Kann bitte mal jemand
das Stresskarussel anhalten?

Antworten für Hessens Lehrkräfte

dlh-newsletter Schule und Corona vom 30.04.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Am Ende des Monats April gibt es im Hinblick auf die Schulen so manchen Hoffnungsschimmer.
Schwerpunktthema: Mehr Geld für Hessens Schulen zur Kompensation von Lernrückständen
Um Lernrückstände der Schülerinnen und Schüler aus der Corona-Pandemie zu kompensieren, sollen Hessens Schulen mehr Geld vom Land bekommen. Das kündigte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden an:
Verbände
Der dlh hat für die PR-Wahlen in der nächsten Woche am Dienstag und Mittwoch ein tolles und sehr motivierendes Wahlvideo veröffentlicht, das gerne weitergeleitet werden darf:
Passend zu den Personalratswahlen haben Markus Stellfeldt, Vorsitzender des dlh-Kreisverbandes Darmstadt/Darmstadt-Dieburg, und Thorsten Rohde, stellv. Vorsitzender des hphv-Bezirks Gießen, einen Beitrag zur bildungspolitischen Debatte herausgegeben, in denen sie sich kritisch mit den Positionen der GEW auseinandersetzen. Der lesenswerte Text findet sich im Anhang.
Beim hphv hat der von mir geleitete Ausschuss für berufspraktische Fragen eine Umfrage zu den Bedingungen des Referendariats während der Corona-Pandemie mit über 300 Teilnehmenden durchgeführt und daraus Forderungen formuliert. Die entsprechende Pressemitteilung habe ich angehängt.
Ebenfalls im Anhang befinden sich die aktuellen Nachrichten des dbb Hessen, in denen es u.a. um eine neue Funktion geht für Volker Weigand, den Vorsitzenden des dlh-Kreisverbandes Bergstraße/Odenwald und hphv-Schatzmeister.
Gesundheit
Der Bund hat für den Betrieb von Kitas und Schulen als Notbremse einen Grenzwert von 165 festgelegt – die Kultusminister möchten das Kriterium gerne «ergänzen» (gemeint ist wohl: aufweichen). Damit steht die Frage im Raum: Ist die Sieben-Tage-Inzidenz tatsächlich geeignet, um die Entwicklung der Corona-Pandemie zu messen und Schutzmaßnahmen daran zu knüpfen? Die Debatte gewinnt durch zunehmende Impfungen und Schnelltests an Fahrt. Wissenschaftler und Mediziner warnen allerdings davor, «da nun noch neue Werte aufzupfropfen»:
Hat die dritte Welle in der Pandemie an Wucht verloren? Forscher beobachten ein Plateau bei den Infektionszahlen. Es könnte ein erster Vorbote für sinkende Zahlen sein – wenn alle weiter mitmachen beim Impfen und den Schutzmaßnahmen. Allerdings: Die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen steigen weiter. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt deshalb:

Impfungen

Der Pharmahersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben bei der EU-Arzneibehörde Ema den Antrag auf Impfstoffzulassung für Kinder ab zwölf gestellt:
In Bremen sollen nun auch die Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen geimpft werden:
Testungen
In Ländern, in denen die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen noch nicht in die Priorisierungsgruppe 2 aufgerückt, gibt es massive Proteste von die Begleitung von Testungen. Die Philologen aus Schleswig-Holstein fordern, dass dort an den weiterführenden Schulen nur geimpfte Lehrkräfte Testungen von Schülerinnen und Schülern begleiten:
In Berlin hagelt es in dieser Woche Brandbriefe an die Bildungssenatorin. Ein Kollegium droht jetzt sogar mit wildem Streik:
Was die Bedeutung der Testungen für die Schülerinnen und Schüler angeht: Der Ärztliche Direktor der Regensburger Kinderklinik, Michael Kabesch, plädiert für eine »zeitnahe« Impfung von Kindern. Bis dahin könnte eine von ihm entwickelte Teststrategie für Schulen zum Einsatz kommen, die Präsenzunterricht sicher macht:
Digitalisierung
Die WELT setzt sich eingehend mit den Gründen für die Probleme im Distanzunterricht auseinander:
Hessen
An nächster Woche können sich Lehrkräfte nicht mehr kostenlos in Arztpraxen testen lassen, sondern nur noch in den normalen Testzentren, wie das HKM gestern mitgeteilt hat (s. Anhang).
Bund
Auf einer bundesweiten Bildungsplattform sollen zukünftig digitale Lerninhalte vernetzt werden. Das wird allerdings noch bis 2023 dauern, wie das Handelsblatt berichtet:
Die Kommunen machen Druck beim geplanten Corona-Aufholpaket für Kinder und Jugendliche. «Wir hoffen sehr, dass das Bundeskabinett kommende Woche Grundzüge für ein solches Programm beschließt», sagte Vizepräsident Markus Lewe. Der Oberbürgermeister von Münster wies neben dem Problem von aufgebauten Lernrückständen auf «gravierende» Einschränkungen im Alltag von Kindern und Jugendlichen hin, etwa fehlende Treffen mit Freunden, ausfallendes Training im Sportverein und unsichere Zukunftsperspektiven:
Länder
– Hamburg:
– Nordrhein-Westfalen:
– Baden-Württemberg:
Ich wünsche Ihnen und Euch ein schönes und erholsames Wochenende und möchte ein letztes Mal daran erinnern, die Möglichkeit zur Briefwahl zu nutzen, wenn am 4. (Mathe-Abitur) und 5. Mai nicht die Gelegenheit besteht, in die Schule zu kommen und vor Ort zu wählen.
Mit den besten Grüßen,
Boris Krüger