Warum werden gleichwertige
Leistungen unterschiedlich bezahlt?

Antworten für Hessens Lehrkräfte

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – IV-2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

lesen Sie nachfolgenden die aktuelle Ausgabe der dlh-Nachrichten:

 

Corona – Sachstand und Ausblick

Seit den letzten dlh-Nachrichten vor den Sommerferien, Ende Mai, hat sich viel getan. Die Einschätzung der Infektionslage verändert sich fortlaufend, einhergehend mit teils sehr kurzfristigen Ankündigungen des Kultusministeriums. Dies bereitete nicht nur dem Hauptpersonalrat (HPRLL) in den Verhandlungen erhebliche Schwierigkeiten, sondern auch den Schulen, da sie sich mit Erlassen konfrontiert sahen, die teils sehr kurzfristige Umsetzungen erforderten. So war in diesen Sommerferien für Schulleitungen kaum an Erholung zu denken, da zunächst alle „Altlasten“ des vergangenen Schuljahres aufzuarbeiten waren und fast gleichzeitig die Vorbereitungen für das neue Schuljahr, das nahezu im Regelbetrieb starten sollte, beginnen mussten. Zusätzlich galt es, die spontan ins Leben gerufenen Sommercamps und Ferienakademien vorzubereiten bzw. die Auswahl des Personals hierfür vorzunehmen. So hatte auch der Hauptpersonalrat schon weit vor Ende der unterrichtsfreien Zeit seine Arbeit wieder aufgenommen und trat bereits zu Beginn der letzten Ferienwoche zusammen.

Auch während dieser Sitzung und zum Schreiben dieser Nachrichten war und ist die vorausschauende Betrachtung der Infektionslage und deren Auswirkungen auf den Schulbetrieb sehr schwierig. Einerseits haben Schülerinnen, Schüler und deren Eltern ein Recht auf Bildung, andererseits ist dies in Einklang mit ausreichendem Gesundheitsschutz zu bringen. Hierbei meint der dlh, dass ein ausreichender Gesundheitsschutz jedes Einzelnen Vorrang vor übereilten Maßnahmen zugunsten von „Normalbetrieb“ an den Schulen haben muss.

So zeigte sich bereits in der ersten Schulwoche, dass nicht nur wegen der Aussetzung des Abstandsgebotes im Klassenzimmer bereits mehrere Klassen und auch ganze Schulen geschlossen wurden und in Quarantäne kamen.

Der dlh ist der Auffassung, dass zusätzliche Ressourcen nicht nur für Hygieneschutzmaßnahmen, Digitalisierung und damit auch besseren Möglichkeiten für Distanzunterricht zu schaffen seien, sondern auch den Schulleitungen Mittel und Personal bereitgestellt werden sollten, damit diese für entsprechend kleinere Klassen sorgen können. Da der Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer bei Regelbetrieb nicht einzuhalten ist, könnte somit immerhin dafür Sorge getragen werden, dass Abstand (das seither wirksamste Mittel gegen die Ausbreitung des Virus) besser gewährleistet werden kann. Der dlh meint, dass 120 cm immer noch besser sind als 30 cm oder wenn Kinder ganz ohne Abstand nebeneinandersitzen.

Wie es im neuen Schuljahr 2020/2021 weiter gehen wird, ist aus Sicht des dlh schwer vorherzusagen. Maßgeblich werden dabei die Infektionszahlen eine Rolle spielen, die aktuell bedingt durch Reiserückkehrer signifikant steigen. Wie sich der herannahende Herbst und Winter auf die Pandemielage, insbesondere eine auftretende Grippewelle oder eine mögliche Mutation des Virus auswirken wird, ist unklar. Der dlh findet, dass durch die eingeleiteten Maßnahmen im Frühjahr, Deutschland und damit auch Hessen einen guten Stand im Vergleich mit anderen Ländern innehat. Diese gute Position sollte nicht durch leichtfertige, undurchdachte Maßnahmen oder andere Sorglosigkeiten riskiert werden. Das Virus ist nicht überwunden!

  

Wiederaufnahme des Regelbetriebs an hessischen Schulen

Viele Schulen, wie auch die Expertengruppe des Kultusministeriums, haben verschiedene Varianten für den Schulbetrieb vorgesehen. Zu diesen gehören auch Planungen für einen weiteren (lokalen) Lockdown oder einen sog. Hybridbetrieb, d. h. eine Mischform aus Präsenzunterricht und Distanzunterricht. Gestartet sind die Schulen alle, wie bekannt, nahezu im Regelbetrieb, der für alle Schülerinnen und Schüler tägliche Präsenz in der Schule vorsieht. Ausnahmen waren die Fächer und Unterrichtsgruppen, in denen eine starke Durchmischung der Schülerschaft gegeben war.

Insbesondere vor dem Schulstart kamen aus dem Kultusministerium mehrere Erlasse und Verordnungen sehr kurzfristig, so dass deren Inhalte kaum in Gänze vor Ort umzusetzen waren. Beispielsweise gab es für den Hygieneplan an Schulen mittlerweile die Version 5.0 – bis zum Erscheinen dieser Nachrichten könnte es durchaus sein, dass weitere Versionen erlassen werden. Einige wichtige Änderungen sind unter den Überschriften dieser Nachrichten aufgeführt.

Der dlh sieht es als notwendig an, dass der Umgang mit der Pandemie auch im Kultusministerium ständig neu bewertet werden muss. Allerdings sollte durch klare verbindliche Aussagen und die Beachtung von genügend Umsetzungszeit für die Erlasse ein Rahmen geschaffen werden, der die Rückkehr wieder hin zu mehr Normalität gelingen lässt. Ein Zustand, in dem das ganze Schulsystem in elementaren Dingen „auf Sicht“ gefahren wird, ist zu vermeiden.

Der dlh fordert zudem, dass die Personalvertretungen im Vorfeld von Entscheidungen in etwaige Planungen einbezogen werden, um die vertrauensvolle Zusammenarbeit zu gewährleisten.

 

QuisGS, Lehrkräfte an die Grundschulen!

Unter diesem Tagesordnungspunkt wurde mit dem Kultusministerium und der Lehrkräfteakademie (LA) der Quereinstieg in den Schuldienst für die Grundschulen verhandelt (QuisGS). Diese Maßnahme beruhte auf einer bereits vorhandenen, die nun für diese unter neuen Aspekten angepasst wurde. Dabei gab es sowohl in der Anzahl der zu haltenden Unterrichtsstunden als auch in einzeln zeitlichen Phasen Veränderungen, die gemeinsam mit dem Kultusministerium erörtert wurden.

Vergleicht man diese Maßnahme mit z. B. im beruflichen Bereich bereits aufgelegten Maßnahmen wie z. B. QuEM, so fiel sofort auf, dass die QuisGS-Maßnahme im Vergleich zu QuEM schlechter gestellt war. In QuEM studiert die jeweilige Person ein Fach und hat ein halbes Jahr Vorlaufzeit, obwohl an den beruflichen Schulen in diesem Feld ein Mangel herrscht. In der QuisGS-Maßnahme hingegen, werden die jeweiligen Personen zwei Fächer studieren, hätten keinen Vorlauf und unterrichten 15,5 Stunden.

Der Hauptpersonalrat steht auf dem Standpunkt, dass Personen nicht unterrichten sollten, die zuvor noch nie vor einer Klasse gestanden haben. Dem kann sich der dlh nur anschließen. Im Zuge von Qualitätssicherung, gerade in diesen bewegten Zeiten, sollte hierauf besonders Wert gelegt werden.

 

Videokonferenzen und Übertragung des Unterrichts auf private Endgeräte

Bereits während der Lockdown-Phase vor den Osterferien zeichnete sich ab, dass es ein Bedürfnis der Schülerinnen und Schüler und der Lehrerinnen und Lehrer nach persönlichen Kontakten gab. Da die Möglichkeit des persönlichen Kontaktes, der durch den weggefallenen Präsenzunterricht stark eingeschränkt war, entfallen war, nutzten viele Kolleginnen und Kollegen auf private Initiative und mit größtenteils eigenen Mitteln die Möglichkeit, über Videokonferenzsysteme von zu Hause aus mit ihren Schülerinnen und

Schülern in Kontakt zu treten. Dies erfolgte unter der Prämisse der Freiwilligkeit und den jeweiligen technischen Voraussetzungen vor Ort. Initiativen von Unternehmen und großen Konzernen (z. B. der Telekom) gaben Hilfestellung, um die Kommunikation über E-Mail und des Einsatzes von Lernplattformen zu ergänzen. Die Nutzung des Schulportals, das seinerzeit noch sehr überlastet war, war kaum möglich.

So hat an vielen Schulen auch Unterricht über Videokonferenzsysteme stattgefunden, die von der Lehrkraft von zu Hause aus in virtuellen Räumen eingerichtet wurden. Sprechstunden oder auch gemeinsame Gruppenzusammenkünfte konnten auf diese Weise auch über die Distanz gewährleistet werden.

In diesem Zusammenhang sieht der dlh das Kultusministerium in der Pflicht, auch die Lehrkräfte mit technischen Endgeräten auszustatten, die erbrachten Arbeitsleistungen im Fernunterricht anzuerkennen, anzurechnen und zu honorieren.

Zu Beginn der Sommerferien begannen zudem manche Schulträger, ohne Rücksprache mit Personalräten, Gewerkschaften, Lehrern, in Unterrichtsräumen Videokonferenzsysteme zu installieren, die es ermöglichen sollten einzelne Schüler direkt in den Unterricht hinzu zu schalten. Dies stieß auf entschiedenen Widerstand der betroffenen Kolleginnen und Kollegen, des dlh, seiner Mitgliedsverbände und deren Dachorganisation dbb.

Der dbb Hessen teilte die Auffassung der Kolleginnen und Kollegen und riet, den Hessischen Datenschutzbeauftragten zu involvieren. Die Personalräte wie auch der HPRLL sollten sich ebenfalls mit der Installation einer Videokamera befassen, da dadurch Lehrkräfte auch überwacht werden könnten. Somit ist der Personalrat nach § 74 Abs. 1 Nr. 17 HPVG in der Mitbestimmung.

Ernüchternd war die Information aus dem Kultusministerium, dass für eine solche Zuschaltung in den Präsenzunterricht zwar eine Zustimmung von allen Eltern und Schülern der Klasse benötigt werde, für die bereits Formvordrucke ausgeteilt wurden, nicht jedoch für Lehrkräfte, da eine diesbezügliche Anweisung über die Dienstordnung und das Direktionsrecht der Schulleitung möglich sei.

Dabei tritt aus Sicht des HPRLL und des dlh hier ein besonderes Problem auf: nämlich das des Schutzraumes im Klassenzimmer.

Der dlh ist der Auffassung, dass es für diese Zuschaltungen in den Regelunterricht hinein differenzierter Betrachtungen bedarf, bevor ohne Abwägung der Interessenslagen eine solche Hinzuschaltung in den Regelunterricht im Klassenzimmer umgesetzt wird.

Dabei sind auch alle rechtlichen Regelungen zu beachten, die in diesem Falle eine Rolle spielen. Zu nennen sind hierbei Persönlichkeitsrechte der Betroffenen, u. a. das Recht am eigenen Bild, die individuellen Rechte, die durch den Datenschutz gegeben werden, sowie auch urheberrechtliche Fragen. Man fragt sich, wie sich unter all diesen Aspekten Unterricht

auf Schülerinnen und Schüler auswirkt. Der dlh hat große Bedenken, dass die anwesenden Schülerinnen und Schüler gehemmt oder überdreht reagieren werden, wenn sie wissen, dass der Unterricht gefilmt wird. Laut Aussage des Kultusministeriums ist die Aufzeichnung des Unterrichts und die Verbreitung dieser Aufzeichnung zwar verboten, aber die Frage ergibt sich, welche Kontrollmöglichkeiten dafür vorhanden sind. Es ist jederzeit möglich einfach per Handy die Aufzeichnung mitzuschneiden und sie dann in sog. Soziale Netzwerke einzustellen.

Aus Sicht des dlh zu begrüßen ist, dass Landesmittel für die seitherige von zu Hause genutzte Software (wie. z. B Microsoft Teams oder Cisco Webex) für den kurzfristigen Einsatz im aktuellen Schuljahr zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen der Arbeiten am Schulportal soll zudem eine Einbindung einer professionellen Videokonferenzsoftware erfolgen. Dies bedarf allerdings einer europaweiten Ausschreibung, um unter anderem auch den datenschutzrechtlichen Anforderungen genügen zu können. Inwieweit das Kippen des sog. „Privacy-Shield“-Abkommens durch den Europäischen Gerichtshof hierauf Auswirkungen haben wird, ist derzeit offen.

  

Dienstliche E-Mail-Adressen

Die Verhandlungen mit dem Hessischen Kultusministerium bezüglich der dienstlichen E-Mail-Adressen begannen sehr frühzeitig in diesem Jahr. So war es auch trotz Lockdown möglich, wie vom Kultusminister angekündigt, eine Einführung der dienstlichen E-Mail-Adressen zum neuen Schuljahr zu ermöglichen. Dies ist über die Sommerferien erfolgt.

Aus Sicht des dlh ist es zu begrüßen, dass nun endlich, endlich nach sehr langer Zeit und langjährigen Forderungen auch des HPRLL, eine dienstliche E-Mail-Adresse für jede Lehrkraft zur Verfügung steht.

Jedoch spitzte sich im Zuge der Verhandlungen die Frage der verpflichtenden Nutzung immer mehr zu. Der HPRLL und der dlh sind der Auffassung, dass es zunächst von Seiten des Kultusministeriums sicherzustellen ist, dass jeder Lehrkraft auch die sächlichen.

Voraussetzungen (z.B. ein Dienstlaptop) bereitzustellen sind, bevor eine verpflichtende Nutzung eintreten kann. Dies ist seither aber nicht der Fall. An Schulen fehlt es an einer ausreichenden Anzahl an dienstlichen festen oder mobilen Endgeräten, die von jeder Lehrkraft genutzt werden könnte. Da sich Kultusministerium und HPRLL in der Frage der verpflichtenden Nutzung nicht einigen konnten, kam es per Ministerentscheid dazu, dass eine Übergangszeit bis 31.01.2021 eingerichtet wurde.

In der Zeit bis dahin können die Nutzer sich eingewöhnen und es können aktuell auftretende Probleme angegangen und behoben werden. Der dlh bestreitet nicht, dass bei solch einem großen Projekt, bei der jede Kollegin und jeder Kollege betroffen ist, wie im Übrigen bei

jedem größeren Softwareprojekt, Anfangsschwierigkeiten auftreten. Deshalb war es von Seiten des Ministers klug, eine Übergangszeit zu gewähren, um diese Anfangsschwierigkeiten zu beseitigen. Der dlhist überzeugt, dass sich im Laufe der Zeit von allein ein stärkerer verbindlicher Charakter einstellen wird und es einer verpflichtenden Regelung nicht notwendiger Weise bedurft hätte. In wieweit die aktuell auftretenden Probleme, z. B. dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung nur mit einem Android- oder Apple-Smartphone neueren Datums ausgeführt werden kann und auch die Frage der fehlenden Endgeräte, bis Anfang nächsten Jahres geklärt und behoben sind, werden die weiteren Gespräche im HPRLL zeigen.

Es bleibt für den dlh die Hoffnung, dass sich diese technischen und sächlichen Probleme in der Übergangszeit lösen lassen, und die Verhandlungen im HPRLL werden zeigen, ob der geplante Zeithorizont bis zum Januar für eine zufriedenstellende Umsetzung reicht.

 

Landesabiture in den Jahren 2021 und 2022

In den Verhandlungen im Vorfeld zum Landesabitur 2022 ist der Hauptpersonalrat eingestiegen in die Verhandlungen, weil die Dienststelle im Zuge einer Angleichung an die Vorgaben der Kultusministerkonferenz eine Verlegung des schriftlichen Abiturs von vor den Osterferien auf nach den Osterferien plante.

Diese Verlegung hat neben den Vorteilen, die sie zweifellos mit sich bringt, auch einige Schwierigkeiten aufgeworfen. Insbesondere sind dies die zeitgleichen Ausführungen von anderen Abschlussprüfungen in diesem Zeitraum und der damit einhergehenden Arbeitszeitverdichtung im Korrekturzeitraum, da die Osterferien nun nicht mehr zur Korrekturzeit der schriftlichen Abiturprüfungen zur Verfügung stehen. Dadurch entstehen Belastungsspitzen, die gerade in korrekturintensiven Fächern nicht durch die seitherigen den Schulen zur Verfügung stehenden Ressourcen abgefangen werden können.

Eine Aufstockung der zusätzlichen Ressourcen ist für die Schulen an dieser Stelle unerlässlich, da sie neben der aktuellen Belastungssituation durch die Pandemie diese nicht zusätzlich tragen können. Als Entlastungen denkbar sind hierbei Vertretungsmittel zur Bereitstellung von Vertretungsunterricht und damit die zur Verfügungstellung von Korrekturtagen, Entfall des Vertretungsunterrichtes für korrigierende Kolleginnen und Kollegen und Schaffung eines Zeitraumes in dem sich die Kolleginnen und Kollegen auf die Prüfung konzentrieren können.

Mittlerweile wurde durch einen Erlass bekannt, dass die Q4 zum 1. April 2021 enden soll, und die zeitlichen Regelungen, die für 2022 vorgesehen waren, bereits für 2021 gelten. Dies ergibt aus Sicht des dlh Sinn, da den Schülerinnen und Schülern somit vor der Prüfungsphase ein längerer Zeitraum (bis Ende der Osterferien) zur Verfügung steht, der genutzt werden kann um ggf. Versäumnisse während der Lockdownphase aufzuholen. Ebenso wurde im Zuge dieses Erlasses für das Landesabitur 2021 die Regelung zur Zulassung zum Abitur, betreffend der Anzahl der zu unterpunkteten Kurse für das nächste Jahr, ausgesetzt.

Der HPRLL erwartet zentrale Festlegungen vom Kultusministerium, die sicherstellen, dass Korrigierende nicht noch zusätzlich durch Vertretungsunterricht in Form von sog. Stattstunden belastet werden und auf eine Mindestanzahl von Korrekturtagen Anspruch haben. Damit sind zusätzliche Ressourcen für die Schulen unumgänglich.

Es kann aus Sicht des dlh nicht sein, dass Schulen mit den Aufgaben und der einhergehenden Arbeitszeitverdichtung allein gelassen werden.

Er fordert deshalb zusammen mit dem HPRLL das Kultusministerium dringend auf, die aus der Arbeitszeitverdichtung resultierenden Probleme ernst zu nehmen und mit entsprechenden zusätzlichen Ressourcen für die Kolleginnen und Kollegen gegenzusteuern.

 

Hygieneplan 4.0

Unter der Überschrift wurden die aktuellen Hygienepläne, die mittlerweile in der Version 5.0 und zum Erscheinen der Nachrichten wohl in weiteren Versionen vorliegen werden, im HPRLL zusammen mit dem Kultusministerium besprochen und verhandelt. Die Versionsnummern zeugen davon, dass im Laufe der letzten Monate der Hygieneplan immer wieder an die entsprechende (Infektions-)Lage angepasst und von Seiten des Kultusministeriums herausgegeben wurde. Diese bereiteten den Schulen aufgrund der Kurzfristigkeit ihres Bekanntwerdens zunehmende Probleme in der Umsetzung, sodass auch aktuell in bestimmten Bereichen keine zufriedenstellenden Lösungen vorgenommen werden konnten.

Auf Vorschlag des HPRLL gibt es eine Initiative an den Schulämtern, eine Stelle und Mittel einzurichten, die im Falle eines Falles den Schulen unbürokratische Hilfen zur Verfügung stellen kann, um Gesundheitsschutzmittel wie z. B. Trennwände, Schutzschilde, Desinfektionsspender anzuschaffen, falls Unklarheiten im Beschaffungsprozess auftreten.

Der dlh ist der Meinung, dass Schulen in die Lage versetzt werden sollten, bestmöglich für den Gesundheitsschutz der ganzen Schulgemeinde vorsorgen zu können. Dazu bedarf es gelegentlich der schnellen unbürokratischen Hilfe, falls zuständige Stellen dazu nicht in der Lage sind.

Der dlh erkennt ausdrücklich die Arbeit der Fachabteilung im Kultusministerium an, weiß er doch, wie schwierig eine schnelle Umsetzung der geforderten Hygienestandards im großen

System Schule allein mit seinen rund 60 000 Beschäftigten ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich im Zuge des herannahenden Herbstes keine Situation ergibt, die durch ihre Kurzfristigkeit den Schulen weitere Probleme in der Umsetzung beschert.

 

Veranstaltungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände glb, hphv und VDL

  • Die Veranstaltungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände wurden Corona bedingt abgesagt.
  • Der dlh weist darauf hin, dass der DLH-Ratgeber (Autor Herbert Grimme) in seiner 29. Auflage erschienen und über die Mitgliedsverbände verfügbar ist.

 

gez. Jürgen Hartmann

2020-IV dlh-Nachrichten

Neues aus dem Hauptpersonalrat – die dlh-Nachrichten II-2020 und III-2020

Inhalt der dlh-Nachrichten II-2020 und III-2020

 

Corona-Pandemie

Dienstliche Emailadressen

Feste Zuweisung von Förderschullehrkräften an die Grundschulen

Einstellungsverfahren in den Vorbereitungsdienst zum 01. Mai 2020

Personalratswahlen am 12./13. Mai 2020

Themenkomplex Homeschooling

Zusammenarbeit mit Ditib

Änderungsverordnung zur Durchführung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes

Verpflichtende Abordnung von gymnasialen Lehrkräften an Grundschulen

dlh-Landesvorsitz ab Juni 2020

Veranstaltungen und Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände glb, HPhV und VDL

 

 

Corona-Pandemie

Es ist absehbar, dass die Corona-Krise uns alle noch länger viel stärker tangiert als wir dies noch vor wenigen Wochen erwartet bzw. befürchtet hatten. Auch der Hauptpersonalrat (HPRLL), dessen erste Sitzung nach den Schulschließungen einvernehmlich abgesagt wurde, ist seither in seinem Arbeiten stark eingeschränkt. Vieles galt es in geordnete Bahnen zu bringen. So wurde z.B. das Kultusministerium (HKM) aufgefordert dafür zu sorgen, dass in den Schulamtsbezirken angeordnete Präsenzpflichten, teilweise für ganze Kollegien angeordnet, unterbleiben.

Da Großereignisse, wie z. B. die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele, verschoben wurden, war schnell absehbar, dass die Corona-Krise auch Einfluss auf die anstehenden Personalratswahlen nehmen wird. Der Hessische Landtag verabschiedete am 24. März ein Gesetz, mit dem die Personalratswahlen längstens bis zum 31. Mai 2021 verschoben werden können und die aktuellen Personalräte über den 31. Mai dieses Jahres hinaus im Amt bleiben. Dies hält der dlh in Anbetracht der Lage auch für sinnvoll.

Die Entscheidung, die Schulen vorerst bis zum Ende der Osterferien zu schließen, befürwortete der dlh ebenfalls. Auch hielt er die verordneten Kontaktbeschränkungen für eine richtige Maßnahme.

Die Maßnahmen zum Eindämmen des Virus müssen in regelmäßigen Abständen in den Blick genommen werden, um ein Anpassen an die aktuelle Lage zu gewährleisten und eine zweite Welle zu vermeiden. Die von der Landesregierung getroffenen einschneidenden Maßnahmen haben im Kultusbereich zu außergewöhnlichen Situationen, wie zum Beispiel das Homeschooling (siehe Abschnitt unten), die verbindlich umzusetzenden Hygieneregeln oder den Umgang mit Lehramtsprüfungen geführt.

Viele der aufgetretenen und weiterhin auftretenden Probleme, die die Corona-Pandemie hervorgerufen hat, tangieren selbstverständlicher Weise Unterricht und Schule im besonderen Maße, stellen sie doch einen integralen Bestandteil unserer Gesellschaft dar. So gab und gibt es vieles, das im Hauptpersonalrat diskutiert werden muss, was von zentraler Stelle regelungsbedürftig ist. Hier greifen auch Maßnahmen, die von anderen Ministerien erlassen wurden und deren Regelungen in Schule und auch im Kultusbereich Gültigkeit haben. An erster Stelle sei beispielsweise die Hygieneverordnung genannt, deren Umsetzung beim Wiederanfahren des Präsenzunterrichtes enormen Regelungsbedarf und große Belastung für jede einzelne Schule bedeutete.

Es erreichten in der vergangenen Zeit aber auch positive Nachrichten den Hauptpersonalrat. So zum Beispiel dass die Bundesregierung als Sofortmaßnahme und zur Ergänzung des Digitalpaktes zusätzlich 500 Mio. Euro zur Verfügung stellen werde. Diese Mittel werden auch in Hessen dringend gebraucht, um den durch die Landesregierung zügig umgesetzten Digitalpakt zu ergänzen. Auf Hessen sollen dabei ca. 40 Mio. Euro entfallen, die wie beim Umlageverfahren des Digitalpaktes auch durch landeseigene Mittel ergänzt werden. Konkret sollen diese Mittel unter anderem für digitale Endgeräte zur Verfügung stehen. Begrüßenswert aus Sicht des dlh ist die Ankündigung, dass diese Mittel bis zum Jahresende umgesetzt sein sollen.     

 

Dienstliche Emailadressen

Auch im HPRLL laufen dazu die Verhandlungen, damit die Emailadressen, wie bereits von Minister Lorz angekündigt, zum Sommer dieses Jahres eingeführt werden können. Inwieweit die Maßnahme, eine langjährige Forderung nicht nur des HPRLL, zeitlich gehalten werden kann, ist noch nicht absehbar. Hauptauseinandersetzungspunkt war die Form der Verbindlichkeit, mit der das im Lehrerbereich „neue“ Medium umgesetzt werden kann. Der dlh meint, dass sich die Verbindlichkeit sowieso nach und nach ergeben wird. Schade findet er, dass gerade bei Emails im Schulbereich nicht bereits eine Lösung existiert. Diese könnte nun unterstützend zur Kommunikation eingesetzt werden und die Kolleginnen und Kollegen in der Weise entlasten, dass weniger private Ressourcen eingesetzt werden müssten. Im Übrigen herrscht im Bereich der Digitalisierung enormer Aufholbedarf und es ist darüber nachzudenken, wie man Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Ausstattung auf ein angemessenes Maß bringt. Einiges in diesem Bereich wird von engagierten Kolleginnen und Kollegen auf Eigeninitiative und privater Basis geleistet, was in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes, geschweige denn in der Wirtschaft, undenkbar wäre. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass hessische Lehrerinnen und Lehrer in der großen Mehrzahl keinen Zugang zu einem Dienstrechner haben und ein Heimarbeitsplatz (mit den dazu nötigen digitalen Anforderungen wie Internetanschluss, PC oder Laptop und notwendige Geräte) ausschließlich auf privater Basis eingerichtet wird.

Hier werden, um der aktuellen Corona-Krise auch etwas Positives abzugewinnen, Handlungsfelder aufgezeigt, derer sich die Politik und die handelnden Personen (im Kultusbereich) annehmen können. So erscheint beispielsweise die Begrenzung eines Emailaccounts auf 1 GB in der aktuellen Situation etwas aus der Zeit gefallen.

In Bezug auf die Einführung von dienstlichen E-Mailadressen im Lehrerbereich konnte im Hauptpersonalrat trotz des Corona bedingten Ausfalles von Sitzungen vor Ostern der geplante zeitliche Ablauf mit dem Kultusministerium eingehalten werden. Dies ist umso mehr zu würdigen, angesichts des sog. Shutdowns, weil selbstverständlicher Weise auch die Tests und Vorbereitungen für die Einführung der E-Mailadressen durch die Corona-Pandemie tangiert waren. Sollten die weiteren Verhandlungen bezüglich der Richtlinie zur Einführung planmäßig verlaufen, sieht es zurzeit günstig für die Zurverfügungstellung der E-Mailadressen bis zum Sommer aus.

Der Hauptpersonalrat und der dlh sind der Auffassung, dass eine verpflichtende Nutzung von dienstlichen E-Mailadressen erst erfolgen kann, wenn für jede Lehrkraft durch Zurverfügungstellung eines dienstlichen Endgerätes auch auf die E-Mails zugegriffen werden kann.

 

Feste Zuweisung von Förderschullehrkräften an die Grundschulen

Im Rahmen eines Erlasses aus dem HKM wird die politische Forderung, die Grundschulen mit einer sonderpädagogischen Grundausstattung zu versehen, umgesetzt. Mit Beginn des Schuljahres 2020/2021 steht damit jeder Grundschule pro 250 Schülerinnen und Schülern eine feste Stelle einer Förderschullehrkraft für den inklusiven Unterricht zur Verfügung. In der Diskussion des HPRLL mit dem HKM ging es um die genaue Ausgestaltung des Erlasses, um sicherzustellen, dass sich Situationen von „Zwangsversetzungen“, wie vor Jahren bei Errichtung der Förderzentren (BFZ), nicht wiederholen. Dabei verwies das HKM darauf, dass es eine der ersten Amtshandlungen des jetzigen Ministers gewesen sei, die damalige Praxis der Versetzungen zu beenden und für über 200 Förderschullehrkräfte einen Bestandsschutz einzuführen.

Eine von vielen Fragen, die der HPRLL an das HKM hatte und die im Laufe der Erörterung geklärt werden konnten, war beispielsweise die Frage, ob eine Nichtteilnahme einer Grundschule dazu führen könne, dass sie weniger Stunden zugewiesen bekomme. Dabei erläuterte das HKM, dass Teilstunden und ggf. abweichende Regelungen in der Kommunikation vor Ort geregelt werden könnten. Auch die Frage, an welchen Konferenzen (des RBFZ oder der Schule) die Förderschullehrkraft nun vorrangig teilnehmen müsse, konnte der an manchen Stellen ausschweifenden Erläuterung entnommen werden. Alles in allem wurde vom HPRLL in dieser Erörterung eine Vielzahl von Aspekten angesprochen, deren umfassende Erläuterung den Rahmen dieser Nachrichten übersteigen würde.

Der dlh ist der Auffassung, dass diese umfassende Erörterung mit Sicherheit dazu beigetragen hat, die neuen Bedingungen für Förderschulkräfte zu klären und Transparenz zu schaffen. Ob das Modell von „festen“ Förderschullehrkräften an einer Grundschule sich etablieren wird, ist für den dlh fraglich, zumal es unter den Förderschullehrkräften verschiedene Spezialisierungsrichtungen gibt. Somit kann es aus Sicht des dlh vorkommen, dass es an einer Grundschule Kinder mit bestimmten Beeinträchtigungen gibt, aber die nun „feste“ Förderschullehrkraft nicht für diese spezifische Fachrichtung ausgebildet ist. Auch der umgekehrte Fall, dass es an der Grundschule keine Kinder mit Beeinträchtigungen gibt, für die die Förderschullehrkraft ausgebildet ist, könnte häufiger auftreten als dies vermutet wird.

 

Einstellungsverfahren in den Vorbereitungsdienst zum 01. Mai 2020

Auch bei dieser Runde der Einstellungen zum 01. Mai 2020 zeichnete sich das Bild ab, das nun schon seit längerem vorherrscht: Lehrermangel in vielen Bereichen!

So erhielten in diesem Durchgang wiederum fast alle Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschule ein Einstellungsangebot. In den Lehrämtern Förderschule und berufliche Schule erhielten alle Bewerberinnen und Bewerber des Hauptverfahrens ein Einstellungsangebot. Nur im gymnasialen Lehramt bleiben auch diesmal mehr als 400 Bewerbungen zunächst ohne Angebot, darunter Bewerbungen mit einem, zwei und drei Wartepunkten.

Der dlh konstatiert, dass sich insgesamt der Lehrermangel bemerkbar macht. Das HKM wäre gut beraten, für die Zukunft vorzusorgen. Hierbei wurden seitens des HKM schon einige Maßnahmen auf den Weg gebracht, wie beispielsweise die Erhöhung der Ausbildungskapazitäten.

Anderes wie bspw. die Einrichtung eines Korridors für die Besten eines Faches, d. h. kurzfristig über Bedarf einzustellen, erscheint für spätere Zeiten gerade im gymnasialen Bereich angebracht zu sein. Allgemein, so ist die Auffassung des dlh, wird man um eine Attraktivitätssteigerung für alle Lehrämter kaum herumkommen. Es ist an der Zeit, auch über einen Sprung von 105% auf zunächst 110% Unterrichtsabdeckung nachzudenken und zusätzliche Aufgaben mit ausreichenden zusätzlichen Ressourcen zu hinterlegen.

 

Personalratswahlen am 12./13. Mai 2020

Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch kein neuer Termin in Aussicht gestellt.

 

Themenkomplex Homeschooling

Unter diesem Stichpunkt wurden im Hauptpersonalrat mit dem Kultusministerium Fragen zur technischen Ausstattung, der Leistungsbewertung und des Datenschutzes angesprochen. Hier zeigte sich, dass viele der Fragen ad hoc schwierig zu beantworten waren, da sich vieles im Fluss befand – und auch zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Nachrichten noch befindet. Eine genaue Vorhersage konnte somit bei einzelnen Punkten nicht getroffen werden.

Hierbei ging es u.a. um den Erlass zur digitalen Kommunikation von Lehrkräften und ein Informationsblatt des hessischen Datenschutzbeauftragten. Dabei zeigte sich der Hauptpersonalrat ebenso wie das Kultusministerium verwundert über Stellungnahmen des Hessischen Datenschutzbeauftragten. Nicht nachvollziehbar sei für den Hauptpersonalrat die Aufweichung von Grundsätzen in den Datenschutzbestimmungen. Auch vom Kultusministerium werden Anwendungen wie z. B. WhatsApp oder Zoom als bedenklich eingestuft, zumal für deren dienstlichen Einsatz die Rechtsgrundlage fehlt.

Es gab Abstimmungsprozesse von Seiten des Ministeriums und des Datenschutzbeauftragten, um schnelle Hilfen und Handreichungen entwickeln zu können. Zur Kenntnis genommen wurde auch, dass die Server des Schulportals Hessen völlig überlastet gewesen seien. Hier wurde zügige Abhilfe versprochen.

Aus Sicht des dlh ist es bei der über die Lehrkräfteakademie häufig und verbreitet eingesetzte Lernplattform „Moodle“ wichtig, dass ausreichende Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, damit diese zur Zufriedenheit der Lehrkräfte wie auch der Schülerschaft funktionieren kann. Für das derzeit mit Aufnahmestopp weiterer Schulen versehene Schulportal wäre in den Sommerferien Gelegenheit zur weiteren Aufstockung der Kapazitäten.

 

Zusammenarbeit mit Ditib

Die Nachricht über die Aussetzung der Zusammenarbeit mit Ditib kam für den Hauptpersonalrat nicht völlig überraschend, gab es doch im Vorfeld mehrere Gutachten und Verhandlungen über satzungs- und vereinsrechtliche Belange. Letztendlich konnte Ditib keine Erklärung zur Unabhängigkeit vom türkischen Staat abgeben, und als Konsequenz wird die Zusammenarbeit zum Ende des laufenden Schuljahres eingestellt.

Der dlh findet, dass das Kultusministerium mit seinen angelaufenen Ersatzplanungen, z. B. mit der Einführung des Faches Islamunterricht gut aufgestellt ist. Auf ein vorhersehbares Ende der Zusammenarbeit sieht der dlh das Kultusministerium über sein zuständiges Fachreferat gut vorbereitet.

 

Änderungsverordnung zur Durchführung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes

Zunächst konnte im gemeinsamen Diskurs mit dem Kultusministerium und der Lehrkräfteakademie geklärt werden, dass die 15%-Kürzung der Bezüge der LiV nach dem Examen bis zu den Sommerferien ausgesetzt seien. Weiterhin gehe die Lehrkräfteakademie davon aus, dass erst nach den Sommerferien wieder Bedingungen gegeben seien, die eine Prüfung im Unterricht zulassen. Wiederholungsprüfungen sollen, wo immer dies realisierbar sei, noch in diesem Schuljahr erfolgen. Zu einer möglichen Verlängerung des Vorbereitungsdienstes wurde ausgeführt, dass diese längstens sechs Monate ab dem Termin der ursprünglichen Wiederholungsprüfung betrage. Dies sei aber davon abhängig, ob nach den Sommerferien eine Wiederholungsprüfung möglich sei. Eine Regelung, die 2. Staatsprüfung derzeit grundsätzlich als Videokonferenz abzuhalten, wird vom Hauptpersonalrat wie auch von der Lehrkräfteakademie als äußerst problematisch gesehen. Allenfalls könne man sich vorstellen, solche Prüfungen in Einzelfällen zu genehmigen, falls alle Beteiligten mit diesem Modus der Prüfung einverstanden seien. Die Beteiligung der Personalräte wird vom HKM und der Lehrkräfteakademie als selbstverständlich erachtet.

Der dlh meint dazu, dass von Seiten der Lehrkräfteakademie ein äußerst bedachtes Verhalten und eine kluge, flexible Vorgehensweise in Zusammenhang mit den stark veränderten Rahmenbedingungen in Bezug auf die Prüfungen der LiV gewählt wurde. So konnte in Abstimmung zwischen Kultusministerium und Hauptpersonalrat eine bestmögliche Abfederung der durch das Coronavirus entstandenen Situationen zum Wohle der LiV erreicht werden.

 

Verpflichtende Abordnung von gymnasialen Lehrkräften an Grundschulen

Mit der Pressemitteilung vom 24.04.2020 verkündete das Kultusministerium ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das u. a. vorsieht, Gymnasiallehrkräfte über eine verpflichtende Schulquote an Grundschulen zwangsabzuordnen. Diese nach §73 HPVG (Maßnahmen die keinen Aufschub dulden, können per vorläufiger Regelung umgesetzt werden) eingeleitete Maßnahme stößt in Hauptpersonalrat und dlh auf großes Unverständnis. Die beabsichtigte Zwangsabordnung von gymnasialen Lehrkräften wird für große Unruhe an den Schulen sorgen. Von der motivationalen Lage der betroffenen abgeordneten Lehrkraft abgesehen, wird diese Maßnahme enorme Sprengkraft an den Schulen haben, spiegeln sich doch erhebliche Unterschiede nicht nur in fachlichen Anforderungen und pädagogischen Gegebenheiten in den Berufsgruppen wider.

Auch die Umsetzung nach §73 erscheint dem Hauptpersonalrat mehr als fragwürdig.

Zum Redaktionsschuss ließ der Hauptpersonalrat ein Beschlussverfahren juristisch prüfen.  Schließlich ist der Lehrkräftemangel nicht „Corona“ geschuldet, sondern war in allen Lehrämtern außer dem gymnasialen schon seit geraumer Zeit präsent. Zudem ist mit dem Herauswachsen der Nulljahrgänge an den Gymnasien und Gymnasialzweigen, die bei einer Umstellung von G8 auf G9 entstanden sind, zu erwarten, dass der Bedarf an Gymnasiallehrkräften wieder steigt. Der dlh meint, dass der Lehrkräftemangel in den Grundschulen, der bereits seit einigen Jahren herrscht, nun nicht auf dem Rücken der Gymnasiallehrkräfte ausgetragen werden sollte und darf. Eine freiwillige Abordnung im Einvernehmen mit der betreffenden Lehrkraft und den beteiligten Schulen ist für den dlh akzeptabel, eine Zwangsabordnung über eine Dienstverpflichtung lehnt er kategorisch ab.

  

dlh-Landesvorsitz ab Juni 2020

Ab 1. Juni 2020 wird die momentane Fraktionssprecherin Annabel Fee den Landesvorsitz des dlh übernehmen, da Edith Krippner-Grimme zum 31.Mai 2020 dieses Amt niederlegen wird. Die Landesleitung dankt der scheidenden Landesvorsitzenden für ihren Einsatz und das langjährige Engagement und wünscht der neuen Landesvorsitzenden viel Erfolg im neuen Amt.

 

Veranstaltungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände glb, HPhV und VDL

  • Die Veranstaltungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände wurden Corona bedingt abgesagt.
  • Bitte beachten Sie die Ankündigungen auf den entsprechenden Webseiten:

 

 

Gez. Jürgen Hartmann                     Gekürzt durch Kerstin Jonas

Es ist amtlich: Die Personalratswahlen 2020 werden verschoben!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

geahnt haben wir es alle schon: der Termin für die Personalratswahlen 2020 ist – dank Corona – nicht zu halten!

Ein regulärer Ablauf des üblichen Procedere ist nicht möglich, wie der Hessische Landtag heute in einem eiligen Gesetzesentwurf bestätigt hat.

Wann der neue Wahltermin sein wird, ist noch nicht absehbar. Fakt ist aktuell nur, dass alle Wahlvorbereitungen einzustellen und die Wahlvorstände mit sofortiger Wirkung außer Amt sind.

Lesen Sie nachfolgend das Gesetz im Wortlaut:

Gesetz zur Verschiebung der Personalratswahlen 2020 – Drucksache 20/2566;
Einstellung der Wahlvorbereitungen und vereinfachte Beschlussfassung im Personalrat

Der Hessische Landtag hat heute das Gesetz zur Verschiebung der Personalratswahlen 2020 in der Fassung der Landtagsdrucksache 20/2566 (s. Anlage) beschlossen. Hierzu gebe ich folgende Hinweise:

  1. Das Gesetz bestimmt, dass die bisherigen Personalvertretungen über den 31. Mai 2020
    hinaus, längstens bis zum 31. Mai 2021, im Amt bleiben. Daher finden die regelmäßigen
    Personalratswahl 2020 nicht statt. Diesen Wahlen und den zu ihrer Vorbereitung und
    Durchführung bestellten Wahlvorständen ist damit die rechtliche Grundlage entzogen.
    Aufgrund dessen sind alle Vorbereitungsmaßnahmen für die Wahlen der
    Personalvertretungen, die dem Hessischen Personalvertretungsgesetz (HPVG) unterfallen,
    einzustellen. Dies gilt für die örtlichen Personalräte, Gesamt-, Bezirks- und
    Hauptpersonalräte wie auch die Jugend- und Auszubildendenvertretungen auf allen Ebenen.
    Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport ist ermächtigt, den Zeitraum für die
    Neuwahlen durch Verordnung festzulegen. Dies wird in Abstimmung mit den
    Spitzenverbänden der Gewerkschaften erfolgen, sobald absehbar ist, dass die Wahlen
    rechtssicher durchgeführt werden können. Spätester möglicher Wahlzeitraum ist nach dem
    Gesetz der Mai 2021. Für die Wahlen sind zu gegebener Zeit neue Wahlvorstände zu
    berufen. Hierzu wird eine rechtzeitige Information des Hessischen Ministeriums des Innern
    und für Sport erfolgen.
    Die Regelungen gelten für die regelmäßigen Personalratswahlen. Neuwahlen einzelner
    Personalräte aus den Gründen des § 24 Abs. 1 HPVG bleiben möglich.
  2. Durch das Gesetz wird ferner eine vorübergehende Ausnahme von der Regelung
    zugelassen, dass der Personalrat zu den Sitzungen persönlich zusammenkommen muss
    und nur beschlussfähig ist, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist (§ 34
    Abs. 1 und 2 HPVG). Personalratsbeschlüsse können vorübergehend auch im
    Umlaufverfahren oder durch elektronische Abstimmung (bspw. Telefonkonferenz, Mail)
    erfolgen. An die Stelle der anwesenden Mitglieder treten die erreichbaren Mitglieder.
    Dies bedeutet, dass der oder dem Vorsitzenden eine besondere Verantwortung zukommt.
    Sie oder er hat unter besonderer Berücksichtigung der Eilbedürftigkeit das
    Abstimmungsverfahren so zu gestalten, dass möglichst viele Personalratsmitglieder
    einbezogen werden. Sind einzelne Mitglieder gleichwohl nicht erreichbar, z.B. wegen
    Krankheit, treten für sie zunächst die Ersatzmitglieder ein. Sind auch diese nicht erreichbar,
    kann der Beschluss mit einfacher Mehrheit der erreichbaren Mitglieder bzw. Ersatzmitglieder
    wirksam getroffen werden.

Diese Ausnahmeregelung gilt vorübergehend bis zu den Neuwahlen der Personalräte.

(Quelle: Hessisches Ministerium des Innern und für Sport)

 

Und hier finden Sie das Original-Dokument:

2020-03-24 Erlass HMdIS Wahlverschiebung 2020

 

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) II-2020

Inhalt:

  • Corona-Pandemie
  • Dienstliche Emailadressen
  • Feste Zuweisung von Förderschullehrkräften an die Grundschulen
  • Elektronischer kreditorischer Workflow an Schulen
  • Haushaltsanforderungen des Hessischen Kultusministeriums (HKM)
  • Veranstaltungs-, Qualifizierungs- und Akkreditierungsmanagement
  • Einstellungsverfahren in den Vorbereitungsdienst zum 01. Mai 2020
  • Personalratswahlen am 12./13. Mai 2020
  • Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände glb, HPhV und VDL

 

Corona-Pandemie

Zum Zeitpunkt des Erstellens dieser Nachrichten am 20. März waren die ersten Tage der Schulschließungen verstrichen und wahrscheinlich die ersten technischen Schwierigkeiten wie Überlastung der Server etc. vielleicht bereits behoben. Zum heutigen Tag (02. April) haben alle an Schule Beteiligten fast drei Wochen Homeschooling hinter sich – und die Abiturientinnen und Abiturienten das schriftliche Abitur. Es ist absehbar, dass die Corona-Krise uns alle noch länger viel stärker tangiert als wir dies noch vor wenigen Wochen erwartet bzw. befürchtet hatten. Auch der Hauptpersonalrat (HPRLL), dessen erste Sitzung nach den Schulschließungen einvernehmlich abgesagt wurde, ist seither in seinem Arbeiten stark eingeschränkt. Vieles galt es in geordnete Bahnen zu bringen. So wurde das Kultusministerium (HKM) aufgefordert dafür zu sorgen, dass in den Schulamtsbezirken angeordnete Präsenzpflichten, teilweise für ganze Kollegien angeordnet, unterbleiben. Auch wurde gebeten, die Anordnung der sog. „externen Zweitkorrektur“ im Abitur zu revidieren, was bereits geschehen ist.

Wie die weitere Arbeitsweise des Gremiums sich gestalten wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Da Großereignisse, wie z. B. die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele, verschoben wurden, ist bereits absehbar gewesen, dass die Corona-Krise auch Einfluss auf die anstehenden Personalratswahlen nehmen wird. Der Hessische Landtag hat am 24. März ein Gesetz verabschiedet, mit dem die Personalratswahlen längstens bis zum 31. Mai 2021 verschoben werden können und die aktuellen Personalräte über den 31. Mai dieses Jahres hinaus im Amt bleiben. Dies hält der dlh in Anbetracht der Lage auch für sinnvoll.

Informationen über empfohlene Verhaltensweisen finden Sie auf den Webseiten

Die Entscheidung, die Schulen vorerst bis zum Ende der Osterferien zu schließen, befürwortet der dlh ebenfalls. Auch hält er die verordneten Kontaktbeschränkungen für eine richtige Maßnahme. In Abstimmung mit den anderen Bundesländern kann auf diese Weise vielleicht einem zu starken Anstieg der kritischen Fälle entgegengewirkt werden, um damit einer Überlastung des Gesundheitssystems vorzubeugen.

 

Dienstliche Emailadressen

Auch im HPRLL laufen dazu die Verhandlungen, damit die Emailadressen, wie bereits von Minister Lorz angekündigt, zum Sommer dieses Jahres eingeführt werden können. Inwieweit die Maßnahme, eine langjährige Forderung nicht nur des HPRLL, zeitlich gehalten werden kann, ist noch nicht absehbar. Hauptauseinandersetzungspunkt war die Form der Verbindlichkeit, mit der das im Lehrerbereich „neue“ Medium umgesetzt werden kann. Der dlh meint, dass sich die Verbindlichkeit sowieso nach und nach ergeben wird. Schade findet er, dass gerade bei Emails im Schulbereich nicht bereits eine Lösung existiert. Diese könnte nun unterstützend zur Kommunikation eingesetzt werden und die Kolleginnen und Kollegen in der Weise entlasten, dass weniger private Ressourcen eingesetzt werden müssten. Im Übrigen herrscht im Bereich der Digitalisierung enormer Aufholbedarf und es ist darüber nachzudenken, wie man Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Ausstattung auf ein angemessenes Maß bringt. Einiges in diesem Bereich wird von engagierten Kolleginnen und Kollegen auf Eigeninitiative und privater Basis geleistet, was in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes, geschweige denn in der Wirtschaft, undenkbar wäre. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass hessische Lehrerinnen und Lehrer in der großen Mehrzahl keinen Zugang zu einem Dienstrechner haben und ein Heimarbeitsplatz (mit den dazu nötigen digitalen Anforderungen wie Internetanschluss, PC oder Laptop und notwendige Geräte) ausschließlich auf privater Basis eingerichtet wird.

Hier werden, um der aktuellen Corona-Krise auch etwas Positives abzugewinnen, Handlungsfelder aufgezeigt, derer sich die Politik und die handelnden Personen (im Kultusbereich) annehmen können. So erscheint beispielsweise die Begrenzung eines Emailaccounts auf 1 GB in der aktuellen Situation etwas aus der Zeit gefallen.

 

Feste Zuweisung von Förderschullehrkräften an die Grundschulen

Im Rahmen eines Erlasses aus dem HKM wird die politische Forderung, die Grundschulen mit einer sonderpädagogischen Grundausstattung zu versehen, umgesetzt. Mit Beginn des Schuljahres 2020/2021 steht damit jeder Grundschule pro 250 Schülerinnen und Schülern eine feste Stelle einer Förderschullehrkraft für den inklusiven Unterricht zur Verfügung. In der Diskussion des HPRLL mit dem HKM ging es um die genaue Ausgestaltung des Erlasses, um sicherzustellen, dass sich Situationen von „Zwangsversetzungen“, wie vor Jahren bei Errichtung der Förderzentren (BFZ), nicht wiederholen. Dabei verwies das HKM darauf, dass es eine der ersten Amtshandlungen des jetzigen Ministers gewesen sei, die damalige Praxis der Versetzungen zu beenden und für über 200 Förderschullehrkräfte einen Bestandsschutz einzuführen.

Eine von vielen Fragen, die der HPRLL an das HKM hatte und die im Laufe der Erörterung geklärt werden konnten, war beispielsweise die Frage, ob eine Nichtteilnahme einer Grundschule dazu führen könne, dass sie weniger Stunden zugewiesen bekomme. Dabei erläuterte das HKM, dass Teilstunden und ggf. abweichende Regelungen in der Kommunikation vor Ort geregelt werden könnten. Auch die Frage, an welchen Konferenzen (des RBFZ oder der Schule) die Förderschullehrkraft nun vorrangig teilnehmen müsse, konnte der an manchen Stellen ausschweifenden Erläuterung entnommen werden. Alles in allem wurde vom HPRLL in dieser Erörterung eine Vielzahl von Aspekten angesprochen, deren umfassende Erläuterung den Rahmen dieser Nachrichten übersteigen würde.

Der dlh ist der Auffassung, dass diese umfassende Erörterung mit Sicherheit dazu beigetragen hat, die neuen Bedingungen für Förderschulkräfte zu klären und Transparenz zu schaffen. Ob das Modell von „festen“ Förderschullehrkräften an einer Grundschule sich etablieren wird, ist für den dlh fraglich, zumal es unter den Förderschullehrkräften verschiedene Spezialisierungsrichtungen gibt. Somit kann es aus Sicht des dlh vorkommen, dass es an einer Grundschule Kinder mit bestimmten Beeinträchtigungen gibt, aber die nun „feste“ Förderschullehrkraft nicht für diese spezifische Fachrichtung ausgebildet ist. Auch der umgekehrte Fall, dass es an der Grundschule keine Kinder mit Beeinträchtigungen gibt, für die die Förderschullehrkraft ausgebildet ist, könnte häufiger auftreten als dies vermutet wird.

 

Elektronischer kreditorischer Workflow an Schulen

In diesem Zusammenhang wurde vom HKM mitgeteilt, dass die ersten Pilotprojekte an verschiedenen Schulen zu Beginn dieses Jahres initiiert worden seien. Seither war es um dieses Projekt eher ruhig, so dass die flächendeckende Einführung erfolgversprechend erscheint. Zuvor werde selbstverständlich wieder in den HPRLL berichtet werden. Ob sich die flächendeckende Einführung des Workflows durch die Corona-Krise verzögern wird, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

 

Haushaltsanforderungen des Hessischen Kultusministeriums

Diese hatte der HPRLL beim HKM angefragt, damit zukünftige Ressourcenanforderungen für den Bildungsbereich nicht nur eingesehen werden können, sondern damit auch im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit die Sichtweise des HPRLL eingearbeitet werden könnte. Nicht zuletzt sind die Ressourcenzuweisungen in den Kultusbereich eine der Stellschrauben, die den Arbeitsalltag der Kolleginnen und Kollegen signifikant tangieren. Der Haushalt, der im aktuellen Haushaltsjahr 2020 für den Geschäftsbereich des Hessischen Kultusministeriums fast 6 Milliarden Euro ausweist, besteht zwar zu einem großen Anteil aus Personalkosten, aber selbst die besonderen Finanzierungsausgaben betragen davon über 1,7 Milliarden Euro. Der dlh meint, dass es sich lohnt die Anforderungen an zukünftige Haushalte lange genug im Vorfeld zu formulieren, um sich abzeichnenden Bedarfen gerecht zu werden. Dass hierbei ein gewisser zeitlicher Vorlauf vonnöten ist, ist bei einem Zahlenwerk von über 200 Seiten mehr als verständlich.

Der dlh hofft, dass trotz Corona-Pandemie eine Erläuterung der Vorstellungen des Ministeriums bis Ostern erfolgen kann.

Einstellungsverfahren in den Vorbereitungsdienst zum 01. Mai 2020

Auch bei dieser Runde der Einstellungen zum 01. Mai 2020 zeichnete sich das Bild ab, das nun schon seit längerem vorherrscht: Lehrermangel in vielen Bereichen!

So erhielten in diesem Durchgang wiederum fast alle Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschule ein Einstellungsangebot. In den Lehrämtern Förderschule und berufliche Schule erhielten alle Bewerberinnen und Bewerber des Hauptverfahrens ein Einstellungsangebot. Nur im gymnasialen Lehramt bleiben auch diesmal mehr als 400 Bewerbungen zunächst ohne Angebot, darunter Bewerbungen mit einem, zwei und drei Wartepunkten. Auffallend war in diesem Bereich der erhebliche Rückgang der Bewerbungen von ca. 1400 auf unter 1000. Die geeigneten Bewerbungen in den Mangelfächern (Kunst und Physik) konnten allesamt berücksichtigt werden. Diejenigen Bewerberinnen und Bewerber, denen kein Angebot unterbreitet wurde, erhielten mit den Absagebescheiden den Hinweis auf die Möglichkeit, sich für die Sondermaßnahme Grundschule zu bewerben.

Im gymnasialen Lehramt konnte mit bestimmten Fächern (Chemie, Informatik, ev. Religion, kath. Religion, Kunst, Mathematik, Musik, Physik) allen Bewerberinnen und Bewerbern ein Angebot unterbreitet werden, und es existieren keine Wartefälle. Hingegen verblieben jeweils über 100 Bewerberinnen und Bewerber in den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte, Philosophie/Ethik ohne Angebot.

Der dlh konstatiert, dass sich insgesamt der Lehrermangel bemerkbar macht. Das HKM wäre gut beraten, für die Zukunft vorzusorgen. Hierbei wurden seitens des HKM schon einige Maßnahmen auf den Weg gebracht, wie beispielsweise die Erhöhung der Ausbildungskapazitäten.

Anderes wie bspw. die Einrichtung eines Korridors für die Besten eines Faches, d. h. kurzfristig über Bedarf einzustellen, erscheint für spätere Zeiten gerade im gymnasialen Bereich angebracht zu sein. Allgemein, so ist die Auffassung des dlh, wird man um eine Attraktivitätssteigerung für alle Lehrämter kaum herumkommen. Es ist an der Zeit, auch über einen Sprung von 105% auf zunächst 110% Unterrichtsabdeckung nachzudenken und zusätzliche Aufgaben mit ausreichenden zusätzlichen Ressourcen zu hinterlegen.

 

Personalratswahlen am 12./13. Mai 2020

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es unklar, ob der Gesetzgeber den Termin verschieben wird.

 

Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände glb, HPhV und VDL

Aufgrund der Corona-Krise finden vorerst keine Veranstaltungen statt. Bitte beachten Sie die Ankündigungen auf den entsprechenden Webseiten:

dlh: https://deutscher-lehrerverband-hessen.de/

glb: https://www.glb-hessen.de/

HPhV: https://www.hphv.de/

VDL: https://vdl-hessen.info/

gez. Jürgen Hartmann

 

 

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) I-2020

Zum Inhalt:

  • Digitale Schule Hessen
  • 2. Landesweiter Schulischer Kongress – „Gutes Deutsch – bessere Chancen!“
  • Sondermaßnahme Islamischer Religionsunterricht
  • Landesticket 2020
  • Pädagogisch selbstständige Schule
  • Änderungen im Vorsitz des HPRLL und in der dlh-Fraktion
  • Personalratswahlen 12./13. Mai 2020

 

Digitale Schule Hessen

 Seit der Umsetzung des Digitalpaktes im Sommer 2019 beschäftigte dieses Thema über die Monate des Jahreswechsels auch den HPRLL. Insbesondere ging es hier um Informationen zu den einzelnen Sachständen wie bspw. Überlegungen zu Zeitplänen und die Klärung offener Fragen. Landesweit Einheitliches, wie zum Beispiel die dienstlichen Emailadressen, steht dabei eher im Fokus, da regionale Interessen bzgl. Ausstattung der Schulen über die Schulträger bedient werden. Der Hauptpersonalrat hat sich dafür eingesetzt, dass in den regionalen Steuergruppen auch die Gesamtpersonalräte entsprechend eingebunden werden, um sicherzustellen, dass die Interessen der Beschäftigten bei den Vorhaben auch berücksichtigt werden.

Befürchtet wurde in diesem Zusammenhang auch, dass einzelne Schulen bei der Vergabe der Projektmittel bevorzugt oder benachteiligt werden könnten. Dies ist aber aus Sicht des dlh weniger der Fall, vielmehr sind die Schulen damit beschäftigt ihr Alltagsgeschäft, einhergehend mit einer hohen Belastung gerade zum Halbjahreswechsel, zu schultern.

Der dlh meint, dass das Kultusministerium gut beraten ist, wenn es für die Personalvertretungen in diesem Prozess ein offenes Ohr hat, um unnötige weitere Belastungen in der Umsetzung des Digitalpaktes zu vermeiden. Schließlich sollten die Mittel, die den Schulen zur Verfügung stehen, gewinnbringend eingesetzt werden und damit auch zur Erleichterung im Unterrichtsalltag beitragen.

 

2. Landesweiter Schulischer Kongress – „Gutes Deutsch – bessere Chancen!“

 Von diesem Kongress, der am 02.11.2019 in der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt stattfand, wurde in den HPRLL berichtet. Nicht zuletzt auch durch die Kultusministerkonferenz (KMK), die im Dezember vergangenen Jahres entsprechende Leitlinien verabschiedete, war das Tagungsthema ein Wesentliches im letzten Jahr. Der dlh ist der Auffassung, dass sich Kultusminister Lorz als Präsident der KMK somit in zweifacher Weise diesem eine breite Zustimmung findenden Thema widmen konnte. Dass die Kolleginnen und Kollegen im allgemeinen als Hauptfaktor für Verbesserungen gesehen werden ist hierbei nicht verwunderlich, sind sie es, die in direkten Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten. Eine Unterstützung und teilweise pädagogische Entlastung könnte sich hierbei im Rahmen der Digitalisierung ergeben, etwa um auf die individuelle Entwicklung einzugehen.

Welche positiven Auswirkungen die initiierten Projekte und Maßnahmen bei den Schülerinnen und Schülern haben, wird die Zukunft zeigen, steht die deutsche Sprache in unmittelbarem Zusammenhang zu gelingender Integration. Deutsch-Vorlaufkurse sind dabei ein Element, das bei der nächsten Schulgesetzänderung verbindlich gemacht werden sollte.

  

Sondermaßnahme Islamischer Religionsunterricht

Das Kultusministerium teilte mit, dass gegen den seit Sommer 2019 eingeführten nicht-konfessionellen Islamunterricht rechtlich vorgegangen werde. Parallel dazu sind im Jahr 2019 Gutachten zum Thema Islamischer Religionsunterricht erstellt worden. DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) habe bereits verkündet, im Falle einer Ablehnung des in gemeinsamer Kooperation mit dem Land Hessen stattfindenden Unterrichts ebenfalls den Rechtsweg zu beschreiten. Eine Entscheidung hierzu wird in diesem Frühjahr erwartet.

Der dlh meint, dass parallel hierzu auch das Verhalten der Landesregierung zur beabsichtigten Errichtung dreier türkischer Schulen (eine davon in Frankfurt) interessant sein dürfte. Geht es doch letztendlich auch um die Einflussnahme des türkischen Staates auf die hier lebenden Kinder und Jugendlichen, die durch Artikel 7 Grundgesetz in Deutschland reglementiert ist.

  

Landesticket 2020

 Die Nachricht, dass das Landesticket auch weiterhin (2020 und 2021) Gültigkeit haben wird, erreichte gegen Ende des vergangenen Jahres auch den HPRLL. Erfreulich ist aus Sicht des dlh, dass keine Anrechnung auf die Entfernungspauschale erfolgen soll. Damit macht das Landesticket den öffentlichen Dienst durchaus attraktiver, und es haben damit die vielen Pendler, die nach wie vor auf ein KFZ angewiesen sind, keine Nachteile zu befürchten. Der dlh ist der Auffassung, dass für alle diejenigen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen können, das Landesticket nicht nur finanziell eine gute Sache ist.

Für alle Fragen rund um das Landesticket hat das Innenministerium eine FAQ-Seite eingerichtet. Man findet sie auf den Webseiten des Innenministeriums unter:

https://innen.hessen.de/buerger-staat/personalwesen/landesticket-fuer-hessen-unterwegs

 

 Pädagogisch selbstständige Schule

 Unter diesem Thema fragte der Hauptpersonalrat das Kultusministerium in Bezug auf den am 19.September 2019 (Abl. 10/2019) veröffentlichten Erlass (Pädagogisch Selbstständige Schule, PSES) u. a., warum dieser überhaupt nötig sei an. Vom Kultusministerium wurde erläutert, dass dieser Erlass zusätzlich zum Erlass der Selbstständigen Schule (SES) ergangen sei und diesen nicht einschränke. Der neue PSES-Erlass habe einen neuen Schwerpunkt und solle verdeutlichen, welche Möglichkeiten mit dieser Form der Selbstständigen Schule möglich seien.

Auch die Fragen hinsichtlich der Ausgestaltung der PSES wurden im Vorfeld erörtert, da es aus Sicht des Hauptpersonalrates und des dlh nicht sein kann, dass Schulen nicht wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie sich entschließen PSES zu werden. Eine Frage- und Antwortliste zur PSES wurde daraufhin dem Hauptpersonalrat zur Verfügung gestellt. Fragen zur Entlastung von zusätzlich auftretender Arbeit bei PSES (z. B. der Formulierung der Zeugnisse ohne Ziffernnoten oder dem zusätzlichen Elternsprechtag) konnten bis Redaktionsschluss nicht abschließend geklärt werden.

Der dlh ist der Auffassung, dass mit der Umwandlung in eine PSES für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen nicht nur durch die Umstellung, sondern auch durch die weiter durchzuführenden Besonderheiten an PSES, ein deutlicher Arbeits-Mehraufwand besteht. Wie der weitere Umgang und auch die Antragszahlen auf Umwandlung sich entwickeln bleibt abzuwarten.

 

Änderungen im Vorsitz des HPRLL und in der dlh-Fraktion

 Zum beginnenden Kalenderjahr gab es einige personelle Veränderungen im Gremium. Am Jahresende schied aufgrund des Erreichens der Altersgrenze Frau Monika Frobel als stellvertretende Vorsitzende und mit Ablauf des Januars Frau Angela Scheffels als langjährige Vorsitzende aus dem Gremium aus.

Der dlh überreichte kleine Präsente zum Abschied und wünschte beiden Kolleginnen für die Zukunft alles Gute.

Aus den Nachwahlen gingen bis zum Ende dieser Legislaturperiode Kollege Peter Zeichner (seither stellvertretender Vorsitzender) als Vorsitzender und Kollegin Cristina Nickel und Kollege Stefan Edelmann, jeweils als Stellvertreter hervor.

Der dlh gratuliert und wünscht viel Erfolg bei der Wahrnehmung der neuen Ämter.

Als neue 1. Nachrückerin und Gewerkschaftsvertreterin der dlh-Fraktion wird Kollegin Angelika Prinz-Glöckler in den Hauptpersonalrat nachrücken. Der aus dieser Position ausscheidenden Kollegin Ulrike Rau sei an dieser Stelle für ihr Engagement ein ganz herzliches und großes „Dankeschön“ gesagt.

  

Personalratswahlen am 12. und 13. Mai 2020

 Unter dem Motto „Antworten für Hessens Lehrkräfte“ zieht der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) in den diesjährigen Personalratswahlkampf.

Mit frischen Plakaten, markanten Forderungen und einem neuen Logo präsentiert sich der dlh selbstbewusst und informativ.

Zudem hat der dlh einen neuen Internetauftritt:

Unter: www.deutscher-lehrerverband-hessen.de finden Sie ab sofort alle wichtigen und aktuellen Informationen rund um den Wahlkampf.

Außerdem sind wir seit Dezember 2019 auch in den sozialen Medien präsent.

Auf Instagram ist der dlh unter: deutscher_lehrerverband_hessen zu finden, auf Facebook finden Sie uns unter: DL Hessen

Im Frühjahr 2020 können Sie gespannt auf eine Wahlkampfbroschüre des dlh sein, unter anderem mit einem umfangreichen Interview der Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten für den Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer.

 

gez. Jürgen Hartmann

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – V-2019

PDF-Datei

Inhalt: 

  • Einstellung in den Vorbereitungsdienst
  • Umzugspläne der Lehrkräfteakademie (LA)
  • UBUS-Fortbildungen
  • Konfessionsfreier Religionsunterricht
  • Digitale Schule Hessen
  • Gespräch mit Kultusminister Prof. Dr. Lorz
  • Wahlaufruf Personalratswahlen 12./13. Mai 2020

Einstellung in den Vorbereitungsdienst

Die Ergebnisse der Einstellung in den pädagogischen Vorbereitungsdienst zum 01.11.2019 wurden in den HPRLL berichtet. Hierbei konnten zunächst ca. 600 Bewerbungen im gymnasialen Lehramt nicht berücksichtigt werden, davon ca. 220 mit einem Wartepunkt und mehr. Somit ergibt sich, dass bei einer Zahl von über 1100 Bewerbungen im gymnasialen Bereich eine Quote von mehr als 50% ohne Angebot verbleibt. In allen anderen Lehrämtern konnte nahezu jede Bewerberin / jeder Bewerber mit einem Einstellungsangebot rechnen.

Im beruflichen Lehramt ist zu erkennen, dass auch diesmal wieder nur wenige Bewerbungen vorliegen. Wie in den letzten dlh-Nachrichten zum Einstellungstermin 01.05.2019 berichtet, sind es im gymnasialen Lehramt wieder die Fächer Chemie, Informatik, Kunst, Musik und Physik, in denen nahezu alle Bewerberinnen bzw. Bewerber eine Einstellung erhielten.

Signifikant war auch der Anteil der männlichen Bewerber insgesamt. Dieser geht scheinbar immer weiter zurück und liegt nunmehr bei weniger als ca. einem Drittel der Bewerbungen.

Der dlh meint, dass dies eine deutliche Schieflage zu Lasten der gymnasialen Bewerber darstellt, die so nicht bleiben sollte. Besonders ist hierbei zu erwähnen, dass selbst im gymnasialen Lehramt für sich genommen der Anteil der männlichen Bewerber unter 40% liegt und im Grundschullehramt noch einmal deutlich geringer ist und unter 12% liegt.

Umzugspläne der Lehrkräfteakademie (LA)

Nach Bekanntwerden der Pläne des Vermieters der Liegenschaft der LA in Frankfurt und einem damit drohenden Umzug der Beschäftigten, verlangte der HPRLL Auskunft vom Kultusministerium. Allein schon die Ankündigung eines drohenden Umzuges in eine ungünstigere (verkehrstechnische) Lage führte – verständlicherweise – zu Unruhe bei den Beschäftigten in Frankfurt. Wie zu hören war, habe der Vermieter der Liegenschaft eine Verlängerung des Mietvertrages angeboten, allerdings ohne eine dringend benötigte Sanierung. Weiterhin habe die LA zusätzlichen Platzbedarf durch weitere Aufgaben, unter anderem den Digitalpakt, die nun umgesetzt werden müssen. Das zusätzliche Personal, das dafür benötigt werde, könne nicht auch noch im Erwin-Stein-Haus untergebracht werden. Hier ist angedacht zu prüfen, ob weitere Objekte in der Umgebung angemietet werden können.

Der HPRLL und der dlh hoffen, dass sich die Situation klärt. Eine Situation, die den Beschäftigten wenig Verlässlichkeit bietet, ist auf Dauer nicht hinnehmbar. Gute Arbeitsbedingungen sind für alle Beschäftigten wichtig, und der dlh hofft, dass eine rasche Klärung erfolgt.

UBUS-Fortbildungen

In der Diskussion mit dem HPRLL ging es u. a. in der Diskussion um die Lage der Fortbildungstage. Hier monierte der HPRLL, dass einige der Fortbildungstage auf Samstagen liegen sollen. Das Kultusministerium begründete dies damit, dass, sollten die Tage unter der Woche liegen, Unterrichtsausfall auftrete. Durch Fortbildungen solle so wenig wie möglich Unterricht tangiert werden. Dies könne damit kompensiert werden, dass Arbeitszeit verrechnet oder entsprechende Zeit in der Schule erlassen werde.

Der HPRLL ist der Auffassung, dass die für UBUS-Kräfte geltende Arbeitszeit es nicht zulässt, dass Unterricht tangiert wird. Wird Arbeitszeit verrechnet, besteht die Gefahr, dass die UBUS-Kräfte ihre berechtigten Ansprüche nicht durchsetzen können und so zu ihren Lasten Mehrarbeit leisten. Dies sollte auf keinen Fall hingenommen werden. Zu Redaktionsschluss war klar, dass die Fortbildungsreihe auf das Frühjahr 2020 verschoben wird und noch Gespräche hinsichtlich der Anmerkungen, die der HPRLL in die Erörterung eingebracht hat, geführt werden müssen.

Konfessionsfreier Religionsunterricht

Aus dem Kultusministerium wurde bekannt, dass der konfessionsfreie Religionsunterricht nach den Sommerferien angelaufen sei. Diesen in einem Modellversuch eingerichteten nicht-konfessionellen Religionsunterricht können nun Kinder besuchen, die früher den islamischen Religionsunterricht besuchten. Der Zentralrat der Muslime stellte daraufhin einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Wiesbaden gegen diesen Unterricht. Dieser wurde vom Verwaltungsgericht zurückgewiesen, weil es den vorgebrachten Argumenten nicht folgen konnte. Der Antragsteller berief sich u. a. darauf, dass er in seinen Rechten als Religionsgemeinschaft betroffen sei, weil das Land Hessen gegen die Verfassung verstoße, indem es ohne Beteiligung von islamischen Religionsgemeinschaften einen islamischen Religionsunterricht anbiete.

Weiterhin wurde bekannt, dass keine Kinder aus dem Unterricht des neuen Modellversuchs abgemeldet wurden. Aus Sicht des dlh ist der neue Modellversuch die Konsequenz aus der andauernden Diskussion um die seitherige Beteiligung der Religionsgemeinschaften.

Digitale Schule Hessen

Die Umsetzung des Digitalpaktes durch die Landesregierung nimmt nun Formen an. Nach den Landtagsanhörungen, auf denen erstmals eine Grob-Planung vorgestellt wurde (berichtet in den dlh-Nachrichten IV), geht es nun in die Details. Konkrete Sachstände wurden und werden derzeit im HPRLL vorgestellt, um im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit eine mögliche Umsetzung zu diskutieren. Da zu den technischen Zielen wie Breitbandanschluss aller Schulen in Hessen, WLAN als Standard und die Ausstattung der Unterrichts- und Arbeitsräume für digitale Medien in den einzelnen Bausteinen auch die pädagogische Unterstützung gehört, wird über die Ausführungen z. B. durch die LA vieles zu besprechen sein. Vorgesehen ist hierbei, dass in fünf Jahren alle Schulen über ein Medienbildungskonzept verfügen. Dabei möchte das Land bei der Entwicklung unterstützen und fachlich beraten. Auch das bereits existierende Schulportal soll dabei von allen Schulen genutzt werden. Hinzu komme eine Aufstockung der Fortbildungsangebote und landesweite Angebote zum fachdidaktischen Einsatz digitaler Medien.

Der dlh meint, dies ist insgesamt ein Mammutprojekt, das für die Schulen einiges an Umstellung bedeutet. Dadurch, dass die Gelder größtenteils über die Schulträger und die LA zu kommen scheinen, gilt es auch die Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen mitzunehmen und während der Schulzeit entsprechende Freiräume zu schaffen. Dies kann durch Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung, eine Ausweitung der zur Verfügung stehenden Deputate oder weitere Maßnahmen geschehen, die dazu dienen, für Lehrerinnen und Lehrer eine zeitliche Entlastung während der Unterrichtszeit zu ermöglichen.

Gespräch mit Kultusminister Prof. Dr. Lorz

Die dlh-Landesleitung traf sich am 29.08.2019 mit Herrn Staatsminister Prof. Dr. Lorz zu einem informellen Austausch zu bildungspolitisch relevanten Herausforderungen. Im Vordergrund dieses Gespräches stand u. a. das Thema „Entlastungsmöglichkeiten für Lehrkräfte und Schulleitungen“. Hierbei ging es ganz konkret um die Möglichkeit, die vom HPhV bereits durchgesetzte Mentorenentlastung weiter aufzustocken. Darüber hinaus wurde die notwendige Erhöhung des Schuldeputates besprochen, um Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben weiter zu entlasten.

Als zweites Kernthema wurde die „Aufwertung des mittleren Bildungsabschlusses“ besprochen. In diesem Zusammenhang ging es vor allem um die Beibehaltung der Vielgliedrigkeit und Durchlässigkeit unseres Schulsystems. Der dlh machte deutlich, dass gerade dadurch individuelle und begabungsgerechte Förderung gewährleistet wird. Eine verstärkte Anbindung an Firmen könnte zudem die Abschlüsse in diesem Bereich attraktiver machen.

Ein weiteres Thema war die schon in die Jahre gekommene Entgeltordnung. Die dlh- Landesleitung wies darauf hin, dass die Entgeltordnung schon seit 2009 (Einführung des TV-H) besteht, noch viele Bestandteile des vorhergehenden Eingruppierungserlasses BAT beinhaltet und noch nie überarbeitet wurde. In den letzten Jahren sind sehr viele Kolleginnen und Kollegen im Angestelltenverhältnis an unsere Schulen gekommen, hier einige Beispiele: UBUS Kräfte (Unterrichtsbegleitende Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte), Quereinstieg, Kolleginnen und Kollegen die durch Weiterbildungsmaßnahmen in den Schuldienst gekommen sind, Fachlehrerinnen und Fachlehrer usw. Der dlh ist der Meinung, dass es sehr wichtig ist, die Entgeltordnung zu aktualisieren, um eine gerechte und der Ausbildung entsprechenden Entlohnung gewährleisten zu können.

Schlussendlich griff die dlh-Fraktion das Thema „Digitalisierung“ auf; die Einführung des „Schulportals Hessen“ wurde dabei ausdrücklich begrüßt und das Interesse signalisiert, diesen Prozess aktiv zu begleiten. Sorgen wurden dahingehend geäußert, dass die Umsetzung des Digitalpaktes hohe bürokratische Hürden mit sich bringt.

Insgesamt war es ein konstruktiver und wertschätzender Austausch zwischen dem dlh und dem Kultusminister, der auch zukünftig weitergeführt werden soll.

Wahlaufruf Personalratswahlen 12./13. Mai 2020

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

am 12. und 13. Mai kommenden Jahres können Sie wieder Ihre Personalvertretungen an den Schulen, den Staatlichen Schulämtern (GPRLL), beim Hessischen Kultusministerium (HPRLL) und im Falle der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst zusätzlich noch an den Studienseminaren wählen.

Der dlh bittet Sie: Unabhängig davon, ob Sie verbeamtet sind oder der Gruppe der Arbeitnehmer(innen) angehören – Nehmen Sie Ihr Recht wahr, damit diese Personalvertretungs-Gremien eine hohe Legitimation erhalten.

Informieren Sie sich über die „Programme“ der zur Wahl stehenden Verbände / Gewerkschaften / Listen und gleichen diese mit Ihren eigenen bildungspolitischen und berufspolitischen Forderungen und Vorstellungen ab.

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (dlh) und die ihn tragenden Verbände
(glb – Gesamtverband der Lehrer an beruflichen Schulen in Hessen,
HPhV – Hessischer Philologenverband, Gewerkschaft der Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer,
VDL – Verband der Lehrer Hessen, Lehrerinnen und Lehrer an Förder-, Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen)
würden sich freuen, Ihre Stimmen auf allen Ebenen zu erhalten.

Neuental, den 05.11.2019

gez. Jürgen Hartmann

PDF-Download

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – IV-2019

PDF-Datei

Inhalt:

  • Aufsichtsverordnung
  • Projekt E-Recruiting
  • Gewährung eines Vorschusses zum Erwerb eines Fahrrades
  • Einstellung in den Vorbereitungsdienst zum 1. Mai 2019
  • Stellenzuweisung und Mentoren-Entlastung
  • Landtagsanhörungen
  • Personelle Veränderungen in der dlh-Fraktion
  • Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände

 

Aufsichtsverordnung

Bei der Erörterung der Aufsichtsverordnung wurde von Seiten des Hauptpersonalrates (HPRLL) für sinnvoll befunden, eine Erweiterung auf Schülerinnen und Schüler vorzunehmen, die nicht an der Schule, an der die Aufsicht gestellt werden muss, beschult werden. Dies tritt zum Beispiel dann auf, wenn an Schulen Ferienveranstaltungen angeboten werden (z. B. Osterferiencamps), die auch für Nichtschülerinnen bzw. -schüler dieser Schule offen seien. Der HPRLL wies darauf hin, dass es problematisch sei, wenn in einem Schadensfalle nicht klar sei, ob Unfallversicherungsschutz für diese Personen bestehe. Das Kultusministerium wurde gebeten, für diese Personengruppe pragmatische Lösungen zu finden. Es sagte zu, sich mit den kommunalen Spitzenverbänden bezüglich dieser Frage auseinanderzusetzen.

Aufsicht Schwimmunterricht

Der HPRLL verwies darauf, dass die im Entwurf vorgesehene Aufsicht sowohl über das Schwimmer- als auch das Sprungbecken nicht von einer Person zu leisten sei. Weiterhin

gebe es u. U. auch Schülerinnen und Schüler, die nicht aktiv teilnähmen, aber in der Schwimmhalle anwesend seien und ebenfalls beaufsichtigt werden müssten.

Erste-Hilfe-Kurse

Die Dienststelle sagte zu, dass die Gebühren für die EH-Kurse der LiV durch das Land Hessen getragen würden.

 

Projekt E-Recruiting

Zu diesem bereits seit einigen Jahren aufgelegten Projekt, das mittlerweile weit fortgeschritten zu sein scheint und vor der landesweiten Einführung steht, gab es vom Kultusministerium Informationen über den aktuellen Stand. Insbesondere interessierte den HPRLL die konkrete Beteiligung der Personalräte auf den jeweiligen Ebenen bei diesem Verfahren. Wie bereits in früheren dlh-Nachrichten berichtet, bestünde dabei auch weiterhin das Problem, dass personalisierte dienstliche Emailadressen im Kultusbereich in großen Teilen fehlen. Der vorgesehene Terminplan solle aber bestehen bleiben. Zum 01.11.2019 sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesdienstes auf das E-Recruiting-System freigeschaltet werden. Der dlh meint an dieser Stelle, dass durch fehlende dienstliche Emailadressen den Betroffenen kein Nachteil entstehen dürfe. Der dlh findet es hilfreich, dass nun endlich die Ankündigung des Kultusministers erfolgt ist, dienstliche Emailadressen voraussichtlich bis zum Schuljahresende 2019/2020 bereitzustellen. Damit wird eine über zehn Jahre alte Forderung des HPRLL und des dlh in die Tat umgesetzt.

In einer Übergangszeit nach dem 1.11.2019 sollen sukzessive alle Ausschreibungs- und Stellendatenbanken mit der Stellensuche in E-Recruiting ersetzt werden. Wenn die Umstellung abgeschlossen sei, bestehe für alle Interessenten die Möglichkeit, sich über E-Recruiting online zu bewerben.

Der HPRLL erkundigte sich darüber, ob die bis heute zugänglichen Stellenausschreibungen auch weiterhin öffentlich zugänglich seien. Dies wurde von den Vertretern der Dienststelle prinzipiell bejaht, es würde sich zwar die Technik im Hintergrund ändern, die Stellen der Veröffentlichung seien aber weiterhin vorgesehen. Dies betreffe die Internetseite des HKM, das Karriereportal des Landes Hessen und die Stellendatenbank im Mitarbeiterportal.

Das Ranglistenverfahren der Lehrkräfte bleibe weiterhin fester Bestandteil der Personalbeschaffung, die Eingabe könne künftig dann elektronisch erfolgen.

Wichtig an dieser Stelle erschien dem HPRLL und dem dlh, dass bei diesem Verfahren der gleichberechtigte Zugriff z. B. von Schulleitung und Schulpersonalrat sichergestellt werden müsse.

Der dlh meint, dass man gespannt sein dürfe wie sich die Dinge in diesem Bereich entwickeln. Schritte hin zu einer besseren Verfügbarkeit von Stellenausschreibungen und die beabsichtigte Einführung der personenbezogenen Emailadressen im Kultusbereich zum Ende dieses Schuljahres sind Schritte in die richtige Richtung. Dabei sind auftretende Probleme (z.B. im Datenschutz oder die Gefahr der drohenden Entgrenzung der Arbeitszeit) zügig in den Blick zu nehmen und es ist für Abhilfe zu sorgen. Technisch sollte dies in der heutigen Zeit kein Problem mehr darstellen, aber der Teufel steckt meist im Detail.

 

Gewährung eines Vorschusses zum Erwerb eines Fahrrades

Dem HPRLL wurde mitgeteilt, dass in der Richtlinie für die Gewährung eines Vorschusses zum Erwerb eines Fahrrades (Fahrrad-RL) vom 20. November 2018 (StAnz. S. 1428) die Staatlichen Schulämter und die Lehrkräfteakademie die Befugnis übertragen bekommen haben, über die Gewährung von Vorschüssen nach der Fahrradrichtlinie zu entscheiden. Die Landesregierung unterstützt damit den umweltverträglichen Fahrradverkehr und die Fahrradmobilität der Landesbediensteten (zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) mit einem unverzinslichen Vorschuss zum Erwerb eines Fahrrades.

Der dlh meint, dass dies eine gute und sinnvolle Unterstützung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die in Nähe ihrer Dienststelle leben, ist. Eine Evaluation in Kürze scheint angebracht, insbesondere falls eine Ausweitung der Unterstützung auf weitere Bereiche in der E-Mobilität angedacht ist.

 

Einstellung in den Vorbereitungsdienst zum 01. Mai 2019

Auch zu diesem Termin zeigte sich die Einstellungssituation wie im Jahr 2018. Ohne Angebot für einen Platz im pädagogischen Vorbereitungsdienst blieben hauptsächlich Bewerberinnen und Bewerber im gymnasialen Lehramt. Zum 01. Mai blieben über 500 Bewerbungen, und damit ungefähr die Hälfte, ohne Angebot. Allein im Fach Deutsch gab es zu diesem Termin über 400 Bewerbungen, davon mehr als 270, die ohne Angebot verblieben. Ab einem Notenschnitt von 1,4 mussten hier die Plätze verlost werden. Hingegen gibt es im gymnasialen Lehramt auch einzelne Fächer, in denen alle Bewerberinnen und Bewerber ein Angebot erhielten. Dies waren zu diesem Termin die Fächer Chemie, Informatik, Kunst, Musik und Physik. Aus dieser Tatsache schließt der dlh, dass gerade mit diesen Fächern ein Berufsleben außerhalb der Schule bzw. des öffentlichen Dienstes offensichtlich attraktiver erscheint und somit auch hier in Zukunft ein Mangel an Bewerbungen auftreten könnte.

Die Situation für das gymnasiale Lehramt wird sich voraussichtlich trotz Überbuchung in diesem Bereich verschärfen, da sich auf den Ranglisten Bewerbungen mit bis zu drei Wartepunkten befinden.

Im Haupt- und Realschulbereich blieben ungefähr 20% der Bewerbungen ohne Angebot. Allerdings sind hier die Listen weitestgehend leer, so dass aus Sicht des dlh berechtigte Hoffnung für die Bewerberinnen und Bewerber besteht, in diesem Bereich alsbald einen Ausbildungsplatz zu erlangen.

In den anderen Lehrämtern (Grundschule, Förderschule, berufliche Schule) konnte allen Bewerberinnen bzw. Bewerbern ein Einstellungsangebot unterbreitet werden. Der dlh ist der Auffassung, dass aufgrund des absehbaren weiteren Bewerbermangels in diesen Lehrämtern die Situation kurz- bis mittelfristig so bleiben wird.

 

Stellenzuweisung und Mentoren-Entlastung

Bei der Stellenzuweisung zum neuen Schuljahr traten bei der Erörterung im HPRLL nur wenige Fragen auf. Es wurde u. a. die Liste für die Stellen für schulübergreifende Projekte und Maßnahmen (PROSÜM) angefragt. Die Mentoren-Entlastung, die zum 01.02.2019 den Schulen zugewiesen wurde (eine Stunde je Lehrkraft im Vorbereitungsdienst, kurz: LiV) und insgesamt mit mehr als 140 Stellen ausgewiesen ist, scheint an den Schulen angekommen zu sein. Der dlh ist sich sicher, dass damit ein erster guter Beitrag für alle Mentorinnen und Mentoren geleistet wurde, der an dieser wichtigen Funktion in Ausbildung sehr gut angelegt ist. Sollte es noch Mentorinnen oder Mentoren geben, die noch nicht von dieser Entlastung profitiert haben, empfiehlt der dlh, sich an den örtlichen Personalrat zu wenden.

 

Landtagsanhörungen

Gegen Ende der Sommerpause erreichten auch den HPRLL die beiden dringlich vor den Sommerferien eingebrachten Gesetzesentwürfe, die im Kulturpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtages am 21. August behandelt wurden. Zum einen ging es dabei um die Umsetzung des Digitalpaktes, zum anderen um einen Gesetzentwurf der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, der als Dringlichkeitsantrag im Vorfeld der Novelle zum Lehrerbildungsgesetz eingebracht wurde. Damit war wohl von der SPD-Fraktion intendiert, für die eigenen Vorstellungen zu werben. Die Aufmerksamkeit nicht nur der anderen Fraktionen war damit, unter anderem durch die Überweisung in den kulturpolitischen Ausschuss, sichergestellt. Einem Großteil der darin enthaltenen Vorschläge und Maßnahmen stand der dlh allerdings kritisch gegenüber. Positiv konnte der dlh dem vorgelegten Gesetzentwurf abgewinnen, dass er vorsah, die zu leistenden Unterrichtsstunden der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst in keiner Weise auf die Stellenzuweisung der jeweiligen Ausbildungsschule anzurechnen.

Der Digitalpakt, der vom Bund in diesem Frühjahr durch eine Grundgesetzänderung möglich gemacht wurde, bedeutete für die Länder, dass diese dazu aufgerufen waren eine Umsetzung herbeizuführen. Die Fraktionen der CDU und von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben dazu in einer Eilausfertigung einen Gesetzentwurf zur Förderung der digitalen kommunalen Bildungsinfrastruktur vorgelegt. Dieser beinhaltete die Vorgaben, wie die vom Bund für das Land Hessen zur Verfügung gestellten 372,1 Mio. Euro zu verteilen seien. Da die Länder und Kommunen durch den Bund verpflichtet wurden, sich an den investiven Maßnahmen mit 10 Prozent zu beteiligen, griffen in Hessen die Regierungsfraktionen diese Verpflichtung konstruktiv auf und vergrößerten ihren Eigenanteil auf 25%. Damit steht insgesamt ein Volumen in den nächsten fünf Jahren von fast einer halben Milliarde Euro für die Investition in Bildungsinfrastruktur zur Verfügung. So herrschte auch innerhalb des HPRLL Einigkeit, dass diese Mittel möglichst bald und zielgerichtet an die Schulen gelangen sollten.

Der dlh findet, dass die vom Bund den Ländern im Digitalpakt zur Verfügung gestellten Mittel eine gute Sache sind. Die Schulen, nicht nur im Land Hessen, werden von diesen Geldern profitieren und vieles, was vor wenigen Jahren im Bereich der Digitalisierung noch undenkbar oder besser: unfinanzierbar erschien, wird möglich werden bzw. auf den Weg gebracht werden können. Der dlh hält diesen Betrag aber nur für einen ersten Anschub und fände es hervorragend, würde sich ein Weg finden lassen, diese Mittel als Zukunftsinvestition zu verstetigen. Somit könnte bereits über die nächsten Jahre hinaus an Schulen geplant werden. Dies würde einer Verlässlichkeit an den Schulen erheblich entgegenkommen und Folgekosten mit einbeziehen. Die Wichtigkeit von Ruhe und Verlässlichkeit von Schule scheint sich aus Sicht des dlh mittlerweile herumgesprochen zu haben.

Als ein erster Schritt wurden von Kultusminister Lorz in der Anhörung die personalisierten Emailadressen noch in diesem Schuljahr in Aussicht gestellt.

 

Personelle Veränderungen in der dlh-Fraktion

In der letzten HPRLL-Sitzung des Schuljahres 2018/19 vor den Sommerferien wurde Edith Krippner-Grimme als Hauptpersonalratsmitglied verabschiedet. Die Vorsitzende des HPRLL, Angela Scheffels, dankte für die langjährige Arbeit im Gremium und wünschte einen wohlverdienten Ruhestand.

Dem HPRLL gehört somit ab diesem Schuljahr Annabel Fee als ordentliches Mitglied an und wurde zur Fraktionsführerin gewählt.

Ulrike Rau wird neue Nachrückerin der dlh-Fraktion.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 26. Juni 2019 anlässlich der dlh-Verbandsleitungssitzung wurde rückblickend der letzten 8 Jahre Hauptpersonalratszeit von Edith Krippner-Grimme gedacht und für den anstehenden (Un-)Ruhestand im Namen der drei Mitgliedsverbände des dlh alles Gute gewünscht.

Edith Krippner-Grimme bleibt der dlh-Verbandsleitung als Landesvorsitzende weiterhin erhalten.

 

Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände glb, HPhV und VDL

23.10.2019:   Schnupperkurs Wahlvorstand und / oder Personalrat (Klein-Linden)

30.10.2019:   Schnupperkurs Wahlvorstand (Wiesbaden)

31.10.2019:   Schnupperkurs Wahlvorstand (Kassel)

19.11.2019:   Schnupperkurs Wahlvorstand und / oder Personalrat (Fulda)

(nähere Informationen auf den Homepages bzw. bei der Hessischen Lehrkräfteakademie)

 

Neuental, den 20.09.2019

gez. Jürgen Hartmann

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – III-2019

PDF-Datei

Inhalt:

  • Novellierung der Oberstufen- und Abiturverordnung (OAVO)
  • Gespräch des HPRLL mit Kultusminister Lorz
  • Umgang mit Verzögerungen bei Ausgabe des Landestickets
  • Werbung in der Schule
  • Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände

 

Novellierung der Oberstufen- und Abiturverordnung (OAVO)

Nach der letzten Novellierung der Abitur- und Oberstufenverordnung im Jahr 2015/2016. sind in diesem Jahr wieder der Hauptpersonalrat wie auch Gewerkschaften und Verbände gefordert, um zu geplanten Veränderungen Stellung zu nehmen. In den diesjährigen Änderungen sind neben den redaktionellen und zeitlich bedingten Anpassungen von Begrifflichkeiten (z. B. „Bundesfreiwilligendienst“ statt „Zivildienst“) einige gravierende Änderungen an der Verordnung vorgenommen worden. Zum einen wurde in Anlage 9a die Tabelle zur Umrechnung von Prozentwerten in Punkte an das Prozentraster der Kultusministerkonferenz (KMK) angepasst, zum anderen erfolgte eine Veränderung beim §26. Hier durften seither für die Zulassung zum Abitur von den 8 einzubringenden Leistungskursen höchstens drei mit weniger als fünf Punkten und von den 24 Grundkursen höchsten sechs unterpunktet sein. Die neue Regelung, die eine Angleichung an die Vorgaben der KMK bedeutet, bringt für Hessen folgende Verschärfung mit sich: Zukünftig dürfen von allen einzubringenden Kursen höchstens sechs, davon maximal zwei Leistungskurse, unter fünf Punkten sein, damit Schülerinnen und Schüler zum Abitur zugelassen werden. Der HPRLL merkte an, dass diese verschärfende Regelung nicht durch die leichte Lockerung in Anlage 9a aufgewogen werde. Zudem seien mit dem Nachvollzug von Regelungen, die auf KMK-Ebene getroffen werden, keine realen Möglichkeiten der Beteiligung eingeräumt, da eine echte Beteiligung vor den Beschlüssen in der KMK hätte erfolgen müssen.

Der dlh meint, dass der Tendenz zur allseitig beobachtbaren inhaltlichen Verflachung des Abiturs und damit verbunden der stetigen Steigerung der Absolventenzahlen mit dieser Anpassung nur bedingt entgegengewirkt werden kann. Wohlgleich setzt sie klar einen Akzent in Richtung Leistungsorientierung, die mit dem Abitur neben den Zielen einer vertieften Allgemeinbildung und dem Erreichen der Studierfähigkeit verbunden sein sollte.

Das Kultusministerium beabsichtigt, die Änderungen in der Anlage 9a sofort wirksam werden zu lassen, so dass die Schülerinnen und Schüler, für die die Regelungen der neuen OAVO ab dem Jahr 2021 bzgl. der Zulassung gelten, bereits jetzt von den veränderten Prozentsätzen profitieren können.

Weitere Aspekte, die im Rahmen der Erörterung angesprochen wurden, waren die Belegpflicht der 2. Fremdsprache, die Stärkung der politischen Bildung, die Durchführung des Schriftlichen Abiturs nach den Osterferien und die Festlegung der einzubringenden Halbjahre bei Wiederholung.

Weiterhin erinnerte der HPRLL an seine kritischen Anmerkungen zur letzten Novelle betr. die alleinige Entscheidungsmacht des Fachausschussvorsitzenden, die auch diesmal nicht aufgegriffen wurden. Der oder die Fachausschussvorsitzende braucht nicht im Besitz der Fakultas für das zu prüfende Fach sein und muss dennoch in strittigen Fällen eine inhaltliche und fachlich basierte Entscheidung fällen. Aus diesem Grund findet der dlh, dass hier ein Änderungsbedarf besteht.

 

Gespräch des HPRLL mit Kultusminister Lorz

Für das Jahresgespräch mit Kultusminister Lorz hatte sich der HPRLL in der Vorbereitung auf vier Themenkomplexe festgelegt: Lehrerbildung, Inklusion, Arbeitszeit, Schulpolitik. Die Beschränkung auf diese wenigen Hauptpunkte schien in der knappen Zeit auch erforderlich, wollte man doch möglichst konkrete Aussagen des Ministers erhalten.

Der Minister zeigte sich dann an einigen Stellen auch sehr konkret, was im HPRLL allgemein gut ankam. So wurden beispielsweise kleinere Anforderungen des HPRLL zugesagt, wie auch andere Details selten von den anwesenden Fachleuten und Führungskräften aus dem Hessischen Kultusministerium und der Lehrkräfteakademie ausgeführt werden mussten.

Im Themenkomplex der Lehrerbildung schlug der HPRLL die Abschaffung der modularisierten Ausbildung vor. Hier zeigte sich der Minister beratungsoffen und antwortete, man wolle dieses Thema in der Mitte der Legislaturperiode mit der Novellierung des Lehrerbildungsgesetzes angehen.

Bezüglich der Inklusion wurden mit dem Minister einige Fragen erörtert, die sich unmittelbar aus dem Koalitionsvertrag ergaben. Zu diesem Themenkomplex führte Minister Lorz aus, dass man zu Beginn dieser Legislaturperiode zunächst die Versorgung der Grundschulen im Blick habe, eine Ausweitung auf andere Schulformen jedoch bereits mitgedacht sei. Insbesondere solle dabei das Netz der Beratungs- und Förderzentren bestehen bleiben, da hierüber eine flexible Steuerung möglich sei. Dies solle dann auch im entsprechenden Haushalt verankert werden, damit zunächst ca. 300 Grundschulen davon profitieren könnten. Von den Ressourcen, die in Ganztag, Inklusion und UBUS stecken, würde mancherorts wenig Gebrauch gemacht, so dass hier Nachsteuerungs- bzw. Anpassungsbedarf bestehe. Insgesamt sehe man die limitierenden Faktoren im Inklusionsbereich aber nicht auf der finanziellen Seite, sondern eher in den personellen Ressourcen.

Im Themenkomplex Arbeitszeit mahnte der HPRLL wieder und bekannt, wie nötig eine Reduzierung der Pflichtstunden sei. Der Minister zeigte dafür Verständnis, verwies aber darauf, dass dies nicht einfach, auch in Anbetracht anderer Forderungen (z. B. A13 für Grundschullehrkräfte), umzusetzen sei. Hierbei verwies er auf die finanziellen Ressourcen, die für den Kultusbereich zur Verfügung stehen und dass eine Ausweitung der Forderung in einem bestimmten Bereich auch immer die Einschränkung eines anderen Bereichs bedeute. So sei es bedingt durch die Schuldenbremse ebenfalls nicht einfach, einen Ausgleich für die Besoldungs-Nullrunde in 2015 und die 1%-Deckelung in 2016 zu erzielen. Er stellte in Aussicht, dass die Übertragung des Tarifergebnisses in Hessen auf die Beamtenschaft noch vor der Sommerpause erfolgen solle.

Angesprochen auf lange laufende Befristungen, sagte der Minister zu, weiter an deren Abbau zu arbeiten. Allerdings würden befristete Vertragsverhältnisse auch weiterhin gebraucht, um kurzfristige Bedarfe abzufedern. Einstellungslücken bei der Beschäftigung in den Sommerferien solle es nicht mehr geben, dies sei schon jetzt Erlasslage. Man erwog eine Thematisierung in der Runde der Amtsleitungen, um die Staatlichen Schulämter für dieses Thema zu sensibilisieren.

Bezüglich des Themenkomplexes Schulpolitik fragte der HPRLL nach der im Koalitionsvertrag vorhandenen Passage, den Politikunterricht auf allen weiterführenden Schulen durchgängig sicher zu stellen. Dies erfordere Änderungen im Hessischen Schulgesetz, die zunächst abgewartet werden müssten und für die Mitte der Legislatur vorgesehen seien.

Weiterhin wurden die Vergleichsstudien (VERA 3 und VERA 8) in den Blick genommen. Der Minister führte aus, dass man Vergleichsarbeiten weiterhin brauchen werde, allerdings noch ungenutzte Potenziale erschließen wolle. Weitere Punkte, die kurz angesprochen und vom HKM aufgenommen wurden, waren: u. a. Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU), Evaluation der Beurteilungsrichtlinie. Diese werden dann zu gegebener Zeit vom HPRLL oder dem HKM aufgegriffen werden.

Der dlh ist der Meinung, dass es ein sehr intensives, sachbezogenes und informatives Gespräch war, das leider aufgrund der zur Verfügung stehenden knappen Zeit nicht alle Themen, die wünschenswert gewesen wären, aufgreifen konnte. So wird der dlh einige der aus seiner Sicht noch offenen Themen (z. B. Digitalisierung, Ausstattung von Schulen, Ressourcen) in seinem nächsten Gespräch mit dem Minister erörtern.

 

Umgang mit Verzögerungen bei Ausgabe des Landestickets

In diesem Zusammenhang wurde das Kultusministerium angefragt, wie Betroffene vorzugehen hätten, deren Landesticket aufgrund verschiedenster Gründe nicht rechtzeitig zu Dienstbeginn ausgestellt wurde. Hier gab es Fälle, in denen Personen mit nicht unerheblichen Beträgen in Vorlage gehen mussten, ohne Gewissheit zu haben, ob die entstandenen Kosten über die Reisekostenabrechnung erstattet werden. Dieser Umstand, der vorwiegend im Rhein-Main-Raum auftrat, ist sehr unerfreulich, ließ sich aber leider aufgrund einer fehlenden Gesetzesgrundlage, die die Anrechenbarkeit der Fahrten vom Wohnort zur jeweiligen Dienststelle betrifft, nicht kurzfristig klären. Letzter Stand vor Redaktionsschluss war, dass von Seiten des HKM eine großzügige Prüfung zugesagt wurde.

Der dlh bleibt hier für eine zügige Klärung weiter am Ball.

 

Werbung in der Schule

Im Rahmen der Beteiligung ist der HPRLL frühzeitig in den geplanten Leitfaden und die Richtlinie eingebunden gewesen. Der HPRLL fordert in diesem Zusammenhang, dass der staatliche Bildungs- und Erziehungsauftrag unabhängig von Sponsoring, Spenden oder Schenkungen erfolgen müsse. Dazu gehöre, dass, wie im Schulgesetz vor drei Jahren vorgesehen, Ausnahmetatbestände durch eine unabhängige Monitoring-Stelle, die über die notwendigen Kompetenzen verfügt, sinnvolle Entscheidungen in diesem Umfeld treffen kann.

Erfreulicherweise war das Transparenzansinnen des Kultusministeriums in den Vorlagen deutlich geworden und wurde vom HPRLL und dem dlh begrüßt.

Aus Sicht des dlh stellt eine Prüfung der Anliegen durch die Staatlichen Schulämter einen Kompromiss zur Monitoring-Stelle dar, wenngleich eine Prüfung einer regional unabhängigen Stelle das Transparenzansinnen des HKM besser ermöglichen würde.

Eine der Fragen, die an das Kultusministerium gestellt wurden, war, welcher Umstadt denn eine unzulässige Einflussnahme auf die inhaltliche Gestaltung von Unterricht sei und wie darüber entschieden werden solle. Wichtig sei es dem Kultusministerium für die Handreichung, möglichst viele Beispiele aufzunehmen, um Hilfestellung bei der Entscheidung durch die Schulleiterin oder den Schulleiter zu geben. Hierbei orientiere man sich mit den Begriffsbestimmungen an den Werbebegriffen der EU-Richtlinie und des Rundfunkstaatsvertrages. Man versuche Sponsoring von Werbung abzugrenzen. In der Verhandlung mit dem HKM wurde auch der schwierige Umgang mit der überbordenden Flut von Werbematerialien in den Postfächern der Lehrkräfte angesprochen. Hier erfolgte der Hinweis, dass in diesem Falle der Erlass zur Verteilung von Schriften in Schulen maßgeblich sei.

 

Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände

  1. August „Move to Change“ im Goethe-Gymnasium Frankfurt

 

Neuental, den 20.05.2019

gez. Jürgen Hartmann

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) II-2019

PDF-Datei

Inhalt:

  • Entlastungsstunden für Mentorinnen und Mentoren
  • Einstellung in den Vorbereitungsdienstzum 01.05.2019
  • Weiterbildungskurse
  • UBUS-Qualifizierungsreihe der Lehrkräfteakademie (LA)
  • Projekt E-Recruiting

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Tarifverhandlungen in Hessen

Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände

Entlastungsstunden für Mentorinnen und Mentoren

Nachdem von Seiten des Kultusministeriums die entsprechenden Ressourcen (ca. 140 Stellen) in der Zuweisung an die Staatlichen Schulämter bereits im Dezember vorgesehen waren, kamen die versprochenen Stunden aber nicht zum 1.2.2019 bei den Mentoren an. Dies liegt, wie aus dem HKM zu hören war, am noch ausstehenden Erlass, in dem zu regeln ist, wie die Stunden auf die Mentoren zu verteilen sind.

Aus Sicht des dlh sollte dies so schnell als möglich erfolgen, damit die vorhandenen und zur Verfügung stehenden Ressourcen auch an den Stellen ankommen,für die sie gedacht sind. Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) wurden Mitte Februar nach den Namen Ihrer Mentorinnen und Mentoren befragt, so dass zu hoffen ist, dass alle Mentorinnen und Mentoren möglichst zügig erfasst und mit den Entlastungsstunden bedacht werden können.

Einstellung in den Vorbereitungsdienst

Bei den beiden letzten Einstellungsrundenspiegelte sich das Bild wider, das nun schon seit geraumer Zeit anhält: In den Grundschulen, Förderschulen und beruflichen Schulen herrscht großer Lehrermangel,bei den Gymnasialen übertrifft die Anzahl der Bewerbungendie freien Stellen um mehr als das Doppelte. So blieben in der kommenden Einstellungsrunde zum 01. Mai 2019 leider über 500 (von mehr als über 1000) Personen in diesem Bereich ohne Angebot.

Im Gesamtverband der Lehrerinnen und Gewerkschaft der Gymnasiallehrerinnen Lehrer an Beruflichen Schulen in Hessen e.V.und Gymnasiallehrer Haupt-und Realschulbereichgab es einen leichten Bewerberüberhang, hingegen wurden an den Grundschulen an die 100 Stellen mit Angeboten fürden Quereinstieg bedacht. Im Bereich der beruflichen Schulen blieben nach Durchführung des Verfahrens zunächst noch über 40 Stellen frei. So sindauf den Listen im gymnasialen Bereichüber 450 Fällemit einem oder mehreren Wartepunkten zu erkennen. Trotzdem gibt es auch hiereinige Fächer, die keine Person auf der Warteliste haben und in denen auch alle Bewerbungen berücksichtigt werden konnten. Dazu zählen neben Informatik, Kunst, Musik und Physik auch manchmal weniger verbreitete Fächer wie Griechisch.

Der dlh meint, dass der Mangelernst zu nehmen ist. Ein dauerhafter Mangel an grundsolide ausgebildeten und fachlich qualifizierten Grund-, Förderschul-, Berufsschul- und Gymnasialehrkräftenist für unser Bildungssystem ebenso wenig förderlichwie eine große Zahl an Quereinsteigern, die mit viel Aufwand qualifiziert werden müssen. Anzustreben ist eine ausreichende Zahl grundständig ausgebildeter Lehramtskandidatinnen und -kandidaten, damit zukünftige Schülergenerationen von qualitativ gutemUnterricht profitieren können. Der Quereinstieg erzeugt nicht selten das Bildnach außen„Lehrer kann jeder“,wobei es natürlich auch hier qualifizierte Personen gibt. Auch um dieses Bild zu vermeiden,sollte darauf geachtet werden, dass die Professionalität des Lehrberufs in seinen verschiedenen Ausprägungen gewahrt bleibt.

Im Hinblick auf eine spätere Einstellungssituation setzt sich der dlh dafür ein, dass im gymnasialen Bereich durch verschiedene Maßnahmen Linderung der aktuellen Situation geschaffen wird. Dazu gehört u.a. die Absenkung der Pflichtstundenzahl, eine Staffelung der Anrechnungsstunden in der Oberstufe, die Reduzierung der Klassen-oder Kursgrößenund vor allen Dingen die Einrichtung eines Einstellungskorridors, um vorübergehende Spitzen abzufangen bzw. die besten Kräfte in Hessen zu halten.

Weiterbildungskurse

Im Rahmen der Erörterungen mit dem HKM wurden mehrere Weiterbildungen neuaufgelegt. Hierunter fiel auch die Weiterbildung im Unterrichtsfach Darstellendes Spiel, das vormals nur für die Kolleginnen und Kollegen der allgemeinbildenden Schulen vorgesehen war. Auf Vorschlag des HKM wurde diese auch für die Kolleginnen und Kollegen der Beruflichen Schulen geöffnet. Da nicht ganz klar ist, wie groß der Bedarf in den Beruflichen Schulen ist, vermied es der HPRLL, bei dieser Weiterbildung eine Quotierung vorzuschlagen. In der Evaluation der Maßnahme wird sich zeigen, in wieweit gegebenenfalls regelnde Maßnahmen überhaupt aufgegriffen werden sollten. Die weiteren Kurse wurden vom Gremium mit grundsätzlichen Anmerkungen zur Kenntnis genommen. Der Vollständigkeit halber seien einige Anmerkungen hier nochmals aufgeführt, weil die derzeitigen Modalitäten in diesen Teilen immer wieder Stein des Anstoßes bei den Weiterbildungsmaßnahmen sind. Der HPRLL kritisiert z. B., dass nur wenige Entlastungsstunden für die Teilnehmendengewährt werden, teils hohe Gebühren (300 € und mehr) für Prüfungen sowie die Träger der Weiterbildungen anfallen und die Kosten für die erforderlichen Materialien und Kopien von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufzubringen sind.

In diesem Zusammenhang wurde im neuen Jahr auch das Thema ‚Fortbildungsbedarfe‘im HPRLL aufgegriffen. Diesbezüglich wurden mehrere Eingaben im HPRLL diskutiert,und man kam zu dem Schluss, dass in Anbetracht der Koalitionsvereinbarung und deren Umsetzung ein späterer Zeitpunkt im Jahr für dieErörterung dieserThematikbesser angebracht sei.Der dlhfreut sich feststellen zu können, dass eines der Anliegen des Hessischen Philologenverbandes, die Förderung der Bildungssprache,Einzug in die Diskussion, in den Koalitionsvertrag und damit die politische Bildungsdebatte genommen hat.

UBUS-Qualifizierungsreihe der Lehrkräfteakademie (LA)

Zur Qualifizierung der UBUS-Fachkräfte (Unterrichtsbegleitende Unterstützung in Schule) wurde durch das Hessische Kultusministerium ein Fortbildungsangebot für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogenbei der LAin Auftrag gegeben. Da im Bereich der sozialpädagogischen Fachkräfte 700 Stellen im Kultusbereich neu geschaffen wurden und die neuen Fachkräfte in der Regel keine Erfahrung im hessischen Schuldienst haben, ist diese Maßnahme durchaus sinnvoll.Hierzu hat der HPRLL im Laufe der Erörterung auch Vorschläge gemacht, welche Fortbildungsinhalte er für erforderlich hält. Im Hessischen Kultusministerium war bereits vor geraumer Zeiteine abteilungsübergreifende AG gebildet worden, um insbesondere die UBUS-Kräfte in den Grundschulen beiihrer neuartigen Tätigkeit im Arbeitsumfeld Schule adäquat unterstützen zu können.Das in dieser AG entstandene Eckpunktepapier wurde dann als Rahmenvorgabe an die LAübergeben. In diesem Zusammenhang hat der HPRLL angemahnt, dass er bis zum Ende letzten Jahres keine Informationen zu dieser wie auch anderen Fort-und Weiterbildungsmaßnahmen hatte und sich in Zukunft frühzeitiger Informationen wünsche, um seine Vorschläge konstruktiv einbringen zu können.

Im Rahmen der Erörterung wurde deutlich, dass die Qualifizierungsreihe als „verpflichtend“ für UBUS-Kräfte vorgesehen war.Hier konnte vom HPRLL in den Verhandlungen zum Wohle der Betroffenen die Änderung der Formulierung in „wird dringend empfohlen“ bewirkt werden. In den weiteren Verhandlungen konnte erreicht werden, dass in den Formulierungen zur Qualifizierungsreihe klar wurde, dass die aufgewendete Zeit für die UBUS-Kräfte als Arbeitszeit (wie jede durch die Schulleitung genehmigte Fort-oder Weiterbildung) anzurechnen ist. Weiterhin wurde vereinbart, dass zukünftige Veranstaltungen nicht an Samstagen stattfinden, da diese keine grundsätzlich zur Verfügung stehenden Arbeitstage sind. Ebenfalls wurde durchden HPRLL erwirkt, dass Oster-,Herbst-und Weihnachtsferien nicht für Fortbildungen zur Verfügung stehen können, da diese wegen der Kürze der Ferien und der darin liegendengesetzlichen Feiertage keine Randwochen im Sinne des UBUS-Erlasses enthalten.

Projekt E-Recruiting

Im Frühjahr dieses Jahres gab es Neues vom Projekt E-Recruiting. Über dieses nun schon seit mehreren Jahren im Entwicklungsprozess begriffene Projekt wurde bekannt, dass es mindestens bis Mitte 2020 laufen solle. In den dlh-Nachrichten IV-2016 und I-2017 wurde darüber berichtet. Die Anwendung sollte ursprünglich bis zum Ende 2019 in allen Resorts und somit auch im Kultusbereich aktiv sein. Sie soll dann für die Anwender die Bewerbung auf Stellen über den elektronischen Weg eröffnen. Eingebunden ist das E-Recruiting über das Serviceportal, das den Kolleginnen und Kollegen seit der Einführung der elektronischen Reisekostenabrechnung zur Verfügung steht.Damit wird voraussichtlich auch eine elektronische Bewerbung vom heimischen Arbeitsplatz aus möglich werden, da der Lehrkräftebereich größtenteils über NzüK (Netzwerk übergreifende Kommunikation) auf das Serviceportal zugreift. Derzeit sind über 50 Dienststellenan den Tests beteiligt. Eines der Probleme im Kultusbereich sindjedochfehlende personalisiertedienstliche Emailadressen der Kolleginnen und Kollegen sowie der Personalräte. Der dlh meint, es ist offensichtlich, dass gerade in diesem Aufgabenfeld, auch im Zuge der Digitalisierung, Nach-und Aufholbedarf an den Schulen besteht. Eine adäquate Ausstattung gerade im digitalen Bereich wurde von den Lehrerverbändenund dem dlhangemahntund insbesondere die Einrichtung von Emailadressen für alle Schulpersonalräte nicht zuletzt vom HPRLL seit 2006 (In Worten:zweitausendsechs!) immer wiedergefordert. Bereits der Staatsanzeiger 3/2011 sieht dies in der Email-Richtlinie selbstverständlich für alle Dienststellen vor. Der dlh ist der Auffassung, dass auf diesem Gebiet dringender Handlungsbedarf gegeben ist, will man nicht die Schulen weiterhin in der digitalen Diaspora belassen. Eventuell ergeben sichhierfür das neue Hessische Digitalministerium Anknüpfungspunkte und Unterstützungsmöglichkeiten.

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Tarifverhandlungen in Hessen

Nach dem Tarifabschlussauf Bundesebene steht eine Einigung für die Tarifbeschäftigten in Hessen, das nicht zur TdL (Tarifgemeinschaft der Länder) gehört, aus. Ein erster Auftakt hat bereits am 01. Februar stattgefunden, weitere Verhandlungen für Hessen folgen am 28./29. März in Dietzenbach. Hierzu hat der dbb-Hessen einige Forderungen erhoben (siehe dbb-hessen Nachrichten 03/2019), die der dlh unterstützt. Dazu gehören insbesondere auch die Forderung nach zeit-und inhaltsgleicher Übertragung der Tarifabschlüsse auf Beamte und Versorgungsempfänger und die Aufholung des Rückstandes bei der Besoldung und Versorgung. Der dlh wünscht den Verhandlungsführenden viel Erfolg.

Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände

27.03.2019: „Schulrecht von A bis Z“ (Georg-Büchner-Schule, Darmstadt; Referent: Herbert Grimme)

16.05.2019: „Allheilmittel Individualisierung? –Hintergründe und Chancen des individualisierten Unterrichts im Gymnasium“ (Albert-Schweitzer-Schule, Kassel; Referent: Prof. Dr. David-S. Di Fuccia)

gez. Jürgen Hartmann

 

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) I-2019

PDF-Datei

Inhalt der dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) I-2019

  • Entlastungsstunden für Mentorinnen und Mentoren
  • LiV im Einsatz als Klassenlehrerinnenbzw. Klassenlehrer
  • Qualifizierungsangebote für die Mittlere Leitungsebene
  • Schulgesundheitsfachkräfte an allgemeinbildenden Schulen
  • Hessischer Referenzrahmen Schulqualität
  • Im Nachgang der Landtagswahlen
  • Fortbildungen des dlh und seiner Mitgliedsverbände

Entlastungsstunden für Mentorinnen und Mentoren

Pünktlich zum Schulhalbjahreswechsel wurden die entsprechenden Stellen für die im Oktober letzten Jahres verkündete Mentorenentlastung in der Zuweisung eingestellt. Damit stehen für die Schulen insgesamt mehr als 140 Stellen zur Entlastung der Mentoren zur Verfügung. Dies würdigt endlich gerade die Lehrkräfte, die sich durch zusätzliches Engagement und außerunterrichtliche Tätigkeiten als Mentorinnen und Mentoren für die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) einsetzen. Dieser große Erfolg konnte maßgeblich auf Wirken des Hessischen Philologenverbandes erzielt werden. Somit wurde eine langjährige Forderung, die im Übrigen auch der dlhimmer wieder erhoben hatte,nun erfüllt. Dass die geplante Entlastungnureinen Einstieg in die Entlastung derwichtigenArbeit mit den LiVdarstellt,ist den Akteuren bewusst.Der dlhwird in der kommenden Legislaturperiode die Ausweitung dieser Entlastung weiter anmahnen,um die Belastungssituation an Schulen weiter zu entschärfen. Die Ressourcen, die hier zielgerichtet eingesetzt werden, kommensomit passgenau dort zum Einsatz,wo sie benötigt werden. Der dlhfreut sich mit dem Hessischen Philologenverband über den gelungenenErfolg, auch wenn der Zeitpunkt der Verkündung der Mentorenentlastung hätte noch früher erfolgen können.

ZumProcedere: durch die Lehrkräfte-Akademie/Studienseminaresinddie Einsatzschulen der LiV bei den betreffenden Staatlichen Schulämtern bekannt; damit erhalten die Schulen die entsprechende Zuweisung. DieNamen der Mentorinnen und Mentoren werdendurch die jeweiligen Schulen an ihr Staatliches Schulamt gemeldet.

LiV im Einsatz als Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrer

Dem HPRLL ist bekannt geworden, dass LiV auch als Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrer eingesetzt wurden. Das Kultusministerium informierte, dass es sich hierbei höchstens um Einzelfälle handeln könne. Klassenleitungen seien für LiV nicht vorgesehen und man werde sich in geeigneter Weise mit der Lehrkräfteakademie diesbezüglich abstimmen.

Der dlh ist der Auffassung, dass die verantwortungsvolle Tätigkeit einer Klassenlehrerin bzw. einesKlassenlehrers einen hohen außerunterrichtlichenzeitlichen Aufwand (wie zum Beispiel das Einsammeln von Klassengeldern, die Besprechung und Organisation von Klassenfahrten oder Elternabenden, die Eintragung von Zeugnisnotenund vieles mehr) mit sich bringt. Dies sollte die fordernde Zeit der Ausbildung nicht weiter schmälern, zumal ohnehin im Seminardarauf eingegangen wird. Im Zentrum der Ausbildung sollte guter Unterricht stehen und die LiV sollten sich auf ihre Ausbildung konzentrieren können.

Für die sehr umfangreiche Tätigkeit des Klassenlehrersbzw. der Klassenlehrerin steht seit einigen Jahren aufgrund mangelnder Ressourcen in den meisten Klassenstufen keine Klassenleiter- bzw. Tutorenstunde mehr zur Verfügung. Dies wäre nach Meinung des dlh ein weiterer Ansatzpunkt, um weitere zielgerichtete Entlastung in den Schulen zu schaffen.

Qualifizierungsangebote für die Mittlere Leitungsebene

Im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit wurden dem HPRLL Informationen über die bereits laufenden Qualifizierungsreihen (Ende 2018) gegeben. Bei den Qualifizierungsangeboten für die Mittlere Leitungsebene handele es sich um drei Module:

  • in Modul 1 sollen u. a. mit „Personalbewirtschaftung, Budget und Schulrecht“ Grundlagen des Verwaltungshandelns geschaffen werden.
  • in Modul 2 sollen u. a. mit „Rollenbewusstsein, Rollenwahrnehmung, Grundlagen der Kommunikation, Moderation von Prozessen, Förderung von Teamstrukturen, Kooperation mit außerschulischen und dualen Partnern“ die Rolle und das Kommunikationsverhalten der Teilnehmenden gefördert werden.
  • in Modul 3 werde u. a. mit den „Kriterien und Indikatoren für guten Unterricht, Projekt-und Prozessplanung, Leitung von Arbeitsgruppen, Konzeption und Organisation“ Unterrichtsentwicklung vorangebracht.

Auch die Rolle der Personalvertretungen wurde für den HPRLL in hinreichender Weise berücksichtigt. Von Seiten des HKM wurde berichtet, dass KolleginnenausGymnasien und Beruflichen Schulen unterrepräsentiert seien. Es sei in dieser Hinsicht eine ausgewogenere Förderung angestrebt.

Im Jahr 2019 werde es voraussichtlich wieder 3 Reihen dieser Fortbildung geben, die Fortbildung, die Ende 2018 bereits stattgefunden habe, sei überbucht gewesen. In wieweit die einzelnen Reihen überbucht seien, sei schwierig festzustellen, da dasAnmeldesystem bei vollständiger Teilnehmerzahl die Reihe als ausgebuchtausweise und keine neuenAnmeldungen mehr zulasse. Ein weiteres Problem sei, dass bei der Anmeldung u. a. aus Datenschutzgründen nicht ersichtlich sei, ob es sich bei der Bewerberin oder dem Bewerber um eine schwerbehinderte Person handele, dieser Personenkreisjedoch einen Anspruch auf vorrangige Berücksichtigung hat. Hier bestehe noch Klärungsbedarf. Der dlh meint, dass diese Reihe durchaus auf Interessebei den Teilnehmenden stößt, was nicht zuletzt die Überbuchungen der Reihen zeigen. Bezüglich der Erfassung eines Hinweises auf den Schwerbehindertenstatus ist dem dlhnicht klar, warum man nicht auf Lösungen wie in anderen hessischen Behörden zurückgreift. Die entsprechenden Rechte der Kolleginnen und Kollegen mit Schwerbehinderung oder Gleichstellung sollten sichergestellt werden.

Schulgesundheitsfachkräfte an allgemeinbildenden Schulen

Im Rahmen des Themaswurde im Hauptpersonalrat der Sachstand des Modellprojektes ‚Schulgesundheitsfachkräfte‘ an hessischen Schulen‘ besprochen. Träger dieses Modellprojektes ist die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAGE), die das Projekt seit Anfang 2017 (hier wurde das Projekt erstmalig im Hauptpersonalrat vorgestellt) durchführt. Begonnen habe man damals an mehreren weiterführenden Schulen in Frankfurt und Offenbach. Die Aufgaben der Schulgesundheitsfachkräfte seienerlasslich geregelt. Sie unterstützen die Schulen bei Präventionsaufgaben, Intervention und Betreuung chronischkranker Schülerinnen und Schülernebst anfallenden Ersthelferaufgaben. Sie seien hilfreiche Ansprechpartner bei medizinischen Fragen, die im schulischen Alltag auftretenund unterstützten dabei die Schulen.

Nach dem Ausschreibungsverfahren und der Durchführung des Pilotprojektes liegt mittlerweile der Zwischen-und Endbericht vor. Im Untersuchungszeitraum seien über 14500 Einzelfälle betreut worden,und nahezu 100% der Lehrkräfte sowie Schulleitungen hätten sich zufrieden geäußert. Dabei wurde der Einsatz der Schulgesundheitsfachkräfte von den befragten Lehrkräften als Entlastung für ihre eigene Tätigkeit gesehen.

Die Frage,wo im weiteren Verlauf die Schulgesundheitsfachkräfte eingebunden werden –Sozialministerium oderKultusministerium –konnte nicht weiter geklärt werden. Der HPRLL wie der dlh sind hier der Auffassung, dass eine Anbindung am Sozialministerium sinnvoller sei, da Schulgesundheitsfachkräfte kein pädagogisches Personal sind und somit eine Abgrenzung in Bezug auf die Lehrerprofession einfacher fällt/vorgenommen werden kann. Da manmit einem zeitlichen Rahmen von 10 Jahren plane und sich das Projekt in der Pilotphase befinde, könne es, auch wegen der laufenden Koalitionsverhandlungen, noch keine konkreten Umsetzungsplanungen geben. Man kenne nun die Bedenken von allen Seitenund wolle diese für den weiteren Verlauf berücksichtigen.

Der dlh ist der Auffassung, dass Schulgesundheitsfachkräfte eine Unterstützungund Entlastung für Schulen bedeuten können. Angesichts der vielen Aufgaben,die Lehrkräfte außerhalb des Unterrichts übernehmen müssen,kann hierdurch, gerade im Zuge von Inklusion und Ganztag, Entlastung erreicht werden. Es stellt sich allerdings generell die Frage,welche Aufgaben Schulen (noch) übernehmen sollen. Z. B. Gesundheitsprophylaxe und Ernährungsberatung sind nach Auffassung des dlhnicht die Kernaufgaben,die Schule haben sollte.

Hessischer Referenzrahmen Schulqualität

Hier fragte der HPRLLim Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeitan,ob derzeit Änderungen am Referenzrahmen geplant seien und ob es eine Evaluation gegeben habe. Der Referenzrahmen war seinerzeit vorwiegend für die Schulinspektion erstellt worden und sollte auch ein Instrument zur schulinternen Unterrichtsentwicklung sein. Das HKM antwortete, zurzeitgebe es Überlegungen,diesen für die Schulen umzuarbeiten und Materialien und Instrumente zur Verfügung zu stellen. Es gebe derzeit aber noch keine freigegebene Vorlage,diegemeinsam mit dem Hauptpersonalrat erörtert werden könne.

Der dlh meint hierzu, dass man sich unter der vorhandenen Belastungssituation an Schulen nur wundern kann. Statt scheinbar freie Ressourcen unmittelbar den Schulen zur Verfügung zu stellen, gibt es nach wie vor Überlegungen, Papiere wie den Referenzrahmen zur erstellen und diese dann an den Schulen womöglich durch Schulleitungen oder die noch verbliebenen Inspektoren überprüfen zu lassen. Dass das Experiment Schulinspektion krachend gescheitert ist sollte doch zu denken geben. Schulqualität hängt nach Auffassung des dlh vielmehr von anderen Faktoren ab, zum Beispiel der Klassengröße, der Motivation von Schülerinnen und Schülern wie Lehrkräften, der soliden fachlichen Ausbildungder LiV, der vorhandenen und funktionsfähigen Räumlichkeiten und deren Ausstattung, den Lehrplänen mit ihren Fachinhalten, der Zusammensetzung der Lerngruppen, usw.

Im Nachgang der Landtagswahlen

Zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Nachrichten wurden der Ministerpräsident gewählt und das Kabinett vorgestellt. Der dlhgratuliert an dieser Stelle Herrn Bouffier zur erfolgreichen WahlzumMinisterpräsidenten, die bei einem Stimmenvorsprung von nur einer Stimme nicht selbstverständlich war. Weiterhin gratuliert der dlhHerrn Prof. Dr. R. Alexander Lorz zur Fortsetzung seiner Ministertätigkeit in Hessen; gleichzeitig auch zur Übernahme der Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). Die Hoffnung des dlh ist, dass die künftige Landesregierung einen vernünftigen Blick für eine gute Bildungspolitik hat. Die erreichte Mentorenentlastung war ein guter Schritt, die zur Verfügung stehenden Ressourcen zielgerichtet einzusetzen. Gute Bildung benötigt diese und zusätzliche Ressourcen, weil wir es ohne gute Bildungschwer haben werden, unsere Zukunftsfähigkeit zu erhalten. Damit dies gelingen kann, ist es unabdingbar,den entsprechenden Haushaltsansatz für Kultus und Wissenschaft weiter zu steigern.

Fortbildungen der dlh-Gliedverbände

Im Februar 2019 werden durch den dlh bzw. seine Mitgliedsverbände folgende Schulungsveranstaltungen durchgeführt:

6.02.2019 Wertschätzende Kommunikation,14:00Uhr in Frankfurt

19.02.2019 Rechtliche Grundlagen und Probleme bei Klassenfahrten und Exkursionen, 19:30 h in Gießen

26.02.2019 Die Lehrkraft (im Spannungsfeld) zwischen Schulleitung und Eltern –eine schulrechtliche Betrachtung, 15.30 Uhr in Michelstadt

27.02.2019 Allheilmittel Individualisierung? –Hintergründe und Chancen des individualisierten Unterrichts im Gymnasium, 15:00 in Fulda

Der dlh wünscht Ihnen einen guten Start indas Jahr 2019!

gez. Jürgen Hartmann

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – III-2018

Inhalt der dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) III-2018

  • Reisekostenerlass
  • Verwaltungsvorschrift über die Annahme von Belohnungen, Geschenken und sonstigen Vorteilen
  • EU-Datenschutzgrundverordnung
  • Anpassungen in der Oberstufen-und Abiturverordnung (OAVO)
  • Qualifizierungsangebot für die mittlere Führungsebene
  • 70 Jahre dlh –Jubiläumsveranstaltung am 05. September 2018
  • Sommerferienwünsche

Ausführliche PDF-Datei: PDF-Datei

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – III-2017

Inhalt der dlh-Nachrichten III-2017

  • Arbeitszeitreduzierung –neue Pflichtstundenverordnung
  • OAVO –Oberstufen-und Abiturverordnung
  • Einstellung der Lehrkräfte in den Vorbereitungsdienst
  • Weiterbildungskurse zum Erwerb des Lehramts an Grund-und Förderschulen
  • Entwicklung des Schulsports in Hessen
  • Anrechnungsstunden für Ausbilderinnen und Ausbilder
  • Sachstand Großprojekt PPB „Planungssystem Personal und Budget“ Sommerferienwünsche

Ausführliche PDF-Datei: 2017-III dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – IV-2016

Inhalt der dlh-Nachrichten IV-2016

  • IV-2016Reisekostenerstattung – digital (ZRTU)
  • Gesetzentwurf der FDP Fraktion Gesetz zur Verminderung des Unterrichtsausfalls durch Lehrerfortbildung
  • Praxisbeirat Flüchtlingsbeschulung
  • Herbstferienbeschulung von Flüchtlingskindern
  • E-Recruiting
  • Abitur-und Oberstufenverordnung
  • Die neue dlh-Fraktion im Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer beim Hessischen Kultusministerium

Ausführliche PDF-Datei: 2016-IV dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – III-2016

Inhalt der dlh-Nachrichten III-2016

  • Erste Ergebnisse der Personalratswahlen 2016
  • Reisekosten verabschieden sich von der Papierform (ZRTU)
  • Konstituierende Sitzung und Ministerbesuch in der ersten Sitzung
  • Anhörung zum Besoldungsgesetz
  • Qualifizierungsmodell für künftige Schulleiterinnen und Schulleiter in Hessen (QSH)
  • Aktuelles zur Beschulung von Flüchtlingskindern

Ausführliche PDF-Datei: 2016-III dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – VI-2015

Inhalt der dlh-Nachrichten VI-2015

  • Beihilfekürzung aus Nullrunde wird Minusrunde
  • Flüchtlinge, Asylsuchende: Die geplante Umsetzung an den Schulen
  • Erlass Einstellungsverfahren / Ergänzende Regelungen
  • Kerncurricula für die gymnasiale Oberstufe
  • Ankündigung des Ministerpräsidenten bezüglich Ressourcenerhöhung im Bildungsbereich
  • Hessische Leistungsanreizverordnung
  • Hessischer Philologenverband wählt neuen Vorsitzenden

Ausführliche PDF-Datei: 2015-VI dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – V-2015

Inhalt der dlh-Nachrichten V-2015

  • Flüchtlinge: Chance und große Herausforderung
  • Noch etwas vom Bildungsgipfel
  • Handreichung für Onlinelernplattformen
  • Kerncurricula für die gymnasiale Oberstufe
  • Stundenkürzung in gymnasialen Oberstufen, beruflichen Gymnasien und Grundschulen
  • Schulentwicklungspläne
  • Einstellungsverfahren in den pädagogischen Vorbereitungsdienst
  • Zentrale Prüfungen in der FOS

Ausführliche PDF-Datei: 2015-V dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) II-2015

Inhalt der dlh-Nachrichten II–2015

  • Umsetzung der Regelungen für den Vorbereitungsdienst in Teilzeit
  • Rückabwicklung des Landesschulamtes und Schaffung der neuen alten Strukturen
  • ESF-Förderung Projekte PuSch A , PuSch B und PuSch Land
  • Neues vom Bildungsgipfel
  • Erlassentwurf „Suchtprävention in der Schule“
  • Entwurf der Richtlinien für die dienstliche Beurteilung von Lehrkräften

Ausführliche PDF-Datei: 2015-II dlh-Nachrichten aus dem HPRLL

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) I-2015

Inhalt der dlh-Nachrichten I–2015

  • Rückbau des Landesschulamtes, Gesetzentwürfe der Landtagsfraktionen
  • ESF-Förderung in den kommenden Jahren (Nachfolgeprojekte von SchuB und EIBE)
  • §52a UrhG – Probleme in den Studienseminaren
  • Handreichung für Lehrkräfte zum Umgang mit sozialen Netzwerken
  • Portfolio Medienbildungskompetenz
  • Weiterbildungskurs Förderschullehrkräfte
  • Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe

Ausführliche PDF-Datei: 2015-I dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – V-2014

Inhalt der dlh-Nachrichten V-2014

  • Ausschreibung von Funktions-und Beförderungsstellen während der Schulferien
  • Zentralisierung von Reisekosten
  • Verordnung zur Sicherstellung der Verlässlichen Schulzeit (VSS)
  • Entwurf Landeshaushalt 2015
  • Portfolio Medienbildungskompetenz
  • Geplante Strukturveränderung in der Schulverwaltung
  • AG Funktionsstellenerlass (FuSt)
  • Bildungsgipfel

Ausführliche PDF-Datei: 2014-V-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – IV-2014

Inhalt der dlh-Nachrichten IV-2014

  • Entwurf Vergabeverfahren A14-Beförderungsstellen
  • AG Funktionsstellenerlass (FuSt)
  • Stellenzuweisung
  • Einstellungsverfahren päd. Vorbereitungsdienst
  • Kleines Schulbudget (u. a. Reisekosten / Mittelübertragung)
  • Enquetekommission „Kein Kind zurücklassen –Rahmenbedingungen, Chancen und Zukunft schulischer Bildung in Hessen“
  • Bildungsgipfel

Ausführliche PDF-Datei: 2014-IV-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) II-2013

Inhalt der dlh-Nachrichten II–2013

  • Landesschulamt
  • Erlass zum Einsatz der Mobilen Vertretungsreserve (MVR)
  • Aufgaben von Mentorinnen und Mentoren in der Lehrerausbildung
  • Amtsblatt –Online-Version
  • Aufnahme von Bewerberinnen und Bewerber in Weiterbildungskurse
  • Sozialindex/Stellenzuweisung
  • Abgabefrist für die päd. Facharbeit
  • Einstellung von nicht lehrendem Personal zur Assistenz fürLandesaufgaben
  • Urteil des Arbeitsgerichts Gießen vom 08.03.2013 zu einem befristeten Arbeitsverhältnis

Ausführliche PDF-Datei: 2013-II-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – III-2012

Inhalt der dlh-Nachrichten III-2012

  • Die neueDLH-FraktionimHauptpersonalratstellt sich vor
  • Umsetzung des Zuweisungsfaktors für die Pädagogische Ausbildung
  • Lehrerstellenzuweisung 2012/2013
  • Schulverwaltungsorganisationsstrukturreformgesetz
  • Gemeinschaftsveranstaltungen von Lehrerkollegien
  • Änderung der VO über die Bildung von schulträgerübergreifenden Schulbezirken für Fachklassen an Berufsschulen
  • Wahlfreiheit der GymnasienG8/G9-aktuellerStand
  • Qualifizierungsmaßnahmen mit Fortbildungsprüfung
  • Haushaltsanforderungen Landeshaushalt 2013/2014
  • Zusammenarbeitzwischen HKM und HPRLL

Ausführliche PDF-Datei: 2012-III-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) II-2012

Inhalt der dlh-Nachrichten II–2012

  • Ergebnis der Wahlen zum HPRLL – Beamtinnen/Beamte – nach Staatl. Schulämtern
  • Ergebnis Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer
  • Neue Zusammensetzung der dlh-Fraktion
  • Arbeitnehmervertreterin des dbb
  • Ergebnis der Vorstandswahlen in der konstituierenden Sitzung des HPRLL
  • In eigener Sache – Abschied von den dlh-Nachrichten aus dem HPRLL
  • Selbstständige Schule – Großes Schulbudget
  • Grundlagenpapier Schule & Gesundheit 2011 bis 2016 – Belange Schwerbehinderter
  • Planungen zur Strukturveränderung in der Schulverwaltung
  • Zeugniserstellung über die LUSD
  • Aktuelle Entwicklungen in der Sek. II – OAVO
  • Organisationshandbuch Selbstständige berufliche Schulen mit den Schwerpunkten: Mitarbeitergespräche, Personaldienstleistung, Begrifflichkeit „Assistenz“

Ausführliche PDF-Datei: 2012-II-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) I-2012

Inhalt der dlh-Nachrichten I–2012

  • Haushaltsplan der Landesregierung 2012 – Referendarstellen
  • Landesschulamt, Staatliche Schulämter, AfL, IQ
  • ănderungen in der Struktur der Stellenzuweisung – Anrechnung der LiV an den Schulen
  • VO „Sonderpdagogischen F…rderung“
  • Digitalisate
  • Bedarfsplanung fp‡r Lehrkrfte und Konsequenzen f‡ür die Ausbildung
  • Entwurf Pflichtstundenverordnung
  • Entwurf des Grundlagenpapiers Schule & Gesundheit 2012 bis 2016
  • Aktuelle Entwicklungen in der Sek. II – OAVO
  • Schulversuch zur Gleichstellung des Mittleren Abschlusses fü‡r G8-Schü‡ler Ende Klasse 9
  • Selbstständige Schule (SES) und Selbstständige Berufliche Schulen (SBS)
  • Kleines Schulbudget / Schulen ohne KSB
  • Schulentwicklungsberatung- Fachberatung fü‡r Unterrichtsentwicklung
  • Einfü‡hrung des Schulnavigators / Datenspiegels

Ausführliche PDF-Datei: 2012-I-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – IV-2011

Inhalt der dlh-Nachrichten IV-2011

  • Neustrukturierung der Staatlichen Schulämter, der Studienseminare, des AfL, des IQ und der Fü‚hrungsakademie
  • Referendarstellen – Haushaltsplan der Landesregierung 2012
  • Vorbereitungsdienst f‚ür den Hessischen Schuldienst-Lehrerbedarf
  • Stand der Modulbeschreibung „Mitgestaltung der Selbstständigkeit von Schule“
  • Lernstandserhebungen / Mathematikwettbewerb
  • Verordnungsentwurf ‚über die Pflichtstunden der Lehrkräfte, die Anrechnung dienstlicher Tätigkeiten und Pflichtstundenermä߁€igungen (Pflichtstundenverordnung)
  • Vertretungskonzept: Schulleitungs-lnfo von Staatsministerin Henzler vom 12.09.2011
  • Einrichtung einer SAP-HCM-Kultus-Schnittstelle
  • Aktuelle Entwicklungen in der Sek. II – OAVO
  • Mittlerer Abschluss fü‚r G8-Schü‚ler Sek. I
  • Selbstständige Schule (SES) und Selbstständige Berufliche Schulen (SBS)
  • Fö†rderma€nahmen und Nachteilsausgleich in der Sekundarstufe II
  • Schulentwicklungsberatung- Fachberatung f‚ür Unterrichtsentwicklung
  • Information zur geplanten ‡Änderung der Beihilfeverordnung

Ausführliche PDF-Datei: 2011-IV-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – III-2011

Inhalt der dlh-Nachrichten III-2011

  • Neustrukturierung der Staatlichen Schulämter, der Studienseminare, des AfL, des IQ und der Führungsakademie
  • Haushaltsplan der Landesregierung 2012 (Einzelplan 04 – HKM) – Referendarstellen
  • Vertretungsweise Wahrnehmung der Aufgaben eines höherwertigen Amtes
  • Entwurf Verordnung über Unterricht, Erziehung und sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen
  • Zeitanteilige Besoldung für überobligatorische Arbeit von teilzeitbeschäftigten Lehrkräften im Beamtenverhältnis
  • Umsetzungsverordnung zum HLbG (HLbG-UVO)
  • Erlass über die Lernstandserhebungen
  • Lehrerzuweisung – Perspektiven bis zum Ende der Legislaturperiode
  • Schulversuch mittlerer Abschluss
  • Schulentwicklungsberatung
  • Änderung der Konferenzordnung
  • Neufassung der Verordnung Schulverhältnis
  • Bildungsgänge u. Schulformen der Grund- u. Mittelstufe / Abschlussprüfungen (VOBGM)
  • Beförderungsstellen A 14

Ausführliche PDF-Datei: 2011-III-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) I-2011

Inhalt der dlh-Nachrichten I–2011

  • Selbstständige Schule
  • Ganztagsrichtlinie
  • Führungsakademie – Potentialanalyse – Auswahlkriterien – Ausschreibung
  • Neustrukturierung und Modifizierung der Staatlichen Schulämter
  • E-Mail-Zugang für alle Schulpersonalräte
  • Beteiligung von Schulpersonalräten bei Einstellung und Eingruppierung nebst Stufenzuordnung nach TV-H seit Inkrafttreten am 1. Januar 2010
  • Abordnung von Kolleginnen und Kollegen an öffentliche Hochschulen
  • Handreichungen zum Umgang mit sexuellen Übergriffen an Schulen
  • Berufsgrundbildungsjahr
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Änderung des Hessischen Personalvertretungsgesetzes
  • Novellierung des Hessischen Schulgesetzes
  • Bildungsstandards – Kerncurricula

Ausführliche PDF-Datei: 2011-I-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) – III-2010

Inhalt der dlh-Nachrichten III-2010

  • Iformationsliste der ZPM über nicht zum Schuldienst zugelassene Lehrkräfte
  • Gesetzentwurf zur Modernisierung des Dienstrechts
  • Kürzungen von Haushaltsmitteln 2011 – Haushaltssperre 2011
  • Sind Umstrukturierungen der Staatlichen Schulämter geplant?
  • Quereinsteiger
  • Schnittstelle LUSD SAP
  • „Führungsakademie“ im Aufbau
  • Lernstandserhebungen 2010 in den dritten Klassen

Ausführliche PDF-Datei: 2010-III-dlh-Nachrichten

dlh-Nachrichten aus dem Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) II-2010

Inhalt der dlh-Nachrichten II–2010

  • Listen des HKM über nicht zum Schuldienst zuzulassende Lehrkräfte
  • Pläne der Landesregierung bzgl. Kürzungen von Haushaltsmitteln
  • Novellierung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes und des Hessischen Schulgesetzes
  • Initiative zur nachvollziehbaren Abrechnung der Reisekosten für LiV und Ausbilder/innen
  • Raumsituation an Studienseminaren
  • Abbau der Überstunden der Ausbilderinnen und Ausbilder an den Studienseminaren
  • Initiativantrag des HPRLL zur Bekanntgabe von Stellen für Ausbildungsbeauftragte
  • „SV+“ – hier: Projektskizze
  • „SV+“ – hier: Entfristung der Verwaltungskoordinatoren
  • Planung der Mittelstufenschule
  • „Führungsakademie“ im Aufbau
  • Lehrplanentwürfe Gymnasiale Oberstufe
  • Gewinnung von Abituraufgaben

Ausführliche PDF-Datei: 2010-II-dlh-Nachrichten