Individuelle Wege zu
individuellen Zielen!

Antworten für Hessens Lehrkräfte

Besoldung.

Hinweise auf bessere Bezahlung kontern Regierungsparteien gerne damit, dass man so viel für Hessens Schulen getan habe wie niemals zuvor. Sicher, Gesundheitsfachkräfte oder IT-Spezialisten (wenn sie denn flächendeckend kommen) sind wichtig zur Unterstützung in Hessens Schulen. Das kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hessens Lehrkräfte bei jeder Gehaltsrunde aufs Neue die Luft anhalten, ob es noch schlimmer kommen könnte als beim letzten Mal. Bei den Kolleginnen und Kollegen kommt von dem steigenden Bildungsetat jedoch auf dem Gehaltszettel zu wenig an. Die Liste der Grausamkeiten ist lang: Kein Urlaubsgeld mehr, Weihnachtsgeld gekürzt, Beihilfe verschlechtert, vermögenswirksame Leistungen auf den Mindestsatz runtergeschraubt. Und wenn es mal einen halbwegs vernünftigen Tarifabschluss gab, dann wurde er entweder zeitlich verzögert oder mit Abschlägen für Beamtinnen und Beamte übertragen.

Die Perspektiven stimmen einfach nicht, und man muss sich nicht wundern, wenn der Lehrkräftenachwuchs ausbleibt. Darüber hinaus fehlt es in allen Schulformen an Aufstiegsperspektiven in Form von Funktions- und Beförderungsstellen. Der Frust steigt, kann man mit einer vergleichbaren Ausbildung in anderen Berufen teilweise doch deutlich mehr verdienen. Ein zusätzliches Monatsgehalt, betriebliche Altersvorsorge, mehr vermögenswirksame Leistungen, oder auch ein Dienst-Handy? In der Wirtschaft eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wenn man gute Leute halten und langfristig an sich binden möchte.

Fachlehrkräfte werden nach wie vor auf der Grundlage eines Erlasses aus 2008 eingruppiert. Die schulische Realität (Quereinsteiger, UBUS Kräfte, Fachlehrer, Lehrkräfte mit TV-H Vertrag) hat diesen Erlass längst überholt und deshalb gilt es ihn dringend zu erneuern. Gemeinsam mit dem DBB arbeiten wir an einer Aktualisierung der Entgeltordnung, damit alle angestellten Kolleginnen und Kollegen eine angemessene und faire Entlohnung erhalten.

Ein Zeichen zu setzen, und angesichts einer hervorragenden Konjunktur die unsägliche 0- bzw. 1%-Runde von 2015/16 zu korrigieren, hat die Landesregierung verpasst. Unabhängig davon wie die Gerichte entscheiden werden, war dies ein schweres Versäumnis.

Wir fordern, dass Hessens Lehrkräfte endlich fair bezahlt werden!

 

Dazu gehört u. a., dass

  • zukünftige Lohnabschlüsse endlich denen in der sogenannten „freien Wirtschaft“ entsprechen. Abiturientinnen und Abiturienten entscheiden sich sonst weiterhin verstärkt für andere Arbeitgeber. Darunter leidet Hessens Schullandschaft.
  • in allen Besoldungstabellen eine zusätzliche Erfahrungsstufe eingeführt wird, die einer verlängerten Lebensarbeitszeit Rechnung trägt.
  • eine zeitgemäße Entgeltordnung für Fachlehrkräfte.
  • immer eine inhalts- und zeitgleiche Übertragung der Tarifergebnisse aus dem Angestelltenbereich erfolgt.
  • die vermögenswirksamen Leistungen auf den Höchstsatz angepasst werden.
  • das 13. Monatsgehalt voll bezahlt und das Urlaubsgeld wieder eingeführt wird.

 

Hessens Lehrkräfte sollen gute Arbeit liefern. Dazu gehört aber auch, dass das Land seiner Fürsorgepflicht nachkommt.

Schluss mit dem Spardiktat! Faire Besoldung für Hessens Lehrkräfte!

Wir kämpfen gemeinsam:

HPhV – Hessischer Philologenverband e. V.

 

glb – Gesamtverband der Lehrer an beruflichen Schulen e. V.

 

VDL – Verband der Lehrer an Grund-, Haupt-, Real-, Förder- und Gesamtschulen in Hessen