Wie fokussiert man sich bei allem
Trubel auf das Wesentliche?

Antworten für Hessens Lehrkräfte

Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Zwar liegen bereits gute Gesetze zur Frauenförderung und zur Vereinbarkeit von Familie vor, bspw. das Hessische Gleichberechtigungsgesetz, aber es muss noch viel beharrlicher vor Ort und in der Bildungsverwaltung auf die Umsetzung bestanden werden. Ein Mittel um Informationen über den Sachstand in Ihrem Schulamtsbezirk zu erhalten, sind die Frauenförder- und Gleichstellungspläne des jeweiligen Staatlichen Schulamtes. Damit jede Lehrkraft sowie Führungskraft sich über die verbindlichen Zielvorgaben und die unterstützenden Maßnahmen zur Zielerreichung informieren kann, sind die Frauenförder- und Gleichstellungsplan einschließlich des Maßnahmenkatalogs zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur geschlechtergerechten Personalentwicklung an jeder Schule auf geeignete Weise bekanntzumachen. Fordern Sie doch einmal den Plan an Ihrer Schule ein und schauen Sie mal, welche Maßnahmen dort aufgeführt sind, um Ihnen ein berufliches Fortkommen und / oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Fordern Sie diese Maßnahmen ein! Nehmen Sie Kontakt mit den Ansprechpartnerinnen des dlh auf.

 

Die systemgerechte Anerkennung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten muss vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Bund mit Nachdruck weiterhin verfolgt werden. Noch besteht keine angemessene Versorgung im Alter. Kindererziehung und Pflege sind wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben! Aus diesen und vielen anderen frauen- und familienpolitischen Gründen sind auch Frauen aus den dlh-Verbänden Mitglied in der dbb Frauenvertretung, die für die arbeits-, gewerkschafts- und gesellschaftspolitischen Interessen von Frauen gegenüber Arbeitgeber*innen im öffentlichen Dienst sowie Landespolitiker*innen eintritt.

 

Wir beklagen uns über Lehrkräftemangel, zwingen aber gleichzeitig Frauen und Männer ihre Elternzeit zu verlängern, weniger zu arbeiten als sie eigentlich möchten, weil nicht ausreichend Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Werfen wir doch einmal einen Blick auf die mit uns um Fachkräfte konkurrierende Wirtschaft. Je größer der Mangel wird, desto mehr lassen sich die Personalmanager*innen einfallen. Eine nachahmenswerte Idee sind Betriebskindergärten. Das Land Hessen präsentiert sich gerne als „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ mit dem Ziel eine familienfreundliche Personal- und Organisationspolitik in allen Dienststellen einzurichten, damit entscheidende Vorteile für die Beschäftigten und die Dienststellen gleichermaßen verwirklicht werden können. Daher unsere Forderung: Überall dort, wo viele Lehrkräfte unterrichten, in großen Schulzentren und/oder dort, wo viele Schulen im Umfeld liegen, sind Betreuungsmöglichkeiten einzurichten, für ganz kleine und größere Kinder. Dadurch sind Familien nahe beieinander und können mehr wertvolle Lebenszeit gemeinsam verbringen und Eltern sind im Notfall schneller erreichbar. Und dem Land Hessen stehen mehr Unterrichtsstunden zur Verfügung und vor allem motiviertere und weniger gehetzte Lehrkräfte!

 

Ein familienfreundlicher Arbeitgeber, darf sich nicht nur als solcher bezeichnen. Er muss auch einer sein. Deshalb fordern wir:

  • Konsequente Umsetzung der Frauenförder- und Gleichstellungspläne!

  • (Höhere) Anrechnung von Erziehungs- und Pflegezeiten auf Rente/Pension!

  • „Betriebskindergärten“ für Kinder von Lehrkräften!

  • Landesticket familienfreundlicher gestalten durch eine Ausweitung der Mitfahrmöglichkeiten für Partnerinnen und Partner auch außerdem des Wochenendes!

Wir kämpfen gemeinsam:

HPhV – Hessischer Philologenverband e. V.

 

glb – Gesamtverband der Lehrer an beruflichen Schulen e. V.

 

VDL – Verband der Lehrer an Grund-, Haupt-, Real-, Förder- und Gesamtschulen in Hessen