Prophylaxe.
Rückenschule.
Mental Health.

Antworten für Hessens Lehrkräfte

Der Deutsche Lehrerverband Hessen und der Hessische Philologenverband im Austausch mit Kultusminister Armin Schwarz

v.l.n.r.: Andreas Göbel (HPhV-Kreisvorsitzender Fritzlar), Stephan Uhde (Leiter Staatliches Schulamt), Christin Ziegler (MdL), Armin Schwarz (Hessischer Minister für Kultus, Bildung und Chancen), Dominik Leyh (MdL)

Auf Einladung des Deutschen Lehrerverbandes Hessen (dlh) und des Hessischen Philologenverbandes (HPhV) kamen am Freitag zahlreiche Lehrkräfte aus Nordhessen zum traditionellen bildungspolitischen Gespräch in Fritzlar zusammen. Zu Gast war erneut der Hessische Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, der über aktuelle bildungspolitische Vorhaben der Landesregierung informierte und sich den Fragen der anwesenden Lehrerinnen und Lehrer stellte.

Die Veranstaltung wurde vom Kreisvorsitzenden des HPhV-Kreisverbandes Fritzlar (Schwalm-Eder/Waldeck-Frankenberg), Andreas Göbel, geleitet. In seiner Begrüßung hob er die Bedeutung des direkten Dialogs zwischen Schule und Bildungspolitik hervor und dankte dem Minister für die langjährige Bereitschaft zum offenen Austausch mit den Lehrkräften der Region.

Im Mittelpunkt des Vortrags von Minister Schwarz standen die aktuellen bildungspolitischen Prioritäten der Hessischen Landesregierung. Einen besonderen Schwerpunkt bilde weiterhin die finanzielle Stärkung des Bildungsbereichs. So steige der Bildungsetat des Landes Hessen von 5,8 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2026. Mit den zusätzlichen Mitteln würden unter anderem weitere Stellen für Lehrkräfte in der Ganztagsbetreuung geschaffen.

Ein weiteres zentrales Anliegen sei die Förderung der Bildungssprache Deutsch. Schwarz verwies dabei auf den weiteren Ausbau des Deutschunterrichts insbesondere in der Grundschule sowie auf verstärkte Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit sprachlichen Defiziten. Sprache sei die Grundlage für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe.

Großen Raum nahm zudem die Frage ein, wie Schule junge Menschen besser auf das spätere Leben vorbereiten könne. Der Minister betonte in diesem Zusammenhang die zunehmende Bedeutung der Berufsorientierung von der Grundschule bis zum Abitur. Als Beispiel nannte er ein Pilotprojekt, bei dem bereits Drittklässler eine Berufsschule besuchen und dort gemeinsam mit Berufsschülern praktische Erfahrungen etwa in Küchen, Werkstätten oder anderen Arbeitsbereichen sammeln.

Auch die Stärkung mathematischer und naturwissenschaftlicher Kompetenzen sowie der Ausbau der digitalen Bildung gehörten zu den zentralen Vorhaben der Landesregierung. Hier verwies Schwarz unter anderem auf einen KI-Chatbot „AIS.chat – Telli“ sowie auf das Angebot „Digitale Welt“.

Darüber hinaus betonte der Kultusminister die Bedeutung der Werte- und Demokratievermittlung an den Schulen. Dies solle unter anderem durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit jüdischen Organisationen sowie mit Zeitzeugen weiter ausgebaut werden.

In der anschließenden Diskussion nutzten die anwesenden Lehrkräfte die Gelegenheit, zahlreiche aktuelle Fragen aus dem Schulalltag anzusprechen. Themen waren unter anderem die Qualität der Abituraufgaben – insbesondere der aus dem Aufgabenpool des IQB stammenden Aufgaben –, Fragen zur Besoldungsentwicklung, zur Dauer der Beihilfebearbeitung, zur Altersentlastung für Lehrkräfte sowie zur Entwicklung der Notengebung im Landesabitur.

Andreas Göbel dankte dem Minister abschließend für die offene Diskussion und den intensiven Austausch: „Gerade in einer Zeit großer Herausforderungen für die Schulen ist es wichtig, dass die Erfahrungen und Anliegen der Lehrkräfte unmittelbar in die bildungspolitischen Entscheidungen einfließen können.“

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