersonal in Form von Impfungen. Und wir wollen nicht auf einen Schlag die Erfolge des Lockdowns innerhalb von 9 Schultagen aufs Spiel setzen. Weder für uns, noch für die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler.

Nicht mehr und nicht weniger!

Pressemitteilung des dlh vom 16.03.2021 zu steigenden Inzidenzen, gestoppten Impfungen für Lehrkräfte und dem geplanten erweiterten Wechselunterricht ab Montag, 22. März 2021

„Steigende Inzidenzen und gestoppte Impfungen

Herr Lorz, ziehen Sie die Notbremse!“

Angesichts steigender Inzidenzen in den Städten und Landkreisen fordert der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) das Kultusministerium auf, dass der ab dem 22. März angedachte Präsenzunterricht in Wechselform für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 sofort ausgesetzt wird.

Die dlh-Vorsitzende Annabel Fee kritisiert: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Schulen mit Hunderten von Schülerinnen und Schülern in Betrieb gehen sollen, wenn Politiker und Mediziner deutschlandweit von „Notbremsen“ sprechen. Wir Lehrkräfte möchten so schnell wie möglich in einen geregelten (Schul-)Alltag zurück, wir sehen jedoch die Gefahr, dass mit einer vorschnellen Schulöffnung dieses Ziel abermals in weite Ferne rückt.“

Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt in Hessen bei knapp 90, in 7 Landkreisen und der Stadt Offenbach schon wieder über 100. Zudem grassieren die gerade für Kinder gefährlichen Mutationen des Sars-Cov-2-Virus auch verstärkt in Hessen. Namhafte Virologen warnen inzwischen vor einer Dritten Welle der Corona-Pandemie. In dieser Situation sollen nun ab dem kommenden Montag die Schulen noch weiter geöffnet werden, damit alle Schülerinnen und Schüler mindestens zwei Tage vor den Osterferien in die Schule gehen können. dlh-Pressesprecher Boris Krüger fragt daher: „Herr Lorz, wer übernimmt für die Gesundheit dieser Kinder und Jugendlichen sowie für ihre Lehrkräfte die Verantwortung?“

Zusätzlich wurden am 15.03. alle Impfungen mit AstraZeneca gestoppt. „Gerade dieser Impfstoff wurde bei den Lehrkräften an den Grund- und Förderschulen verimpft und sollte auch perspektivisch für die Kolleginnen und Kollegen an den weiterführenden Schulen eingesetzt werden. Niemand weiß, wie lange die Impfungen ausgesetzt werden, was zu starken Verunsicherungen in den Kollegien führt, weil stetig über weitere Öffnungsschritte der Schulen debattiert wird“, meint die stellvertretende dlh-Landesvorsitzende Kerstin Jonas. Wenn nach den Osterferien ungeimpfte Lehrkräfte die Schnelltests ihrer möglicherweise infizierten Schülerschaft überwachen sollen, seien das fatale Arbeitsbedingungen ohne Schutz vor Ansteckung.

Der dlh fordert daher das Kultusministerium auf, mit der Umsicht und Besonnenheit zu handeln, die es in den Schreiben vom 9. März an Eltern und Schulen angekündigt hat, und den geplanten Einstieg in den Wechselunterricht für die genannten Jahrgangsstufen sofort zu vertagen. Denn es sei angesichts der aktuellen Entwicklungen absehbar, dass der hessenweite Inzidenzwert bis zum 22. März auf über 100 steigen wird. Eine Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt würde zudem mehr Planungssicherheit für Eltern und Schulen schaffen.

Der dlh appelliert nach Wiesbaden: „Herr Lorz, ziehen Sie die Notbremse, bevor Schulen zu Hot Spots werden!

Annabel Fee, Kerstin Jonas, Boris Krüger

 

HIER finden Sie die Pressemitteilung zum Download, Ausdrucken und Aufhängen in den Lehrerzimmern:

2021-03-16 dlh-PM Steigende Inzidenzen und gestoppte Impfungen

Stellungnahme des dlh-Kreisverbands Hersfeld-Rotenburg /Werra Meißner vom 12.03.2021

Alle Lehrkräfte zeitnah impfen und zwar schnell!

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) begrüßt, dass inzwischen Lehrkräfte im Bereich der Grund- und Förderschulen die Möglichkeit erhalten, sich impfen zu lassen. Wir fragen uns jedoch, warum dies nicht für die Lehrkräfte an allen Schulen gilt.

Die dritte Welle hat begonnen zu rollen. In Beruflichen Schulen werden aktuell schon ein Drittel der Schülerinnen und Schüler beschult (BG 12-13, Abschluss- und Prüfungsklassen). Ab 22.3.2021 kommen weitere hinzu. Der Mindestabstand wird dann nur schwer bis gar nicht eingehalten werden können.
Das Verhalten unserer Schüler*innen und Auszubildenden ist z. T. besorgniserregend. An manchen Bushaltestellen ist dies in Augenschein zu nehmen: Die Jugendlichen stehen dicht beieinander, die Masken sind abgelegt bzw. heruntergeschoben und Getränkeflaschen machen die Runde. Leider sind dies keine Einzelfälle!

Wir fordern daher, dass alle Lehrkräfte in der Impfreihenfolge gleichermaßen früh zum Zuge kommen!

Dies hat der dlh auch in einer umfassenden Stellungnahme zu diversen Aspekten gegenüber dem Kulturpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtags und dem Hessischen Kultusministeriums (HKM) deutlich gemacht. Inzwischen ist im neuesten Schreiben aus dem HKM zu lesen: „Wir streben darüber hinaus an, nach Ostern auch den Lehrkräften und dem sonstigen Personal aller anderen Schulformen ein Impfangebot zu machen.“

Der dlh hofft, dass aus dem „wir streben an“ des HKM ein „wir setzen um“ wird!

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) nutzt als Dachverband die Kompetenzen der Spezialgewerkschaften glb (Gesamtverband Berufliche Schulen), HPhV (Gymnasien) und VDL (Grund-, Förder-, Haupt-, Real-, und Gesamtschulen).
C. Wenzel

Pressemitteilung des dlh vom 10.03.2021 zum geplanten Beginn des Wechselunterrichts ab dem 22.03.2021

Ja zum Wechselunterricht – aber nicht auf Kosten der

Gesundheit der Lehrkräfte!

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) zeigt sich überrascht und wenig begeistert von den Plänen des Hessischen Kultusministeriums, mit dem Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen ab Klasse 7 am 22. März zu beginnen.

 

Die dlh-Landesvorsitzende Annabel Fee kritisiert: „Das ist ein erneuter Schnellschuss des Ministeriums, nachdem am vergangene Freitag noch verlautbart worden war, dass es vor den Osterferien keine Änderungen mehr geben werde.“ Der organisatorische Aufwand für die Schulen steigt dadurch vor den Osterferien erneut an, zumal z.B. an den Gymnasien zusätzlich noch die Noteneingabe und die Prüfungsorganisation des Abiturs anstehen. Da zudem jede Schule in Eigenregie den Wechselunterricht organisieren soll, komme es zu einem Flickenteppich bei der Beschulung der Schülerinnen und Schüler in Hessen.

Der dlh begrüßt es grundsätzlich, dass die Kinder und Jugendlichen möglichst bald wieder zu einem normalen Schulalltag zurückkehren können. Der Nutzen der geplanten Maßnahmen steht jedoch in keinerlei Relation zum erhöhten Organisationsaufwand der Schulleitungen für gerade mal 8,5 Schultage. Denn in diesem Jahr beginnen die Osterferien in Hessen am Gründonnerstag nach der 3. Stunde. Nun geraten die Schulleitungen erneut unter Druck, da Erwartungen bei den Eltern geweckt worden sind, die nicht zuletzt ihre Kinder in Präsenz unterrichtet haben wollen.

Boris Krüger, der Pressesprecher des dlh, kritisiert einen weiteren Punkt der Planungen von Minister Alexander Lorz: „Anstatt auf die aktuellen Testangebote zu verweisen und sich damit zu rühmen, dass nach den Osterferien evtl. Selbsttests für Lehrer und Schüler angeboten werden, hätte man lieber verlässlich das Impfangebot für alle Lehrkräfte ausweiten und auch die Kolleginnen und Kollegen der weiterführenden Schulen noch in den Osterferien impfen lassen sollen.“ Dann hätte man Mitte April sicher in die letzten Monate des Schuljahres starten können. Stattdessen gäre es nun mächtig unter den Lehrerinnen und Lehrern, die große Angst um ihre Gesundheit haben, wenn sie ungeimpft in den Unterricht zurückkehren sollen.

Annabel Fee abschließend: „Der dlh hat sich immer für das Wechselmodell ausgesprochen, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Schulen zu minimieren – doch nicht so überhastet wie jetzt, und vor allem nicht zu Lasten der Gesundheit der Lehrkräfte.“

 

Boris Krüger, Pressesprecher des dlh

 

Hier erhalten Sie die Pressemitteilung zum Download:

2021-03-10 Pressemitteilung Wechselunterricht ab 22.03.2021

dlh-newsletter Schule und Corona vom 10.03.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Im Fokus der heutigen Rundmail stehen die Entwicklungen in Hessen sowie die Reaktionen darauf.

Schwerpunktthema: Beginn des Wechselunterrichts für weitere Jahrgänge in Hessen ab dem 22. März

Ergänzend zur Perssemitteilung des HKM von gestern habe ich heute noch die offiziellen Schreiben an die Schulen und die Eltern sowie die Anlage dazu u.a. zur Leistungsmessung angehängt.

Anlage

Schulschreiben_Information zum Schul- und Unterrichtsbetrieb bis zu und nach den Osterferien

Elternschreiben_Information zum Schul- und Unterrichtsbetrieb vor und nach den Osterferien

Auch news4teachers berichtet über die Entwicklungen in Hessen:

https://www.news4teachers.de/2021/03/lorz-praesenzunterricht-fuer-alle-jahrgaenge-und-impfungen-fuer-alle-lehrer/

Erste Reaktionen dazu gibt es bereits vom Landes-dlh, vom dlh-Kreisverband Kassel (HNA von heute) sowie vom hphv. Alle drei befinden sich im Anhang. Ebenfalls angehängt habe ich einen Artikel aus der Fuldaer Zeitung von gestern, in dem es um die allgemeine Bewertung der Lage in den Schulen unter der Corona-Pandemie durch den dlh-Kreisverband Fulda geht.

HNA-10.03.2021-Öffnungen-1

HNA-10.03.2021-Öffnungen-2

dlh-Fulda-konvertiert-komprimiert

hphv-Pressemeldung_Schuloeffnungen noch vor Ostern_10-03-2021-komprimiert

2021-03-10 dlh-Pressemitteilung Wechselunterricht ab 22.03.2021

Gesundheit

Es gibt immer mehr Corona-Ausbrüche in Kitas und Schulen:

https://www.news4teachers.de/2021/03/corona-in-schulen-mit-dem-praesenz-unterricht-steigen-die-infektionen/

 

Die Virologin Melanie Brinkmann warnt vor zu frühen Schulöffnungen:

https://www.news4teachers.de/2021/03/virologin-brinkmann-zu-schuloeffnungen-intellektuelle-beleidigung-keine-perspektive/

 

Ein Fachanwalt für Familienrecht aus dem niedersächsischn Rinteln kritisiert den mangelhaften Gesundheitsschutz in den Schulen:

https://www.news4teachers.de/2021/03/der-gesundheitsschutz-ist-nicht-gewaehrleistet-wie-ein-anwalt-den-antrag-begruendet-kinder-seiner-mandanten-vom-praesenzunterricht-zu-befreien/

 

Bayern kündigt wie vorher schon Baden-Württemberg die Impfung der Lehrkräfte auch von weiterführenden Schulen an:

https://www.news4teachers.de/2021/03/soeder-kuendigt-impfungen-fuer-lehrer-weiterfuehrender-schulen-an-von-april-an/

 

Bund

Die Ausgaben pro Schüler und Schulform differieren in den eilzelnen Bundesländern sehr:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/schulen-und-bildung-400-euro-mehr-fuer-jede-schuelerin-und-jeden-schueler-pro-jahr-a-97cd5d28-d2df-4763-b90a-ee22a76a0aef?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

 

Die FAZ von heute berichtet darüber, dass die meisten Schülerinnen und Schüler den Lockdown gut überstanden haben sollen.

20210310_F.A.Z_Lockdown

Länder

– allgemein:

https://www.news4teachers.de/2021/03/mit-teils-haarstraeubenden-behauptungen-und-unter-berufung-auf-windige-quellen-wie-kultusminister-schuloeffnungen-begruenden/

 

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/schulen-und-corona-der-testfall-mit-den-schnelltests-a-fbb7e875-60f7-4ac5-ac51-751c38670b91

 

– Hamburg:

https://www.news4teachers.de/2021/03/hamburger-bildungssenator-haelt-oesterreichs-schulmodell-fuer-ueberzeugend-inzidenz-180/

 

– Niedersachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/03/kultusminister-lobt-sich-selbst-hygienemassnahmen-an-schulen-sind-erfolgreich/

 

– Rheinland-Pfalz:

https://www.news4teachers.de/2021/03/start-in-den-praesenzunterricht-infektionen-an-jeder-siebten-schule/

 

– Saarland:

https://www.news4teachers.de/2021/03/saarland-will-nach-ostern-die-schulen-vollstaendig-oeffnen-und-alle-schueler-testen/

 

– Baden-Württemberg:

https://www.news4teachers.de/2021/03/schul-chaos-kretschmann-pfeift-eisenmann-zurueckschul-chaos-kretschmann-pfeift-eisenmann-zurueck-sie-muss-jetzt-doch-das-abstandsgebot-in-klassenraeumen-sicherstellen/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch eine nicht zu stressige 2. Wochenhälfte und vor allem keine weiteren Überraschungen im Bildungsbereich.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

 

Wechselunterricht in allen Jahrgangsstufen ab dem 22.03.2021 – wenn die Inzidenz hessenweit unter 100 bleibt

Hier können Sie das Schreiben aus dem Ministerium nachlesen:

Schulschreiben_Information zum Schul- und Unterrichtsbetrieb bis zu und nach den Osterferien

 

Sehr geehrte Schulleiterin, sehr geehrter Schulleiter, 

zunächst danke ich Ihnen und Ihrem Kollegium herzlich für die in den zurückliegenden Wochen geleistete Arbeit. Mit diesem Schreiben möchte ich Sie über die gegenwärtigen Planungen im Hinblick auf den Schul- und Unterrichtsbetrieb nach den Osterferien und die Zeit bis dahin informieren. 

Wie bereits angekündigt, beabsichtigen wir, nach den Osterferien, das heißt ab dem 19. April 2021, den nächsten großen Öffnungsschritt zu gehen. Vorbehaltlich des Infektionsgeschehens ist dann geplant, die Jahrgangsstufen 1 bis 4 im eingeschränkten Regelbetrieb (Stufe 2 „Leitfaden zum Schulbetrieb 2020/21“) und die Jahrgangsstufen ab Klasse 5 (mit Ausnahme der Abschlussklassen) im Wechselmodell (Stufe 3) zu unterrichten. 

Weiterhin müssen wir besonnen handeln und bei jedem Öffnungsschritt mit Bedacht vorgehen. Nur so können wir sicherstellen, dass wir die erreichten Erfolge nicht verspielen. Wie Sie wissen, werden auch in Hessen bereits jetzt Lehrkräfte und schulisches Personal an Grund- und Förderschulen geimpft. Wir streben darüber hinaus an, nach Ostern auch den Lehrkräften und dem sonstigen Personal aller anderen Schulformen ein Impfangebot zu machen. 

Hinzu kommt, dass laut Beschluss der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder und der Bundeskanzlerin vom 3. März 2021 „allen asymptomatischen Bürgerinnen und Bürgern (…) mindestens einmal pro Woche ein kostenloser Schnelltest (…)“ in Arztpraxen, Apotheken und Testcentern ermöglicht wird. Dieses Angebot richtet sich auch an Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus werden die Schulöffnungen in Hessen weiterhin (zunächst bis Ende April) durch die schon praktizierten wöchentlichen anlasslosen Tests für Lehrkräfte und schulisches Personal begleitet. 

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen und mit Blick auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen, die sich derzeit im Distanzunterricht befinden (ab Jahrgangsstufe 7 mit Ausnahme der Abschlussklassen), soll die Zeit vor den Osterferien für einen Einstieg in den Wechselunterricht genutzt werden. Vorgesehen sind hierfür die letzten beiden Wochen vor den Osterferien, das heißt die Zeit von Montag, dem 22. März 2021, bis Gründonnerstag. Mir ist es wichtig, Ihnen bei der konkreten Umsetzung äußerste Flexibilität zu ermöglichen, wobei vor Ostern für jede Schülerin/jeden Schüler an mindestens einem Tag pro Woche Präsenzzeit in der Schule stattfinden soll.

Dies entspricht auch den Rückmeldungen, die wir in den vergangenen Tagen und Wochen erhalten haben – von der aus Schulpraktikerinnen und Schulpraktikern bestehenden Konzeptgruppe Schuljahr 2020/2021, von Interessenvertretungen und Verbänden, von der Landesschülervertretung und vom Landeselternbeirat. Insgesamt gibt es auf allen Seiten das Bedürfnis nach einer Rückkehr zur schulischen Normalität. 

Für die Zeit bis zu den Osterferien bedeutet das: 

  •  ab Montag, dem 22. März, findet auch für die Jahrgangsstufen ab Klasse 7 (mit Ausnahme der Abschlussklassen, die weiterhin grundsätzlich in Präsenz unterrichtet werden) landesweit Wechselunterricht (Stufe 3 „Leitfaden zum Schulbetrieb 2020/21“) statt und 
  •  der Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 mit dem Angebot einer Notbetreuung wird unverändert fortgeführt (vgl. mein Schreiben vom 11. Februar 2021). 

Zur Orientierung bei der Einführung des Wechselmodells für die Jahrgangsstufen ab Klasse 7 liegen Ihnen bereits die entsprechenden Eckpunkte im „Leitfaden für den Schulbetrieb im Schuljahr 2020/2021“ sowie eine aktualisierte Anlage vom Februar 2021 vor. Sie finden diese auch unter https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/coronavirus-schulen/fuer-schulleitungen-und-lehrkraefte. 

Für Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung an allgemeinen Schulen und an Förderschulen beziehungsweise für Schülerinnen und Schüler in Intensivklassen und -kursen wird auf die in der Anlage zum Leitfaden zum Schulbetrieb im Schuljahr 2020/21 vom 8. Februar 2021 dargestellten Maßnahmen hingewiesen. 

Da die Präsenzzeit in der Schule vor den Osterferien ausdrücklich nicht der Erbringung verbindlicher schriftlicher Leistungsnachweise dienen soll, enthält die diesem Schreiben beigefügte Anlage alle für Sie erforderlichen Informationen zu ihrer Ausgestaltung sowie zu Fragen der Leistungsbewertung der Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus finden Sie in der Anlage eine für alle Jahrgangsstufen geltende klarstellende Regelung zum Umgang mit sogenannten Maskenverweigerern und zur Aussagekraft ärztlicher Atteste, die vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreien sollen. 

Mit den besten Grüßen und allen guten Wünschen 

Ihr 

Prof. Dr. R. Alexander Lorz 

dlh-news extra vom 09.03.2021

Presseinformation

Landesregierung beschließt nächste Öffnungsschritte in den Schulen

  • Nach den Osterferien: Wechselunterricht für alle Klassen ab Jahrgangsstufe 7, Grundschulen kehren in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück
  • Noch vor den Ferien: Klassen ab Jahrgangsstufe 7 steigen ab 22. März mit Präsenztagen in den Wechselunterricht ein
  • Lehrkräfte an weiterführenden Schulen sollen Impfangebot nach Ostern erhalten

„Die zurückliegenden Monate haben deutlich gezeigt, dass unsere Schulen trotz eines sehr gut organisierten und pädagogisch hochwertigen Distanzunterrichts als Orte des sozialen Miteinanders und zentrale Anker für die Bildung unserer Kinder nicht zu ersetzen sind. So können die Jahrgangsstufen ab Klasse 7 seit nunmehr über zwei Monaten nicht mehr die Schule besuchen. Diesen Zustand können und wollen wir nicht länger aufrechterhalten“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute in Wiesbaden. „Daher hat die Hessische Landesregierung auf meinen Vorschlag hin entschieden, dass nach den Osterferien ein großer Öffnungsschritt für alle Schülerinnen und Schüler erfolgen soll.“

Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, sollen ab dem 19. April landesweit die Jahrgangsstufen 1 bis 4 im eingeschränkten Regelbetrieb (das heißt an fünf Tagen in der Woche) und die Jahrgangsstufen ab Klasse 5 im Wechselmodell unterrichtet werden. Ausgenommen bleiben auch weiterhin die Abschlussklassen, die schon jetzt in Präsenz unterrichtet werden können. „Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern damit bereits jetzt eine verlässliche Perspektive für sicheren Unterricht geben“, erklärte der Kultusminister.

Damit der Einstieg in den Wechselunterricht gelingt, sollen die Schulen bereits ab dem 22. März, und damit noch vor den Osterferien, mindestens einen Präsenztag pro Woche für die Jahrgangsstufen ab Klasse 7 einrichten, wenn der landesweite Inzidenzwert bis dahin nicht über 100 steigt. Damit komme das Land dem Wunsch der Landesschülervertretung, des Landeselternbeirats und der aus Schulpraktikerinnen und Schulpraktikern bestehenden Konzeptgruppe nach einer schrittweisen Rückkehr zu mehr schulischer Normalität nach, betonte der Minister. „Mit dem schrittweisen Übergang in den Wechselunterricht entspannen wir nicht nur die Lage in den Familien, sondern ermöglichen es gleichzeitig unseren älteren Schülerinnen und Schülern, ihre Klassenkameradinnen und Klassenkameraden nach Monaten des Distanzunterrichts wiederzusehen.“

Lehrkräfte an weiterführenden Schulen sollen Impfangebot nach Ostern erhalten

Seit wenigen Tagen werden in Hessen Lehrkräfte und schulisches Personal an Grund- und Förderschulen priorisiert geimpft. Diese Gruppe von 30.000 Personen entspricht rund 50 Prozent aller Lehrkräfte in Hessen. „Wir streben an, nach Ostern auch den Lehrkräften und dem sonstigen Personal aller anderen Schulformen ein Impfangebot zu machen“, erklärte Lorz. Darüber hinaus werden die Schulöffnungen in Hessen weiterhin (zunächst bis Ende April) durch die schon praktizierten wöchentlichen anlasslosen Tests für Lehrkräfte und schulisches Personal begleitet. Die Hessische Landesregierung arbeitet derzeit außerdem intensiv daran, nach den Osterferien auch regelmäßige Selbsttests für Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrkräfte anbieten zu können.

PM Landesregierung beschließt nächste Öffnungsschritte in den Schulen

 

Stellungnahme des Deutschen Lehrerverbandes Hessen (dlh) zum Gesetzesentwurf der Fraktionen der CDU und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN „Zweites Gesetz zur Anpassung des Hess. Schulgesetzes und weiterer Vorschriften an die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus“, Drucksache 20/4904

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) bedankt sich für die Möglichkeit der Stellungnahme zum vorliegenden Gesetzesentwurf zur Anpassung des Hessischen Schulgesetzes.

Stellungnahme KPA zum Gesetzentwurf 20-4904

Die Corona-Pandemie macht ergänzende rechtliche Regelungen notwendig, diese werden auch grundsätzlich von uns begrüßt. Für alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Studierenden und Auszubildenden haben sich die Berufs- und Lebensbedingungen massiv verändert.

Wir möchten in unserer Stellungnahme einige Punkte des Gesetzesentwurfes aufgreifen und problematisieren:

Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass in dieses Gesetz nur Maßnahmen einfließen sollten, die in unmittelbaren Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen. Die im Entwurf zu lesenden Regelungen gehen teils bis weit über die Pandemie hinaus.

Zu ausgewählten Punkten des Gesetzesentwurf nehmen wir wie folgt Stellung:

Artikel 1

(3)

Wir lehnen Unterstützungsmaßnahmen während der Ferienzeiten, sogenannte Akademien und Camps, grundsätzlich ab, wenn diese von Lehrkräften durchgeführt und von den Schulleitungen organisiert werden sollen. Ferien sind Erholungszeiten, diese sollte auch für alle gelten. Lehrkräfte sind darauf angewiesen, in diesen Zeiten ihren Urlaub zu nehmen. Die Bestimmung, dass zur Durchführung von Förderangeboten in den Ferien auch Kräfte, die nicht der Schule angehören, beschäftigt werden, sollte prinzipiell keine „kann“, sondern eine „soll“-Bestimmung werden. Insbesondere junge Lehrkräfte, die womöglich noch ihre Lebenszeitverbeamtung vor sich haben, könnten ansonsten unter Druck geraten, wenn sie von ihren Schulleitungen „gebeten“ würden, einen Ferienkurs zu übernehmen. Hier muss es eine ganz klare Abgrenzung zugunsten der in der Schule tätigen Lehrkräfte und externen Kräften geben. Darüber hinaus haben die Erfahrungen der sogenannten Ferienakademien im letzten Sommer gezeigt, dass es bei weitem nicht die Schülerinnen und Schüler in Anspruch genommen haben, die es nötig gehabt hätten, oftmals saßen dort die ohnehin schon guten Schülerinnen und Schüler und nicht zuletzt wurde das Angebot von den Eltern als Betreuungsmöglichkeit in den Ferien angesehen.

(7)

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) sieht diesen Punkt problematisch. Bis zum Beginn der Weihnachtsferien 2020 und auch nach dem 22. Februar (Klasse 1-6, Q2 und Abschlussklassen schon seit dem 11. Januar) findet Präsenzunterricht statt. Den Lehrkräften ist es im Verlauf des Schuljahres aufgrund ihrer Professionalität durchaus gelungen, das Erbringen von Schülerleistungen zu ermöglichen und zu bewerten. Zudem machen zurzeit die Schulen auch von ihrem Recht Gebrauch, die Anzahl der Leistungsnachweise und Klassenarbeiten auf Antrag zu reduzieren; auch dies entzerrt den Druck auf die Schülerinnen und Schüler. Mit der Aussetzung der Nichtversetzung ist mittel- bis langfristig mit Spätfolgen für die betroffenen Schülerinnen und Schüler zu rechnen, besonders im psychischen Bereich, ohnehin schon bedingt durch die Corona-Pandemie. Die Überforderung in der nächsten Klassenstufe, der permanente Stress, sich an der Leistungsgrenze zu befinden und nicht zuletzt die damit sinkende Motivation und zunehmende Resignation, sind nicht förderlich für die seelische Gesundheit der jungen Menschen. Wir begrüßen die Möglichkeit einer Option der freiwilligen Wiederholung ohne Anrechnung auf die maximale Anzahl der Wiederholungen.

Artikel 15

Viele der genannten Punkte sind aus unserer Sicht begrüßenswert und auch pandemiebedingt nachvollziehbar. Jedoch werden insbesondere in (2) und (3) Abweichungen von Stundentafeln und Wochenstunden als „kann“-Bestimmung toleriert und an die Schulen verlagert. Diese Verlagerung von Entscheidungen sollte einheitlich vom Ministerium kommen, um eine Transparenz in der Schullandschaft zu gewährleisten. Außerdem bedeutet eine Übertragung auf die Schulleitungen abermals Mehrarbeit, dies sollte unbedingt vermieden werden.

(9) und (11)

Hier lehnt der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) die Durchführung mittels Videokonferenz bzw. in elektronischer Form ab. Dies würde sowohl Möglichkeiten zu Täuschungsversuchen bieten, als auch die technischen Herausforderungen (bisher kein flächendeckendes WLAN an allen Schulen beispielsweise) an ihre Grenzen stoßen. Es muss seitens des Ministeriums außerdem gewährleistet sein, dass der notwendige Infektionsschutz vorhanden ist, besonders bei Abiturprüfungen sollte dies aufgrund der geringeren Anzahl an Personen im Raum und im Schulgebäude kein Problem darstellen. Im Hinblick auf Impfangebote steht das Ministerium in der Pflicht, diese auf alle in der Schule Tätigen auszuweiten!

Dazu hat sich auch unser Gliedverband GLB in seiner Stellungnahme ausführlich geäußert und dieser Forderung schließen wir uns vollumfänglich an!

Artikel 23 in Verbindung mit §83a und §83b HSchG (Artikel 1)

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) lehnt diese Regelungen ab. Weder die Lehrkräfte noch die Schülerinnen und Schüler und Eltern sollen zukünftig zustimmen müssen, sondern lediglich nur noch informiert werden. Der „Schutzraum Klassenzimmer“ wird somit zu einer offenen Bühne und stellt die Rechtssicherheit im Hinblick auf die Nutzung und Weitergabe von personenbezogenen Daten in Frage. Durch das Ausrichten der Kamera überwiegend auf Lehrkraft und Tafel wird in diesem Entwurf deutlich, dass das Recht am eigenen Bild der Lehrkraft komplett ausgehebelt wird. Zwar wird das heimliche Aufzeichnen und die Weitergabe von Daten aus Videokonferenzen verboten, jedoch zeigen bereits einige Beispiele aus der Schulpraxis, dass dieser Missbrauch bereits etliche Male durchgeführt wurde und gerade bei jungen Heranwachsenden kaum zu verhindern ist, nicht zuletzt durch die Fülle an technischen Möglichkeiten und sozialen Medien, die den Jugendlichen zur Verfügung stehen. Jeder Lehrkraft, aber auch jeder/m Schülerin und Schüler sollte es freigestellt sein, ob das eigene Gesicht gezeigt werden soll oder nicht; die fehlende Bereitschaft dazu muss gegenseitig respektiert werden.

Der Deutsche Lehrerverband (dlh) plädiert dafür, zunächst die Entscheidung des EuGH vor dem Hintergrund der Einführung von Livestreamunterricht in Schulen abzuwarten (PM des VG Wiesbaden Nr. 03/2021 vom 27.01.2021).

Wir möchten hierbei jedoch betonen, dass wir die digitalen Möglichkeiten für einen zeitlich begrenzten Rahmen im Hinblick auf Digitalunterricht in außergewöhnlichen Zeiten, wie Pandemien, begrüßen. Besonders in Pandemiezeiten bieten sich hier diverse Möglichkeiten, den Kontakt mit den Lerngruppen aufrecht zu erhalten und auch online zu unterrichten. Die pädagogischen Aspekte dürfen dabei nicht unterschätzt werden, denn gerade bei den Schülerinnen und Schülern ist zu beobachten, dass Routinen und tägliche Abläufe enorm wichtig sind.

Ein großer Kritikpunkt ist in diesem Zusammenhang nach wie vor die fehlende technische Ausstattung der Lehrkräfte. Es fehlen immer noch die dienstlichen Endgeräte, die den Lehrkräften versprochen wurden und wir fordern, dass diese umgehend und schnell den Lehrkräften zur Verfügung gestellt werden!

Viele Lehrkräfte haben sich darüber hinaus bereits auf eigene Kosten digital ausgestattet, um einen adäquaten Online-Unterricht zu gewährleisten. Wir fordern zusätzlich als Wahlmöglichkeit ein personalisiertes Budget für jede Lehrkraft, um die Anschaffungen im Rahmen des Digitalisierungsprozesses voranzutreiben.

Auch die Administration vor Ort an den Schulen in Form von externem IT-Support steckt noch in den Kinderschuhen. Hier bedarf es einer schnelleren Umsetzung und vor allem einer Erhöhung von personellen Ressourcen, damit dies nicht auch noch zusätzlich den Lehrkräften auferlegt wird.

Auch unsere Gliedverbände (GLB, hphv und VDL) haben in ihren Stellungnahmen wichtige Aspekte aufgegriffen, die wir in diesem Zusammenhang unterstützen.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne per Mail () zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

für den Deutschen Lehrerverband Hessen (dlh)

Annabel Fee

Landesvorsitzende des dlh

dlh-newsletter Schule und Corona vom 08.03.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei, weswegen ich vor den eigentlichen Inhalten heute eine weitere Facebook-Seite eines dlh-Kreisverbandes vorstellen möchte. Nicht nur für die Menschen im tiefsten Süden Hessens ist die Seite des KV Bergstraße-Odenwald von großem bildungspolitischen Interesse. Sie findet sich unter: https://www.facebook.com/dlhbow

 

Schwerpunktthema: Kritik an den Schulöffnungstrategien der Länder

In den Verbänden und den Fachmedien werden die weitreichenden Öffnungsvorhaben der Länder im Hinblick auf die Schulen stark kritisiert. Besonders deutlich artikuliert sich der Philologenverband Baden-Württemberg im Anhang und unter:

https://www.news4teachers.de/2021/03/philologen-kritisieren-schuloeffnungen-fliegt-uns-um-die-ohren/

PhV BaWü-PM-2021-12 Ferienverkürzung

Ähnliche Kritik kommt auch vom VBE-Bundesvorsitzenden Udo Beckmann und vom news4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek:

https://www.news4teachers.de/2021/03/vbe-chef-beckmann-greift-kmk-praesidentin-ernst-an-das-grenzt-an-realitaetsverweigerung/

 

https://www.news4teachers.de/2021/03/mit-anlauf-vor-die-wand-wie-uns-die-kultusminister-in-die-katastrophe-steuern/

 

Gesundheit

Da AstraZeneca nun doch für ältere Menschen zugelassen wird, verzögern sich die vorgezogenen Impfungen für die Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen:

https://www.news4teachers.de/2021/03/astrazeneca-fuer-senioren-zugelassen-lehrer-impfungen-verzogern-sich/

 

In Viersen in Nordrhein-Westfalen hat man an diesem Wochenende hingegen die priorisierten Lehrergruppen im Rahmen einer Sonderimpfung komplett durchgeimpft:

https://www.news4teachers.de/2021/03/sonderimpftag-in-viersen-900-dosen-fuer-schul-und-kitabeschaeftigte/

 

Die Bereitstellung von Schnelltests für Lehrer und Schüler läuft in den einzelnen Bundesländern nur sehr schleppend an, wie der SPIEGEL und news4teachers berichten:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/schulen-und-corona-der-testfall-mit-den-schnelltests-a-fbb7e875-60f7-4ac5-ac51-751c38670b91

 

https://www.news4teachers.de/2021/03/schul-chaos-stehen-die-angekuendigten-schuloeffnungen-auf-der-kippe-der-versprochene-einsatz-von-schnelltests-unter-schuelern-und-lehrern-ist-gar-nicht-geklaert/

 

Niedersachsen stellt 3,2 Millionen Corona-Selbsttests für seine Schulen bereit:

https://www.news4teachers.de/2021/03/32-millionen-corona-selbsttests-fuer-niedersachsens-schulen/

 

Für den Bioinformatiker und Regierungsberater Prof. Lars Kaderali sind deutlich steigende Infektionszahlen nur eine Frage der Zeit – auch wegen der angekündigten Lockerungen. Bei Corona-Schnelltests, die flächendeckend in den Kitas und Schulen eingesetzt werden sollen, sieht er zudem auch einen Haken:

https://www.news4teachers.de/2021/03/bioinformatiker-durch-schnelltests-wird-nur-die-haelfte-der-infizierten-erkannt/

 

Wissenschaft

Eine sehr lesenswerte Studie der Universität Mannheim hat ergeben, dass das gegliederte Schulsystem für mehr Leistungsgereichtigkit sorgt, und gerade schwächere Schülerinnen und Schüler davon profitieren:

https://www.news4teachers.de/2021/03/studie-gegliedertes-schulsystem-staerkt-die-bildungsgerechtigkeit/

 

Hessen

In Hessen ist im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern keine weitere Öffnung der Schulen bis zu den Osterferien geplant, wie z.B. die HNA vom Samstag berichtet (s. Anhang). Heute tagt das Corona-Kabinett und will anschließend genauere Regelungen für die nächsten 4 Wochen z.B. zum Themenfeld Leistungsbewertung bekannt geben.

HNA-06.03.2021-Hessen-komprimiert

Bund

Die KMK-Präsidentin Britta Ernst hat verlautbaren lassen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler zumindest einmal zur Schule gehen sollen, worüber die HNA (s. Anhang), der SPIEGEL und news4teachers berichten:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-pandemie-kultusministerkonferenz-will-noch-im-maerz-schule-fuer-alle-schueler-a-8f69ad98-66c9-44cb-aac3-f0e9554f14a7

HNA-06.03.2021-KMK-komprimiert

https://www.news4teachers.de/2021/03/kultusminister-oeffnen-alle-schulen-nach-dem-vorbild-oesterreichs-dort-explodieren-gerade-die-infektionszahlen-unter-kindern-und-jugendlichen/

 

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek macht sich derweil Gedanken, wie versäumter Unterrichtsstoff nach dem Ende der Corona-Pandemie nachgeholt werden könnte:

https://www.news4teachers.de/2021/03/nach-corona-karliczek-fordert-wirklich-grosses-nachholprogramm-fuer-die-schulen/

 

Länder

– Nordrhein-Westfalen:

https://www.news4teachers.de/2021/03/auch-nrw-holt-vor-den-osterferien-alle-schueler-schrittweise-zurueck/

 

– Thüringen:

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-erfurt-thueringen-weiter-corona-hotspot-einige-schulen-schliessen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210307-99-724217

 

– Sachsen:

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-archivstrasse-1-01097-dresden-sachsen-lockert-corona-regeln-und-will-vorsichtig-bleiben-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210307-99-723873

 

Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Start in die neue Woche. Über den neuen Sachstand in Hessen nach dem heutigem Nachmittag werde ich so bald wie möglich informieren.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

 

 

 

dlh-newsletter Schule und Corona vom 05.03.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Auch heute möchte ich wieder zu Beginn auf den Facebook-Auftritt eines dlh-Kreisverbandes hinweisen, diesmal desjenigen aus Fulda. Wer immer auf dem neuesten Stand hinsichtlich der Bildungspolitik in Osthessen sein möchte, abonniere https://www.facebook.com/dlhkreisverbandfulda/
Schwerpunktthema: Umsetzung der Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels
Während sich in Hessen bei den Schulen bis zu den Osterferien nach den Ausführungen der Landesregierung von gestern erst einmal nichts ändern wird, holen andere Bundländer weitere Klassen in die teilweise oder vollständige Präsenz zurück:
– allgemein, mit dem Fokus auf Niedersachsen:
– Brandenburg:
– Baden-Württemberg:
– Bayern:
– erste Reaktionen auf die Beschlüsse:
Gesundheit
Nun setzt sich auch der DPhV für eine Impfung der Lehrkräfte aller Schulformen ein. Die entsprechende Pressemitteilung habe ich angehängt. News4teachers berichtet unter:
Baden-Würtemberg will vor allem ältere Lehrkräfte impfen:
Die ansteckenden Mutanten des Sars-CoV-2-Virus verbreiten sich unterdessen immer weiter in Deutschland:
In Österreich liegen die Ansteckungszahlen bei den Kindern und Jugendlichen derzeit am höchsten:
Die Ergebnisse des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz, das jüngst den Kita- und Schulbetrieb für praktisch sicher erklärt hatte, werden hingegen immer mehr hinterfragt:
Die FAZ von gestern schließlich beschäftigt sich in den Bildungswelten damit, wie mit den Ergebnissen von Corona-Schnelltests von Schülerinnen und Schülern umgegangen werden soll (s. Anhang).
Digitalisierung
In Rheinland-Pfalz ist die Benutzung von Microsoft Teams nun auch für das kommende Schuljahr erlaubt:
Ich wünsche Ihnen und Euch ein schönes und erholsames Wochenende.
Mit den besten Grüßen,
Boris Krüger

dlh-newsletter Schule und Corona vom 03.03.2021

Liebe Koleginnen und Kollegen!
Der heutige Tag steht im Schatten des Bund-Länder-Gipfels zu weiteren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Bevor ich dazu komme, noch kurz ein Hinweis in eigener Sache:
Der Deutscher Lehrerverband Hessen (dlh) – Kreisverband Kassel-Stadt und Land ist jetzt auch bei Facebook aktiv. Unser Mitglied Marcus Leitschuh hat die Seite eingerichtet und wird sie betreuen. Vielen Dank dafür an ihn! Dort werden wir unsere Presseinformationen, Links zu spannenden Themen zum Thema Schule in Stadt und Landkreis Kassel posten. Die Seite soll die Sicht der Dinge aus der Perspektive von Lehrerinnen und Lehrern verdeutlichen – gerade angesichts einiger Debatten ist das wichtiger denn je. Außerdem bietet sich dadurch auch eine Plattform, uns bekannter zu machen – auch mit Blick auf die Personalratswahlen.
Sie finden die Seite unter dem Link https://www.facebook.com/lehrerverbandkassel. Wenn Sie bei Facebook sind, „liken“ sie die Seite bitte und laden gerne auch ihre FB-Freundinnen und FB-Freunde ein. Per Direkteinladung über die Seite oder als Nachricht bei Facebook. Hier ein Mustertext:
„Ich bin Mitglied im Deutscher Lehrerverband Hessen (dlh) – Kreisverband Kassel-Stadt und Land. Wir sind jetzt auch bei Facebook aktiv. Hier finden Lehrerinnen und Lehrer wichtige Informationen. Aber auch Eltern können sich hier über aktuelle Fragen der Schulpolitik in Schulamtsbezirk Kassel-Stadt und Land informieren und in die Debatten eintreten.  https://www.facebook.com/lehrerverbandkassel
Schwerpunktthema: Bund-Länder-Gipfel
Den Entwurf für mögliche Beschlüsse des heutigen Bund-Länder-Gipfels – nicht nur im Bildunsgbereich – habe ich dieser Mail angehängt. Erste Vermutungen zu möglichen Lockerungen äußern news4teachers und die SZ:
Gesundheit
Inzwischen fordern auch der VDL (s. Anhang) sowie weitere Lehrerverbände deutschlandweit, dass Lehrkräfte aller Schulformen bei den Impfungen priorisiert werden sollen:
In NRW werden die Impfungen für Grund- und Förderschullehrkräfte bald beginnen:
Im niederrheinischen Krefeld geht es sogar schon in dieser Woche los:
Beim Gipfel heute soll es auch um die Einführung von flächendeckenen Selbst- und Schnelltests für Schüler und Lehrer gehen:
Der Kinderärzte-Verband sieht die damit verbundenen Hoffnungen jedoch skeptisch, worüber die FAZ von heute und news4teachers berichten:
Schließlich wird die niedersächsische Lehrerschaft erst jetzt umfassend mit FFP2-Masken versorgt:
Digitalisierung
Der hphv hat einen „dlh-Ratgeber kompakt“ zum Distanzunterricht herausgegeben, den ich dieser Rundmail angehängt habe.
Der Didacta-Verband hat einen Leitfaden für Schulleitungen für die Anschaffung von mobilen Endgeräten für Lehrkräfte verfasst:

dlh-newsletter Schule und Corona vom 28.02.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Es steht wieder einmal eine Woche mit wichtigen Entscheidungen in Berlin und den Hauptstädten der Bundesländer an. Doch zuvor möchte ich einen Blick auf die aktuelle Lage werfen.

 

Schwerpunktthema: Vorgezogene Impfungen von Lehrkräften

Die vorgezogene Impfung von Lehrkräften an weiterführenden Schulen, die ich seitens des Kasseler dlh am Freitag in der HNA thematisiert hatte, fordern auch die Philologenverbände in Schleswig-Holstein (s. Anhang) und Bayern:

https://www.bpv.de/presse-aktuelles/pressearchiv/presse-2021/impfpriorisierung—fragen-bleiben.html

2021_02_25 PrE Vorrang der Lehrkräfte aller Schularten beim Thema Impfen

Das Schreiben des HKM an die Leitungen der Grund- und der Förderschulen zu den Impfungen habe ich angehängt.

2021-02-25 Schreiben Impfangebot

Derweil starten die Inpfungen für ErzieherInnen und Lehrkräfte an Grundschulen in Brandenburg, und zwar auch in Krankenhäusern:

https://www.news4teachers.de/2021/02/impftermine-fuer-grundschullehrer-und-erzieher-auch-in-krankenhaeusern/

 

Digitalisierung

Die Cloudlösung des Hasso-Plattner-Instituts, die zahlreiche Schulen einsetzen, hatte bis vor Kurzem Datenschutz-Schwachstellen. Ein Hinweisgeber machte ein Tech-Magazin auf die Probleme aufmerksam:

https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/hpi-schul-cloud-sicherheitsluecken-im-cloudsystem-entdeckt-a-993fd05e-8eac-4fc8-ad12-fc9832e7bf12

 

Gesundheit

Um in der Corona-Pandemie den Infektionsschutz in Thüringer Schulen zu verbessern, hat das Land fünf Millionen Euro als Soforthilfen eingeplant:

https://www.news4teachers.de/2021/02/geht-doch-land-gibt-geld-fuer-luftfilter-und-trennwaende-in-klassenraeumen/

 

Wissenschaft

Statistiker rechnen mit einem starken Wiederanstieg der Inzidenzwerte im April:

https://www.news4teachers.de/2021/02/corona-statistiker-rechnet-mit-starkem-anstieg-der-corona-infektionen-im-april-sind-wir-wohl-wieder-da-wo-wir-im-dezember-standen/

 

Verbände

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, macht heute in der FAS einen Vorschlag, wie mit Schülerinnen und Schülern verfahren werden sollte, die wegen der Schulschließungen zu große Wissenslücken bekommen haben (s. Anhang).

20210228_F.A.S._DL-Forderung-komprimiert

Thomas Fischbach, der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), fordert umgehend, dass alle Schulen wieder komplett geöffnet werden sollen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/kinderaerzte-klagen-ueber-einnahmeausfaelle-und-fordern-schulen-umgehend-weit-oeffnen/

 

Heinz Hilger, der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, verlangt Samstags- und Ferienunterricht, um die schulischen Folgen der Corona-Pandemie auffangen zu können:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/hilfe-fuer-kinder-in-der-pandemie-lehrerverbaende-koennen-sich-nicht-jedes-mal-verweigern-a-8e566894-8f42-4560-903e-745883304987

 

Bund

News4teachers äußert erste Vermutungen zum Ausgang des Bund-Länder-Gipfels am Mittwoch:

https://www.news4teachers.de/2021/02/bund-laender-gipfel-am-mittwoch-treiben-ministerpraesidenten-mit-praesenzunterricht-um-jeden-preis-deutschland-in-die-dritte-welle/

 

Länder

– Hamburg:

https://www.news4teachers.de/2021/02/kurswechsel-hamburg-setzt-auf-vorsicht-im-kita-und-schulbetrieb-davon-dass-kinder-kaum-ansteckend-seien-ist-keine-rede-mehr/

 

– Berlin:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/wissensluecken-nach-corona-samstagsunterricht-statt-sitzenbleiben-a-bd5fdbd9-caeb-4ca6-8038-ee52bb4ff474

 

– Sachsen-Anhalt:

https://www.news4teachers.de/2021/02/erstes-bundesland-bringt-alle-schueler-wieder-zurueck-in-den-praesenzunterricht/

 

– Rheinland-Pfalz:

https://www.news4teachers.de/2021/02/bald-wechselunterricht-fuer-alle-schueler-in-rheinland-pfalz-mit-praesenzpflicht/

 

– Baden-Württemberg:

https://www.news4teachers.de/2021/02/nichts-ist-so-gut-wie-praesenzunterricht-eisenmann-fordert-schnelll-weitere-schuloeffnungen/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/kultusministerin-eisenmann-reicht-es-jetzt-endgueltig-mit-den-schulschliessungen/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Start in die erste Woche des neuen Monats, der hoffentlich der letzte mit kompletten Distanzunterricht für einige Jahrgänge sein wird.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

 

dlh-newsletter Schule und Corona vom 26.02.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

In die nähere Zukunft blickt das heutige Schwerpunktthema dieser Rundmail.

 

Schwerpunktthema: Wir soll es an den hessischen Schulen weitergehen?

Die gestrige Pressekonferenz von Ministerpräsident Volker Bouffier und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat für die Schulen die nächsten Veränderungen erst nach den Osterferien Anfang April in Aussicht gestellt, allerdings ohne eine genaue zeitliche Festlegung:

  • Schritt 3 (womöglich nach den Osterferien): Präsenzunterricht Jahrgangstufen 1 bis 6, Wechselunterricht Jahrgangsstufe 7 bis 11, Treffen mit zehn Personen möglich
  • Schritt 4 (womöglich im Mai): Rückkehr aller Schüler in die Schulen, Rücknahme der Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und Fußgängerzonen, Zulassung von Veranstaltung mit bis zu 150 Teilnehmern

Zudem kann sich nach dem nächsten Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch nächster Woche wieder einiges ändern. Genauere Informationen zu den hessischen Plänen und erste Kommentare dazu finden sich im Anhang bei der Landesregierung selbst sowie in der HNA von heute und beim hr unter:

https://www.hessenschau.de/politik/corona-lockerungen-hessen-setzt-auf-perspektivplan-statt-alleingang,pk-bouffier-al-wazir-corona-plan-100.html

handout_corona-perspektiven_Hessen_final

Verbände

Der dbb-Hessen hat seine Untersuchung zur Gewalt gegen Angehörige des öffentlichen Dienstes veröffentlicht, über die die FAZ von gestern ausführlich berichtet hat (s. Anhang) sowie der dbb Hessen selbst:

https://www.dbb-hessen.de/aktuelles/news/bedienstete-werden-vom-dienstherrn-im-stich-gelassen/

20210224_F.A.Z._Gewalt gegen Beamte-komprimiert

Außerdem habe ich die aktuellen dbb Hessen-Nachrichten angehängt, in denen es neben der Untersuchung auch um die Probleme bei den Beihilfeanträgen geht.

Nachrichten Nr. 3 Februar 25-komprimiert

Digitialisierung

Es gibt wieder neue Problem mit Serverkapazitäten und Angriffen von Hackern auf Bildungsplattformen, diesmal in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz:

https://www.news4teachers.de/2021/02/erneut-stoerung-bei-moodle-ministerium-erhoeht-serverkapazitaet/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/ermittler-14-jaehriger-legt-mit-computerangriff-schulplattform-tagelang-lahm/

 

Einen kritischen Kommentar zum Stand des digitalen Unterrichts bringt Christian Stöcker vom Spiegel:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/digitaler-schulunterricht-haeppchen-bis-zum-naechsten-absturz-kolumne-a-67f9aea3-cdb7-4cde-b53b-05148c857cc2?sara_ecid=nl_upd_1jtzCCtmxpVo9GAZr2b4X8GquyeAc9&nlid=rlkqby0n

 

Gesundheit

News4teachers übt scharfe Kritik an der Studie des Umweltbundesamtes zu Luftreinigungsgeräten:

https://www.news4teachers.de/2021/02/der-luftfilter-skandal-wie-bundesbildungsministerium-und-umweltbundesamt-den-einsatz-der-geraete-in-schulen-schlechtreden-und-was-dahintersteckt/

 

Derweil sind immer weniger Schulträger wegen des mutmaßlichen nahen Endes der Corona-Pandemie bereit, diese Geräte für ihre Schulen anzuschaffen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/eltern-buergermeister-kaufen-keine-luftfilter-fuer-schulen-weil-die-pandemie-bald-vorbei-ist/

 

Bei den Impfterminen in Thüringen gibt es einen großen Ansturm der Erziehrinnen und Grundschullehrkräfte:

https://www.news4teachers.de/2021/02/ansturm-auf-impftermine-fuer-lehrer-und-erzieher/

 

Generell zur Unterscheidung der Lehrkräfte von verschiedenen Schulformen bei der Priorisierung für Impfungen habe ich eine kritische Pressemitteilung des Kasseler dlh verfasst, die sich heute an zwei Stellen in der HNA findet. Alle drei Texte habe ich angehängt.

dlh-Presse 21-8

HNA-26.02.2021-Impfen-1

HNA-26.02.2021-Impfen-2

HNA-26.02.2021-Hessen

Wissenschaft

Das RKI legt Untersuchung zu Corona an Schulen vor und stellt darin feste, dass die Zahl der Ausbrüche mit dem Infektionsgeschehen drumherum steigt:

https://www.news4teachers.de/2021/02/rki-legt-untersuchung-zu-corona-an-schulen-vor-ergebnis-zahl-der-ausbrueche-steigt-mit-dem-infektionsgeschehen-drumherum/

 

Bund

An mehreren Kitas und Grundschulen in ganz Deutschland ist es in dieser Woche zu Corona-Ausbrüchen gekommen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/meldungen-ueber-ausbrueche-an-kitas-und-grundschulen-verunsichern-erzieher-und-lehrer/

 

Länder

– Niedersachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/niedersachsen-verschiebt-entscheidung-ueber-weitere-schuloeffnungen/

 

– Nordrhein-Westfalen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/schueler-duerfen-freiwillig-sitzenbleiben-schulleiter-warnen-vor-uebervollen-klassen-und-chaos-im-naechsten-schuljahr/

 

– Sachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/hohe-corona-inzidenz-saechsischer-kreis-schliesst-grundschulen-und-kitas/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch ein schönes und erholsames Wochenende sowie weiterhin frühlingshafte Temperaturen.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

Etappenziel erreich: Die Wahlvorschläge für den HPRLL sind eingereicht!

Am 22.02.2021 trafen sich die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der HPRLL-Wahlvorschläge in der Geschäftsstelle des glb in Rodenbach, um ihre Unterschriften unter die Listen zu setzen und die Vollständigkeit der Zustimmungserklärungen zu prüfen.

Zwei Tage später, am 25.02.2021, war es soweit: Die Wahlvorschläge wurden wohlbehalten und vollständig in Kassel beim Vorsitzenden des Hauptwahlvorstands eingereicht. Dieser bestätigte schriftlich, dass der dlh somit im Losverfahren um die Listennummern ist.

dlh-newsletter Schule und Corona vom 24.02.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Am letzten Donnerstag bin ich von der dlh-Hauptversammlung einstimmig in das neu geschaffene Amt des dlh-Pressesprechers gewählt worden, wozu ich einen Artikel aus der HNA vom Samstag angehängt habe. Künftig werde ich Sie und Euch also in offizieller Funktion anschreiben.

HNA-20.02.2021-Pressesprecher

Schwerpunktthema: Vorgezogene Impfungen für Lehrkräfte

Angesichts der nun auch in Deutschland grassierenden Mutanten des Sars-Cov2-Virus und der wieder steigenden Inzidenzwerte wird immer lauter überlegt, Lehrkräfte aller Schulformen früher als vorgesehen zu impfen, um stabil geöffnete Schulen zu gewährleisten. News4teachers berichtet ausführlich darüber:

https://www.news4teachers.de/2021/02/laender-machen-jetzt-druck-erzieher-und-grundschullehrer-frueher-zu-impfen-vbe-erst-impfen-dann-kitas-und-schulen-oeffnen-nicht-umgekehrt/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/spahn-kuendigt-an-erzieher-und-grundschullehrer-werden-beim-impfen-vorgezogen-bringen-offene-kitas-und-grundschulen-die-dritte-welle/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/gesundheitsministerin-gefahr-einer-dritten-corona-welle-ist-real/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/schuloeffnungen-rki-chef-wieler-erwartet-mehr-infektionen-unter-kindern-und-jugendlichen/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/sind-die-fuer-montag-geplanten-kita-und-schuloeffnungen-noch-zu-verantworten-hochansteckende-corona-mutation-breitet-sich-aus-ausbrueche-in-zahlreichen-kitas/

 

Wissenschaft

Mehr Schülerinnen und Schüler als erwartet kommen mit dem Distanzunterricht gut zurecht, wie eine Studie nun ergeben hat:

https://www.news4teachers.de/2021/02/ueberraschend-viele-schueler-kommen-mit-dem-homeschooling-gut-klar-die-haelfte-der-jugendlichen-will-distanzunterricht-sogar-auf-dauer-behalten/

 

Experten bemängeln die Isaolation von Kindern mit besonderem Förderbedarf:

https://www.news4teachers.de/2021/02/lockdown-legt-maengel-der-inklusion-bloss-experten-bemaengeln-isolation-von-schuelern-mit-besonderem-foerderbedarf/

 

Verbände

Übereinstimmend stellen alle Verbände und Gewerschaften der Lehrkräfte fest, dass es am Montag keinen unbeschwerten Wiedereinstieg in den Unterricht geben wird:

https://www.news4teachers.de/2021/02/schuloeffnungen-es-wird-es-kein-unbeschwerter-wiedereinstieg-in-den-praesenzunterricht-sein-lehrerverbaende-halten-das-risiko-fuer-zugross/

 

Der Schulleitungsverband Niedersachsen weist auf die psychischen Probleme bei Lehrkräften durch die Corona-Pandemie hin:

https://www.news4teachers.de/2021/02/schulleitungsverband-psychische-probleme-bei-lehrkraeften-haben-zugenommen/

 

Hessen

Hessische Eltern sehen mit gemischten Gefühlen der Öffnung der Grundschulen am 22. Februar entgegen, worüber die FAZ gestern berichtet hat (s. Anhang).

FAZ-RMZ-20.02.2021-Hessen

Bund

KMK-Präsidentin Britta Ernst hält die Öffnung der Grundschulen hingegen für verantwortbar:

https://www.news4teachers.de/2021/02/kmk-praesidentin-haelt-oeffnung-der-grundschulen-fuer-verantwortbar/

 

Länder

– Niedersachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/mit-nachdruck-tonne-will-selbsttests-fuer-schueler-und-lehrer-in-die-flaeche-bringen/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/trotz-lockdown-corona-an-hunderten-schulen-minister-beschwichtigt/

 

– Nordrhein-Westfalen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/pandemie-unterschaetzt-elternverbaende-und-schulleiter-greifen-gebauer-als-planlos-an/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/gebauer-ab-montag-auch-fuer-grundschueler-maskenpflicht-im-unterricht/

 

– Sachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/grosser-andrang-in-saechsischen-kitas-krippen-und-horten/

 

– Thüringen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/notbremse-doch-keine-offenen-schulen-in-landkreisen-mit-hoher-inzidenz/

 

– Bayern:

https://www.news4teachers.de/2021/02/unmoeglich-umzusetzen-schulleiter-kritisieren-piazolos-vorgaben-als-weltfremd/

 

Ich wünsche vor allem denjenigen, die am Montag wieder in den Präsenzunterricht gehen, einen erfolgreichen Start und alles Gute.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

dlh-Informationsveranstaltung „Beamtenversorgung” – online am 17.03.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir laden Sie alle herzlich zur dlh-Informations-veranstaltung „Beamtenversorgung” ein. Als Referenten konnten wir Herrn Howorka vom Dezernat Beamtenversorgung des RP Kassel gewinnen.

Folgende Themen stehen im Mittelpunkt:

  • Allgemeines
  • Berechnungsgrundlagen Ruhegehalt
  • Rechtsgrund Ruhestand, Versorgungsabschläge
  • Berechnung der Versorgung
  • Mindestversorgung
  • Zuschläge, Berücksichtigung von Kindern
  • Auswirkung von Teilzeiten auf Beamtenversorgung
  • Anrechnungsvorschriften
  • Hinterbliebenenversorgung

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 17.03.2021, ab 15.30 Uhr als Videokonferenz statt.

Sie dauert mit einer kleinen Pause ca. 2 – 3 Stunden.

 

Anmeldungen bitte bis zum 11.03.2021 unter:

, Betreff: „Beamtenversorgung“ 

 

Sie werden danach den Link zur Videokonferenz erhalten.

Die Teilnehmeranzahl ist auf 30 Personen begrenzt.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass Einzelfallberatungen in diesem Rahmen nicht durchgeführt werden können.

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen

 

Thomas Beer                           Kerstin Jonas                           Maximilian Manns

Kreisvorsitzender glb            Kreisvorsitzende dlh               Kreisvorsitzender dlh

dlh-newsletter Schule und Corona vom 18.02.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Nach den großen Entscheidungen der vergangenen Woche verliefen die letzten Tage seitens der Kultusbürokratie ereignisarm. Dafür wurde in den Schulen und den heimischen Arbeitszimmern umso mehr an der Vorbereitung des Wechsel- oder Präsenzunterrichts gearbeitet, die auch das heutigen Schwerpunktthema bilden.

 

Schwerpunktthema: Umfrage des VDL zum Schulstart am 22.2.2021

Der VDL fragt seine Mitglieder und alle anderen Lehrkräfte in Hessen noch bis zum 21. Februar, wie sie zum Schulstart stehen:

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfEK5lx50vfrKRrriguHSSkXeUTiQ55H5e8dfY_QIhL1AQSXw/viewform?fbclid=IwAR2YJkqhvYO41M83NdNDPgRjD6c5rjJYBE4D2SMzqnzGpQuB3lXd9OOJNfk

 

Ich kann die Teilnahme an dieser Online-Umfrage sehr empfehlen und bitte auch um die Weiterleitung an interessierte Kolleginnen und Kollegen.

 

Digitalisierung

Die FAZ vom Montag beschäftigt sich mit den Störungen von Videokonferenzen im Rahmen des Distanzunterrichts (s. Anhang).

20210215_F.A.Z._Videokonferenzen-komprimiert

Gesundheit

Der Astra-Zeneca-Impfstoff, der bei Lehrkräften verwendet werden soll, wird in seiner Wirkung kritisch gesehen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/zweite-wahl-impfstoff-fuer-erzieher-und-lehrer-astrazeneca-hat-ein-imageproblem/

 

Sachsen will sich für eine frühere Impfung aller Lehrkräfte beim Bund stark machen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/sachsen-will-erzieher-und-lehrer-vorzeitig-impfen-mit-astrazeneca/

 

Derweil sieht der Chef der ständigen Impfkommission keinen Anlass, Lehrkräfte früher zu impfen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/stiko-chef-sieht-keinen-grund-fuer-fruehere-impfung-von-lehrern/

 

Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert Corona-Schnelltests für alle Schulen:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/politischer-aschermittwoch-annalena-baerbock-fordert-schnelltests-fuer-alle-schulen-a-6eaca012-d5b3-4ca9-ae71-74c12b60d627

 

Wissenschaft

Die Bildungswelten der FAZ von heute, die ich angehängt habe, enthalten Berichte über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder aus bildungsfernen Familien und solche mit Depressionen.

20210218_F.A.Z._Bildungswelten-komprimiert

Mit dem seelischen Druck der Corona-Pandemie beschäftigen sich auch mehrere Studien, über die news4teachers berichtet:

https://www.news4teachers.de/2021/02/sehr-magere-essgestoerte-maedchen-noch-duenner-als-frueher-psychiater-berichten/

 

Verbände und Parteien

Der hphv wehrt sich entschieden gegen den Samstags- und Ferien-Unterricht (s. Anhang), der von einigen Medien ímmer lauter gefordert wird, um die durch die Corona-Pandemie entstandenen Lernlücken zu beheben.

hphv-Pressemeldung_Zur Forderung der Politik nach Samstags-und Fernunterricht_18-02-2021

Der VBE weist darauf hin, dass von den Eltern sehr großer Druck auf die Grundschulen aufgebaut wird, wieder komplett zu öffnen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/vbe-druck-der-eltern-die-grundschulen-wieder-zu-oeffnen-ist-riesig/

 

Der Grundschulverband fordert mehr Entlastung für Lehrkräfte:

https://www.news4teachers.de/2021/02/schon-zu-beginn-eines-jeden-schuljahres-ist-klar-dass-der-lehrplan-nicht-zu-schaffen-ist-wie-umgehen-mit-schuelern-die-kaum-deutsch-sprechen/

 

Die Jusos wollen statt eine Zentralabiturs ein schulinternes schriftliches Abitur durchführen, wobei sich da sofort die Frage stellt, welche Lehrkraft jetzt Zeit hat, Aufgabenvorschläge zu erstellen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/juso-chefin-laender-sollen-auf-zentralabitur-verzichten-gew-dagegen/

 

Länder

– Bremen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/bremer-grundschulen-praesenzbetrieb-in-voller-klassenstaerke/

 

– Brandenburg:

https://www.news4teachers.de/2021/02/ernst-kuendigt-lernstandserhebungen-nach-den-sommerferien-an/

 

– Sachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/in-sachsen-sind-kitas-und-grundschulen-wieder-weit-geoeffnet-ohne-abstandsregel-ohne-generelle-maskenpflicht/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/grundschulen-sind-wieder-voll-nur-wenige-kinder-abgemeldet/

 

– Thüringen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/alarmstufe-gelb-kitas-und-grundschulen-in-thueringen-sollen-trotzdem-oeffnen/

 

– Baden-Württemberg:

https://www.news4teachers.de/2021/02/sie-haben-gezockt-frau-kultusministerin-und-wir-eltern-schueler-und-lehrer-haben-verloren-ein-vater-macht-seinem-aerger-luft/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch ein schönes und erholsames Wochenende, bevor es am Montag für viele von uns wieder verstärkt in den Schulen losgeht.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

dlh-newsletter Schule und Corona vom 14.02.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Nun haben nach Hessen und weiteren Bundesländern auch alle anderen ihre Maßnahmen hinsichtlich der Schulen ab dem 15. Februar bekannt gegeben. Doch erst einmal geht der Blick wieder zwischen Rhein und Fulda.

 

Schwerpunktthema: Wie gehts weiter an Hessens Schulen ab dem 22. Februar?

Inzwischen haben alle beobachteten Medien über die Entwicklungen in Hessen berichtet, teilweise mit Kommentaren. HNA und FAZ habe ich angehängt, news4teachers findet sich hier:

https://www.news4teachers.de/2021/02/maskenpflicht-im-unterricht-kuenftig-ab-der-ersten-klasse-stofflappen-reicht-aber-gew-warnt-vor-mutationen/

20210212_F.A.Z._Hessen-komprimiert

HNA-12.02.2021-Schulen

Kommentare

Kritisch mit den Maßnahmen der Bundesländer setzen sich der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Oliver Kaczmarek, und eine Kita-Erzieherin aus NRW (sehr eindringlich und lesenwert!) auseinander:

https://www.news4teachers.de/2021/02/vertrauen-gestoert-spd-bildungspolitiker-kritisiert-laender-fuer-schul-chaos/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/eine-erzieherin-klagt-an-ich-frage-mich-selbst-taeglich-wie-lange-ich-diesen-druck-noch-aushalte-die-taegliche-angst-auf-der-arbeit-die-ich-mal-geliebt-habe/

 

Verbände

Eine Rezension zum neuen Buch von DL-Chef Heinz-Peter Meidinger aus der FAZ vom Samstag findet sich ebenso im Anhang wie die Forderungen der Philologen aus Baden-Württemberg zu den Schulöffnungen dort. Diese könnten fast komplett von ihren Verbandskollegen in Hessen übernommen werden. Warten wir’s ab!

20210213_F.A.Z._Meidinger-komprimiert

PhV BW PM-2021-07 Fragen zu Schulöffnungen

Wissenschaft

Schüler und Lehrer einer weiterführenden Schule ohne Maske in einem vollbesetzten Klassenraum tragen ein 11,5 Mal so hohes Risiko, sich über Aerosole mit dem Coronavirus anzustecken, als Menschen in einem Supermarkt – und selbst im Wechselunterricht, also bei halbierter Klassenstärke, mit Maske ist das Risiko im Klassenraum noch 2,9 Mal höher. Das ergeben Berechnungen von Wissenschaftlern der TU Berlin:

https://www.news4teachers.de/2021/02/studie-das-risiko-sich-ueber-aerosole-mit-corona-zu-infizieren-ist-im-klassenraum-extrem-hoch-lauterbach-endlich-luftfilter-fuer-schulen-anschaffen/

 

Gesundheit

Die viele Arbeit am PC führt bei Schülerinnen und Schülern zu Problemen mit der Sehkraft, worüber die FAZ (s. Anhang) und news4teachers berichten:

https://www.news4teachers.de/2021/02/studie-lockdown-foerdert-kurzsichtigkeit-bei-grundschulkindern/

20210213_F.A.Z._Sehkraft

 

Kinderärzte schlagen Alarm, dass in der Corona-Pandemie chronisch kranke Kinder und ihre Familien allein gelassen werden:

https://www.news4teachers.de/2021/02/chronisch-kranke-kinder-und-ihre-familien-in-der-corona-pandemie-alleingelassen/

 

Zumindest Erzieher*innen und Lehrkräfte an Grundschulen sollen nun doch früher als geplant geimpft werden:

https://www.faz.net/-gpg-a8i4j?GEPC=s5

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/spahn-knickt-ein-grundschullehrer-und-erzieher-werden-jetzt-doch-schon-ab-april-geimpft-corona-impfverordnung-wird-dafuer-nochmals-geaendert/

 

Bis es für diese soweit ist, und für alle anderen soll es Schnelltests geben, die ohne ärztliche Hilfe durchgeführt werden können:

https://www.news4teachers.de/2021/02/corona-selbsttests-fuer-lehrer-und-erzieher-spahn-nicht-ohne-risiko/

 

Prüfungen und Noten

Wie soll das Abitur 2021 durchgeführt werden? Dazu äußern sich Matthias Brodkorb und Katja Koch:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/ex-kultusminister-klagt-an-der-abitur-betrug-geht-in-die-naechste-runde-a-639b3a75-0caa-42b2-a0b8-2f43f8c30900

 

Der Chef des Thüringer Lehrerverbandes, Rolf Busch, rechnet wegen dem fehlenden Präsenzunterricht mit fehlenden Noten auf dem Halbjahreszeugnis:

https://www.news4teachers.de/2021/02/weniger-noten-auf-den-zeugnissen-wegen-corona/

 

Länder

– Schleswig-Holstein:

https://www.news4teachers.de/2021/02/schleswig-holstein-oeffnet-kitas-und-schulen-ohne-abstandsregel-gew-verantwortungslos/

 

– Niedersachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/kultusminister-entastet-grundschulen-in-der-corona-krise-ein-bisschen-jedenfalls/

 

– Nordrhein-Westfalen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/nordrhein-westfalen-grundschulen-starten-im-wechselunterricht-es-sei-denn/

 

– Berlin:

https://www.news4teachers.de/2021/02/berlins-schulen-oeffnen-ab-dem-22-februar-schrittweise-wieder-zuerst-fuer-die-kleinen/

 

– Rheinland-Pfalz (eine ganz schlimme Entwicklung!!):

https://www.news4teachers.de/2021/02/vereinzelte-drohungen-gegen-schulleitungen-wegen-corona-massnahmen/

 

– Bayern:

https://www.news4teachers.de/2021/02/bayern-grundschulen-und-kitas-oeffnen-im-wechselunterricht-ausser-in-hotspots/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Start in die neue Woche.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

dlh-newsletter vom 09.02. und 11.02.2021

11.02.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Ohne große Vorrede möchte ich Sie und Euch über die neuesten Entwicklungen in Hessen und im Bund informieren.

 

Schwerpunktthema: Was läuft in Hessens Schulen ab dem 22. Februar?

Auf der Pressenkonferenz heute am frühen Nachmittag hat Kultusminister Alexander Lorz folgende Ausführungen für die Schulen gemacht, bei denen ich die drei Neuerungen gegenüber den Ausführungen vom Montag fett markiert habe:

„Ab 22. Februar wird es für die Klassen 1 bis 6 Wechselunterricht geben. Ab Klasse 7 bleiben Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht. Für die Abschlussklassen gibt es Präsenzunterricht, ebenso werden die Vor-Abiturjahrgänge (Q2) in den Präsenzunterricht geholt.

Neu ist, dass ab der 1. Klasse eine Maskenpflicht im Unterricht gilt. Empfohlen werden medizinische Masken. Für Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer werden die kostenlosen Testmöglichkeiten verdoppelt. Künftig können sie sich einmal pro Woche testen lassen.“

 

Weitere Infos finden sich unter:

https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/neue-regelungen-fuer-den-schulbetrieb

 

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/friseursalons-auf-wechselunterricht-fuer-junge-schueler-hoffen-auf-inzidenz-unter-35,corona-lockdown-wechselunterricht-hessen-100.html#Klasse

 

Bund

Die Ergebnisse der gestrigen Bund-Länder-Videokonferenz samt ersten Reaktionen finden sich außer in der FAZ von heute (s. Anhang) auch im SPIEGEL und bei news4teachers:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-streit-um-schuloeffnungen-ein-bisschen-erleichterung-etwas-lob-und-viel-kritik-a-21a8a803-c438-442d-b0c6-5dc64d7a5646

20210211_F.A.Z._MPK

https://www.news4teachers.de/2021/02/der-bund-hat-beim-thema-kitas-und-schulen-vor-den-laendern-kapituliert-lehrerverbaende-zeigen-sich-entsetzt-scharfe-kritik-an-oeffnungsplaenen/

 

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-beschluesse-bundeslaender-kuendigen-schuloeffnungen-an-a-9eb0b874-965f-4a99-a98b-3455b9ae8d55

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/nicht-mal-ein-stufenplan-die-kanzlerin-scheitert-an-den-ministerpraesidenten-jedes-bundesland-oeffnet-seine-kitas-und-schulen-jetzt-wie-es-will/

 

Die Beschlüsse der KMK zu den Schulöffnungen vom Montagabend, die durch den gestrigen Gipfel teilweise obsolet geworden sind, finden sich hier:

https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/kmk-spricht-sich-fuer-schrittweise-wiederaufnahme-des-schulbetriebs-ab-15-februar-aus.html

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/kmk-beschliesst-ab-montag-sollen-die-schulen-schrittweise-zurueck-in-den-praesenzunterricht-erstes-bundesland-kuendigt-oeffnungen-an/

 

Kommentare

Zu den Ergebnissen von gestern Abend äußern sich kritisch Silke Fokken aus der Bildungsredaktion des SPIEGEL und news4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-krise-kommentar-zu-schulschliessungen-nicht-laenger-auf-normalitaet-vertroesten-a-52b4a7f5-9362-44f9-acb1-5d68b9e4abf4

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/sind-unsere-ministerpraesidenten-faehig-den-ernst-der-lage-zu-begreifen-ich-fuerchte-nein-ein-kommentar/

 

Gesundheit

Es tut sich nun doch etwas hinsichtlich einer früheren Impfung von Lehrkräften, jedenfalls an den Grundschulen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/nach-draengen-merkels-jetzt-soll-doch-eine-hoehere-impfprioritaet-fuer-lehrer-und-erzieher-geprueft-werden/

 

Zudem sollen wie in Hessen auch in Berlin die Testmöglichkeiten für Lehrkräfte ausgeweitet werden:

https://www.news4teachers.de/2021/02/lehrer-und-erzieher-sollen-sich-kuenftig-selbst-zweimal-woechentlich-testen/

 

Ebenfalls in Berlin sollen bis zum Sommer 7500 Luftreiniger in Schulen aufgestellt werden – bei 920 Schulen immerhin 8 pro Lehranstalt:

https://www.news4teachers.de/2021/02/bis-sommer-sollen-insgesamt-7-500-luftreiniger-in-berliner-schulen-stehen/

 

Wissenschaft

Folgende wissenschaftliche Erkenntnisse  zum Thema „Schule und Corona“ wurden in den letzten Tagen veröffentlicht:

https://www.news4teachers.de/2021/02/studie-kinder-leiden-psychisch-stark-unter-der-corona-pandemie/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/intensivmediziner-widersprechen-den-kultusministern-schulen-und-kitas-tragen-in-grossem-masse-zur-verbreitung-des-virus-bei/

 

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-folgen-wir-sollten-das-schuljahr-bundesweit-bis-weihnachten-verlaengern-a-86cef326-9ac8-4289-a5f9-154a12bc7822

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/oeffnungen-von-kitas-und-grundschulen-wissenschaftler-sagen-dritte-welle-voraus-wir-sind-bereits-wieder-im-exponentiellen-wachstum/

 

Länder

– Niedersachsen:

https://www.hna.de/lokales/goettingen/corona-lockdown-niedersachsen-schule-kita-tonne-kinder-agenda-live-ticker-goettingen-hna-zr-90200094.html

 

– Sachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/ausgerechnet-sachsen-oeffnet-am-montag-kitas-und-grundschulen-wieder-weit-ohne-abstand/

 

– Rheinland-Pfalz:

https://www.news4teachers.de/2021/02/grundschulen-oeffnen-wieder-fuer-den-praesenzunterricht-hubig-jubelt/

 

– Baden-Württemberg:

https://www.news4teachers.de/2021/02/baden-wuerttemberg-will-kitas-und-grundschulen-am-22-februar-oeffnen/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Ausklang der Woche und ein entspanntes Wochenende.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

 

 

09.02.2021

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wie soll es mit den Schulen nach dem 14. Februar weitergehen? Dieses Thema wird am Mittwoch bei den Bund-Länder-Beratungen und dann am Donnerstag von der Hessischen Landesregierung beraten werden. Doch die konkreten Hinweise verdichten sich jetzt schon.

 

Schwerpunktthema: Die S3-Leitlinie des BMBF als Handlungsempfehlung für Schulen

Bundesbildunsgministerin Anja Karliczek hat von ihrem Ministerium unter Beteiligung von Verbänden der Mediziner, Lehrkräfte und Eltern eine Richtline ausarbeiten lassen, wie es an den Schulen ab dem 15. Februar weitergehen soll. Eine gute Zusammenfassung samt Link zum Originaldokument findet sich auf der Homepage des hphv:

https://www.hphv.de/2021/02/die-s3-leitlinie-als-handlungsempfehlung-fuer-schulen/

 

Über die ersten Rückmeldungen dazu berichten die FAZ von gestern (s. Anhang) und news4teachers:

https://www.news4teachers.de/2021/02/karliczek-stellt-leitlinie-vor-die-einen-moeglichst-sicheren-geregelten-und-kontinuierlichen-schulbetrieb-gewaehrleisten-soll/

20210208_F.A.Z._Schulköffnungen

https://www.news4teachers.de/2021/02/spahn-erteilt-forderungen-nach-stufen-fuer-schuloeffnungen-eine-absage-karliczek-legt-konzept-fuer-sicheren-schulbetrieb-vor/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/hubig-sieht-sich-durch-karliczeks-leitlinie-betaetigt-alles-richtig-gemacht/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/beckmann-ueber-neue-leitlinie-zum-schulbetrieb-bei-sehr-hohen-inzidenzen-nicht-anwendbar/

 

Kommentare

Die Richtline wird unterschiedlich kommentiert von Heike Schmoll in der FAZ von heute (s. Anhang) sowie vom news4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek:

https://www.news4teachers.de/2021/02/karliczeks-leitlinien-fuer-schulen-politisches-wunschdenken-nicht-stand-der-wissenschaft/

20210209_F.A.Z._Kommentar Schmoll

Gesundheit

Die Bundsministerinnen Karliczek und Franziska Giffey hatten sich für frühere Impftermine für Lehrkräfte und Erzieher*innen eingesetzt. Diesem Bestreben hat jedoch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nun eine Absage erteilt:

https://www.news4teachers.de/2021/02/giffey-lehrer-und-erzieher-werden-wohl-erst-im-mai-geimpft-bis-dahin-testen/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/lehrer-und-erzieher-werden-nicht-frueher-geimpft-spahn-wirbt-um-verstaendnis/

 

Verbände

Susanne Lin-Klitzing vom DPhV stellt den Stufenplan ihres Verbandes für die Öffnung der Schulen sowie dessen Forderungen an die Politik vor (s. Anhang), worüber ebenfalls news4teachers berichtet:

https://www.news4teachers.de/2021/02/lin-klitzing-vorsichtige-stufenplanung-unter-einhaltung-der-ahal-regeln/

DPhV-PM_Stufenplanung_Schulöffnungen_2021_0802

DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger hat Ende Januar sein Buch „Die 10 Todsünden der Schulpolitik“ veröffentlicht. Dazu interviewt ihn der SPIEGEL:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/schul-politik-heinz-peter-meidinger-schreibt-ein-suendenregister-a-c823786e-e618-427a-9ebe-d4bde611656a

 

Hessen

Kultusminister Alexander Lorz hat die gestern Planungen seines Ministeriums für die Zeit nach dem 14. Februar bekannt gegeben – unter dem Vorbehalt der Entscheidungen von Mitte dieser Woche. Auch wenn viele von Ihnen und Euch diese Schreiben schon von den Schulleitungen erhalten haben, habe ich sie komplett angehängt. Über die Pläne berichtet auch news4teachers:

https://www.news4teachers.de/2021/02/hessen-fuer-rueckkehr-der-klassen-eins-bis-sechs-in-wechselunterricht/

Ministerschreiben an Schulen_Maßnahmen nach dem 14. Fe bruar

Ministerschreiben an Eltern_Informationen zum Planungsstand

Anlage zum Leitfaden Schulbetrieb im Schuljahr 2020-2021-komprimiert

Bund

Es gibt weitere Vermtungen hinsichtlich der Beschlüsse, die am Mittwoch bei den Bund-Länder-Beratungen getroffen werden sollen:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/vor-ministerpraesidentenkonferenz-scharfer-streit-um-moegliche-schuloeffnungen-a-4c865038-ece9-4325-99f2-29e84f14d1da

 

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-und-schule-franziska-giffey-sieht-bei-kindern-depressive-verstimmungen-a-f3a647ea-96ee-42d1-b0c4-c61f665ff39b

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/bund-laender-gipfel-will-perspektive-fuer-den-betrieb-von-kitas-und-schulen-geben-ein-stufenplan-fuer-lockerungsschritte-ist-zu-erwarten/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/merkel-stellt-laengerfristige-strategie-fuer-schulen-und-kitas-in-aussicht/

 

Ein anderes wichtiges Thema, das während der Corona-Pandemie oft übersehen wird, ist die Situation der Förderschulen. Über diese berichtet die SZ:

https://sz.de/1.5190789

 

Ohne die sonst übliche Kategorie „Länder“ verabschiede ich mich in die nächsten beiden Tage. Wenn am Donnerstag die Würfel gefallen sein werden, werde ich mich wieder bei Ihnen und Euch melden.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

Das Referendariat, Corona & Du – Deine Meinung zählt!

Der Corona-Lockdown bleibt gerade für Dich als Referendarin oder Referendar an einer hessischen Schule nicht folgenlos. Deine Situation verschlimmert sich durch den Wegfall unterrichtspraktischer Bestandteile des Referendariats erneut. Wichtige Grundlagen des Vorbereitungsdienstes, die für den späteren Berufsalltag essenziell sind, fehlen. Verunsicherung, Frustration und Unverständnis über die aktuelle Ausbildungssituation machen sich breit.

 

Eine Umfrage für LiV

Um eine Vorstellung davon zu haben, wie Du Dich in diesen Zeiten fühlst und was Dich umtreibt, starten wir eine Umfrage. Diese soll die Situation der LiV bzgl. Qualität der Ausbildung, Arbeitszeit und -belastung sowie Unterstützungsangebote abbilden. Es hilft uns und Deinen Mitstreitenden sehr, wenn Du an dieser kurzen Umfrage teilnimmst: https://bit.ly/3aGLg3i

An den Ergebnissen orientieren wir dann unsere Forderungen und Hilfsangebote für Euch junge Lehrkräfte. Eines ist bereits klar: Ihr Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst braucht dringend bessere Bedingungen und eine verlässliche berufliche Perspektive! Dafür setzen wir uns als Ausschuss für berufspraktische Fragen (BPA) im hphv ein.
Sollten bei Dir vor, während oder nach der Umfrage Fragen auftauchen, wende Dich einfach per E-Mail an 
! Wir helfen Dir gerne weiter.
Damit Du stets uptodate bist, folge uns auf Instagram unter
 @hphv_jungphilologen

Mit kollegialen Grüßen
Deine Jungphilologen aus Hessen

 

 

 

dlh-newsletter Schule und Corona vom 07.02.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Eine spannende Woche im Hinblick auf das weitere Vorgehen an den Schulen liegt vor uns. Bevor die Entscheidungen dazu am Mittwochabend in Berlin und den Hauptstädten der Länder getroffen werden, gibt es noch ein paar andere interessante Themen zu besprechen.

 

Schwerpunktthema: Gewalt gegen Lehrkräfte

Zu einer Anfrage der AfD-Fraktion im Hesssichen Landtage zur phyischen und psychischen Gewalt gegen Lehrkräfte erklärte das HKM, dass es in den Jahren 2017 bis 2019 nur insgesamt 57 Fälle gegeben habe:

https://www.giessener-anzeiger.de/politik/hessen/amter-57-falle-von-gewalt-gegen-lehrer-binnen-zwei-jahren_22979953

Dem wiederspricht nun massiv der dbb Hessen und weist auf deutliche höhere Zahlen hin, wozu ich insgesamt drei Dateien angehängt habe.

Präsentation Gewalt_Kapitel_Lehrer_Stand 5.11.2019-1

Gewaltstudie_dbb_Lehrer-komprimiert

07 2021 0204 Gewalt gegen Lehrer-komprimiert

Kommentare

Im Hinblick auf die Debatte um die Schulöffnungen kommentiert der Lehrer Bob Blume (aka @netzlehrer auf Instagram) die aktuelle Situation samt den Versäumnissen in der Vergangenheit sehr treffend:

https://bobblume.de/2021/02/07/diskussion-schulschliessungen-die-falsche-debatte/

 

Gesundheit

Die Virologin Melanie Brinkmann verweist auf die gesundheitlichen Auswirkungen von zu spät erfolgten Schulschließungen im vergangenen Herbst:

https://www.news4teachers.de/2021/02/virologin-brinkmann-das-hinausschieben-von-entscheidungen-wie-schulschliessungen-im-herbst-hat-in-deutschland-30-000-menschenleben-gekostet/

 

RKI-Chef Lothar Wieler warnt vor den Auswirkungen der Virus-Mutanten auf die Schulen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/102630/

 

Pharmazie-Professor Thorsten Lehr rät von Lockerungen bereits bei einer Inzidenz von 50 ab:

https://www.news4teachers.de/2021/02/experte-fuer-corona-prognosen-warnt-vor-lockerungen-ab-inzidenz-von-50/

 

Mit den psychischen Folgen der Corona-Pandemie für Kinder hat sich das Hessische Sozialministerium auseinandergesetzt:

https://www.news4teachers.de/2021/02/experte-fuer-corona-prognosen-warnt-vor-lockerungen-ab-inzidenz-von-50/

 

Digitalisierung

Sicherlich nicht nur in Nordrhein-Westfalen läuft im Rahmen des Distanzunterrichts der Kontakt zwischen Lehrkräften und Schülern gut bis zufriedenstellend:

https://www.news4teachers.de/2021/02/elternumfrage-zwei-drittel-der-schueler-haben-regelmaessig-kontakt-zu-lehrern/

 

In Schleswig-Holstein wird der Ausbau des Distanzunterrichts mit 250 neuen Stellen unterstützt:

https://www.news4teachers.de/2021/02/erste-bildungsministerin-stellt-mehr-lehrer-fuer-besseren-digitalunterricht-ein/

 

Nach wir vor gibt es Probleme mit Störungen von Videokonferenzen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/da-machen-leute-einfach-fotos-von-den-lehrern-tuecken-des-video-unterrichts/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/online-unterricht-gestoert-und-bilder-davon-veroeffentlicht-polizei-hat-verdaechtigen/

 

Hessen

Zum Landesabitur sowie zu den Klassenarbeiten und Klausuren im 2. Halbjahr habe ich zwei offizielle Schreiben des HKM angehängt.

LA21 Einzelerlass Leistungsnachweise und Prüfungsausschuss

LA21 LA22 FAQ Liste Schulen SSÄ Stand 03.02.2021

Bund

Im Vorfeld des Bund-Länder-Gipfels am Mittwoch gibt es schon zahlreiche Mutmaßungen von Beteiligten und Medien:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/vor-corona-gipfel-franziska-giffey-fuer-baldige-schuloeffnungen-markus-soeder-warnt-vor-ueberstuerzter-lockerung-a-d1cb85ba-fbbc-496f-afd9-eb6eee9a2192?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/bund-laender-gipfel-am-kommenden-mittwoch-kommt-jetzt-doch-endlich-ein-stufenplan-fuer-kitas-und-schulen/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/altmeier-oeffnungen-moeglich-ostern-kretschmann-lockdown-light-ohne-schulschliessungen-war-ein-fehler/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/kinderhilfswerk-praesident-vor-corona-gipfel-kinder-muessen-jetzt-zuerst-dran-sein/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/kmk-praesidentin-ernst-wir-wuenschen-uns-lockerungen-fuer-den-schulbetrieb/

 

Länder

– Hamburg:

https://www.news4teachers.de/2021/02/rabe-erleichtert-die-abiturpruefungen-betont-aber-es-wird-kein-notabitur/

 

– Niedersachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/tonne-sicherheitsgefuehl-von-lehrern-und-erziehern-erhoehen-mit-schnelltests/

 

– Nordrhein-Westfalen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/stamp-fuer-rasche-impfung-von-lehrern-und-erziehern-mit-astrazeneca/

 

– Rheinland-Pfalz:

https://www.news4teachers.de/2021/02/philologen-sind-genervt-von-irrefuehrenden-studien-die-belegen-sollen-dass-kitas-und-schulen-sicher-sind-auch-ohne-corona-schutz/

 

– Baden-Württemberg:

https://www.news4teachers.de/2021/02/neue-umfrage-eisenmanns-cdu-stuerzt-gegenueber-kretschmanns-gruenen-ab/

 

https://www.news4teachers.de/2021/02/lucha-und-eisenmann-einigen-sich-auf-mehr-tests-an-kitas-und-schulen/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Start in die neue Woche und allen, die morgen zum Präsenzunterricht in die Schule unterwegs sein werden, eine gute und sichere Fahrt.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

 

dlh-newsletter Schule und Corona vom 04.02.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Die 1. Woche des 2. Halbjahres ist fast vorüber, doch bildungsmäßig hat sich wenig getan gegenüber dem Januar. Wir warten wieder einmal, was im Kanzleramt entschieden wird, diesmal am 10. Februar.

 

Schwerpunktthema: Drohmails gegen die Walter-Lübcke-Schule

Wer am Dienstag die Seite aus der FAZ genau gelesen hat, hat dort auch einen Artikel über eine Drohmail gegen die Wolfhager Walter-Lübcke-Schule gefunden, den diese nach der Verurteilung von Stefan Ernst erhalten hatte. Darüber berichten nun auch andere überregionale Medien:

https://www.news4teachers.de/2021/02/drohmail-gegen-die-walter-luebcke-schule-angeblich-vom-nsu-2-0/

 

https://sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210203-99-284846

 

Gesundheit

Der Impfgipfel vom Montag hat einer Priorisierung von Lehrkräften und ErziehrInnen eine Absage erteilt:

https://www.news4teachers.de/2021/02/lehrer-und-erzieher-frueher-impfen-impf-gipfel-erteilt-der-forderung-eine-absage-erkrankungsrisiko-bleibt-zentrales-kriterium/

 

Der Virologe Christian Drosten erläutert, warum Schulen doch Treiber der Pandemie sind:

https://www.news4teachers.de/2021/02/schulen-sind-keine-pandemie-treiber-drosten-erklaert-den-kultusministern-warum-der-satz-keinen-sinn-macht-und-fordert-endlich-eine-ehrliche-debatte/

 

Digitalisierung

Bei den Dienst-Laptops gibt es in Baden-Württemberg skurile Pläne im Hinblick auf Teilzeitbeschäftigte:

https://www.news4teachers.de/2021/02/lehrer-laptops-absurde-regel-lehrer-in-teilzeit-sollen-sich-ein-geraet-teilen/

 

Rechtsanwalt Chan-jo Jun sagt, dass Videokonferenzen nicht am Datenschutz scheitern müssten:

https://sz.de/1.5188101

 

Hessen

Das aktuelle Update des HKM zum Hygieneplan 6.0 ist veröffentlicht worden und hängt dieser Rundmail an.

Hygieneplan 6.0 Update Ende Januar Anschreiben-1

Die Hessische Beihilfestelle hat die Forderungen des dbb Hessen, die der dlh-KV Kassel am Montag nochmals artikuliert hatte, aufgegriffen und wird höhere Beihilfeanträge bevorzugt bearbeiten (s. Anhang).

V1-2021_MAP_Bearbeitung Beihilfe

Der dlh-Kreisverband (KV) Bergstraße/Odenwald fordert das Kultusministerium dazu auf, Abschlussklassen stärker in den Blick zu nehmen. Aus dem dlh-KV Kassel-Stadt und -Land ergeht die Aufforderung an die Landesregierung, Lehrkräfte unter den aktuellen Bedingungen bei den Impfterminen zu priorisieren. Beide Pressemitteilungen habe ich angehängt.

DLH BOW PM Abschlussklassen (2.2.21)

dlh-ks-Presse 21-5-komprimiert

Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag fordert mehr Planbarkeit für Schulen:

https://sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210203-99-287658

 

Bund

Es ist wahrscheinlich, dass der schulische Lockdown auf dem Bund-Länder-Gipfel in der nächsten Woche bis Ende Februar verlängert werden wird:

https://www.news4teachers.de/2021/02/bund-laender-gipfel-naechste-woche-verlaengerung-des-lockdowns-fuer-kitas-und-schulen-bis-anfang-maerz-zeichnet-sich-ab/

 

Die heutigen FAZ-Bildungswelten beschäftigen sich mit der Lage von Jugendlichen in prekären Verhältnissen (s. Anhang).

20210204_F.A.Z._Bildungswelten-komprimiert

Länder

– Schleswig-Holstein:

https://www.news4teachers.de/2021/02/bund-laender-gipfel-naechste-woche-verlaengerung-des-lockdowns-fuer-kitas-und-schulen-bis-anfang-maerz-zeichnet-sich-ab/

 

– Mecklenburg-Vorpommern (eine Online-Umfrage unter mehreren Tausend Lehrern, Eltern und Schülern hat große Probleme beim Distanzlernen offenbart):

https://sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210202-99-268793

 

– Sachsen-Anhalt (die LINKE ist für frühere Schulöffnungen, die GEW dagegen):

https://sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210203-99-285915

 

– Nordrhein-Westfalen:

https://www.news4teachers.de/2021/02/eltern-zeigen-unverstaendnis-brauchen-schulen-jetzt-auch-noch-rosenmontag-frei/

 

– Baden-Württemberg:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-baden-wuerttemberg-plant-selbsttests-fuer-schueler-und-lehrkraefte-a-2982ee4e-86bb-4c36-bac0-7a4b1d9e70df?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

 

– Bayern:

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/coronavirus-in-nuernberg-schueler-verweigern-praesenzunterricht-a-1758b724-1627-4ffd-9da7-f345d96817fa?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

– und schließlich noch Österreich, das zwar KEIN Bundesland ist, aber trotztdem für künftige Entwicklungen in Deutschland interessant sein könnte:

https://www.news4teachers.de/2021/02/oesterreich-startet-schulbetrieb-und-testet-woechentlich-alle-schueler-durch/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch einen guten Ausklang der Woche und ein entspanntes Wochenende.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

Neues aus dem Hauptpersonalrat – dlh-Nachrichten I-2021 vom 25.01.2021

Inhalt der dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) I-2021

  • Corona – Sachstand und Ausblick
  • Vergütung von Mehrarbeit und Ressourcenzuweisungen
  • Dienstliche E-Mail-Adressen, verbindliche Einführung
  • Einstellungsverfahren in den Vorbereitungsdienst zum 1.11.2020 (Nachtrag)
  • Hygieneplan 7.0
  • Landesabitur
  • Sitzungsorganisation in Pandemiezeiten
  • Personalratswahlen am 4.-5. Mai 2021
  • Neujahrswünsche
  • Onlinefortbildungen

Corona – Sachstand und Ausblick

Dass sich die derzeitige Coronalage über die Weihnachtsferien so zuspitzte, was sich schon in der letzten Woche vor den Ferien ankündigte und wovor auch von den Verbänden und Gewerkschaften und dem HPRLL bereits vor den Herbstferien gewarnt wurde, ist nun auch eingetreten. Allerdings hat die Tatsache, dass die Lage so dramatisch wurde, dazu geführt, dass die Bundeskanzlerin zusammen mit den Ministerpräsidenten in der ersten Januarwoche entschied die Schutzmaßnahmen drastisch zu verschärfen, was für die Schulen einiges an Organisationsaufwand für die Umsetzung bedeutet hat. Einhergehend mit dieser Vorgabe des Bundes wurden diese in Hessen insofern aufgeweicht, dass die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 auf Wunsch der Eltern in die Schule kommen können und dort Betreuung finden und ebenso die Abschlussklassen in Präsenz beschult werden.

Die Unterrichtung der Abschlussklassen kann nach Auffassung des dlh in den Gymnasien noch gehändelt werden, in den beruflichen Schulen hingegen, wo viele der Klassen per se Abschlussklassen sind, ist die Lage vor Ort schwierig, weil eventuell nicht genügend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Weiterhin bedeuten auch geteilte Klassen immer einen erhöhten Mehraufwand für die Lehrkräfte und damit einer noch weiteren Verschärfung ihrer Belastungssituation. Auch die Umstellung auf digitale Hilfsmittel und der Unterricht auf Distanz trägt hierzu erheblich bei.

Der dlh findet, dass die adäquate Umsetzung von Distanzunterricht vorwiegend zu Lasten der Beschäftigten geht. Es kann und darf nicht weiter angehen, dass durch Anschaffung und Nutzung privater Endgeräte das Vorhaben der Distanzbeschulung weitestgehend auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird. Hier ist dringend für Lockerung durch dienstliche Endgeräte zu sorgen.

Seit Frühjahr 2020 besteht der Eindruck, dass die Gelder, die zur Verfügung gestellt wurden (z. B. durch den Digitalpakt), nicht an entsprechender Stelle angekommen sind. Die Anschaffung von dienstlichen Endgeräten ist dabei ein Punkt, der zwingende Voraussetzung ist, um im Distanzunterricht arbeiten zu können. Ein weiteres Hilfsmittel für den Distanzunterricht könnte ein personalisiertes Budget darstellen um weitere Aufwendungen der Lehrkräfte für Distanz- und digital unterstützen Unterricht aufzufangen. Dabei sollte immer im Bewusstsein sein, dass der Distanzunterricht immer nur ein Hilfsmittel für ausfallenden Präsenzunterricht sein und diesen niemals vollständig auffangen kann. Bildlich gesprochen, wird er immer eine Krücke bleiben, weil je nach Ausstattung und Situation nur bestimmte Kommunikationskanäle zwischen Schülern und Lehrkräften benutzt werden können. Die Vorteile einer Zusammenkunft von Angesicht zu Angesicht im Klassenraum bilden dagegen ungleich viel mehr Kommunikationsmöglichkeiten ab.

Ob die von der Hessischen Landesregierung verordneten und damit vom Kultusministerium umgesetzten Maßnahmen, die gegenüber den Verlautbarungen der Bundeskanzlerin im Sinne des Gesundheitsschutzes eine Aufweichung bedeuten, richtig waren, wird die nahe Zukunft zeigen. Insbesondere ob es damit gelingt die Inzidenzzahlen, die zum Schreiben dieser Nachrichten nach wie vor sehr hoch sind, in einem Maß zu senken, dass Gesundheitsbehörden wieder in der Lage sind Infektionsketten nachzuverfolgen, ist damit in Frage gestellt.

Vergütung von Mehrarbeit und Ressourcenzuweisungen

Dem Erlass zur Vergütung von Mehrarbeit in der Distanzbeschulung wurde im HPRLL aufgrund seiner Dringlichkeit zugestimmt. So konnte dieser noch vor den Winterferien das Beteiligungsverfahren verlassen. Der HPRLL wie der dlh hoffen, dass dieser trotz noch vorhandener Kritikpunkte (wie z. B. die Deckelung des Budgets oder der Verweis auf die Nichtverwendung von Corona-Sondervermögen) zeitnah dabei hilft, Mehraufwand der auf Seiten der Lehrkräfte (durch z. B. zusätzliche Distanzbeschulung oder Notbetreuung) entstanden ist, auch entsprechend abzugelten.

Da der parlamentarische Weg Grundsätzliches bzgl. Mehrarbeitsvergütungen zu regeln sehr lange dauere und Schulen akut Unterstützung brauchen, hat sich der HPRLL entschlossen diese Maßnahme zügig passieren zu lassen.

Dienstliche E-Mail-Adressen, verbindliche Einführung

Wie zu erwarten war, wurde die verbindliche Einführung der dienstlichen E-Mail-Adressen zum 01.02.2021 ausgesetzt und die freiwillige Benutzung dieser E-Mail-Adressen bis zum Ende des Schuljahres 2020/2021 erweitert. Aufgrund der vielfältigen Probleme und Schwierigkeiten bei diesem Projekt hätte sich auch ohne die Verfügbarkeit eines dienstlichen Endgerätes eine Verpflichtung nicht begründen lassen. Der dlh sieht deshalb, wie bereits in früheren Ausgaben geschrieben, eine verbindliche, verpflichtende Einführung erst dann als rechtlich gegeben an, wenn Lehrkräfte mit dienstlichen Endgeräten ausgestatten sind und diese einsetzen können.

Der dlh begrüßt deshalb dieser Aufhebung der Verpflichtung bis zum Ende des Schuljahres.

Ob und wie weit diese technische Ausstattung der Lehrkräfte zum Ende des Schuljahres vorhanden ist werden die Verhandlungen im HPRLL zeigen. Insbesondere die Verfügbarkeit von dienstlichen Endgeräten spielt hierbei eine große Rolle. Bevor die Voraussetzungen für die Nutzung nicht gegeben sind, hält es der dlh schlichtweg für nicht zulässig und wenig zielführend eine Verpflichtung auszusprechen.

Bis zum Ende des Schuljahres sollten auch die seitherigen Probleme (Ausstattung mit entsprechenden Endgeräten, 2-Faktorautorisierung nur auf Smartphone möglich, Anmeldeproblematik, usw.) ebenfalls gelöst werden. Wir werden sie in den dlh-Nachrichten über den Stand der Dinge auf dem Laufenden halten.  

Einstellungsverfahren in den Vorbereitungsdienst zum 1.11.2020 (Nachtrag)

Bei Redaktionsschluss der letzten dlh-Nachrichten lagen der Bericht und damit die Zahlen des Einstellungsverfahrens zum 1. November 2020 nicht vor. Dies soll hier nachgeholt werden. Zum Einstellungstermin konnte allen Bewerberinnen und Bewerbern mit dem Lehramt Grundschule, Hauptschule, Realschule, Förderschule und berufliche Schule ein Einstellungsangebot unterbreitet werden. Auch sind die Ranglisten dieser Lehrämter wie in den vergangenen Durchgängen leer. Der Lehrermangel wird in diesen Lehrämtern besonders deutlich. In diesem Durchgang war, vermutlich pandemiebedingt, die Zahl der Absagen relativ hoch.

Immer noch sehr angespannt ist die Lage im gymnasialen Bereich. Hier konnten von über 1800 Bewerbungen nur ca. 1300 Angebote unterbreitet werden. Es wurde von Seiten der Lehrkräfteakademie versucht, im Nachrückverfahren so viele Stellen wie möglich erneut zu besetzen. Mit bestimmten Fächern befinden sich Personen mit bis zu 4 Wartepunkten auf der Liste. Trotzdem wurde berichtet, dass sich eine Entspannung abzeichne, da die Anzahl der Wiederbewerbungen rückläufig sei.

Der dlh deutet dies als ein weniger gutes Zeichen da vieles dafür spricht, dass die betroffenen Personen sich von ihrem Ziel Gymnasiallehrkraft in Hessen zu werden abgewendet haben, obwohl nach einer Frist von 3 Jahren ein Angebot unterbreitet werden muss.

Mit den Fächern Chemie, Ev. u. Kath. Religion, Griechisch, Informatik, Kunst, Mathematik, Musik und Physik konnten nahezu allen Bewerbungen Einstellungsangebote unterbreitet werden. Dies deutet aus Sicht des dlh darauf hin, dass es in nicht allzu ferner Zukunft auch im gymnasialen Lehramt Fächer, nicht nur im naturwissenschaftlichen Bereich, geben wird, in denen nach Lehrernachwuchs wieder händeringend gesucht werden wird. Gerade bei steigendem Bedarf, der im gymnasialen Bereich durch die hinauswachsenden 0-Jahrgänge bei der Umstellung von G8 auf G9 bedingt ist, sollte frühzeitig einem Lehrermangel entgegengewirkt werden.

Hygieneplan 7.0

Bis zu Ferienende im neuen Jahr lagen dem HPRLL diesbezüglich keine Neuerungen vor. Nicht zuletzt wegen einiger pandemiebedingter Bewegung in diesem Bereich, können leider noch keine Aussagen zu Neuerungen gemacht werden.

Landesabitur

Leider standen bis Redaktionsschluss keine Aussagen bezüglich landesweiter Regelungen fest. Diese (Entlastungsmaßnahmen, wie z. B. Korrekturtage, Ressourcenzuweisung an Schulen oder Entfall der Stattstundenregelung) sind vom HPRLL seit Bekanntwerden der Absicht das schriftliche Landesabitur nach den Osterferien stattfinden zu lassen (Im Frühjahr 2020!) von HPRLL und dlh eingefordert worden. Ursprünglich war die Absicht das Landesabitur ab dem Jahr 2022 nach Ostern stattfinden zu lassen. Mittlerweile ist bekanntermaßen das Landesabitur pandemiebedingt auch für 2021 auf den Zeitraum nach den Osterferien verlegt. Auch der Minister hat in seinen Aussagen im letzten Jahr den Hoffnungsschimmer geweckt zügig Entlastungsmaßnahmen umzusetzen. Insofern steht nach Auffassung des HPRLL und des dlh dringend eine Verlautbarung des Kultusministeriums an, um die (neben der Arbeitszeitverdichtung durch die Verlegung) pandemiebedingten hinzukommenden Belastungsmomente abzufedern und sich dazu verhalten zu können.

Sitzungsorganisation in Pandemiezeiten

Der dlh hat im Januar eine Eingabe in den HPRLL bezüglich der Sitzungsmodalitäten eingereicht. In der Eingabe wurde versucht die Partizipationsrechte der Mitglieder, die pandemiebedingt nicht an Präsenzsitzungen teilnehmen können, zu stärken. Dieser wurde leider nicht entsprochen. Sie ist hier im vollen Wortlaut nachzulesen:

2021-01-18 Stellungnahme dlh-Fraktion

Personalratswahlen am 4.-5. Mai 2021

Unter dem Motto „Antworten für Hessens Lehrkräfte“ zieht der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) in den nun anstehenden Personalratswahlkampf.

Mit frischen Plakaten, markanten Forderungen und dem bereits aus dem letzten Jahr bekannten Logo präsentiert sich der dlh selbstbewusst und informativ.

Zudem wirbt der dlh unter seinem Internetauftritt, Facebook und Instagramm.

Auf Instagram ist der dlh unter: @deutscher_lehrerverband_hessen zu finden,

auf Facebook unter: @deutscherlehrerverbandhessen

Onlinefortbildungen

Die Präsenzveranstaltungen wurden pandemiebedingt abgesagt.

Auf den Webseiten und den Social-Media-Auftritten finden sie die angebotenen Online-Veranstaltungen des dlh. 

Neujahrswünsche

Der dlh wünscht allen Kolleginnen und Kollegen, ebenso den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich des Hessischen Kultusministeriums und der Lehrkräfteakademie ein erfolgreiches und vor allen Dingen gesundes, Jahr 2021. 

Gez. Jürgen Hartmann

2021-I_dlh-Nachrichten

dlh-newsletter Schule und Corona vom 18.01.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Heute kommt wie angekündigt die zweite Nachrichtenlieferung zur ersten Woche nach den Weihnachtsferien.

Zur GEW-Forderung, das Abitur und die Zentralen Abschlussprüfungen 2021 ausfallen zu lassen, habe ich den Brief des Schulelterbeirats aus Münster in Südhessen angehängt. Diesen verdanke ich ebenso wie zwei Auszüge aus der Offenbacher Post zum Schulbeginn Markus Stellfeldt, dem Vorsitzenden des hphv-Bezirks Darmstadt. Ebenfalls aus Südhessen stammt von Volker Weigand,dem dlh-Vorsitzenden Bergstraße-Odenwald, ein Hinweis auf die Stellungnahme des dortigen GPRLL zum gleichen Thema:

https://www.region-bergstrasse.de/news/gesamtpersonalrat-zieht-erste-bilanz-schulchaos-auch-im-2-lockdown_4773

Artikel aus OP-Online_Homeschooling_12.01.2021

Angemerkt von Thomas Meier, OP

Schreiben eines SEB zum GEW-Vorschlag

Nachträge aus der FAS von gestern im Anhang handeln vom Homeschooling und der Aufstockung der Kinderkrankentage.

20210117_F.A.S._Kinderkrankentage

20210117_F.A.S._Homeschooling

Aktuell aus Hessen sind Berichte über eine Studie des Sozialministeriums zu Corona in Kitas und über Diskussionen über die Selbsttestung von Lehrkräften zu vermelden:

https://www.news4teachers.de/2021/01/hessen-startet-weitere-corona-studie-in-kitas/

 

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/debatte-nach-corona-studie-sollten-lehrer-sich-oefter-testen-lassen-oder-gleich-selbst-testen,corona-selbsttests-lehrer-100.html

 

In diesem Zusammenhang fordert Heinz-Peter Medinger vom DL, dass zumindest ältere Lehrkräfte früher geimpft werden sollen:

https://www.news4teachers.de/2021/01/meidinger-vor-allem-aeltere-lehrer-frueher-impfen/

 

Derzeit wird eine kontroverse Diskussion über die Verwendung von Videokonferenz-Systemen an Schulen geführt, deren Server in den USA stehen:

https://www.news4teachers.de/2021/01/deutsche-schuelerdaten-an-us-sicherheitsbehoerden-streit-um-microsoft-in-schulen/

 

https://www.news4teachers.de/2021/01/zoom-in-schulen-datenschuetzerin-deutsche-schuelerdaten-haben-in-den-usa-nichts-verloren/

 

Sehr lesenwert ist die Replik einer Lehrerin heute bei news4teachers auf den Vorwurf, dass Lehrkräfte nun ein Jahr Corona-Ferien gehabt hätten:

https://www.news4teachers.de/2021/01/klartext-vor-der-arbeit-druecken-was-eine-lehrerin-auf-diesen-vorwurf-entgegnet/

 

Zum Schluss gibt es noch einen kurzen Überblick zum Geschehen in anderen Bundesländern:

– Hamburg (ein Problem, das einige von uns auch haben):

https://www.news4teachers.de/2021/01/gericht-schueler-der-die-maske-verweigert-darf-nicht-vom-unterricht-ausgeschlossen-werden/

 

– NRW:

https://www.news4teachers.de/2021/01/gebauer-will-praesenzunterricht-nach-dem-31-januar-teilweise-jedenfalls-wir-muessen-wieder-tueren-oeffnen-fuer-das-soziale-miteinander-wissenschaftler-warnen/

 

– Brandenburg:

https://www.news4teachers.de/2021/01/ernst-derzeit-keine-moeglichkeit-zur-oeffnung-der-grundschulen/

 

– Thüringen:

https://www.news4teachers.de/2021/01/fuer-schueler-die-den-praesenzunterricht-besuchen-gibt-es-jetzt-schnelltests/

 

-Sachsen:

https://www.news4teachers.de/2021/01/inzidenzwert-bei-fast-300-sachsen-oeffnet-fuer-50-000-schueler-die-schulen/

 

Gerade frisch hereingekommen ist die Forderung des Chefs des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen, Franz Knieps, die Schulen unabhängig von den Inzidenzwerten so schnell wie möglich wieder zu öffnen:

https://www.news4teachers.de/2021/01/krankenkassen-chef-schulen-oeffnen-trotz-hoeherem-risiko-als-bisher-vermutet/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch eine interessante Lektüre.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

 

dlh-newsletter Schule und Corona vom 17.01.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

In den letzten Tagen sind so viele Meldungen und Kommentare zum Themenschwerpunkt dieser Rundmail aufgelaufen, dass ich diese auf zwei Tage aufteilen möchte.

Heute geht es zunächst um die Veränderung der Auswahlmodalitäten beim schriftlichen Abitur, die Verschiebung der Zentralen H- und R-Abschlussprüfungen (s. beide im Anhang) sowie um die Forderung der GEW, beides 2021 komplett wegfallen zu lassen. Dieser hat sich übrigens der Schulleitungsverband Niedersachsen angeschlossen:

https://www.hna.de/welt/corona-niedersachsen-schule-abitur-lehrer-regeln-regeln-goettingen-hna-zr-90168913.html

Verschiebung_ZAA_2021_Anschreiben_Schulen

LA21 Auswahlmodalitäten schriftliche Abiturprüfungen.p df

Zum ganzen Komplex habe ich eine Pressemitteilung des hphv sowie Berichte aus der HNA und FAZ angehängt. News4teachers berichtet über die Replik des VDR-Chefs Jürgen Böhm und das Nachlegen der Küsten-GEW:

https://www.news4teachers.de/2021/01/vdr-chef-boehm-pruefungen-abzusagen-waere-den-schuelern-gegenueber-ungerecht/

20210116_F.A.Z._Kein Notabitur

https://www.news4teachers.de/2021/01/gew-abitur-ohne-pruefungen-waere-kein-beinbruch/

HNA-21-01-16-Prüfungen 2021

Für eine schnlle Öffnung der Grundschulen hat sich PISA-Koordinator Andreas Schleicher heute in der FAS (s. Anhang) und bei news4teachers ausgesprochen:

https://www.news4teachers.de/2021/01/oecd-bildungsexperte-schleicher-fuer-oeffnung-der-grundschulen/

20210117_F.A.S._Schleicher

Ferner habe ich noch ein paar Kommentare von Journalisten und Betroffenen zur aktuellen Lage der Schulen im Anhang und news4teachers gesammelt:

https://www.news4teachers.de/2021/01/brief-einer-mutter-liebe-lehrer-ich-moechte-einfach-mal-danke-sagen/

 

https://www.news4teachers.de/2021/01/brandbrief-einer-lehrkraft-liebe-kultusminister-koennen-sie-meinen-schuelern-erklaeren-warum-noten-und-klassenarbeiten-wichtiger-sind-als-die-gesundheit-der-lehrer-der-kinder-und-ihrer-familien/

 

https://www.news4teachers.de/2021/01/maximale-verunsicherung-wie-die-kultusminister-jedes-vertrauen-verspielen/

 

Schließlich stammen aus der gleichen Quelle zwei Betrachtungen zur Situation der Schülerinnen und Schüler:

https://www.news4teachers.de/2021/01/motivierte-schueler-im-lockdown-es-haengt-vom-unterricht-ab/

 

https://www.news4teachers.de/2021/01/wie-ein-marathon-psychische-belastung-durch-corona/

20210117_F.A.S._Kommentar zu KuMis hphv-Pressemeldung_Abitur2021_15-01-2021 HNA-21-01-16-Prüfungen 2021 20210116_F.A.Z._Kein Notabitur

Und ganz zum Schluss eine gute Nachricht, die ich leider am Donnerstag vergessen hatte: die dienstlichen Email-Adressen werden erst ab dem kommenden Schuljahr verpflichtend!

 

Ich wünsche Ihnen und Euch morgen einen guten Start in die 2. Schulwoche im 2. Lockdown. Mit Spannung blicken wir wieder einmal am Dienstag nach Berlin.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

 

dlh-newsletter Schule und Corona vom 14.01.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Nach einem chaotischen Start am Montag laufen die Lernplattformen und Videokonferenz-Systeme nach Rückmeldungen aus ganz Hessen nun recht stabil. Mehrere Berichte zu den technischen Problemen im Distanzunterricht am Beginn der Woche bringt news4teachers:

https://www.news4teachers.de/2021/01/es-ruckelt-gewaltig-schulplattformen-gehen-unter-dem-ansturm-in-die-knie-millionen-von-lehrern-eltern-und-schueler-sind-genervt/

 

https://www.news4teachers.de/2021/01/schon-wieder-angeblicher-hackerangriff-bremst-schulportal-aus/

 

https://www.news4teachers.de/2021/01/lehrer-sehen-deutliche-lernrueckstaende-es-hapert-beim-digitalen-unterricht/

 

Gute Dienste hat nach einhelliger Meinung hingegen MS Teams geleistet, weswegen Baden-Württemberg dieses kommerzielle Programm, das in Hessen nur mit einer Sondergenehmigung des Datenschutzbeauftragten bis 31.7.2021 genutzt werden darf, nun für alle Schulen anschaffen möchte. Den Protest aller Lehrerverbände im „Ländle“ dagegen habe ich angehängt.

2021-01-13-Gemeinsame-Positionen_zu_Cloud-Software_an_Schulen

Eebenfalls im Anhang findet sich zusätzliches zu den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen in den Schulen, das ich dankenswerterweise von Markus Stellfeldt vom hphv-Bezirk Darmstadt erhalten hatte.

Ergänzende Informationen zum Schulbetrieb

Hinweise_zur_Vergütung_von_Mehrarbeit_2020-12-21 final an SSÄ

Mustervorlage zur Abmeldung vom Präsenzunterricht

Ein absehbares Problem in den nächsten Tagen werden die Zeugniskonferenzen sein, die an den einen Schulen in Präsenz, an den anderen als Viko abgehalten werden sollen. Dazu haben sich heute alle Teilverbände des dlh direkt an Minister Lorz gewandt und gefordert, grundsätzlich auf Präsenzveranstaltungen zu verzichten, um die Kontakte zu minimieren (s. Anhang). Der PhV Rheinland-Pfalz kritisiert ebenfalls den Corona-Kurs der dortigen Landesregierung:

https://www.news4teachers.de/2021/01/philologen-strategie-der-kultusminister-risiken-wegzureden-ist-krachend-gescheitert/

21-01-14 dlh-PM Zeugniskonferenzen

Auf der Bundesebene werden die Bestrebungen von Bildungsministerin Anja Karliczek, mehr Einfluss auf die Länder zu nehmen, von diesen massiv zurückgewiesen:

https://www.news4teachers.de/2021/01/schulpolitik-mitsprache-des-bundes-kretschmann-buerstet-karliczek-ab/

 

Apropos Länder: auch hier hat sich in den vergangenen zwei Tagen wieder einiges getan, von Klagen von Eltern gegen den Distanzunterricht bis hin zu Absichtserklärungen der Landesregierungen, wie es nach dem 31.1.2021 weitergehen soll:

– Schleswig-Holstein:

https://www.news4teachers.de/2021/01/schul-chaos-hin-und-her-beim-praesenzunterricht-fuer-die-abschlussklassen-opposition-nennt-bildungsministerin-prien-eine-maerchentante/

 

– Mecklenburg-Vorpommern:

https://www.news4teachers.de/2021/01/trotz-schwesigs-appellen-mehr-eltern-schicken-ihre-kinder-wieder-in-die-schule/

 

– NRW:

https://www.news4teachers.de/2021/01/eltern-sehen-vereinsamung-erste-klage-gegen-distanzunterricht-in-nrw/

 

– Baden-Württemberg:

https://www.news4teachers.de/2021/01/grundschulen-und-kitas-oeffnen-baden-wuerttemberg-verkuendet-entscheidung/

 

https://www.news4teachers.de/2021/01/grundschulen-und-kitas-bereits-am-montag-wieder-oeffnen-baden-wuerttemberg-beraet-sonderweg-gewerkschaften-nicht-zu-verantworten/

 

Nach einer Woche, in der die meisten Lehrkräfte viele neue Erfahrungen im Distanzunterricht gemacht haben, wünsche ich Ihnen und Euch ein schönes und entspanntes Wochenende.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

 

Der dlh in der Hessenschau vom 11.01.2021 – hier können Sie den Beitrag zum Schulbeginn in Hessen nochmal ansehen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vielleicht haben Sie den Beitrag in der Hessenschau nicht sehen können, vielleicht möchten Sie ihn auch einfach nochmal ansehen. Distanzlernen, Homeschooling, Wechselmodell, Präsenzunterricht, Corona-Pandemie und Gesundheitsschutz – all das wird uns noch eine Weile beschäftigen.

Dann kommt hier der Link zum Live-Interview mit Boris Krüger:

hessenschau 20210111

Viel Freude beim Anschauen!

dlh-newsletter „Schule und Corona“ vom 10.01.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Zeitgleich mit dem Ende der Weihnachtsferien gibt es etwas Neues im dlh:
Wir haben einen „dlh-newsletter“ für die Mitglieder der dlh-Verbände, den der dlh-Kreisvorsitzende Boris Krüger aus Kassel führt.
Die erste Ausgabe des Newsletters stellen wir Ihnen auch über unsere Website zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung beim Lesen!
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Die Verbände glb und VDL haben gemeinsam mit der Unabhängigen Liste am Freitag eine sehr erfolgreiche Pressemeldung (s. Anhänge) herausgegeben. Neben der HNA vom Samstag, die ich ebenfalls angehängt habe, berichten nämlich zahlreiche regionale und überregionale Medien darüber:
und nicht zuletzt auch news4teachers:
Der Nachrichtendienst für Lehrkräfte bringt ferner eine sehr persönliche Stellungnahme einer Grundschullehrering und zweifachen Mutter aus Niedersachsen zu den aktuellen Beschlüssen für den Schulbereich:
Ebenfalls um Erfahrungen mit dem Schulstart aus Elternsicht geht es in einem Artikel der FAS von heute, den ich angehängt habe.
Kritische Blicke auf die aktuellen Entwicklungen im Bildungsbereich werfen FAZ (s. Anhang), WELT und SPIEGEL:
Seitens des Bundes ist man verärgert über die individuellen Auslegung der Beschlüsse vom Dienstag durch die Länder (Merkel) bzw. will mehr Einfluss in deren Bildungspolitik nehmen (Karliczek):
Die Jusos und die Grünen verbreiten derweil eigene Vorschläge, wie man die Schulen unter den Bedingungen der Covid-19-Pandemie in den Griff bekommen könnte – einige davon wurden bereits von DL und DPhV artikuliert:
Beim Blick in die anderen Bundesländer möchte ich positiv den Hamburger Bildungssenator Thies Rabe hervorheben, der – anders als der hessische Kultusminister – den Eltern klip und klar sagt, dass der Distanzunterricht nicht die gleiche Qualität wie der Präsenzunterrcht haben wird:
Daneben gibt es noch weitere Berichte zu den Entwicklungen in vier anderen Ländern:
– Saarland:

dlh-newsletter Schule und Corona vom 10.01.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Zeitgleich mit dem Ende der Weihnachtsferien beginnt unser „dlh-newsletter“ für die Mitglieder der dlh-Verbände hphv, VDL und glb.

 

Die Verbände glb und VDL haben gemeinsam mit der Unabhängigen Liste am Freitag eine sehr erfolgreiche Pressemeldung (s. Anhang) herausgegeben. Neben der HNA vom Samstag, die ich ebenfalls angehängt habe, berichten nämlich zahlreiche regionale und überregional Medien darüber:

https://www.fuldainfo.de/schulbeginn-in-hessen-wir-sind-wieder-einmal-sehr-enttaeuscht-worden/

 

https://www.wetterauer-zeitung.de/hessen/lehrer-warnen-chaos-schulstart-13951948.html

 

https://www.sueddeutsche.de/bildung/bildung-frankfurt-am-main-lehrer-warnen-vor-chaos-bei-schulstart-waehrend-pandemie-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210108-99-946013

 

https://www.welt.de/wirtschaft/article224008084/Alle-wollen-Apple-Deutschland-steckt-im-iPad-Dilemma.html

 

https://www.n-tv.de/regionales/hessen/Lehrer-warnen-vor-Chaos-bei-Schulstart-waehrend-Pandemie-article22279085.html

 

und nicht zuletzt auch news4teachers:

https://www.news4teachers.de/2021/01/lehrer-warnen-vor-chaos-hessen-hebt-lediglich-die-schulbesuchspflicht-auf-niemand-weiss-wie-viele-schueler-kommen/

HNA-09.01.2021- PM VdL et.al

Gemeinsame PM glb UL VDL Schulstart Hessen 20210108

Der Nachrichtendienst für Lehrkräfte bringt ferner eine sehr persönliche Stellungnahme einer Grundschullehrering und zweifahcne Mutter aus Niedersachsen zu den aktuellen Beschlüssen für den Schulbereich:

https://www.news4teachers.de/2021/01/hoert-auf-familien-zu-opfern-zu-erklaeren-eltern-brauchen-jetzt-unterstuetzung-kein-wehklagen-ueber-geschlossene-schulen/

 

Ebenfalls um Erfahrungen mit dem Schulstart aus Elternsicht geht es in einem Artikel der FAS von heute, den ich angehängt habe.

20210110_F.A.S._Schulstart

Kritische Blicke auf die aktuellen Entwicklungen im Bildungsbereich werfen FAZ (s. Anhang), WELT und SPIEGEL:

https://www.welt.de/wirtschaft/article224011500/FFP2-Masken-Deutschlands-Versagen-zeigt-sich-auch-im-Kleinen.html

20210109_F.A.Z._Schulpolitik

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/geschlossen-hintereingang-offen-a-4d9b47a0-3a66-4eae-8ac3-72d340ec9296?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

 

Letzterer bringt auch neueste Erkenntnisse von Schweizer Forschern im Bezug auf die Bedetung von Schulen während der Corona-Krise:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/corona-news-am-sonntag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19-a-371b3dda-2ec2-4f4f-9714-3cd257483b9c?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

 

Seitens des Bundes ist man verärgert über die individuellen Auslegung der Beschlüsse vom Dienstag durch die Länder (Merkel) bzw. will mehr Einfluss in deren Bildungspolitik nehmen (Karliczek):

https://www.news4teachers.de/2021/01/bundesregierung-mahnt-laender-corona-beschluesse-zu-schulen-auch-umzusetzen/

 

https://www.news4teachers.de/2021/01/karliczek-will-mehr-einfluss-des-bundes-in-der-bildungspolitik/

 

Die Jusos und die Grünen verbreiten derweil eigene Vorschläge, wie man die Schulen unter den Bedingungen der Covid-19-Pandemie in den Griff bekommen könnte – einige davon wurden bereits von DL und DPhV artikuliert:

https://www.news4teachers.de/2021/01/neue-juso-chefin-rosenthal-selbst-lehrerin-lehramtsstudenten-in-die-klassenzimmer-goering-eckardt-thw-soll-luftfilter-in-schulen-einbauen/

 

Beim Blick in die anderen Bundesländer möchte ich positiv den Hamburger Bildungssenator Thies Rabe hervorheben, der – anders als der hessische Kultusminister – den Eltern klip und klar sagt, dass der Distanzunterricht nicht die gleiche Qualität wie der Präsenzunterrcht haben wird:

https://www.news4teachers.de/2021/01/schulsenator-rabe-distanzunterricht-wird-nicht-die-uebliche-qualitaet-haben/

 

Daneben gibt es noch weitere Berichte zu den Entwicklungen in vier anderen Ländern:

– Saarland:

https://www.news4teachers.de/2021/01/trotz-lockdown-praesenzunterricht-fuer-abschlussklassen-lehrer-sind-entsetzt/

-Berlin:

https://www.news4teachers.de/2021/01/schul-chaos-scheeres-muss-zurueckrudern-nach-protesten-von-lehrern-und-eltern-sind-schrittweise-schuloeffnungen-jetzt-doch-erst-mal-vom-tisch/

– Thüringen:

https://www.news4teachers.de/2021/01/cdu-beklagt-schul-chaos-keiner-weiss-mehr-was-gilt/

– Bayern:

https://www.news4teachers.de/2021/01/blindgaenger-oder-blitzableiter-bayerns-kultusminister-im-krisenkampf/

 

Ich wünsche Ihnen und Euch eine interessante Lektüre und vor allem einen guten Wiederbeginn des Unterrichts, sei es in Präsenz oder Distanz.

 

Mit den besten Grüßen,

Boris Krüger

 

Pressemitteilung vom 04.01.2021: Schulbetrieb JA, aber SICHER – RKI-Empfehlungen müssen für alle Schulformen gelten

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) fordert für die hessischen Schulen Planungssicherheit und Schutzvorkehrungen bis zu den Osterferien.

Angesichts der Entwicklungen der Pandemie warnen die dlh-Landesvorsitzenden Annabel Fee und Kerstin Jonas die Verantwortlichen in Corona-Kabinett und Kultusministerium davor, die in der übrigen Gesellschaft geltenden Hygienemaßnahmen des RKI zum Schulbeginn nach den Weihnachtsferien zu ignorieren.

„Es bedarf klarer Leitlinien und Richtwerte für die Planung bis zu den Osterferien. Jüngste Entwicklungen haben auch in Hessen gezeigt, dass Schulen nicht per se sicher sind vor Infektionen. Ein pandemisches Geschehen konnte vor Weihnachten hessenweit beobachtet werden“, sagt Annabel Fee. „Die Verantwortlichen müssen sich eingestehen, dass sie die vom RKI dringend empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen nicht weiter ignorieren dürfen. Die Abstandsregelung muss für alle Schulformen gelten, auch für Grundschulen“, bekräftigt Kerstin Jonas.

Die hessischen Schulen sind nach Ansicht der dlh-Landesvorsitzenden darauf vorbereitet, Unterricht im Wechsel- oder Distanzmodell zu organisieren und umzusetzen, soweit es die vorhandenen Rahmenbedingungen zulassen.

Der dlh fordert für den Zeitraum bis zu den Osterferien:

  • Klare Regelung des Schulbetriebs bis zu den Osterferien für eine bessere Planbarkeit vor Ort: Feste Vorgaben, wie der Schulbetrieb bis zu den Osterferien konkret aussehen soll. Ein normaler Schulbetrieb ist unter Pandemiebedingungen nicht möglich. Es muss aber verlässlich planbar sein, wann welche Unterrichtsform ergriffen werden muss.
  • Einhaltung aller RKI-Empfehlungen (AHA+L+A): In allen Schulformen muss zusätzlich zur Handhygiene und zum regelmäßigen Lüften das Abstandsgebot von 1,50m durch Verkleinerung der Lerngruppen eingehalten werden, um einen effektiven Infektionsschutz zu gewährleisten.
  • Zeitnahe Impfangebote für Lehrkräfte schaffen: Wenn erwartet wird, dass an den Schulen normaler Unterrichtsbetrieb herrscht, muss den Lehrkräften auch zeitnah ein Impfangebot unterbreitet werden. Der Impfstart im August kommt zu spät.
  • Notbetreuung durch externes Personal: Notbetreuungsangebote bei Wechsel- und Distanzunterricht müssen durch externes Personal angeboten werden. Denn die Kernaufgabe von Lehrkräften ist die Wissensvermittlung.
  • Externes Fachpersonal für Hygiene an allen Schulen: Hygienekonzepte und deren Umsetzung müssen durch externes Personal gewährleistet werden. Auch hier gilt: Kernaufgabe der Lehrkräfte ist die Wissensvermittlung. Es gibt keine freien Ressourcen mehr für zusätzliche Aufgaben.
  • Schnelltests durch medizinisches Fachpersonal: Um das Infektionsgeschehen vor Ort gering zu halten, bedarf es regelmäßiger Schnelltests der Lehrkräfte an den Schulen. Diese dürfen nur durch ausgebildetes Personal durchgeführt werden und müssen mindestens 1x pro Woche stattfinden. Die Testung von Lehrkräften durch andere Lehrkräfte, auch wenn sie dafür geschult wurden, oder gar Selbsttests lehnt der dlh entschieden ab.
  • Kürzung der unterrichtlichen Inhalte auf Schwerpunkte: Während des Wechsel- und Distanzunterrichts müssen die Unterrichtsinhalte auf das Wesentliche reduziert werden. Die Inhalte für das häusliche Lernen müssen zu bewältigen sein.

„Den verantwortlichen Planerinnen und Planern muss klar sein, dass sie mit der Gesundheit der Lehrkräfte, sozialpädagogischen Fachkräfte, Schülerinnen/Schülern und jedwedem Schulpersonal spielen, wenn sie keine Schutzvorkehrungen treffen“, bekräftigt Annabel Fee. „Wir Lehrkräfte wollen gerne unserem Bildungsauftrag nachkommen, aber nicht um jeden Preis!“

Nieder-Olm und Fulda, den 04.01.2021

Pressemitteilung Schulbetrieb ja aber sicher 20210104

Weihnachtsgrüße der dlh-Landesvorsitzenden

Liebe Kolleginnen und Kollegen im dlh,

ein ereignisreiches, anstrengendes Jahr geht zu Ende. Ein aufregendes Jahr steht vor der Tür.

2020 sollte unser Jahr werden.

2020 zeigte sich der dlh in neuem Gewand.

2020 wollten wir gemeinsam bei den Personalratswahlen antreten.

2020 machte uns Corona einen Strich durch unsere Pläne.

2020 zwang uns dazu, Schule neu zu denken – im Eiltempo und entgegen aller Widrigkeiten.

2020 hat uns Lehrkräften alles abverlangt.

2020 hat uns neue, digitale Wege gehen lassen – beruflich, im Verband und auch privat.

2020 war ein seltsames Jahr, geprägt von Ängsten und Ungewissheit.

2020 hat uns aber auch zusammenwachsen lassen in vielerlei Hinsicht.

2020 endet still und auf das Wesentliche reduziert: Mit einem Weihnachts- und Silvesterfest im allerkleinsten Kreis, mit den für uns wichtigsten Menschen.

2021 wird hoffentlich ein gesundes Jahr für uns alle.

2021 startet hoffentlich mit einer geordneten, planbaren Perspektive für uns Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler und den Schulstart nach den Ferien.

2021 lässt uns hoffen auf eine Rückkehr zur Normalität, zur Schule, wie wir sie kennen.

2021 wird hoffentlich die Personalratswahl stattfinden.

2021 wird hoffentlich das Jahr des dlh.

Wir wünschen Ihnen und Euch allen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

Wir werden auch dann wieder für die Belange der hessischen Lehrkräfte eintreten und uns für gute Arbeitsbedingungen einsetzen.

Bei all unseren Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus den GPRLL-Gremien, aus der HPRLL-Fraktion, der dlh-Landesleitung und den Verbänden sowie Dachverbänden und Bundesverbänden bedanken wir uns für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr. Wir zählen auf Sie / Euch, dass Sie / Ihr auch in 2021 an unserer Seite seid!

Herzliche Grüße und die besten Wünsche

Annabel Fee und Kerstin Jonas

Pressemitteilung des dlh vom 15.12.2020

Klare Vorgaben für Hessens Schulen statt Planungschaos durch Sonderwege

Die Entscheidung der Landesregierung Hessen zu einer Abweichung von der vom Bund empfohlenen Vorgehensweise für die Woche vor Beginn der Weihnachtsferien, hat für großes Chaos gesorgt. Statt eine Schließung der Schulen anzuordnen, wurde nur von einer Aufhebung der Präsenzpflicht gesprochen.

„Die Verantwortung für die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte wurde einfach abgegeben an die Eltern und Schulleitungen“, stellt Annabel Fee, Landesvorsitzende des dlh fest. „Der schwarze Peter lag dann bei den Eltern, die Prioritäten setzen mussten, ob sie ihr Kind beschulen oder zu Hause lassen.“

Dies sei aber auch nicht das einzige Problem, welches durch die schwammige Vorgabe der Landesregierung entstanden ist. „Die ohnehin schon stark belastetenSchulleitungen und Lehrkräfte mussten ad hoc Pläne entwickeln, wie ab heute der Unterricht mit einer unbekannten Anzahl von Schülerinnen und Schülern laufen könnte. Für die Lehrkräfte bedeutete es, dass sie spontan die doppelte Arbeit leisten müssen. Denn es wollen die Kinder und Jugendlichen beschult werden, die vor Ort sind, aber auch diejenigen, die von zu Hause lernen sollen“, führt Annabel Fee weiter aus. „Rundherum herrschte ab Sonntagnachmittag Chaos, weil auch die hessische Presse zunächst von Schulschließungen schrieb. Die Telefone der Schulleitungen und Lehrkräfte liefen gleichermaßen heiß, weil die Verunsicherung unter den selbigen und den Eltern groß war.“

Der dlh und seine Mitgliedsverbände setzten sich seit dem ersten Lockdown im Frühjahr schon dafür ein, dass die Planungen des Kultusministeriums nicht nur auf Sicht, sondern mit Weitblick erfolgen, da ein Ende der Corona-Pandemie nicht absehbar war. Daher kritisiert der dlh, dass zwar der Dialog mit den Lehrerverbänden gesucht wurde, deren Hinweise und Vorschläge zur Beschulung vor den Weihnachtsferien seitens des Kultusministeriums nicht ernstgenommen wurden. „Es wurde versäumt, alle an Schule Beteiligten rechtzeitig mit in das Planungs-Boot zu nehmen“, bestärkt Kerstin Jonas, stellvertretende dlh-Landesvorsitzende. „Wir Lehrkräfte sind erneut diejenigen, die aus der Presse erfahren, wie es weitergehen soll. Wir haben Konzepte entwickelt, die nicht genutzt und eingeübt werden durften, weil das oberste Prinzip des Ministeriums immer der normale Präsenzunterricht war. Die zweite Welle der Pandemie kam somit schon wieder plötzlich und halbwegs unvorbereitet. Nicht für uns Lehrkräfte, aber offenbar für unsere Dienstherren.“

Der dlh fordert, dass die unterrichtsfreie Zeit bis Januar seitens des Ministeriums genutzt wird, um klare Vorgaben zu machen, wie Schule und Unterricht nach den Ferien ablaufen sollen. Gerne ist der dlh bereit, das Kultusministerium dabei zu unterstützen.

Nieder-Olm und Fulda, den 15.12.2020

Pressemitteilung Klare Vorgaben statt Planungschaos 20201215

Stellungnahme des Deutschen Lehrerverbandes Hessen (dlh) zum Entwurf des Kerncurriculums Informatik Sekundarstufe I – gymnasialer Bildungsgang vom 11.12.2020

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) für die Möglichkeit einer Stellungnahme zum oben genannten Entwurf des Kerncurriculums und bittet um Verständnis für die verspätete Abgabe. Da es nur wenige Informatiklehrkräfte in Hessen gibt und diese beruflich aktuell durch die Corona-Pandemie und die Digitalisierung stark eingespannt sind, haben die Rückmeldungen etwas Zeit in Anspruch genommen.

 

Zum vorgelegten Entwurf:

Vorab bemerkt: Der vorgelegte Entwurf für das Kerncurriculum kommt in einer Unzeit der Pandemie. Eine Rückmeldung zu geben fällt im Detail schwer, da die Kolleginnen und Kollegen derzeit mit Sorgen und Nöten derart überlastet sind und teilweise schlicht das Verständnis für eine Beschäftigung damit fehlt. Dies trifft aus Sicht des dlh z. Zt. insbesondere die (Informatik-Fach)Kolleginnen und Kollegen, die durch die Administration und unterstützende Tätigkeiten vor Ort vielfach, auch schon in Zeiten vor der Pandemie, nicht genügend entlastet wurden und werden.

Der dlh ist sich bewusst, dass ein Entwurf für ein Kerncurriculum Informatik Sek I schon einige Jahre in der Bearbeitung ist und zugleich in der Öffentlichkeit durchaus der Wunsch besteht, das Fach Informatik und die informatorische Grundbildung zu stärken. Dieser Wunsch ist durch die Pandemie und hier insbesondere durch die Distanzbeschulung sehr verstärkt worden.

Es zeigt sich beim vorgelegten Entwurf, der ausschließlich für den gymnasialen Bildungsgang konzipiert ist, dass Haupt- und Realschulen nicht bedacht werden. Dies berücksichtigt, nach Auffassung des dlh, die Bildungsbedürfnisse derjenigen Kinder und Jugendlichen in den anderen Bildungsgängen, auch unter dem Aspekt der Chancengerechtigkeit, nicht.

Einen großen Bedarf in allen Schulformen bzgl. informatischer Grundbildung sieht der dlh als gegeben an. Dieser befähigt die Schülerinnen und Schüler zum Erschließen weitreichender systematischer Kenntnisse und Fertigkeiten. In diesem Sinne genügt allein angelerntes (Bediener-)Wissen über Informatiksysteme nicht. Informatische Grundbildung stellt somit eine Grundlage auch für andere Fächer dar, welche es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, den informatikspezifischen Umgang mit Informatiksystemen zu erlernen (siehe auch S. 4 „Beitrag des Faches zur Bildung“). Insbesondere in den Klassenstufen 5 und 6 ist es hier aus Sicht des dlh sinnvoll, diese Grundkompetenzen zu stärken.

Der dlh merkt an, dass sich im vorgelegten Entwurf fachliche Ungereimtheiten befinden. Ein Beispiel sei an dieser Stelle angeführt:

„(S15) überführen mit Hilfe des euklidischen Algorithmus Dezimalzahlen in Binärzahlen und umgekehrt (P2, P3)“

Auf weitere Beispiele, die sich auch in der Ausdrucksweise und den entsprechenden Formulierungen wiederfinden, soll an dieser Stelle verzichtet werden.

In den Themenfeldern gibt es, wie dem dlh bekannt wurde, teils erhebliche Änderungen zu früheren Versionen. Die größten Unterschiede im vorliegenden Entwurf, der nur für den gymnasialen Bildungsgang konzipiert wurde, seien an dieser Stelle aufgeführt.

  • Das Themenfeld „Grundlagen Datenbanken“ ist im Entwurf nicht (mehr) enthalten.
  • Es erfolgt eine deutliche Erweiterung des Themenfeldes „HTML“ zu „Internet und HTML“, welches damit aus Sicht des dlh überfrachtet wird.
  • Im Themenfeld „Kryptologie“ erscheint der inhaltliche Schwerpunkt HTTPS-Verschlüsselung für die Sek I als Überforderung der Schülerinnen und Schüler und ist damit nicht angemessen. Diesen ist nach Ansicht des dlh eher für die Sek II geeignet.
  • In „Grundlagen der Programmierung“ werden Teile zusammenhangslos dargestellt und bedürfen der Konkretisierung mit Inhalten.
  • In „Bildbearbeitung“ werden grundlegende Begriffe und Konzepte einer Bildbearbeitung nur am Rande thematisiert.

Insgesamt erscheint der Entwurf noch nicht ausgewogen, da viele Themen und Inhalte vernachlässigt bzw. nur angedeutet werden. Gerade die Informatik lebt durch aktuelle Themen wie bspw. „Big Data“ und „Künstliche Intelligenz“.

Durch den Entfall der Bindung an die Kerncurricula konnten die Struktur des Entwurfes und die Lesbarkeit deutlich erleichtert werden. Zum Erstaunen des dlh fand sich der Begriff „Modellierung“ nur an einer einzigen Stelle im Entwurf. Damit wird der Stellenwert der Modellierung, den viele Didaktiker als Kern der Schulinformatik ansehen, in diesem Entwurf nicht deutlich.

Stellungnahme KC Informatik 20201211

Pressemitteilung des dlh-Kreisverband Kassel zur städtischen Schulpolitik vom 30.11.2020

Lehrerverband: neuer trauriger Höhepunkt der städtischen Schulpolitik

„Das ist ein neuer trauriger Höhepunkt der städtischen Schulpolitik in Zeiten der Corona-Pandemie.“

Mit diesen Worten kommentiert Boris Krüger, Kasseler Kreisvorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes Hessen (dlh), die Anordnung des Amtes für Schule und Bildung der Stadt Kassel an die Fridtjof-Nansen-Schule, die dort mit privaten Mitteln angeschafften Luft-reiniger unverzüglich abzubauen. Aus Sicht des dlh gefährde man hier ohne jede Notwendig-keit die Gesundheit von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und deren Angehörigen. 

 

 

 

 

Der von Schuldezernentin Ulrike Gote angeführte Studie des Umweltbundesamtes stehen anderslautende Erkenntnisse der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität der Bundeswehr München gegenüber. Aber anstatt den wissenschaftlichen Dissens zu berücksichtigen und vorsichtig zu agieren, suche sich die Stadt Kassel die Expertenmeinung heraus, die ihr ins Konzept passe. Krüger resümiert: „Natürlich ist der Luftaustausch durch geöffnete Fenster immer effektiver als derjenige durch technische Hilfsmittel. Aber mit dem beginnenden Winter sind durch die frostigen Temperaturen, die in den Klassenräumen durch die Stoßlüftung alle 20 Minuten hervorgerufen werden, zahlreiche Erkältungskrankheiten bei den Kindern vorpro-grammiert. Wegen der Ähnlichkeit ihrer Symptome mit denen der Corona-Pandemie müssen Testkapazitäten zur Abklärung herangezogen werden, die dann anderswo fehlten. Zudem könnten unnötigerweise ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden, wo doch die Auf-rechterhaltung des Präsenzunterrichts aktuell das oberste Ziel der Politik ist.“ 

Der dlh reiht die Anordnung der städtischen Behörde in eine lange Reihe von falschen oder zu spät erfolgten Entscheidungen ein. Dazu gehörten z.B. die schon länger vorhandene ablehnende Haltung gegenüber Luftreinigern, weswegen von den entsprechenden Landesmitteln in Höhe von 10 Millionen Euro noch kein einziger Cent von der Stadt Kassel abgerufen worden sei, oder die viel zu spät erfolgte Anordnung, auch während des Unterrichts einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. „Alles, was die Schulen von der Stadt zur Eindämmung der Corona-Pandemie bekommen haben, sind Flüssigseife, Papierhandtücher und gerade mal eine CO2-Ampel für 50 Klassenräume.“, so Krüger. Während die Stadt zu keinen weiteren Investitionen in die Gesundheit der Schüler und Lehrer bereit sei, habe sie aber andererseits das Geld dafür, eine bunte Hochglanzbroschüre darüber zu drucken, wie man einen Klassenraum richtig lüftet, und diese flächendeckend an den städtischen Schulen zu verteilen. „Wir Lehrkräfte fühlen uns hier mehr als gegängelt, da die Broschüre uns ja unterstellt, dass wir nicht richtig wissen, wie wir die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler schützen.“ 

Der dlh fordert daher die Stadt Kassel auf, endlich ihre Blockadehaltung gegenüber den Forderungen von Schülern, Eltern und Lehrern aufzugeben und in einen echten Dialog mit ihnen über Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu treten. Krüger abschließend: „Ideal wäre es, wenn auch in den Schulen die Abstandsregeln, die sonst überall gelten, durch eine Verkleinerung der Lerngruppen eingehalten würden. Solange dies politisch nicht gewollt ist, muss ein möglichst umfassender Schutz der Gesundheit aller Personen erfolgen, die in den 

Schulen tätig sind. Und da stellen die nun verbotenen Luftreinigungsgeräte eine der effektivsten Maßnahmen dar.“ 

Lohfelden, den 30.11.2020 

ViSdP: Boris Krüger, Crumbacher Str. 19 b, 34253 Lohfelden, Tel. 0151 42341192 

Pressemitteilung des Kreisverbandes DLH Bergstraße/Odenwald (Deutscher Lehrerverband Hessen) vom 02.12.2020

„Lüftungskonzepte so nicht weiter tragbar“

Dass weiterhin so getan wird, als könne der Unterricht in den Klassenräumen wie im Spätsommer und Herbst aufrecht erhalten werden, hält der DLH-Kreisverband Bergstraße/Odenwald für nicht mehr tragbar.

„Die Außentemperaturen sind auch tagsüber nur noch knapp über 0 Grad, was bei den aktuellen Lüftungsmaßnahmen auch die Raumtemperaturen auf ein nicht mehr akzeptables Niveau absinken lässt. Durchhalteparolen, verbunden mit Hinweisen sich nur dick genug anzuziehen, sind so nicht hinnehmbar.“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Mireille Kadel. Die Arbeitsstättenverordnung fordere, dass eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur geschaffen werden müsse. Unterhalb der 20-Grad-Grenze sei dies nicht mehr gegeben, für Schülerinnen und Schüler, wie auch für Lehrkräfte. Selbst bei mittelschweren Tätigkeiten wären weniger als 19 Grad Raumtemperatur nicht zulässig.
Schülerinnen und Schüler beklagten zurecht, dass sie je nach Sitzplatz während des Stoßlüftens unter Zugluft, Kälte und Wind leiden. Lüftungsanlagen könnten hier Abhilfe verschaffen. Dies werde jedoch nicht anerkannt, stattdessen versuchten die Entscheidungsträger den Einbau von Lüftungsanlagen als technisch nicht optimale Lösung darzustellen. Dies erscheine jedoch als ein vorgeschobenes Argument. Die Wahrheit sei, dass man die Kosten nicht übernehmen wolle. Das Land stelle den Schulträgern insgesamt zehn Millionen Euro zur Anschaffung zur Verfügung, mit denen insbesondere diejenigen Räume ausgestaltet werden sollen, die nicht oder nicht ausreichend gelüftet werden können. Das sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Dass nun an manchen Schulen über private Initiativen versucht wird solche Geräte einzubauen, hält der DLH Bergstraße/Odenwald für den falschen Weg. „Wie bei den digitalen Geräten, so muss auch hier eine einheitliche Lösung her“. Dass der Schulträger zu recht darauf hinweise, dass nicht alle angebotenen Geräte geeignet seien, und ein Einbau auf diesem Weg der ausdrücklichen Zustimmung des Kreises bedürfe, begrüßt der DLH. Man komme aber dennoch nicht an der Tatsache vorbei, dass eine flächendeckende, zügige Aufrüstung erfolgen müsse. „Wenn es um die Gesundheit der Menschen im Klassenraum geht, können Kostenargumente nur eine untergeordnete Bedeutung haben. Und wenn die Schulen sich im kommenden Jahr nicht von Welle zu Welle schleppen sollen, dann muss es diese technischen Verbesserungen geben“, so der DLH Bergstraße/Odenwald.
Volker Weigand, Vorsitzender des Kreisverbandes DLH Bergstraße/Odenwald

Digitale Kreisverbandssitzung des dlh-Kreisverbands Frankfurt am 10.12.2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem dlh-Kreisverband Frankfurt,

am 10.12.2020 findet zwischen 16:00 und 17:30 Uhr eine digitale Kreisverbandssitzung statt. Das Meeting wird über Teams abgehalten.

Themen:

  • Neuwahl des Kreisvorstands
  • Vorbereitung der Personalratswahlen 2021
  • Aktivitäten des Kreisverbands
  • Verschiedenes

Um teilnehmen zu können, melden Sie sich bitte an bei:

Über eine rege Teilnahme freut sich das Team des dlh-Kreisverbands Frankfurt!

Pressemitteilung des Kreisverbandes DLH Bergstraße/Odenwald vom 19.11.2020

Derzeitiges Wechselmodell führt zu weiteren Belastungen für Lehrkräfte und Schulgemeinde

Der DLH-Kreisverband Bergstraße/Odenwald kritisiert angesichts der aktuellen Inzidenzzahlen den uneinheitlichen Übergang an den Schulen im Schulamtsbezirk Bergstraße/Odenwaldkreis zum Wechselmodell. Auf Unverständnis stoße vor allem, dass trotz einer absehbaren 2. Welle die Schulen weitestgehend unvorbereitet in die 3. Stufe hätten übergehen müssen. „Dieser Schritt ist an sich zwar richtig, kommt allerdings viel zu spät. Der beste Zeitpunkt für ein solches Wechselmodell wäre direkt zum Schuljahresbeginn gewesen“, so der DLH-Kreisvorsitzende Volker Weigand. Dann hätte man durchgehend diese Stufe fahren, und die Lehrkräfte und Schulgemeinden sich entsprechend vorbereiten können. So jedoch führe die Einführung des Wechselmodells mitten im Schuljahr zu weiteren Belastungen während der Pandemie.

Erstaunlich sei, dass im Odenwald immer noch wie in den Monaten zuvor alle Klassen komplett unterrichtet würden, während an der Bergstraße trotz niedrigerer Inzidenzzahlen in der vergangenen Woche das Wechselmodell begonnen habe. Als problematisch habe man an vielen Schulen dort den viel zu geringen Vorlauf wahrgenommen. Praktisch über Nacht hätte jede Schule wieder für sich nach Lösungen suchen müssen, wie die Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden sollten.  Dass zudem über die Medien bereits Informationen in Umlauf gelangt seien, während die Schulen noch keine offiziellen Anweisungen hatten, sei so nicht akzeptabel.

Leider seien die derzeitigen Bedingungen für das Wechselmodell nach wie vor ungünstig: Immer mehr Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrkräfte befänden sich in Quarantäne, Klassenarbeiten seien nach der Gruppenaufteilung  kaum noch im Terminkalender bis Weihnachten unterzubekommen, es fehle z. B. an Schulungen für die Vielzahl unterschiedlicher Videokonferenztools, die dienstlichen Endgeräten seien immer noch nicht in Sicht, und WLAN könne man an vielen Schulen nicht oder nur unzureichend nutzen. Dass man die vergangenen Monate seitens des HKM nicht genutzt habe, diese Baustellen zu beseitigen, führe nun zu weiteren Belastungen für die Lehrkräfte. Der DLH-Kreisverband fordert das HKM auf, endlich eine längerfristige Strategie vorzulegen, mit welcher das laufende Schuljahr für die Schulgemeinden auch mittelfristig planbar werde. Dazu gehöre vor allem ein einheitliches Vorgehen an allen Schulen und für alle Klassen. „Die von den Schulbehörden eingeforderten „kreativen Lösungen vor Ort“ gleichen einem Flickenteppich von Experimentierfeldern. Das kann so nicht sein“, so der DLH-Kreisvorstand.

 

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Volker Weigand

Feldlerchenweg 3

64653 Lorsch

Telefon: 06251-585231

Email:

 

Stellungnahme des dlh zur Änderung der „Verordnung über die Ausbildung und Prüfung an mehrjährigen Berufsfachschulen mit Berufsabschluss“

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) bedankt sich für die Möglichkeit der Stellungnahme zur Änderung der „Verordnung über die Ausbildung und Prüfung an mehrjährigen Berufsfachschulen mit Berufsabschluss“ vom 20. Januar 2013 (ABl. S.38), zuletzt geändert durch Gesetz vom 18. Juni 2020 (GVBl. S. 402). Zu einigen, nach unserer Auffassung wichtigen, Änderungen möchten wir etwas ausführlicher Stellung nehmen.

Es ist sehr wichtig, schulische Ausbildungen mit Berufsabschluss der dualen Berufsausbildung anzugleichen und dabei Neuordnungen in der dualen Ausbildung zu berücksichtigen. Dies fördert die Akzeptanz der schulischen Ausbildung mit Berufsabschluss in Wirtschaft und Industrie. Auch zeigen die Änderungen deutlich, dass die verschiedenen Kammern in die schulische Ausbildung eingebunden werden. Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern sind das Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft, Industrie und Handwerk.

Zu den §§ im Einzelnen:

Zu § 4: Es ist zu begrüßen, dass der Zusatz „…oder einem als gleichwertig ankerkannten Zeugnisses oder Vorliegen eines begründeten Einzelfalls nach § 2 Abs. 2 Satz 3 getroffen.“ hinzugefügt wurde. Es erreichen viele Schüler*innen durch den Besuch der Berufsvorbereitungsklassen den Hauptschulabschluss mit entsprechendem Gleichstellungsvermerk (§28). Mit dieser Änderung haben die Schüler*innen eine verbesserte Möglichkeit in eine schulische Berufsausbildung aufgenommen zu werden.

Im § 5 wurde der Absatz 3, einmalige Unterbrechung der Ausbildung für die Dauer eines Jahres, gestrichen. Das ist bedauerlich, da es Schülerinnen; die schwanger werden und deswegen die Ausbildung unterbrechen müssen, die Möglichkeit nimmt, die Ausbildung fortzusetzen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird eingeschränkt!  Zudem gibt es Schüler*innen, die krankheitsbedingt eine längere Auszeit benötigen. Hier sollte den Schüler*innen ebenfalls die Möglichkeit einer Unterbrechung gegeben werden.

Befremdlich findet der dlh die Änderung im § 6 Absatz 2. Die Änderung betrifft den Pflichtunterricht und hiernach ist es möglich, dass die Fächer Deutsch oder, Fremdsprachen als Pflichtunterricht erteilt werden. In den Schulformen Berufsvorbereitung, mehrjährige Berufsfachschule und auch im Schulversuch BÜA werden im Fach Deutsch verstärkt Förderkurse angeboten. Gerade für den Erwerb einer Berufsausbildung ist es wichtig, die deutsche Sprache in Wort und Schrift zu beherrschen. Englischunterricht hingegen ist für viele Schüler*innen wichtig, um mit bestandener Abschlussprüfung auch den mittleren Bildungsabschluss zu erhalten. Beides muss gewährleistet sein.

Der dlh würde begrüßen wenn man diese Änderung nochmals überdenkt.

Zu begrüßen ist, dass die Formulierung in § 6 Abs. 7 konkretisiert wurde. Die Schüler*innen sollen ein mindestens 160 Stunden umfassendes einschlägiges Betriebspraktikum absolvieren und es ist relevant für die Zulassung zur Prüfung. Ein Praktikum ist wichtig für die Kontaktaufnahme mit den Betrieben. Es gibt den Auszubildenden die Möglichkeit ihr erlerntes Wissen im Betrieb zu zeigen und anzuwenden. Die Chance auf einen Arbeitsplatz direkt nach der Ausbildung steigt dadurch immens.

In § 7 wird die Leistungsbeurteilung des Ausbildungsnachweises, vormals Berichtsheft, aktualisiert. Es ist vorteilhaft für Schüler*innen, die schwache schriftliche Leistungen erbringen, durch gut geführte Ausbildungsnachweise, ihre Noten verbessern zu können. Der dlh begrüßt es, dass die ausbildenden Kammern die Möglichkeit erhalten, über Inhalt und Form der Ausbildungsnachweise mitbestimmen zu können Es stellt sich jedoch die Frage, wer darüber entscheidet und ob dies an allen Schulen im Kammerbezirk gleich gehandhabt wird. Unverständlich ist dagegen, dass die Note für die Führung der Ausbildungsnachweise nicht in die Leistungsbewertung der praktischen Ausbildungsinhalte einfließen muss Sie kann lediglich berücksichtigt werden. Aus der Erfahrung heraus ist bekannt, dass ein Großteil der Schüler*innen nur ungern Ausbildungsnachweise anfertigt. Sie sind zwar zur Zulassung zur Prüfung notwendig, aber ohne Benotung besteht die große Gefahr einer unzureichenden Ausführung. Zudem muss hier zumindest schulintern eine einheitliche Vorgehensweise sichergestellt werden.

Zu § 9: „Regelung zur Abschlussprüfung“ haben die Schüler*innen die Wahl zwischen einer schulischen Abschlussprüfung oder einer Abschluss- oder Gesellenprüfung nach § 36 Abs. 2 der Handwerksordnung. Auch das begrüßt der dlh, diese Änderung vermittelt den Schüler*innen noch mehr, dass es sich um eine Berufsausbildung handelt und mit Bestehen der Prüfung bspw. ein Gesellenbrief zu erhalten ist. Das gleiche gilt für die Änderung der §§ 15 und 17.

Ein großer Schwerpunkt der Änderung der Verordnung findet sich auch im § 10 Zusammensetzung, Berufung und Stimmberechtigung der schulischen Prüfungsausschüsse. Es nehmen zusätzlich eine Vertreter*in der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer, sowie eine Vertreter*in der Arbeitsnehmer*innen teil. Dies befürworten wir, da die Schüler*innen mit Bestehen der Abschlussprüfung einen gleichgestellten Berufsabschluss erhalten. Für die Betriebe ist dies ein gutes Argument für eine Einstellung. Es ist wichtig zu zeigen, dass die zuständige Kammer in die schulische (Berufs)Ausbildung involviert ist.

Das Verfahren bei Täuschungen und Täuschungsversuchen in § 20 wurde hinlänglich ausgeführt und sollte jede*r Schüler*in vor den Prüfungen unmissverständlich erläutert werden.

Die Errechnung der Noten und Prüfungsnoten wurde in Anlage 5 sehr übersichtlich dargestellt.

 

Für den dlh:  Roselinde Kodym

Aus dem dlh-Kreisverbands Hersfeld-Rotenburg / Werra-Meißner

Corona und kein Ende: Wie gut sind die Schulen vorbereitet?

Letzten Donnerstag wurde im Hessischen Landtag diskutiert. Der Kultusminister lehnt die Teilung von Klassen und das Unterrichten im Wechsel ab, obwohl dies einen Abstand von 1,5 Metern im Unterricht ermöglichen und auch die überfüllten Schulbusse entlasten würde.
Nachfolgend ein Auszug aus der Pressemitteilung des glb, dem Berufsschulleher*innenverband im dlh.
Die PM ist bereits an das HKM und die Fraktionen im Hessischen Landtag gegangen.
“ (…) Die Pandemie nimmt einen rasanten exponentiellen Verlauf. Es ist mancherorts bereits die Stufe 3 und damit der Wechsel von Präsenz und Distanzunterricht eingeführt worden, d. h. Kombination von Präsenz- und Distanzunterricht in jedem Fach und in jedem Lernfeld sowie zeitlich befristete Teilung der Lerngruppen und täglicher oder wöchentlicher Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht. Ab Jahrgangsstufe 7 erteilen alle Schulen den Unterricht in A/B Gruppen in der betroffenen Region. Konferenzen jeglicher Art sind in digitaler Form durchzuführen. Schüler*innen, Auszubildende und Studierende sitzen wieder „zuhause“. Sie und die Lehrkräfte brauchen Technik und dazu passende methodische/didaktische Konzepte, um überhaupt Unterricht in Distanz durchführen zu können. Es gibt wieder nur tageweise Unterricht in Präsenz. Es darf nicht sein, dass ein Teil der betroffenen Personengruppe wieder abgehängt wird. Es muss jetzt gehandelt werden, sowohl in pädagogisch-didaktischer als auch in technischer Hinsicht! Dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, gehen die Corona-Maßnahmen in den Schulen nicht weit genug. Der „Passauer Neuen Presse“ sagte er: „In fast allen Bundesländern wurden die Hygienestufenpläne, die in den Corona-Hotspots wieder auf halbierte Klassen setzten, außer Kraft gesetzt. Schulen sollen auf Biegen und Brechen offen bleiben.“ Dabei befinden sich in Deutschland derzeit mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liegt aktuell bei bis zu 30.000.
Den Empfehlungen des RKI wird vielerorts nicht gefolgt. In Hessen ist das leider weitgehend genauso. Liegen vielleicht auch Gründe für die Verweigerung in fehlenden pädagogischen Konzepten und fehlender Technik sowie fehlenden Fortbildungen für die Lehrkräfte? Sind wir ein digitales Entwicklungsland? Wo sind die versprochenen Dienstlaptops und Schulungen für die Lehrkräfte? Müssen die Lehrkräfte weiterhin ihre eigenen Geräte nutzen? Was ist mit den zugesagten Endgeräten für bedürftige Lernende? Wann kommt die versprochene Internet-Flatrate für die Schüler*innen bei den Betroffenen an? Wie sieht es aus mit adäquater Software, insbesondere für die beruflichen Schulen? Die Ausbreitung des Virus ist offensichtlich schneller als die Versorgung mit adäquaten Arbeitsmitteln.
Jetzt rächt es sich, dass in der Vergangenheit die Investitionen in das Bildungswesen nicht die Bedeutung gehabt haben, die sie hätten haben müssen. Bildung ist eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Mit der einmaligen Finanzierung der Dienst-Laptops ist es nicht getan. Ebenso muss die regelmäßige Wartung der Geräte sichergestellt und vom Dienstherrn finanziert werden.
Damit die Lehrkräfte auch zukünftig mit der technischen Entwicklung Schritt halten können, müssen die Geräte regelmäßig, spätestens nach vier Jahren, ausgetauscht werden. Analoges gilt für die Geräte der bedürftigen Lernenden. Ganz abgesehen davon, dass die Software auf den Geräten sehr differenziert sein muss, da an beruflichen Schulen nicht jede Lehrkraft die gleichen Tools für ihre Arbeit benötigt und schon gar nicht in gleicher Weise wie in den Primarstufen. Hier sind individuelle Lösungen vor Ort gefragt und es ist unbedingt erforderlich, dass auch die Lizenzen für die erforderlichen Programme vom Dienstherrn finanziert werden. Da hybrider Unterricht deutlich zeitaufwendiger und personalintensiver ist, müssen die Berufsbildner*innen dringend entlastet werden. Die Belastungsgrenze der einzelnen Lehrkräfte und der Schulleitungen ist längst überschritten. Distanzunterricht für Zuhause bleibende Schüler*innen, Auszubildende und Studierende ist Mehrarbeit. Die Schulleitungen haben durch die Pandemie viele zusätzliche Aufgaben zu bewältigen; ganz abgesehen davon, dass die Stunden- und Raumpläne immer wieder revidiert werden müssen. Die Arbeitszeiten liegen inzwischen jenseits dessen, was gesundheitlich vertretbar ist. Um Digitalisierung im Schulalltag nachhaltig zu leben, müssen die starren Arbeitszeitmodelle flexibilisiert werden. Wir müssen hin zu Vertrauensarbeitszeiten. Hier brauchen wir einen offenen Diskurs, damit die Lehrkräfte der beruflichen Bildung nicht dauerhaft überlastet sind. Neben dem Ausbau der digitalen Hard- und Software muss die Lehreraus-, -fort- und Weiterbildung schnellstens an die realen Bedingungen und Erfordernisse angepasst werden und es braucht massive Investitionen in den Aus- und Umbau schulischer Räume, um Schulen zukunftsfähig aufzustellen.
Des Weiteren fragen wir uns: Wie halten wir es mit dem Lüften? Gibt es nicht bessere Lösungen als diejenigen, an die wir uns nun halten sollen / müssen? Rasant steigende Infektionszahlen und den Kultusminister*innen fällt nichts anderes ein als 20 – 5 – 20: Mit dieser Zahlenkombination sollen die beruflichen Schulen über den Winter kommen und den Präsenzunterricht gewährleisten. Das zumindest sieht das Lüftungskonzept der Kultusminister*innen vor. In Hessen hat das Land inzwischen allerdings 10 Mio. Euro locker gemacht, um die Schulträger zu unterstützen bei der Anschaffung moderner Luftreinigungsanlagen für Klassenräume, die nicht oder nicht ausreichend gelüftet werden können. Aber wie viele davon können jetzt so kurzfristig beschafft werden? Und reicht das Geld aus?
Der Landtag und die hessische Staatkanzlei sind mittlerweile mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. In den Schulen findet aktuell die größte gesellschaftliche Durchmischung statt. Viele Lehrkräfte fühlen sich als Versuchskaninchen und ausgenutzt. Wir unterrichten gerne und wollen die Schulen am Laufen halten, aber bitte geschützt. (…)“
Claus Wenzel

Stellungnahme des dlh-Kreisverbands Hersfeld-Rotenburg / Werra-Meißner vom 15.11.2020

Corona und kein Ende – Wie gut sind die Schulen vorbereitet?

Letzten Donnerstag wurde im Hessischen Landtag diskutiert. Der Kultusminister lehnt die Teilung von Klassen und das Unterrichten im Wechsel ab, obwohl dies einen Abstand von 1,5 Metern im Unterricht ermöglichen und auch die überfüllten Schulbusse entlasten würde.

Nachfolgend ein Auszug aus der Pressemitteilung des glb, dem Berufsschulleher*innenverband im dlh.
Die PM ist bereits an das HKM und die Fraktionen im Hessischen Landtag gegangen.
“ (…) Die Pandemie nimmt einen rasanten exponentiellen Verlauf. Es ist mancherorts bereits die Stufe 3 und damit der Wechsel von Präsenz und Distanzunterricht eingeführt worden, d. h. Kombination von Präsenz- und Distanzunterricht in jedem Fach und in jedem Lernfeld sowie zeitlich befristete Teilung der Lerngruppen und täglicher oder wöchentlicher Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht. Ab Jahrgangsstufe 7 erteilen alle Schulen den Unterricht in A/B Gruppen in der betroffenen Region. Konferenzen jeglicher Art sind in digitaler Form durchzuführen. Schüler*innen, Auszubildende und Studierende sitzen wieder „zuhause“. Sie und die Lehrkräfte brauchen Technik und dazu passende methodische/didaktische Konzepte, um überhaupt Unterricht in Distanz durchführen zu können. Es gibt wieder nur tageweise Unterricht in Präsenz. Es darf nicht sein, dass ein Teil der betroffenen Personengruppe wieder abgehängt wird. Es muss jetzt gehandelt werden, sowohl in pädagogisch-didaktischer als auch in technischer Hinsicht! Dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, gehen die Corona-Maßnahmen in den Schulen nicht weit genug. Der „Passauer Neuen Presse“ sagte er: „In fast allen Bundesländern wurden die Hygienestufenpläne, die in den Corona-Hotspots wieder auf halbierte Klassen setzten, außer Kraft gesetzt. Schulen sollen auf Biegen und Brechen offen bleiben.“ Dabei befinden sich in Deutschland derzeit mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liegt aktuell bei bis zu 30.000.
Den Empfehlungen des RKI wird vielerorts nicht gefolgt. In Hessen ist das leider weitgehend genauso. Liegen vielleicht auch Gründe für die Verweigerung in fehlenden pädagogischen Konzepten und fehlender Technik sowie fehlenden Fortbildungen für die Lehrkräfte? Sind wir ein digitales Entwicklungsland? Wo sind die versprochenen Dienstlaptops und Schulungen für die Lehrkräfte? Müssen die Lehrkräfte weiterhin ihre eigenen Geräte nutzen? Was ist mit den zugesagten Endgeräten für bedürftige Lernende? Wann kommt die versprochene Internet-Flatrate für die Schüler*innen bei den Betroffenen an? Wie sieht es aus mit adäquater Software, insbesondere für die beruflichen Schulen? Die Ausbreitung des Virus ist offensichtlich schneller als die Versorgung mit adäquaten Arbeitsmitteln.
Jetzt rächt es sich, dass in der Vergangenheit die Investitionen in das Bildungswesen nicht die Bedeutung gehabt haben, die sie hätten haben müssen. Bildung ist eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Mit der einmaligen Finanzierung der Dienst-Laptops ist es nicht getan. Ebenso muss die regelmäßige Wartung der Geräte sichergestellt und vom Dienstherrn finanziert werden.
Damit die Lehrkräfte auch zukünftig mit der technischen Entwicklung Schritt halten können, müssen die Geräte regelmäßig, spätestens nach vier Jahren, ausgetauscht werden. Analoges gilt für die Geräte der bedürftigen Lernenden. Ganz abgesehen davon, dass die Software auf den Geräten sehr differenziert sein muss, da an beruflichen Schulen nicht jede Lehrkraft die gleichen Tools für ihre Arbeit benötigt und schon gar nicht in gleicher Weise wie in den Primarstufen. Hier sind individuelle Lösungen vor Ort gefragt und es ist unbedingt erforderlich, dass auch die Lizenzen für die erforderlichen Programme vom Dienstherrn finanziert werden. Da hybrider Unterricht deutlich zeitaufwendiger und personalintensiver ist, müssen die Berufsbildner*innen dringend entlastet werden. Die Belastungsgrenze der einzelnen Lehrkräfte und der Schulleitungen ist längst überschritten. Distanzunterricht für Zuhause bleibende Schüler*innen, Auszubildende und Studierende ist Mehrarbeit. Die Schulleitungen haben durch die Pandemie viele zusätzliche Aufgaben zu bewältigen; ganz abgesehen davon, dass die Stunden- und Raumpläne immer wieder revidiert werden müssen. Die Arbeitszeiten liegen inzwischen jenseits dessen, was gesundheitlich vertretbar ist. Um Digitalisierung im Schulalltag nachhaltig zu leben, müssen die starren Arbeitszeitmodelle flexibilisiert werden. Wir müssen hin zu Vertrauensarbeitszeiten. Hier brauchen wir einen offenen Diskurs, damit die Lehrkräfte der beruflichen Bildung nicht dauerhaft überlastet sind. Neben dem Ausbau der digitalen Hard- und Software muss die Lehreraus-, -fort- und Weiterbildung schnellstens an die realen Bedingungen und Erfordernisse angepasst werden und es braucht massive Investitionen in den Aus- und Umbau schulischer Räume, um Schulen zukunftsfähig aufzustellen.
Des Weiteren fragen wir uns: Wie halten wir es mit dem Lüften? Gibt es nicht bessere Lösungen als diejenigen, an die wir uns nun halten sollen / müssen? Rasant steigende Infektionszahlen und den Kultusminister*innen fällt nichts anderes ein als 20 – 5 – 20: Mit dieser Zahlenkombination sollen die beruflichen Schulen über den Winter kommen und den Präsenzunterricht gewährleisten. Das zumindest sieht das Lüftungskonzept der Kultusminister*innen vor. In Hessen hat das Land inzwischen allerdings 10 Mio. Euro locker gemacht, um die Schulträger zu unterstützen bei der Anschaffung moderner Luftreinigungsanlagen für Klassenräume, die nicht oder nicht ausreichend gelüftet werden können. Aber wie viele davon können jetzt so kurzfristig beschafft werden? Und reicht das Geld aus?
Der Landtag und die hessische Staatkanzlei sind mittlerweile mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. In den Schulen findet aktuell die größte gesellschaftliche Durchmischung statt. Viele Lehrkräfte fühlen sich als Versuchskaninchen und ausgenutzt. Wir unterrichten gerne und wollen die Schulen am Laufen halten, aber bitte geschützt. (…)“

Superspreader statt Wellenbrecher – Kasseler Schulen seit einer Woche im „Lockdown light“

Der Kasseler dlh-Kreisvorsitzende Boris Krüger zog am Samstag, den 07.11.2020 in der HNA eine erste Bilanz zum „Lockdown light“ an den Schulen in und um Kassel:

Für die erste Woche mit Warnstufe 2 an den Schulen und einer Maskenpflicht im Unterricht ab der 5. Klasse zieht der Kreisverband Kassel-Stadt und -Land des Deutschen Lehrerverbandes Hessen (dlh) eine ernüchternde Bilanz. Der Vorsitzende Boris Krüger konstatiert: „Trotz aller Schutzmaßnahmen steigen die Inzidenzwerte in Stadt und Landkreis weiter an, auch bei Schülerinnen und Schüler.“ Die wachsende Zahl an Schulen in Kassel und Umgebung, an denen es Corona-Fälle gibt, sprechen eine deutliche Sprache. Aktuelle Studien zeigen, dass rund zwölf Prozent aller Covid-19-Infektionen auf den schulischen Kontext zurückzuführen sind. Das Helmholtz-Zentrum München kommt außerdem in einer neuen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass sechsmal mehr Kinder mit dem Corona-Virus infiziert sind als entdeckt. „Dies spricht eindeutig dafür, dass das Virus an Schulen unerkannt weitergegeben und dann in die Familien getragen wird“, mahnt Krüger. Dies ist aus seiner Sicht kaum verwunderlich, sind die Lehranstalten doch der einzige Bereich, in dem die geltenden Abstandsregeln während des Normalbetriebes nicht eingehalten werden können.

Damit sind Schulen nachweislich auch ein größerer Pandemietreiber als die Gastronomie, die ab dem 2. November für vier Wochen geschlossen wurde. Dabei hatten viele Gastronomen hochwertige Luftfilteranlagen installiert. Diese will nun auch das Land den Schulen finanzieren, allerdings in sehr begrenzter Zahl. Doch sind noch nicht einmal die rechnerisch zwei Geräte pro Schule vor Ort angekommen. Von den Schulträgern als eigentlich Zuständigen gebe es bisher überhaupt keine Anstrengungen in dieser Richtung. Stattdessen werde gebetsmühlenartig auf Lüftungspausen alle 20 Minuten verwiesen, was zu ständigen Störungen des Unterrichts führe und bei sinkenden Temperaturen zwangsläufig Erkältungskrankheiten nach sich ziehe. Zur Messung der Aerosole in den Klassenzimmern seien selbst großen Schulen mit über 1000 Schülern und 50 Räumen bisher gerade einmal zwei CO2-Ampeln zur Verfügung gestellt worden. Plexiglas-Scheiben auf den Tischen gebe es überhaupt nicht. „Hier müssen das Land und die Schulträger Verantwortung übernehmen und adäquate Rahmenbedingungen schaffen, statt alle am Schulleben Beteiligten quasi ohne Rettungsring in die raue See zu stoßen“, beklagt der dlh die aktuelle Situation.

Probleme gebe es zudem mit der konsequenten Umsetzung der Maskenpflicht und der Schülerbeförderung. Boris Krüger: „Wir haben aus viele Schulen Rückmeldungen, dass Schülerinnen und Schüler tagelang die gleiche Maske tragen und so durch mangelnde Hygiene den Effekt dieser Maßnahme verpuffen lassen.“ Zudem gebe es immer mehr Maskenverweigerer unter den Eltern, die ihre Kinder zuhause beschult haben wollen und zu diesem Zweck seitenlange Emails an die Schulen schicken. Bei den Bussen und Bahnen würden immer noch keine zusätzlichen Fahrzeuge zur Entzerrung der Schülerströme eingesetzt. „Hier stehen die Kinder nach wie vor dicht an dicht. Zudem kann in Stoßzeiten das Fahrpersonal die konsequente Einhaltung der Maskenpflicht einfach nicht überall kontrollieren“, so Krüger.

Weil alle bisher geplanten Schutzmaßnahmen also nicht greifen oder gar nicht umgesetzt werden, bleiben die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin Superspreader für den Corona-Virus und nicht die Wellenbrecher, die sie im 2. Lockdown nach den Plänen der Bundes- und der Landesregierung sein sollen. Der dlh fordert daher endlich die Einleitung der Warnstufe 3 des hessischen Hygiene-konzeptes für Schulen, um durch die Halbierung der Lerngruppen im Wechselmodell (Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht) den Mindestabstand in den Klassenräumen zu gewährleisten. Er bedauert es sehr, dass der Landkreis Kassel mit entsprechenden Plänen in fahrlässiger Weise vom Kultusministerium gestoppt worden ist. Zudem verweist er auf das Beispiel des Nachbarlandes Niedersachsen, wo ab einem Inzidenzwert von über 100 und der Anordnung von Infektions-schutzmaßnahmen auf lokaler Ebene automatisch das Wechselmodell greift, was inzwischen bereits an über 60 Schulen der Fall ist. In Verbindung mit dieser Maßnahme müsse das Personal an den Schulen beispielsweise durch den Abschluss von zusätzlichen Angestellten-Verträgen aufgestockt werden, um Betreuungsangebote für berufstätige Eltern vorzuhalten und die Lehrkräfte von der Doppelbelastung durch Präsenz- und Distanzunterricht zu entlasten. „Das wird viel Geld kosten“, so Krüger abschließend, „doch die Gesundheit unserer Kinder muss es uns wert sein.“

Lohfelden, den 5.11.2020

ViSdP: Boris Krüger, Crumbacher Str. 19 b, 34253 Lohfelden, Tel. 0151 42341192

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer V-2020

Überblick über die Themen:

  • Corona – Sachstand und Ausblick  
  • Ministergespräch im HPRLL
  • Einstellungsverfahren in den Vorbereitungsdienst zum 1.11.2020
  • Dienstliche E-Mail-Adressen, Rückmeldungen von der Einführungsphase
  • Ressourcenzuweisung im Landesabitur
  • Planungsszenarien für die Unterrichtsorganisation / Distanzunterricht
  • Hessisches Schulportal
  • Hygieneplan 6.0

 

Corona – Sachstand und Ausblick

Nach den Sommerferien war die Infektionslage relativ gering und scheinbar unter Kontrolle. Wie jedoch dort bereits angemahnt, scheinen die Schulen auf die kommende Herbst- und Winterzeit wenig vorbereitet zu sein. An manchen Stellen werden die Handlungsweisen der Schulen durch Bürokratie und Zuständigkeitsdiskussionen gehemmt. So konnten viele Schulen seither noch nicht in ausreichendem Maße mit Schutzvorkehrungen wie Schutzschilden, Lüftungsgeräten, CO2-Ampeln und weiteren Hilfsmitteln zum Gesundheitsschutz, geschweige denn mobilen Endgeräten, die für einen Distanzunterricht erforderlich sind, ausgestattet werden.

Zum Schreiben dieser Nachrichten steigen die Fallzahlen erheblich an, und es bleibt zu hoffen, dass eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen Wirkung zeigen. Der dlh hofft, dass diese nicht allzu rigide ausfallen, um ein Gleichgewicht zwischen einerseits einem ausreichenden Gesundheitsschutz und andererseits dem Recht auf Bildung in Einklang zu bringen. Der dlh meint, dass auch in den Schulen notwendige Maßnahmen schnellstmöglich nach den vorbereiteten Varianten der Konzeptgruppe  ergriffen werden müssen, notfalls auch mit Schulschließungen, um den Gesundheitsschutz der Schulangehörigen zu gewährleisten. Dabei spielen für ihn Verlässlichkeit und vorausschauendes Handeln ebenso eine Rolle wie die Vernunft jedes Einzelnen, um gemeinsam die Pandemielage zu bewältigen.

Wie in den letzten dlh-Nachrichten schon gewarnt, ist es nicht angeraten, leichtfertig mit dem Virus umzugehen, da wir uns momentan voll in der Pandemie befinden. Weitere Ausblicke zu geben, ist zurzeit sehr schwierig, da es zunächst gilt, die empor geschnellten Infektionszahlen wieder in einen Abwärtstrend umzuwandeln und die Lage unter  virologischer Kontrolle zu halten.

Der HPRLL hat nach den Sommerferien in den gemeinsamen Verhandlungen mit dem HKM darum gebeten, jeweils aktuell über die Infektionslage an den Schulen, insbesondere zu Schulschließungen, informiert zu werden. Diese Information aus dem Krisenstab wird seither dem HPRLL zugänglich gemacht.

Der dlh hofft, dass es in der nächsten Zeit über die Weihnachtsferien bis ins nächste Jahr trotz der anstehenden Wintermonate gelingt, die Schulen, wenn auch eingeschränkt, offen zu halten. Von der Idee die Winterferien zu verlängern, hält er wenig, da hiervon alle Abschlussklassen und die Abiturienten Nachteile, in Form von weniger Zeit, hätten. Außerdem bewirkt eine Beibehaltung der Ferientermine, auch während eines eventuellen Lockdowns, mehr Verlässlichkeit und eine viel bewusstere Einstellung zum eigenen Lernen bei den Schülerinnen und Schülern.

  

Ministergespräch im HPRLL

Das alljährliche Ministergespräch fand dieses Jahr im Oktober, unter den Vorzeichen der Pandemie, statt. Angesichts des Pandemiegeschehens war unsicher, ob der Termin, auch aufgrund der Räumlichkeiten, gehalten werden könnte. Der Minister drückte zunächst aus, dass er gerne auf diese verlässliche Tradition der jährlichen Treffen zurückgreife, da man auf eine gute gemeinsame Zusammenarbeit angewiesen sei. Die knappe zur Verfügung stehende Zeit nutzte der HPRLL dazu, um neben der allgemeinen Lage auch gerade diese Zusammenarbeit auf allen Ebenen zu thematisieren. Hierbei war man sich einig, dass §73 HPVG (Treffen von vorläufigen Regelungen) nur in wenigen (begründeten) Einzelfällen überhaupt Verwendung finden sollte. Im Gespräch wurden auch die Rückmeldungen von Schulpersonalräten und Gesamtpersonalräten gespiegelt, die ebenso wie der HPRLL demokratische Strukturen gestärkt sehen möchten. Der dlh entnimmt dem Tenor des Gesprächs, dass diese Forderung durchaus von Herrn Minister gehört wurde. Der dlh ist der Auffassung, dass dies und die entsprechende Kommunikation gerade in Krisenzeiten außerordentliche Beachtung finden sollte, um das Gemeinwesen zu stärken.

Ein weiteres großes Themenfeld im Gespräch mit dem Minister waren Arbeitsbedingungen und Arbeitszeit. Gerade unter Coronabedingungen ergaben sich Situationen, die Mehrarbeit erforderlich machten. Diese angemessen zu vergüten, war ein Anliegen des HPRLL, das sich auch bei zusätzlichem Distanzunterricht, der durch Corona stattfindet, adäquat erfolgen soll. Hier gab es aus Sicht des dlhkeinen Dissens, so dass in den weiteren Verhandlungen mit dem Kultusministerium die Details geklärt werden können. Für den HPRLL und den dlh steht außer Frage, dass dann eine Unterrichtsstunde auf Distanz ebenso wie eine Präsenzschulstunde verrechnet werden muss. Gegenüber dem Minister angesprochen wurden außer Arbeitsbedingungen und Arbeitszeit auch der Urlaubsanspruch von Schulleitungen, die durch zusätzliche Dinge (wie z. B. Feriencamps) neben allen Hemmnissen bedingt durch Corona hochgradig belastet sind. Ebenso angesprochen wurden zusätzlicher Risikogruppenunterricht wie auch die drohende Entgrenzung von Arbeitszeit. Zum Landesabitur, dem später ein eigener Abschnitt gewidmet ist, führte der Minister aus, dass hier die Ressourcen nicht das Problem sein sollten. Dies begrüßt der dlh, sollte dies doch bedeuten, dass genügend Mittel zur Verfügung stehen, um die durch die Verlegung entstandene Arbeitsverdichtung auszugleichen. Aber hierzu später mehr.

Weitere Themenkomplexe, die auch in diesen dlh-Nachrichten ausgeführt werden, waren der Videounterricht, hierbei insbesondere die Übertragung aus dem Präsenzunterricht an zu Hause verbliebene Schülerinnen und Schüler und die Thematik E-Mail-Adressen und damit einhergehend die Ausstattung der Lehrkräfte mit mobilen Endgeräten.

Der dlh meint, dass aus dem Gespräch, in dem wie zu erwarten keine Details, sondern die großen Linien besprochen wurden, zu erkennen war, dass neben dem guten Willen die Pandemie derzeit das Geschehen an den Schulen prägt. Hierzu hat sich der Minister geschickt politisch verhalten.

 

Einstellungsverfahren in den Vorbereitungsdienst zum 1.11.2020

Bezüglich des Einstellungsverfahrens in den Vorbereitungsdienst ist, wie in den dlh-Nachrichten nachzulesen, seither immer berichtet worden. Die Behandlung des Einstellungsverfahrens zu diesem Termin fand komplett im Gremium statt. Im gemeinsamen Gespräch des HPRLL mit dem Präsidenten der Lehrkräfteakademie wurde erreicht, dass die LiV-Kommission wieder in ihren vorherigen Stand eingesetzt wurde.

Kommissionsmitglieder des dlh sind momentan:

Kerstin Jonas (GHRF), Roselinde Kodym (BS) und Jürgen Hartmann (GYM)

Im Rahmen der Erörterung im HPRLL waren Fragen zum Datenschutz und zum gemeinsamen Umgang mit der Sache zu verhandeln. Leider konnten damit keine spezifischen Fälle (wie in der Kommission üblich) behandelt werden. Das Verfahren konnte bei diesem Durchgang nicht zur Zufriedenheit des Gremiums durchgeführt werden, weshalb an dieser Stelle auch nicht über die Zahlen der Einstellungsrunde zum 1.11.2020 wie gewohnt berichtet werden kann. Diese lagen bis Redaktionsschluss nicht vor.

Der dlh ist der Auffassung, dass es an der Zeit war, das Bewusstsein der Dienststelle für die hilfreiche Unterstützung durch die Personalräte zu schärfen. Die LiV-Kommission, die einen landesweiten Überblick über die Einstellungen hat, kann so bei entsprechenden Konfliktfällen hilfreich und unterstützend eingreifen, um auch schwierige Fälle zu lösen. Von Seiten der Lehrkräfteakademie war es ein richtiger Schritt, die LiV-Kommission wieder einzusetzen.

Da dieser Teil der Personalratsarbeit ein unmittelbareres und hilfreiches Instrument ist, findet der dlh, dass auch die ausstehenden Fragen zum Datenschutz zum Wohle der zukünftigen Lehrergenerationen gelöst werden müssen.

  

Dienstliche E-Mail-Adressen, Rückmeldungen von der Einführungsphase

Bei der Einführung der dienstlichen E-Mail-Adressen nach den Sommerferien gab es von Seiten der Lehrerinnen und Lehrer viele Rückmeldung an die Personalräte. Diese bezogen ist sich zunächst auf Probleme bei der Einrichtung der Mailadresse sowie die Nutzung mittels des sog. Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahrens, das bei jeder Anmeldung benötigt wird. Insbesondere die Nutzung des privaten Smartphones kann aus Sicht des HPRLL nicht akzeptiert werden, da hier die Nutzer bereits bestimmten Bedingungen von Anbietern wie beispielsweise Google Apps zustimmen mussten. Da die Lehrerinnen und Lehrer hinsichtlich der digitalen Ausstattung noch großen Nachholbedarf haben, müsse es zu dieser Zwei-Faktor-Authentifizierung alternative Wege geben. Ziel sei eine Harmonisierung der Prozesse. Es entstand der Eindruck, dass das Kultusministerium derzeit stark auf private Entscheidungen und Anschaffungen der Beschäftigten zurückgreift und sie damit voraussetzt.

In der Erörterung mit dem HPRLL konnte geklärt werden, dass diese Zwei-Faktor-Authentifizierung verzichtbar wäre, wenn diese von einem sicheren Rechner aufgerufen werde. Diese gesicherten Rechner befinden sich aber derzeit unter der Hoheit der Schulträger, die diese zunächst hinsichtlich des Sicherheitsstandards zertifizieren müssten.

In der gemeinsamen Diskussion trat auch die Frage auf, ob das Alter der Geräte zur Abfrage der dienstlichen E-Mail-Adresse eine Rolle spiele, da an der Basis eine Ausstattung mit neuen bzw. zeitgemäßen Geräten oftmals nicht gegeben sei. Es wurde erläutert, dass Windows 7 noch unterstützt werde, günstig sei Windows 10, aber auch Linux könne verwendet werden.

Der dlh meint, dass die Zertifizierung und Sicherstellung des Datenschutzes nicht Aufgabe der Lehrkräfte sein kann. Auch deshalb fordern HPRLL wie auch der dlh die zur Verfügungstellung von mobilen Endgeräten. Darüber hinaus findet der dlh, dass ein personalisiertes Budget für die Lehrkräfte zur Anschaffung von Digitalequipment eine gute Alternative sein könnte.

In diesem Zusammenhang wurde auch im Ministergespräch erwähnt, dass man vor den Weihnachtsferien noch einmal in den Austausch gehen müsse, um abschätzen zu können, inwieweit die Verpflichtung, zum 01.02.2021 die dienstliche E-Mail-Adresse zu nutzen, aufrecht erhalten werden kann. Der dlh empfiehlt daher, die Verpflichtung zunächst bis mindestens zum Ende des Schuljahres 20/21 auszusetzen. Diese Verpflichtung kann nach seiner Auffassung erst dann eingeführt werden, wenn die Voraussetzungen für die Lehrkräfte geschaffen wurden.

Angesprochen wurden in der Erörterung auch die barrierefreie Gestaltung der dienstlichen E-Mail-Adressen. Hier antwortete das Kultusministerium, dass einfache Funktionen zur Barrierefreiheit bereits implementiert seien, weitere seien in der Phase der Entwicklung und des Ausbaus. Diesbezüglich befinde man sich im Austausch mit der Schwerbehinderten-vertretung.

  

Ressourcenzuweisung im Landesabitur

In den Verhandlungen mit dem Kultusministerium stand die Frage der Ressourcenzuweisung längere Zeit im Raum. Scheinbar sträubt man sich auf Seiten des Ministeriums gegen landesweit verbindliche, einheitliche Mindestregelungen. Der HPRLL und der dlh fordern diese zum Wohle der Beschäftigten. Insofern gab es im Ministergespräch eine Klärung des Sachverhalts bezüglich der Ressourcen, aber nicht der Frage einer landeseinheitlichen Mindestregelung, die verbindlich für die Schulen ist. Hier fordert der HPRLL und der dlh die Bereitstellung von Korrekturtagen, die Aufstockung der Vertretungsmittel, die Reduktion von externen Korrekturen, zusätzliche Studientage sowie die Zahl der Abiturprüfungen in den Blick zu nehmen.

Durch die Arbeitszeitverdichtung, die mit der Verlegung des schriftlichen Abiturs auf die Zeit nach den Osterferien einhergeht, sind solche verbindlichen landesweiten Regelungen unabdingbar, da Schulen sonst mit den Problemen, die vor Ort aufgrund unklarer Regelungen entstehen, allein gelassen werden.

Solche landesweiten Regelungen dienen dazu, klare Verhältnisse vor Ort zu schaffen und Konflikte, die zwischen Schulleitung und Lehrkräften entstehen, bspw. durch geringere Zuteilung von Korrekturtagen als erwartet, zu vermeiden.

Aus Sicht des dlh können aufgrund der Ressourcenzusage des Ministers die Schulen nun in die Lage versetzt werden, entlastende Regelungen durchzuführen. Wer würde da noch zur Beseitigung einer Vielzahl von Konflikten vor Ort gegen eine landesweite Regelung eintreten wollen?

  

Planungsszenarien für die Unterrichtsorganisation / Distanzunterricht

Die Planungsszenarien waren im HPRLL bereits vor den Sommerferien im Gespräch, da sie aus der Konzeptgruppe zum Umgang mit der Pandemie in den HPRLL gelangten. Wie bekannt, wurde nach den Sommerferien im Regelbetrieb gestartet (Stufe 1) und kurze Zeit danach an den Schulen in Anlehnung an die darin enthaltenen Stufen Konzepte (Pandemiepläne) entwickelt.

Diese wurden zum Schreiben dieser Nachrichten nach den Herbstferien herangezogen, da sich die Fallzahlen sprunghaft nach oben entwickelten. Dabei war an vielen Stellen unklar, bei welcher vom RKI genannten Stufe (Staffelung nach Fallzahlen je 100.000 Personen) die jeweilige Stufe aus dem schulischen Pandemieplan anzuwenden sei.

Bei der Fragestellung der Unterrichtsorganisation waren selbstverständlich Themen wie Ausstattung und digitale Hilfsmittel (wie auch Videokonferenzen) ein ständiges Thema im HPRLL.

Fragen der Vergütung und Anrechnung wurden hier ebenfalls thematisiert. Aus dem Ministergespräch ging ganz klar hervor, dass Unterrichtsstunden, die im Distanzunterricht erbracht werden, selbstverständlich vergütet bzw. angerechnet werden müssen.

Hier ist der HPRLL wie der dlh der Auffassung, dass die erbrachten Unterrichtsstunden im Distanzunterricht wie Präsenzunterrichtsstunden zu verrechnen sind.

Der dlh meint, dass an dieser Stelle noch großer Gesprächsbedarf besteht und weitere Verhandlungen im HPRLL folgen werden.

 

Hessisches Schulportal

Das Hessische Schulportal wurde vor den Herbstferien im HPRLL vorgestellt. Interessant war zu erfahren, dass für jede Anwendung in der Schule ein Verfahrensverzeichnis zum Datenschutz erstellt werden müsse. Auch für die Anwendung „Videokonferenz“, die über BigBlueButton in das Schulportal eingebunden werden soll, ist dies vorgesehen. Wegen der Videokonferenzen (wie in den letzten dlh-Nachrichten berichtet) gab und gibt es einige Kontroversen. Dringlicher erscheint dem dlh das Thema der Videoübertragung aus dem Präsenzunterricht heraus, bei dem alle Beteiligten außer der Lehrkraft zustimmen sollen. Das Kultusministerium ist hier der Auffassung, dass die Ausführung des Videounterrichts per Anordnung über das Direktionsrecht an die Lehrkraft erfolgen kann.

Das sehen HPRLL und dlh entschieden anders: Abgesehen von den Eingriffen in die Pädagogische Freiheit einer Lehrkraft werden hier Persönlichkeitsrechte der Lehrkraft in einem Maße eingeschränkt, die so rechtlich nicht geduldet werden können. In Frage stehen seither die Beteiligungsrechte des HPRLL, der diese im Zweifel rechtlich klären lassen wird.

Der dlh sieht das Schulportal derzeit in einem sehr dynamischen Prozess, der pandemiebedingt nochmals einen enormen Schub erfahren hat. Auch an dieser Stelle wird es deshalb im HPRLL einiges an Erörterungsbedarf geben.

 

Hygieneplan 6.0

Der Hygieneplan, der sehr kurzfristig vor den Herbstferien an die Schulen gelangte, ist die Fortschreibung des Hygieneplanes 5.0. Anhand der Versionsnummer kann der geneigte Leser erkennen, dass dieser sich ebenfalls in einem ungewohnt dynamischen Prozess befindet. In den letzten dlh-Nachrichten wurde noch über den Hygieneplan 4.0 berichtet.

Im Hygieneplan 6.0 finden sich auch größtenteils die durch die Verhandlungen im HPRLL angesprochenen Veränderungen wieder. Der dlh sieht, dass die Fachabteilung im Ministerium mit Hochdruck an den Änderungen arbeitet, um somit den Schulen Hilfsmittel an die Hand zu geben, wie zu verfahren ist. Dass die Pläne sehr kurzfristig an die Schulen gelangen, ist wohl den Umständen der Pandemie geschuldet. Der dlh rät, trotz allen Zeitdrucks die Abläufe der Beteiligung nicht aus dem Blick zu verlieren und ein Abweichen davon mindestens zu erläutern.

Ein Aspekt, der aus Sicht des dlh noch nicht genügend berücksichtigt wurde, ist der Hinweis, dass bei ärztlichen Attesten keine Diagnose mit abgegeben werden muss.

02.11.2020 Gez. Jürgen Hartmann

 

Deutscher Lehrerverband (dlh) – Kreisverband Hersfeld-Rotenburg/Werra-Meißner: In Schulen so weitermachen reicht nicht mehr!

➔   Corona-Herbst bedroht den regulären Schulbetrieb

➔   Schüler und Lehrkräfte brauchen mehr Schutz

➔   Arbeitszeiten von Schulleitungen und Lehrkräften viel zu hoch

„Wenn wir an den Schulen so weitermachen müssen wie bisher, ist der reguläre Schulbetrieb in Gefahr“, so Dr. Claus Wenzel, dlh-Kreisvorsitzender Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg. Corona-Infektionen verbreiten sich auch an den Schulen.

„Lehrerinnen und Lehrer und Schulleitungen drohen unter dem Dauerstress zusammenzubrechen. Lehrkräfte leisten zusätzliche Aufsichten, unterstützen Kolleginnen und Kollegen in Quarantäne bei der Betreuung ihrer Klassen, überwachen die Einhaltung von Hygienevorschriften. Schulleitungsteams ächzen unter erheblich gestiegenem Verwaltungsaufwand und vermissen dringend benötigte Entlastungen. Die Arbeitszeiten liegen weit jenseits dessen, was noch als gesund bezeichnet werden kann“, zeigt sich Dr. Wenzel besorgt.

„Wo bleiben weitere Maßnahmen für einen verbesserten Hygieneschutz? Es gilt Ausweichräume bereitzustellen, wenn Klassenzimmer nicht ausreichend gelüftet werden können. CO2-Messgeräte geben in Kombination mit elektronischen Luftreinigungsgeräten mehr Sicherheit. Acrylglasscheiben könnten das Infektionsrisiko senken. Wenn der Regelbetrieb gesundheitsgefährdend ist, brauchen wir einen verlässlichen Mix aus Präsenz- und Onlineunterricht. Hierfür benötigen die Schulen die erforderliche Flexibilität, aber auch die benötigten personellen und finanziellen Ressourcen. Die Diskussion um eine Verlängerung der Weihnachtsferien hilft nicht weiter. Dies würde zusätzliche Probleme und Verwaltungsarbeiten auslösen, die wir im Moment nicht brauchen können“, so Dr. Claus Wenzel abschließend.

 

Dr. Claus Wenzel, dlh-Kreisvorsitzender Hersfeld-Rotenburg / Werra-Meißner

Jetzt ist es amtlich: die Personalratswahlen finden erst in 2021 statt!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Hauptwahlvorstand hat den neuen „Fahrplan“ für die Personalratswahlen am vergangenen Mittwoch verabschiedet. Demnach finden die Wahlen im Mai 2021 statt.

Aber bevor wir in die Vorbereitungen starten, wünschen wir Ihnen und Euch erst einmal erholsame Herbstferien!

„Baustelle Kultusministerium – Pleiten, Pech und Pannen oder Kalkül?“ – Pressemitteilung des dlh vom 01.10.2020

Der Hygieneplan 6.0 hat die ministeriellen Schreibtische verlassen. Mal wieder ohne Einbezug der Personalvertretungsgremien und einen Tag vor Beginn der Herbstferien.

Dieser Zeitpunkt ist wieder denkbar ungünstig und vor allem zum Nachteil aller schulischen Bediensteten. An einen unbeschwerten Beginn der unterrichtsfreien Zeit ist zum dritten Mal in diesem Jahr nicht zu denken. Es gilt, in kürzester Zeit 19 Seiten Hygieneplan zu lesen und in den Schulalltag nach den Herbstferien zu integrieren.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass diese Vorgehensweise des Ministeriums wieder in eine Beschneidung der Erholungszeit der ohnehin schon belasteten Lehrerschaft mündet, insbesondere der Schulleitungsteams.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit und Wertschätzung gegenüber Lehrkräften sieht anders aus!

 

Wiesbaden, den 01.10.2020        Annabel Fee und Kerstin Jonas

 

Hier erhalten Sie die Pressemitteilung zum Download.

Stellungnahme des dlh vom 25.09.2020 zu den Empfehlungen der Leopoldina aus der 6. Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie: Wirksame Regeln für Herbst und Winter aufstellen“ vom 23.09.2020

Aus der kürzlich publizierten 6. Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie: Wirksame Regeln für Herbst und Winter aufstellen“ der Leopoldina ist zu entnehmen, dass die Einhaltung der AHA-Regeln nach wie vor den besten Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus bietet. Eine Einhaltung der AHA-Regeln ist jedoch nur möglich, wenn in den Schulen die Lerngruppen entsprechend verkleinert werden.

Aus dem Befund, dass „in Aerosolen auch im Abstand von mehr als 2 m vermehrungsfähige Viren nachgewiesen werden“ konnten, zieht die Leopoldina die Schlussfolgerung, „dass größere Menschenansammlungen, bei denen das Einhalten der Abstandsregel, das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes und ein entsprechender Luftaustausch nicht ausreichend gewährleistet werden können, weiterhin nicht stattfinden sollten.“

Da in hessischen Klassen- und Kursräumen mindestens zwei der drei genannten Schutz-Bedingungen der AHA-Regeln, nämlich die Einhaltung der Abstandsregel und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, nicht erfüllbar sind, muss aus Gründen des Infektionsschutzes die Klassen- und Kursgröße deutlich reduziert sowie den räumlichen Begebenheiten angepasst werden, wo angemessenes Lüftungsverhalten nicht möglich ist. Diese Reduktion hätte zugleich den positiven Nebeneffekt, dass ein deutlich effektiveres und zielgerichtetes Lernen stattfinden könnte, was überfüllte Klassen zumeist verhindern. Jedwede Förderbedarfe ließen sich so ebenfalls leichter und individueller berücksichtigen.

Des Weiteren fordert der dlh die Ausstattung aller Schulformen mit CO2-Ampeln und Lüftungsanlagen, damit Schulgebäude generell zukunftsfähig ausgestattet sind. Denn ein gesundes Raumklima ist auch in Zukunft wichtig für das Zusammensein im Lebensraum Schule.

Der dlh mit seinen Gliedverbänden hphv, glb und VDL ruft daher die Landesregierung dazu auf, mit Hilfe eines Nachtragshaushalts finanzielle, personelle und räumliche Möglichkeiten – insbesondere durch eine Reduktion der Klassen- und Kursgrößen – zu einem wirksamen Gesundheitsschutz und angemessenen pädagogischen Rahmenbedingungen zu schaffen. Zum Wohle der Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler, Auszubildende und Studierende.

 

Nieder-Olm, den 25.09.2020

Thema „Überlastung im Lehrberuf“ – unsere dlh-Landesvorsitzende hat sich in der Fuldaer Zeitung dazu geäußert

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Landesvorsitzende Annabel Fee hat sich in der Fuldaer Zeitung dazu geäußert, dass die Belastung der Lehrkräfte in Hessen durch Corona keineswegs geringer geworden ist. Sie hat auch deutlich gemacht, dass der Umgang der Staatlichen Schulämter mit Überlastungsanzeigen nicht dem entspricht, was sich Kollegien darunter erhofft hatten. Lesen Sie selbst die Stellungnahme im Wortlaut:

Fuldaer Zeitung 18.09.2020

Schulen brauchen Luftfilter-Anlagen – der dlh Kassel kam in der HNA zu Wort

Der dlh-Kreisverband hat deutlich gemacht, dass Luftfilter für Schulen ein wichtiger Bestandteil eines effektiven Schutzes vor höheren Infektionszahlen in den kalten Monaten sind.

In der HNA wurde das Thema „Luftfilter in Klassenräumen“ am vergangenen Samstag angesprochen.

Lesen Sie hier, was der dlh-Kreisvorsitzende Boris Krüger dazu zu sagen hatte:

         

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – IV-2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

lesen Sie nachfolgenden die aktuelle Ausgabe der dlh-Nachrichten:

 

Corona – Sachstand und Ausblick

Seit den letzten dlh-Nachrichten vor den Sommerferien, Ende Mai, hat sich viel getan. Die Einschätzung der Infektionslage verändert sich fortlaufend, einhergehend mit teils sehr kurzfristigen Ankündigungen des Kultusministeriums. Dies bereitete nicht nur dem Hauptpersonalrat (HPRLL) in den Verhandlungen erhebliche Schwierigkeiten, sondern auch den Schulen, da sie sich mit Erlassen konfrontiert sahen, die teils sehr kurzfristige Umsetzungen erforderten. So war in diesen Sommerferien für Schulleitungen kaum an Erholung zu denken, da zunächst alle „Altlasten“ des vergangenen Schuljahres aufzuarbeiten waren und fast gleichzeitig die Vorbereitungen für das neue Schuljahr, das nahezu im Regelbetrieb starten sollte, beginnen mussten. Zusätzlich galt es, die spontan ins Leben gerufenen Sommercamps und Ferienakademien vorzubereiten bzw. die Auswahl des Personals hierfür vorzunehmen. So hatte auch der Hauptpersonalrat schon weit vor Ende der unterrichtsfreien Zeit seine Arbeit wieder aufgenommen und trat bereits zu Beginn der letzten Ferienwoche zusammen.

Auch während dieser Sitzung und zum Schreiben dieser Nachrichten war und ist die vorausschauende Betrachtung der Infektionslage und deren Auswirkungen auf den Schulbetrieb sehr schwierig. Einerseits haben Schülerinnen, Schüler und deren Eltern ein Recht auf Bildung, andererseits ist dies in Einklang mit ausreichendem Gesundheitsschutz zu bringen. Hierbei meint der dlh, dass ein ausreichender Gesundheitsschutz jedes Einzelnen Vorrang vor übereilten Maßnahmen zugunsten von „Normalbetrieb“ an den Schulen haben muss.

So zeigte sich bereits in der ersten Schulwoche, dass nicht nur wegen der Aussetzung des Abstandsgebotes im Klassenzimmer bereits mehrere Klassen und auch ganze Schulen geschlossen wurden und in Quarantäne kamen.

Der dlh ist der Auffassung, dass zusätzliche Ressourcen nicht nur für Hygieneschutzmaßnahmen, Digitalisierung und damit auch besseren Möglichkeiten für Distanzunterricht zu schaffen seien, sondern auch den Schulleitungen Mittel und Personal bereitgestellt werden sollten, damit diese für entsprechend kleinere Klassen sorgen können. Da der Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer bei Regelbetrieb nicht einzuhalten ist, könnte somit immerhin dafür Sorge getragen werden, dass Abstand (das seither wirksamste Mittel gegen die Ausbreitung des Virus) besser gewährleistet werden kann. Der dlh meint, dass 120 cm immer noch besser sind als 30 cm oder wenn Kinder ganz ohne Abstand nebeneinandersitzen.

Wie es im neuen Schuljahr 2020/2021 weiter gehen wird, ist aus Sicht des dlh schwer vorherzusagen. Maßgeblich werden dabei die Infektionszahlen eine Rolle spielen, die aktuell bedingt durch Reiserückkehrer signifikant steigen. Wie sich der herannahende Herbst und Winter auf die Pandemielage, insbesondere eine auftretende Grippewelle oder eine mögliche Mutation des Virus auswirken wird, ist unklar. Der dlh findet, dass durch die eingeleiteten Maßnahmen im Frühjahr, Deutschland und damit auch Hessen einen guten Stand im Vergleich mit anderen Ländern innehat. Diese gute Position sollte nicht durch leichtfertige, undurchdachte Maßnahmen oder andere Sorglosigkeiten riskiert werden. Das Virus ist nicht überwunden!

  

Wiederaufnahme des Regelbetriebs an hessischen Schulen

Viele Schulen, wie auch die Expertengruppe des Kultusministeriums, haben verschiedene Varianten für den Schulbetrieb vorgesehen. Zu diesen gehören auch Planungen für einen weiteren (lokalen) Lockdown oder einen sog. Hybridbetrieb, d. h. eine Mischform aus Präsenzunterricht und Distanzunterricht. Gestartet sind die Schulen alle, wie bekannt, nahezu im Regelbetrieb, der für alle Schülerinnen und Schüler tägliche Präsenz in der Schule vorsieht. Ausnahmen waren die Fächer und Unterrichtsgruppen, in denen eine starke Durchmischung der Schülerschaft gegeben war.

Insbesondere vor dem Schulstart kamen aus dem Kultusministerium mehrere Erlasse und Verordnungen sehr kurzfristig, so dass deren Inhalte kaum in Gänze vor Ort umzusetzen waren. Beispielsweise gab es für den Hygieneplan an Schulen mittlerweile die Version 5.0 – bis zum Erscheinen dieser Nachrichten könnte es durchaus sein, dass weitere Versionen erlassen werden. Einige wichtige Änderungen sind unter den Überschriften dieser Nachrichten aufgeführt.

Der dlh sieht es als notwendig an, dass der Umgang mit der Pandemie auch im Kultusministerium ständig neu bewertet werden muss. Allerdings sollte durch klare verbindliche Aussagen und die Beachtung von genügend Umsetzungszeit für die Erlasse ein Rahmen geschaffen werden, der die Rückkehr wieder hin zu mehr Normalität gelingen lässt. Ein Zustand, in dem das ganze Schulsystem in elementaren Dingen „auf Sicht“ gefahren wird, ist zu vermeiden.

Der dlh fordert zudem, dass die Personalvertretungen im Vorfeld von Entscheidungen in etwaige Planungen einbezogen werden, um die vertrauensvolle Zusammenarbeit zu gewährleisten.

 

QuisGS, Lehrkräfte an die Grundschulen!

Unter diesem Tagesordnungspunkt wurde mit dem Kultusministerium und der Lehrkräfteakademie (LA) der Quereinstieg in den Schuldienst für die Grundschulen verhandelt (QuisGS). Diese Maßnahme beruhte auf einer bereits vorhandenen, die nun für diese unter neuen Aspekten angepasst wurde. Dabei gab es sowohl in der Anzahl der zu haltenden Unterrichtsstunden als auch in einzeln zeitlichen Phasen Veränderungen, die gemeinsam mit dem Kultusministerium erörtert wurden.

Vergleicht man diese Maßnahme mit z. B. im beruflichen Bereich bereits aufgelegten Maßnahmen wie z. B. QuEM, so fiel sofort auf, dass die QuisGS-Maßnahme im Vergleich zu QuEM schlechter gestellt war. In QuEM studiert die jeweilige Person ein Fach und hat ein halbes Jahr Vorlaufzeit, obwohl an den beruflichen Schulen in diesem Feld ein Mangel herrscht. In der QuisGS-Maßnahme hingegen, werden die jeweiligen Personen zwei Fächer studieren, hätten keinen Vorlauf und unterrichten 15,5 Stunden.

Der Hauptpersonalrat steht auf dem Standpunkt, dass Personen nicht unterrichten sollten, die zuvor noch nie vor einer Klasse gestanden haben. Dem kann sich der dlh nur anschließen. Im Zuge von Qualitätssicherung, gerade in diesen bewegten Zeiten, sollte hierauf besonders Wert gelegt werden.

 

Videokonferenzen und Übertragung des Unterrichts auf private Endgeräte

Bereits während der Lockdown-Phase vor den Osterferien zeichnete sich ab, dass es ein Bedürfnis der Schülerinnen und Schüler und der Lehrerinnen und Lehrer nach persönlichen Kontakten gab. Da die Möglichkeit des persönlichen Kontaktes, der durch den weggefallenen Präsenzunterricht stark eingeschränkt war, entfallen war, nutzten viele Kolleginnen und Kollegen auf private Initiative und mit größtenteils eigenen Mitteln die Möglichkeit, über Videokonferenzsysteme von zu Hause aus mit ihren Schülerinnen und

Schülern in Kontakt zu treten. Dies erfolgte unter der Prämisse der Freiwilligkeit und den jeweiligen technischen Voraussetzungen vor Ort. Initiativen von Unternehmen und großen Konzernen (z. B. der Telekom) gaben Hilfestellung, um die Kommunikation über E-Mail und des Einsatzes von Lernplattformen zu ergänzen. Die Nutzung des Schulportals, das seinerzeit noch sehr überlastet war, war kaum möglich.

So hat an vielen Schulen auch Unterricht über Videokonferenzsysteme stattgefunden, die von der Lehrkraft von zu Hause aus in virtuellen Räumen eingerichtet wurden. Sprechstunden oder auch gemeinsame Gruppenzusammenkünfte konnten auf diese Weise auch über die Distanz gewährleistet werden.

In diesem Zusammenhang sieht der dlh das Kultusministerium in der Pflicht, auch die Lehrkräfte mit technischen Endgeräten auszustatten, die erbrachten Arbeitsleistungen im Fernunterricht anzuerkennen, anzurechnen und zu honorieren.

Zu Beginn der Sommerferien begannen zudem manche Schulträger, ohne Rücksprache mit Personalräten, Gewerkschaften, Lehrern, in Unterrichtsräumen Videokonferenzsysteme zu installieren, die es ermöglichen sollten einzelne Schüler direkt in den Unterricht hinzu zu schalten. Dies stieß auf entschiedenen Widerstand der betroffenen Kolleginnen und Kollegen, des dlh, seiner Mitgliedsverbände und deren Dachorganisation dbb.

Der dbb Hessen teilte die Auffassung der Kolleginnen und Kollegen und riet, den Hessischen Datenschutzbeauftragten zu involvieren. Die Personalräte wie auch der HPRLL sollten sich ebenfalls mit der Installation einer Videokamera befassen, da dadurch Lehrkräfte auch überwacht werden könnten. Somit ist der Personalrat nach § 74 Abs. 1 Nr. 17 HPVG in der Mitbestimmung.

Ernüchternd war die Information aus dem Kultusministerium, dass für eine solche Zuschaltung in den Präsenzunterricht zwar eine Zustimmung von allen Eltern und Schülern der Klasse benötigt werde, für die bereits Formvordrucke ausgeteilt wurden, nicht jedoch für Lehrkräfte, da eine diesbezügliche Anweisung über die Dienstordnung und das Direktionsrecht der Schulleitung möglich sei.

Dabei tritt aus Sicht des HPRLL und des dlh hier ein besonderes Problem auf: nämlich das des Schutzraumes im Klassenzimmer.

Der dlh ist der Auffassung, dass es für diese Zuschaltungen in den Regelunterricht hinein differenzierter Betrachtungen bedarf, bevor ohne Abwägung der Interessenslagen eine solche Hinzuschaltung in den Regelunterricht im Klassenzimmer umgesetzt wird.

Dabei sind auch alle rechtlichen Regelungen zu beachten, die in diesem Falle eine Rolle spielen. Zu nennen sind hierbei Persönlichkeitsrechte der Betroffenen, u. a. das Recht am eigenen Bild, die individuellen Rechte, die durch den Datenschutz gegeben werden, sowie auch urheberrechtliche Fragen. Man fragt sich, wie sich unter all diesen Aspekten Unterricht

auf Schülerinnen und Schüler auswirkt. Der dlh hat große Bedenken, dass die anwesenden Schülerinnen und Schüler gehemmt oder überdreht reagieren werden, wenn sie wissen, dass der Unterricht gefilmt wird. Laut Aussage des Kultusministeriums ist die Aufzeichnung des Unterrichts und die Verbreitung dieser Aufzeichnung zwar verboten, aber die Frage ergibt sich, welche Kontrollmöglichkeiten dafür vorhanden sind. Es ist jederzeit möglich einfach per Handy die Aufzeichnung mitzuschneiden und sie dann in sog. Soziale Netzwerke einzustellen.

Aus Sicht des dlh zu begrüßen ist, dass Landesmittel für die seitherige von zu Hause genutzte Software (wie. z. B Microsoft Teams oder Cisco Webex) für den kurzfristigen Einsatz im aktuellen Schuljahr zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen der Arbeiten am Schulportal soll zudem eine Einbindung einer professionellen Videokonferenzsoftware erfolgen. Dies bedarf allerdings einer europaweiten Ausschreibung, um unter anderem auch den datenschutzrechtlichen Anforderungen genügen zu können. Inwieweit das Kippen des sog. „Privacy-Shield“-Abkommens durch den Europäischen Gerichtshof hierauf Auswirkungen haben wird, ist derzeit offen.

  

Dienstliche E-Mail-Adressen

Die Verhandlungen mit dem Hessischen Kultusministerium bezüglich der dienstlichen E-Mail-Adressen begannen sehr frühzeitig in diesem Jahr. So war es auch trotz Lockdown möglich, wie vom Kultusminister angekündigt, eine Einführung der dienstlichen E-Mail-Adressen zum neuen Schuljahr zu ermöglichen. Dies ist über die Sommerferien erfolgt.

Aus Sicht des dlh ist es zu begrüßen, dass nun endlich, endlich nach sehr langer Zeit und langjährigen Forderungen auch des HPRLL, eine dienstliche E-Mail-Adresse für jede Lehrkraft zur Verfügung steht.

Jedoch spitzte sich im Zuge der Verhandlungen die Frage der verpflichtenden Nutzung immer mehr zu. Der HPRLL und der dlh sind der Auffassung, dass es zunächst von Seiten des Kultusministeriums sicherzustellen ist, dass jeder Lehrkraft auch die sächlichen.

Voraussetzungen (z.B. ein Dienstlaptop) bereitzustellen sind, bevor eine verpflichtende Nutzung eintreten kann. Dies ist seither aber nicht der Fall. An Schulen fehlt es an einer ausreichenden Anzahl an dienstlichen festen oder mobilen Endgeräten, die von jeder Lehrkraft genutzt werden könnte. Da sich Kultusministerium und HPRLL in der Frage der verpflichtenden Nutzung nicht einigen konnten, kam es per Ministerentscheid dazu, dass eine Übergangszeit bis 31.01.2021 eingerichtet wurde.

In der Zeit bis dahin können die Nutzer sich eingewöhnen und es können aktuell auftretende Probleme angegangen und behoben werden. Der dlh bestreitet nicht, dass bei solch einem großen Projekt, bei der jede Kollegin und jeder Kollege betroffen ist, wie im Übrigen bei

jedem größeren Softwareprojekt, Anfangsschwierigkeiten auftreten. Deshalb war es von Seiten des Ministers klug, eine Übergangszeit zu gewähren, um diese Anfangsschwierigkeiten zu beseitigen. Der dlhist überzeugt, dass sich im Laufe der Zeit von allein ein stärkerer verbindlicher Charakter einstellen wird und es einer verpflichtenden Regelung nicht notwendiger Weise bedurft hätte. In wieweit die aktuell auftretenden Probleme, z. B. dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung nur mit einem Android- oder Apple-Smartphone neueren Datums ausgeführt werden kann und auch die Frage der fehlenden Endgeräte, bis Anfang nächsten Jahres geklärt und behoben sind, werden die weiteren Gespräche im HPRLL zeigen.

Es bleibt für den dlh die Hoffnung, dass sich diese technischen und sächlichen Probleme in der Übergangszeit lösen lassen, und die Verhandlungen im HPRLL werden zeigen, ob der geplante Zeithorizont bis zum Januar für eine zufriedenstellende Umsetzung reicht.

 

Landesabiture in den Jahren 2021 und 2022

In den Verhandlungen im Vorfeld zum Landesabitur 2022 ist der Hauptpersonalrat eingestiegen in die Verhandlungen, weil die Dienststelle im Zuge einer Angleichung an die Vorgaben der Kultusministerkonferenz eine Verlegung des schriftlichen Abiturs von vor den Osterferien auf nach den Osterferien plante.

Diese Verlegung hat neben den Vorteilen, die sie zweifellos mit sich bringt, auch einige Schwierigkeiten aufgeworfen. Insbesondere sind dies die zeitgleichen Ausführungen von anderen Abschlussprüfungen in diesem Zeitraum und der damit einhergehenden Arbeitszeitverdichtung im Korrekturzeitraum, da die Osterferien nun nicht mehr zur Korrekturzeit der schriftlichen Abiturprüfungen zur Verfügung stehen. Dadurch entstehen Belastungsspitzen, die gerade in korrekturintensiven Fächern nicht durch die seitherigen den Schulen zur Verfügung stehenden Ressourcen abgefangen werden können.

Eine Aufstockung der zusätzlichen Ressourcen ist für die Schulen an dieser Stelle unerlässlich, da sie neben der aktuellen Belastungssituation durch die Pandemie diese nicht zusätzlich tragen können. Als Entlastungen denkbar sind hierbei Vertretungsmittel zur Bereitstellung von Vertretungsunterricht und damit die zur Verfügungstellung von Korrekturtagen, Entfall des Vertretungsunterrichtes für korrigierende Kolleginnen und Kollegen und Schaffung eines Zeitraumes in dem sich die Kolleginnen und Kollegen auf die Prüfung konzentrieren können.

Mittlerweile wurde durch einen Erlass bekannt, dass die Q4 zum 1. April 2021 enden soll, und die zeitlichen Regelungen, die für 2022 vorgesehen waren, bereits für 2021 gelten. Dies ergibt aus Sicht des dlh Sinn, da den Schülerinnen und Schülern somit vor der Prüfungsphase ein längerer Zeitraum (bis Ende der Osterferien) zur Verfügung steht, der genutzt werden kann um ggf. Versäumnisse während der Lockdownphase aufzuholen. Ebenso wurde im Zuge dieses Erlasses für das Landesabitur 2021 die Regelung zur Zulassung zum Abitur, betreffend der Anzahl der zu unterpunkteten Kurse für das nächste Jahr, ausgesetzt.

Der HPRLL erwartet zentrale Festlegungen vom Kultusministerium, die sicherstellen, dass Korrigierende nicht noch zusätzlich durch Vertretungsunterricht in Form von sog. Stattstunden belastet werden und auf eine Mindestanzahl von Korrekturtagen Anspruch haben. Damit sind zusätzliche Ressourcen für die Schulen unumgänglich.

Es kann aus Sicht des dlh nicht sein, dass Schulen mit den Aufgaben und der einhergehenden Arbeitszeitverdichtung allein gelassen werden.

Er fordert deshalb zusammen mit dem HPRLL das Kultusministerium dringend auf, die aus der Arbeitszeitverdichtung resultierenden Probleme ernst zu nehmen und mit entsprechenden zusätzlichen Ressourcen für die Kolleginnen und Kollegen gegenzusteuern.

 

Hygieneplan 4.0

Unter der Überschrift wurden die aktuellen Hygienepläne, die mittlerweile in der Version 5.0 und zum Erscheinen der Nachrichten wohl in weiteren Versionen vorliegen werden, im HPRLL zusammen mit dem Kultusministerium besprochen und verhandelt. Die Versionsnummern zeugen davon, dass im Laufe der letzten Monate der Hygieneplan immer wieder an die entsprechende (Infektions-)Lage angepasst und von Seiten des Kultusministeriums herausgegeben wurde. Diese bereiteten den Schulen aufgrund der Kurzfristigkeit ihres Bekanntwerdens zunehmende Probleme in der Umsetzung, sodass auch aktuell in bestimmten Bereichen keine zufriedenstellenden Lösungen vorgenommen werden konnten.

Auf Vorschlag des HPRLL gibt es eine Initiative an den Schulämtern, eine Stelle und Mittel einzurichten, die im Falle eines Falles den Schulen unbürokratische Hilfen zur Verfügung stellen kann, um Gesundheitsschutzmittel wie z. B. Trennwände, Schutzschilde, Desinfektionsspender anzuschaffen, falls Unklarheiten im Beschaffungsprozess auftreten.

Der dlh ist der Meinung, dass Schulen in die Lage versetzt werden sollten, bestmöglich für den Gesundheitsschutz der ganzen Schulgemeinde vorsorgen zu können. Dazu bedarf es gelegentlich der schnellen unbürokratischen Hilfe, falls zuständige Stellen dazu nicht in der Lage sind.

Der dlh erkennt ausdrücklich die Arbeit der Fachabteilung im Kultusministerium an, weiß er doch, wie schwierig eine schnelle Umsetzung der geforderten Hygienestandards im großen

System Schule allein mit seinen rund 60 000 Beschäftigten ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich im Zuge des herannahenden Herbstes keine Situation ergibt, die durch ihre Kurzfristigkeit den Schulen weitere Probleme in der Umsetzung beschert.

 

Veranstaltungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände glb, hphv und VDL

  • Die Veranstaltungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände wurden Corona bedingt abgesagt.
  • Der dlh weist darauf hin, dass der DLH-Ratgeber (Autor Herbert Grimme) in seiner 29. Auflage erschienen und über die Mitgliedsverbände verfügbar ist.

 

gez. Jürgen Hartmann

2020-IV dlh-Nachrichten

Wir wünschen einen guten Start in das neue Schuljahr – oder: Nach Corona ist vor der Wahl!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein neues Schuljahr bricht an. Und es wird wieder ein Jahr, was für uns maßgeblich von Personalratswahlen geprägt sein wird. Denn: Nach Corona ist vor der Wahl. 😉

Bis wir wissen, wann der Nachholtermin der Wahl sein wird, sind wir auch weiterhin für Sie da:

 

Herzliche Grüße von Ihrem dlh-Team und bleiben Sie gesund!

#personalratswahlen2021hessen

#gemeinsam_differenziert_lösungsorientiert

Der dlh-Kreisverband Bergstraße-Odenwald fordert:

Wir brauchen zuverlässige, datenschutzkonforme Hard- und Software. Die Einhaltung des Datenschutzes bei gleichzeitigem  Ausbau technischer Infrastruktur sind sicherzustellen. Das Kultusministerium muss ausschließen, dass durch den Einsatz von kommerzieller Software an Schulen Nutzerdaten von Schülern und Lehrkräften an ausländische Server geleitet werden, für die kein Datenschutz nach europäischem Standard gewährleistet ist. Das Hessische Schulportal muss ausgebaut und zukunftssicher gemacht werden. Digitale Endgeräte für Lehrerinnen und Lehrer fordern wir bereits seit Jahren. Wann kommen sie?

Der dlh-Kreisverband Bergstraße-Odenwald fordert:

Die Gesundheit aller Beteiligten im Schulsystem muss an erster Stelle stehen. Für die verlässliche Planung des neuen Schuljahrs muss Hessen die freiwilligen Corona-Testungen der Lehrkräfte (und Schüler) direkt an den Schulen anbieten und ausweiten. Praxistaugliche und aerosolvermindernde Lüftungskonzepte, Desinfektionsmittel und Hygienematerial müssen vor Ort zur Verfügung stehen, sonst kann kein voller Präsenzunterricht stattfinden.

Der dlh-Kreisverband Bergstraße-Odenwald fordert:

Die Beschulung der Schülerinnen und Schüler, die zur Risikogrupppe gehören und den Präsenzunterricht nicht besuchen, muss eine hohe Qualität haben und kann nicht zusätzlich zum regulären Unterricht geschultert werden. Hierfür benötigen wir zusätzliche zeitliche Ressourcen. Für die Zuschaltung hätte in den Sommerferien intensive technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Schulen und die Schülerschaft technisch auf einen aktuellen Stand zu bringen. Es hat sich jedoch im Bereich der Digitalisierung über die Ferien kein großer Fortschritt ergeben.

Pressemitteilung vom 12.08.2020: Ein reguläres Unterrichtsgeschehen fordert Rücksichtnahme und Umsicht von allen Beteiligten, aber wir freuen uns auf den Schulbeginn

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) hat die immer lauter werdenden Empfehlungen und Forderungen zur Einführung einer generellen Maskenpflicht im Unterricht mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen.

„Wir Lehrkräfte freuen uns auf den Schulbeginn. Unser Beruf und Schule leben durch direkte soziale Interaktion. Aber wenn der Schulbetrieb in einem relativ regulären Modus starten soll, ist eine Maskenpflicht ein wichtiger Faktor für den Infektionsschutz aller Beteiligten“, sagt die dlh-Landesvorsitzende Annabel Fee. „Dabei gilt es jedoch zu bedenken, dass dies in der Theorie recht einfach klingt, in der Praxis aber beim permanenten Tragen von Masken – auch im Unterricht – einige Schwierigkeiten entstehen.“

Kommunikationseinschränkungen durch fehlende Mimik (gerade im Fremdsprachenunterricht und in der sonderpädagogischen Förderung im Einzelsetting sind Mundbilder und die Mimik des Gegenübers unabdingbar), erschwerte Verständlichkeit von Sprache (bei Nebengeräuschen und undeutlicher, leiser Aussprache erschweren Missverständnisse den Austausch untereinander) und Fehldeutungen von Gesagtem (anhand der Mimik des Gegenübers lassen sich Subtexte innerhalb der Kommunikation besser erfassen).

Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die hohen Temperaturen in den Schulgebäuden im Hoch- und Spätsommer: viele Gebäude verfügen nicht über adäquaten Wärmeschutz, mit Mund-Nasen-Schutz überhitzt der Körper noch schneller.

Maskenhygiene ist schwer zu überwachen: häufiges Wechseln der Masken ist aufgrund von Durchfeuchtung notwendig; bei den Schüler*innen besteht keine Chance zu kontrollieren, ob die Maskenhygiene ordnungsgemäß erfolgt.

„Durch die Ankündigung des Regelbetriebs nach den Sommerferien wurde sich zu wenig damit auseinandergesetzt, dass das lokale Infektionsgeschehen uns die Art und Weise des Schulbetriebs vorgibt“, führt sie aus. „Statt einer Maskenpflicht im Unterricht wäre das Beibehalten des Abstandsgebots durch kleinere Lerngruppen besser gewesen. Denn nach wie vor ist Abstand der beste Schutz.“

Der dlh fordert daher:

  • Eine Maskenpflicht im Unterricht soll sich am lokalen Infektionsgeschehen orientieren.
  • Die Abstandsregel soll möglichst wieder eingeführt werden.
  • Der Verbleib in festen Lerngruppen sollte unbedingt angestrebt werden.
  • Der Einsatz von Visieren muss dort erfolgen, wo Masken Probleme verursachen.
  • Plexiglasscheiben für (sonderpädagogische) Förderung müssen seitens des Dienstherrn zu Verfügung gestellt werden.
  • Genügend Schutzausrüstung muss für alle Lehrkräfte, sozialpädagogische Kräfte, Schüler*innen und in Schulen Tätigen bereitgestellt werden.

Pressemitteilung Maskenpflicht im Unterricht 20200812

News aus dem dlh-Kreisverband Bergstraße-Odenwald 08-2020

Steigende Infektionszahlen und Rückkehr zum Regelbetrieb- wie passt das zusammen?

Forderungen des DLH Kreisverbandes Bergstraße-Odenwaldkreis

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres schnellen die Infektionszahlen in Hessen in die Höhe. Im Kreis Bergstraße verzeichnen wir ebenfalls steigende Infektionszahlen. Diese Situation war bereits vor den Ferien absehbar: Lockerungen und Reiserückkehr mussten unvermeidlich zu einem Anstieg der Neuinfektionen führen. Der Plan, nach den Sommerferien zum Regelbetrieb an Schulen zurückzukehren, stößt immer mehr auf Kritik. Hessens Kultusminister hält trotzdem daran fest, dass die Abstandsregeln, die für den öffentlichen Raum gelten, in den Schulen ausgesetzt werden. Kaum verwunderlich, dass Lehrkräfte, Eltern und Schüler mit einem mulmigen Gefühl auf den Schulstart am 17.08. blicken.

Daher fordern wir im dlh deutlich umfassendere Innovationen in grundlegenden pädagogischen, technischen, gesundheitsrelevanten und schulorganisatorischen Rahmenbedingungen.

 

  1. Echte Vorbereitungsmaßnahmen statt Abwarten

In Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen sind im Laufe des Schuljahres verschiedene lokale oder flächendeckende Szenarien für den Schulbetrieb denkbar, von einer Aussetzung des Schulbetriebs bis hin zu verschiedenen Hybridformen des Unterrichts. Sind die Schulen ausreichend auf diese Szenarien vorbereitet? Vorbereitungen und Planungen für hybriden Unterricht oder Fernunterricht wurden nicht in dem Maße getroffen, um gut gerüstet in das neue Schuljahr zu starten. Bspw. zur Zuschaltung der Risikoschülerinnen und -schüler hätten in den Sommerferien intensive technische Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Schulen und die Schülerschaft technisch auf einen aktuellen Stand zu bringen. Es hat sich jedoch im Bereich der Digitalisierung über die Ferien kein großer Fortschritt ergeben.

  1. Tests und Schutzausrüstungen ausweiten -schnell & unkompliziert vor Ort-

Die Gesundheit aller Beteiligten im Schulsystem muss an erster Stelle stehen. Für die verlässliche Planung des neuen Schuljahrs sollte Hessen die freiwilligen Corona-Testungen der Lehrkräfte (und Schüler) flächendeckend direkt an den Schulen anbieten und ausweiten. Praxistaugliche und aerosolvermindernde Lüftungskonzepte, Desinfektionsmittel und Hygienematerial müssen vor Ort zur Verfügung stehen, sonst kann kein voller Präsenzunterricht stattfinden.

  1. Digital unterstützter Unterricht

Bei einer sich ändernden Infektionslage muss schnell auf ein Konzept für digitalen Unterricht auf Basis eines  zu erarbeitenden didaktischen Konzeptes umgestellt werden. Materialien, Werkzeuge, Kommunikationswege und Standards der Leistungsbewertung hätten schon lange im Detail ausgearbeitet werden müssen. Moderner Unterricht verlangt den Einsatz von digitalen Medien. Dazu hätten sämtliche Schulen in den Sommerferien 2020 so instand gesetzt werden müssen, dass alle Lehrkräfte mit allen Schülern mit den zur Verfügung gestellten eigenen digitalen Endgeräten rechtssicher und datenschutzkonform über die digitale Plattform der Schule kommunizieren und lehrplanbezogen interagieren können. Im Notfall kann der digital unterstützte Präsenzunterricht aufgrund der von Kultus- und  Gesundheitsbehörden regional beurteilten Infektionslage durch Fernunterricht phasenweise ersetzt werden – mit Teilnahmepflicht, verbindlich zu erreichenden Kompetenzzielen und klaren Vorgaben für Leistungserhebungen und -bewertungen.

  1. Datenschutzkonforme Tools und Kommunikationswege

Der Ausbau des Hessenportals ist noch nicht weit genug vorangeschritten. Funktionalitäten wie die Videochatfunktion fehlen nach wie vor. Lehrkräfte sind gezwungen auf kommerzielle Anbieter auszuweichen, bei denen der Datenschutz nicht immer EU-konform ist. Die dienstlichen Mails sind generell begrüßenswert, mit der Authentifikation über ein privates Smartphone und der fehlenden Synchronisationsmöglichkeit jedoch nicht praxistauglich.

  1. Förderangebote und Unterstützung statt

Für den digital unterstützten Präsenzunterricht im Schuljahr 2020/21 müssen neben dem Regelunterricht dauerhaft Förderangebote zur Verfügung gestellt werden, um Schülerinnen und Schüler bedarfsorientiert beim Erreichen der angestrebten Bildungsstandards zu unterstützen. Dazu bedarf es der Nutzung aller vorhandenen personellen Ressourcen, um durch größere Lehrerreserven an den Schulen bessere Fördermöglichkeiten und Differenzierungsangebote zu schaffen. Das bedeutet eine schulartspezifische Einstellung zum kommenden Schuljahr über Bedarf bis zu 130 Prozent ebenso wie den Einsatz erheblicher zusätzlicher finanzieller Mittel, um auch kurzfristig deutlich mehr  freiwillige Förderangebote zur Verfügung zu stellen.

  1. Senkung der Pflichtstunden für Zusatzaufgaben

Digitale Sprechstunden zwischen Lehrkräften, Eltern, Betrieben und Schülern sollten in das Unterrichtsdeputat integriert und wöchentlich zweistündig für potentiell versetzungsgefährdete Schüler und deren Eltern sowie für interessierte Eltern und Schüler durchgeführt werden. Dazu ist das Unterrichtsdeputat um mindestens eine Stunde zu erhöhen.Die Beschulung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler der Risikogruppe kann nicht nebenbei geschultert werden und muss entsprechend auf die Deputatsstundenzahl angerechnet werden.

  1. Digitale Endgeräte für Lehrkräfte

  2. Digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler

  3. Klare Regelungen

Die außergewöhnlichen Belastungen erfordern konsequente Maßnahmen: Kristallisationspunkte sind Mindestabstand, das Tragen von Masken, strenge Hygiene. Was jedoch fehlt, ist ein einheitliches Konzept.

  1. Fortbildung und Professionalisierung

Die neuen Aufgaben und Herausforderungen bedürfen neuer Kompetenzen von Seiten der Lehrkräfte. Hierfür fordern wir flächendeckende Fortbildungen und Umsetzung von Strategien.